Verwendet man den A/D- Wandler eines MSP430F1611 an einem
Schaltnetzteil, so sind die gemessenen Spannungen, z.B. von einem NiMH-
Akku, stark verrauscht (bis ca. +- 8 Bit), während bei Speisung mit
Batterie nur ein Rauschen von ca. +- 1-2 Bit auftritt.
Meine Frage: Gibt es erprobte Möglichkeiten, z.B. durch Vorschalten von
Drosseln usw., eine unverseuchte Stromversorgung trotz Schaltnetzteil
für den µC bereit zu stellen?
MfG
Probiers mal mit einem LC-Tiefpass vor der Versorgung des µCs. Die
grenzfrequenz sollte deutlich unterhalb der der Schaltfrequez liegen.
Einfacher wäre wahrscheinlich die ADC-Werte in Software von dem Rauschen
zu befreien -> IIR Tiefpass erster Ordnung. Dadurch kannst du allerdings
keine hohen Frequenzen mehr messen.
Danke,
ich wollte nicht probieren,
Eine erprobte Lösung ist z.B. die Verwendung eines 50Hz Trafo mit
Gleichrichter und Elko. Damit erreiche ich ähnlich gute Ergebnisse wie
mit einer Batteriestromversorgung.
Da aber der Schaltregler für andere Zwecke (Funkuhr mit LED, usw.)
bereits verwendet wird, sollte die Schaltung des µC
(Langzeitmesswertspeicher) mit angehängt werden.
Deshalb die Frage, ob ich mir die Sache mit dem Schaltregler aus dem
Kopf schlagen sollte.
MfG
Hallo Wolfgang
Schaltregler kann man grundsetzlich schon zur Versorgung von MCs und
analogen Schaltungsteilen verwenden. Es sollte natürlich sehr darauf
geachtet werden, dass der Schaltregeler auch dafür geeignet ist. Es
sollte Wert auf eine geringe Restwelligkeit der Ausgangsspannung
geachtet werden. Das kann erreicht werden, indem man die
Ausgangsspannung gut mit schnellen (keramischen) Kondensatoren (Low ESR)
puffert. Sollte das nicht reichen kann, wie von Anonymous :-) schon
erwähnte, eine Kombination aus Spule und zusätzlichen Kondensatoren
weiter Ruhe in die Ausgangsspannung bringen. Hier muss man ein bisschen
herumexperimentieren.
Gruß, Frank
Ich denke es gibt Grundsätzlich zwei Möglichkeiten die aber letztlich
auf das Selbe hinausslaufen:
Reduziere die Empfindlichkeit auf Störungen.
1. Mehrere AD-Wandlungen mitteln
2. Synchronisiere die AD-Wandlung auf die Taktfrequenz der SMPS - geht
vermutlich nicht mit MSP
3. Achte im Layout auf eine saubere Masseführung (Analog- und
Digitalmasse strikt getrennt und an einem Punkt unter Chip
zusammenkoppeln)
4. Saubere Referenzspannung und analoge Versorgung
(Ferritperle/Induktivität) mit guter Abblockung (Kondensatoren nach am
Chip)
5. Tiefpassfilter für das analoge Eingangssignal
6. Common-Mode Drossel in die Versorgungsleitungen vom SMPS zum MSP430
Mit einem SMPS im System muss man einfach sauberer arbeiten, als mit
einem 50Hz Trafo oder einer Batterie.
Danke für die Ratschläge. Da es grundsätzlich möglich sein soll, an
einem Schaltnetzteil auch A/D-Wandler zu betreiben, werde ich doch mal
experimentieren.
Da mir für so ein Filter zur Dimensionierung das „Gefühl“ fehlt, habe
ich einige Messungen mit dem Oszi am Schaltnetzteil durchgeführt.
Bei Belastung mit 250mA sind stark verzerrte Sinusschwingungen von
10mV mit einer Frequenz von 145kHz bei 7,5V Ausgangsspannung zu sehen.
Zusätzlich erscheint bei jeder Schwingung eine „Zacke" von 5mV. Die
Anstiegsgeschwindigkeit der „Zacke“ beträgt 50ns.
Hat jemand einen Dimensionierungs- und Schaltungsvorschlag für einen
Filter
MfG
Wolfgang-G schrieb:
> Hat jemand einen Dimensionierungs- und Schaltungsvorschlag für einen> Filter
Hallo,
bei Messschaltungen regle ich grundsätzlich die Versorgung lokal nach,
z.B. +- 5V aus +- 12V, und das analog, weil der Verbrauch der
Messschaltung ja meistens sehr gering ist.
Von den vielen vielen Siebkondensatoren (2 / OPV) mal ganz abgesehen.
Gruss Reinhard
>regle ich grundsätzlich die Versorgung lokal nach
mach ich im Prinzip auch. Aus der 7,5V Schaltnetzteilspannung werden mit
einem LM317LZ 3V für dem MSP430 erzeugt. Offensichtlich schlagen die
steilen Schaltflanken durch.
Wie schon gesagt, sind die Ergebnisse der Spannungsmessung bei Erzeugung
der „Rohspannung“ mittels eines normalen 50Hz Trafo für meine
Verhältnisse gut.
Nun wollte ich nur durch Zwischenschaltung eines Filters auch bei
Verwendung eines Schaltnetzteils auf ähnliche Ergebnisse kommen und
suche den Rat der Experten, die sich mit der Dimensionierung von Filtern
gut auskennen.
Noch 2 Fragen:
a) was ist ein SMPS
b) was ist Common-Mode Drossel
bitte in Deutsch
MfG
Wolfgang-G schrieb:
> Noch 2 Fragen:> a) was ist ein SMPS
Ein Schaltnetzteil (Switch Mode Power Supply)
> b) was ist Common-Mode Drossel
Eine stromkompensierte Drossel (Common Mode Choke)
zunächst vielen Dank Iwan.
Ich will ja Englisch nicht verteufeln, aber man sollte es nicht
übertreiben.
Zum anderen stelle man sich vor, es würden die Datenblätter in
Japanisch, Chinesisch oder Arabisch herausgegeben.
Aber in einem deutschsprachigen Forum sollte in Deutsch formuliert
werden, wenn es deutsche Begriffe gibt.
Noch schlimmer ist dann denglisch, wie hier z.B. „125kHz RFID mit 4066
durchswitchen „
Aber zurück zum Thema: Offensichtlich ist das aufgemachte Thema so
schwierig (oder trivial), dass man sich mit Dimensionierungsvorschlägen
zurückhält. Vielleicht wagt sich aber doch noch jemand
MfG
Mit deiner Art Leute anzupissen "ich wollte nicht probieren", "Aber in
einem deutschsprachigen Forum sollte in Deutsch formuliert werden"
dürftest du ausreichend viele Leute davon abgebracht haben dir zu
helfen.
Daher, rechne dir das mal schön selber aus.
>Mit deiner Art Leute anzupissen "ich wollte nicht probieren"
Das versteh ich zwar nicht so richtig, wollte aber damit nur ausdrücken,
dass ich nicht sinn- und planlos herumprobieren will, wenn es Leute
gibt, die es besser können.
>Daher, rechne dir das mal schön selber aus.
Am Rechnen soll es nicht scheitern, wenn Du mir die
Berechnungsgrundlagen zu Verfügung stellen würdest. Vielen Dank schon im
Voraus.