Ich möchte an dieser Stelle auch eine Frage stellen, weil die Bemessung
der Spulen völlig aussen vor gelassen wird!
Es werden massenhaft ausschließlich Antennentuner beschrieben, die den
gesamten Bereich von 160m - 10m umfassen und für Sendeleistungen
ausgelegt werden und von daher eine Umschaltbare oder als Rollspule
veränderbare Induktivität haben.
Ich benötige jedoch z.B. einen Antennentuner nur für das 80m-Band in
einem Einbandempfänger und demzufolge zu bemessen nur für einen
Empfänger.
Folgerichtig keine grossen Leistungen.
Wie berechnet man denn nun das aber??? Das finde ich so gesehen wirklich
nirgends auf Anhieb! Ich vertrage es nicht, gleich mit einem Drahtverhau
von wirren Formeln erschlagen zu werden, ohne deren Herleitung!
Unordnung ist das und nur schwer auszusortieren!
Ich rechne leichter "visuell" geometrisch veranschaulicht und von da aus
könnte ich die eine oder andere Formel sehr wohl verstehen. Aber nicht
umgekehrt!
Jetzt benötige ich ein paar Hinweise zu folgendem Gedankengang:
Kann man das Pi-Filter bzw. Collins-Filter denn nicht einfach als einen
Parallelschwingkreis betrachten, der gegen Masse über einen kapazitiven
Spannungsteiler verfügt und somit eine Impedanzwaage zwischen Eingang
und Ausgang bildet.
Veranschaulichen wir uns das mechanisch, wie eine Waage und das
Hebelgesetz.
Theoretisch ist die Spule parallel über dem gesamte Arm der Waage, die
beiden bodenständigen - also geerdeten Drehkos bilden nicht nur
Lagepunkt der Waage (oder Wippe) und ändern nicht nur die Länge des
gesamten Arms durch ihre Gesamtkapazität in Serie, sondern verschieben
den Mittelpunkt zwischen Kraftarm und Lastarm.
Der hochohmige Teil ist lang und leicht und kippt schnell nach unten und
der niederohmige Teil ist kurz und schwer, so dass das Hebelgesetz mit
anderen, nämlich elektrischen Variablen darstellt, dass der hochohmigere
Teil wie eine Stromquelle mit hohem Innenwiderstand und der niederohmige
Teil wie eine Spannungsquelle mit niedrigem Innenwiderstand zu sehen
ist.
Dabei werden externe kapazitive und induktive Komponenten an Ein- und
Ausgang ausgeglichen, um Eingang + Ausgang in Resonanz zu bringen und
dabei das Gefälle zwischen Ein- und Ausgang hinsichtlich der
Verhältnisse zwischen Strom und Spannung bei Resonanzfrequenz
anzupassen.
Kann das bedeuten, dass ich im Grunde genommen nur eine solche
Serieninduktivität zwischen Eingang und Ausgang brauche, die jedoch als
Parallelinduktivität zu den Drehkos C1 in Reihe C2, wenn beide Drehkos
auf Mitte gestellt sind, auf Bandmitte 3,65MHz liegen muß.
Und nur durch das Erden zwischen beiden Drehkos wird aus dem Sperrkreis
eine Art Lastentransformator durch das Verschieben des Mittelpunktes, um
die Lasten, quasi die Impedanzen zwischen Antenne und Empfänger auf
Gleichgewicht zu bringen?