Debugger für MSP430

#1370834
Lesenswert?

Sehr zu empfehlen ist der Olimex JTAG Tiny für den MSP430, der ist 
sau-schnell, zu allen Entwicklungsumgebungen kompatibel und das 
Preis-Leistungsverhältnis ist auch klasse. Gibts für etwa 60€ hier im 
Shop. Wenn du einen PC mit Parallelport hat, kannst du auch den billigen 
LPT-Debugger nehmen, aber naja. Ist halt langsam, kann kein Spy-Bi-Wire.
Persönliche Seite #1370997
Lesenswert?

Ok, jetzt können wir uns streiten, was als "Debugger" bezeichnet wird.

Die von Christian genannten Dinge würde ich als JTAG-Interfaces 
bezeichnen. Um sie nutzen zu können, braucht man noch passende Software 
dafür -- eben einen Debugger.

Nebenbei ist bei MSP430 auch das Programmieren des Flash-ROMs über das 
JTAG-Interface eine übliche Vorgehensweise; die von mir oben 
aufgeführten Entwicklungsumgebungen unterstützen das.
#1476857
Lesenswert?

Hallo Zusammen,

ich buddel den Beitrag mal wieder aus, weil er glaube ich genau mein 
Problembeschreibt.
Ich nutze Rowley CrossStudio und irgend einen JTAG Programmer. Jetzt 
bietet Rowley ja eine Debug Funktion an.
So wie ich das gelesenhabe geht das dann auch im Gerät über JTAG also 
hab ich mal nach einer geeigneten Hardware gesucht und das hier gefunden
http://www.crossstudio.co.uk/msp430/CrossConnect.htm
Gut, ist vieleicht nicht ganz billig, aber wenn es gut funktioniert 
spart es auch Geld, hat jemand von euch damit Erfahrungen gemacht oder 
kann mir aufgrund des Textes sagen, dass ich komplett auf dem Holzweg 
bin und mich mit dem Produkt komplett getäuscht habe.
Ich suche definitiv keine für 20€ zu habende Bastellösung sondern für 
den professionellen Einsatz eine Lösung wo ich, wenn ich ein Problem 
habe, auch Support bekommen kann.

Vielen Dank schon mal

Daniel
Persönliche Seite #1476901
Lesenswert?

CrossConnect ist eine Möglichkeit, die andere allgemein als 
ernstzunehmend angesehene ist der MSP-FET430UIF von TI höchstselbst, der 
natürlich auch mit CrossWorks funktioniert. Dessen Nachbau von Olimex 
lässt sich übrigens auch mit Crossworks nutzen, ebenso wie der 
Parallelportadapter MSP-FET430PIF und dessen Olimex-Nachbau.

Der MSP-FET430UIF ist für etwa 100 EUR zu bekommen und kann mit so gut 
wie jedem MSP430-Entwicklungssystem eingesetzt werden, was nicht 
uninteressant ist, solltest Du mal aus welchen Gründen auch immer Dein 
Entwicklungssystem wechseln wollen.
Die Parallelportvarianten sind nicht zu empfehlen, da sie einen echten 
Parallelport voraussetzen und das SpyBiWire-Protokoll nicht 
unterstützen, das bei neueren MSP430-Varianten eingesetzt wird bzw. 
eingesetzt werden kann.

Der Olimex-Nachbau des MSP-FET430UIF (JTAG-Tiny) ist zwar sogar 
schneller, aber je nach Entwicklungssystem nur mit einer etwas 
frickeligen Installation zum Laufen zu bekommen, bei der verschiedene 
DLLs durch von Olimex gelieferte zu ersetzen sind.
#1477151
Lesenswert?

Rufus t. Firefly schrieb:

> Der Olimex-Nachbau des MSP-FET430UIF (JTAG-Tiny) ist zwar sogar
> schneller, aber je nach Entwicklungssystem nur mit einer etwas
> frickeligen Installation zum Laufen zu bekommen, bei der verschiedene
> DLLs durch von Olimex gelieferte zu ersetzen sind.

Naja, Ansichtssache. Das Prinzip ist genial, denn alle Debugger liefern 
die passende msp430.dll mit, somit kann jeder Debugger mit jeder 
Entwicklungsumgebung benutzt werden. Der Olimex ist echt empfehlenswert, 
zumal es mittlerweile signierte 64 Bit Treiber gibt, und der damit 
anstandslos funktioniert. Der originale ist auch nicht verkehrt, hat 
einiges mehr an Schutzbeschaltung drin.
Persönliche Seite #1477228
Lesenswert?

> Das Prinzip ist genial, denn alle Debugger liefern die passende
> msp430.dll mit, somit kann jeder Debugger mit jeder
> Entwicklungsumgebung benutzt werden.

Das setzt voraus, daß das Interface der DLL für alle Ewigkeiten nicht 
verändert werden darf. Als frickelig bezeichne ich die Installation auch 
trotz dieses "genialen" Ansatzes, weil nicht nur diese DLL ausgetauscht 
werden muss, sondern obendrein ein Haufen anderer Dateien auch wüst 
irgendwohin kopiert werdem muss.

Sinnvoller wäre es, wenn bei den Entwicklungswerkzeugen Ort und Name der 
DLL konfiguriert werden könnte, dann ließen sich auch mehrere 
verschiedene Debuginterfaces alternierend betreiben, ohne daß 
irgendwelche Dateien ausgetauscht werden müssten.

Was aber geschieht, wenn es ein Update der Entwicklungsumgebung gibt? 
Dann muss man sich wieder daran erinnern, die eigentlich zur 
Entwicklungsumgebung gehörende Datei wieder durch die aus dem 
Olimex-Verzeichnis zu ersetzen ...
Das ist Pfusch.
#1477259
Lesenswert?

Stimmt, eleganter kann man es immer machen. Aber "irgendwo" hin ist ja 
auch nicht so. Prinzipiell ist es immer die msp430.dll und hil.dll. 
Alles darüber hinaus ist vom Hersteller des Debuggers abhängig. Beim IAR 
machen sie es ja so mit verschiedenen Verzeichnissen und dann kann man 
einfach Hersteller und Debugger auswählen. Ist zwar auch nicht schlecht, 
hat aber auch wieder Nachteile. Am besten wäre natürlich über einen 
standard-Debug-Server....

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren