Hallo,
ich suche ein Taschenmesser, dass ich mir einmal kaufe und in 30 Jahren
noch benutzen kann. Also was hochwertiges, ob es jetzt 150 Euro oder 200
Euro kostet, ist mir egal.
Von den Herstellern kenne ich Victorinox und Leatherman. Gibt es noch
Alternativen?
Was kennt ihr so?
Gruß
Jan
Viktorinox ist ein Spielzeug fuer Touristen. Leatherman ist auch
Spielzeug, robuster, aber viel schwerer. Was soll das Messer denn
koennen ? Eine Buechse mit der Klinge oeffnen ? Was ich als absolut
gefaehrlich empfinde ist dass die Klinge des Viktorinox sowie des
Leatherman Juice nicht arretiert werden kann. Ein richtiges Messer
sollte sich nicht selbst schliessen koennen, hat dann mindestens das
Gewicht eines Viktorinox bei nur einer Klinge.
Aeh. Ich hab ein Viktorinox und ein Leatherman, mag beide.
Bestandschutz gibt es in Deutschland wohl nicht!
Deshalb achte auf eine Klingenlänge von max. 2,5 cm, möglichst breite
Klinge (nicht scharf), vllt. nicht mal feststehend und rosa
lackiert/eloxiert.
Der Griff mit einem lustigen Gesicht versehen (Smilie) in einer
abschließbaren Transportbox, und Du solltest 30 Jahre Freude daran
haben.
Abweichungen von oben genanntem bringen Dich in den Knast! (Nicht
sofort, aber innerhalb der genannten Laufzeit).
guude
ts
>Was ich als absolut>gefaehrlich empfinde ist dass die Klinge des Viktorinox sowie des>Leatherman Juice nicht arretiert werden kann
Fand ich auch immer sehr gefährlich, Victorinox bietet inzwischen aber
Messer mit Feststellklinge an:
http://www.victorinox.de/index.cfm?site=victorinox.ch&page=433&lang=D
Habe selbst das "Rucksack" aus dieser Serie und bin sehr zufrieden
damit. Allerdings benutze ich es auch nur 1-2x im Jahr, kommt also ganz
darauf an, was du damit vor hast...
Ich habe mehrere kleine Victorinox, die sind für die meisten Fälle
wirklich super.
Feststehende Klinge brauch ich idR nicht, dafür hab ich andere Messer...
Auch das Victorinox Multitool (so ähnlich wie ein Leatherman) ist super,
das hat feststellbare Klingen, ist mir zum Mitnehmen aber meist zu
schwer.
Ersetzt aber in der Wohnung fast einen ganzen Werkzeugkasten.
Ich habe ein Victorinox, hält jetzt schon 25 Jahre bei täglichem
Gebrauch, Klinge ist etwas schmaler geworden durch das Nachschärfen,
Logo auf dem Griff ist fast nicht mehr zu sehen. Hat bei mir mehrere
Reisen in südamerikanischen Urwald überstanden, würde ich mir jederzeit
wieder kaufen.
Wichtig: Meines hat nur 3 "Funktionen", Messerklinge, Säge und
Kapselheber, das reicht völlig. Die Klinge kann man auch mal als
Schraubendreher benutzen, oder auch mal eine Konservenbüchse damit
öffen. Du solltest dir dann aber auch gleich gutes Schärfwerkzeug dazu
kaufen.
>hab schon mal gehört, dass man selbst (bei einem Profi) Messer schmieden>kann.>ein selbsegemachtes finde ich cool
Sowas kann man in Solingen (Nachbarort von mir) in Auftrag geben lassen.
Für unter 2000€ schmeißen die ihren Ofen aber gar nicht an...
Aktuell gilt bei Klapp-Messern:
- darf nicht einhändig zu öffnen sein (also keinen Daumen-Knubbel oder
einhändig auslösbaren Spring-Federmechanismus o.ä. haben.)
- max. 8,5 cm Klingenlänge
- nur einseitig geschliffen
- Klinge darf nur seitlich aus dem Griff herauskommen
Alles andere ist Verboten.
Und der zu dieser Regelung obligatorische Kommentar von mir:
"Herr, lass Hirn regnen!" '*augenroll*'
Wenn du was tolles haben willst, dann würde ich mir ein schönes
Damast-Stahl-Klappmesser mit Holz-Griffeinlage holen.
Gibt's in Preisregionen vom 3 bis 4-stelligen Bereich.
Musst aber wohl etwas suchen, um so ein kurzes zu finden. Gibt's glaub
ich nicht so häufig...
>suchst du ein Taschenmesser oder einen mobilen Werkzeugkoffer?
Ich hatte bisher ein Taschenmesser der Bundeswehr: eine nicht
arretierbare Klinge, einen Korkenzieher, ein Dorn und eine kleine
"Säge". Das hat mir völlig gereicht, das Messer war vor allem extrem
scharf. Leider kam es mal mit Meerwasser in Berührung und ich habe es
nicht sofort abgespült. Jedenfalls ist es jetzt unbrauchbar und es ist
bereits entsorgt, weil ich mich geärgert habe:)
Also ein mobiler Werkzeugkoffer suche ich jedenfalls nicht.
>7,5cm Klingenlänge und nicht mehr.>Ne, halt - 12cm sind es jetzt für Einhandmesser gemessen über das ganze
Heft.
Ich glaub du verwirrst gerade die Leute etwas.
Der TS will ein Taschenmesser -> Klappmesser -> d.h. 8,5 cm Klingenlänge
wenn er Sicherheit vor den Cops haben will.
Das mit den 12cm bei feststehenden Messern stimmt schon, aber passt
gerade nicht hier her... ;)
Jan schrieb:
> Hallo,>> ich suche ein Taschenmesser, dass ich mir einmal kaufe und in 30 Jahren> noch benutzen kann. Also was hochwertiges, ob es jetzt 150 Euro oder 200> Euro kostet, ist mir egal.>> Von den Herstellern kenne ich Victorinox und Leatherman. Gibt es noch> Alternativen?>> Was kennt ihr so?>> Gruß> Jan
Hi Jan,
kauf Dir z.B. ein Gerber oder ein Puma. Aber es gibt noch mehr
Hersteller ;) Wenn Du ein gutes Messer willst kannst Dir ja eines mit
Damastklinge holen. Solltest aber beachten dass das nicht rostfrei in
allen Lebenslagen ist und nur vom Profi schaerfen lassen.
Ach ja: Dein Preisbereich bis 200-300EUR ist fuer ein Taschenmesser
schon gehobene Kategorie, aber das Ende ist dort nicht erreicht ;) Aber
es gibt auch gute Taschenmesser fuer ca. 80-120EUR, die Dir vollkommen
reichen werden und hochwertig verarbeitet sind.
lg,
Michael
Jan schrieb:
> Ich hatte bisher ein Taschenmesser der Bundeswehr: eine nicht> arretierbare Klinge, einen Korkenzieher, ein Dorn und eine kleine> "Säge". Das hat mir völlig gereicht, das Messer war vor allem *extrem*> scharf. Leider kam es mal mit Meerwasser in Berührung und ich habe es> nicht sofort abgespült.
Schärfe und Rostanfälligkeit hängen leider miteinander zusammen. Das
hängt an den Stahllegierungen. Preislich ist das obige Messer nicht zu
schlagen, von der Funktion her warst du zufrieden... ich würde mit
Meerwasser etwas aufpassen und ab und zu pflegen/ölen und wenn es zu
stark verrostet ist ein neues kaufen.
Stefan B. schrieb:
> Jan schrieb:>>> Ich hatte bisher ein Taschenmesser der Bundeswehr: eine nicht>> arretierbare Klinge, einen Korkenzieher, ein Dorn und eine kleine>> "Säge". Das hat mir völlig gereicht, das Messer war vor allem *extrem*>> scharf. Leider kam es mal mit Meerwasser in Berührung und ich habe es>> nicht sofort abgespült.>> Schärfe und Rostanfälligkeit hängen leider miteinander zusammen.
Genau, besonders bei Damast-Klingen, wo die inneren Lagen leider recht
rostanfaellig sind. Das heisst als Konsequenz dass man so eine Klinge
pflegen muss, wenn man lang was davon haben will. Die Schaerfe und
Stabilitaet solcher Klingen ist aber (bei den guten) im Prinzip
unuebertroffen.
Als Gebrauchsmesser sollte man eine normale (rostfreie) Klinge in
Erwaegung ziehen. Bei den Gerber-Messern sind die Oberflaechen leider
behandelt, was beim Nachschaerfen (mit einem Hohlschliff) leider dazu
fuehren kann, dass sie Klingen unansehnlich werden... aber ansonsten
sehr schoene Messer.
>Ich glaub du verwirrst gerade die Leute etwas.>Der TS will ein Taschenmesser -> Klappmesser -> d.h. 8,5 cm Klingenlänge>wenn er Sicherheit vor den Cops haben will.>Das mit den 12cm bei feststehenden Messern stimmt schon, aber passt>gerade nicht hier her... ;)
Eine Begrenzung der zulässigen Klingenlänge auf max. 8,5 cm gilt für
Springmesser.
Bei feststehenden Messern mit einer Klingenlänge über 12 cm gilt das
Verbot des Führens gem. § 42a. WG
Fuer Klappmesser, die nur beidhaendig aufzuklappen sind, gibt es keine
Einschraenkung, auch nicht wenn sie feststellbar sind. Das gilt z.B.
fuer das von Alex oben verlinkte. Feststellbar duerfen nur Einhandmesser
nicht sein.
> Bei feststehenden Messern mit einer Klingenlänge über 12 cm gilt das> Verbot des Führens gem. § 42a. WG
Was wird denn unter "führen" genau verstanden?
Wenn ich ein Küchenmesser kaufe, dann muss ich es ja irgendwie nach
Hause tragen können.
Master Snowman schrieb:
> ich habe seit 11 jahren fast täglich dieses hier im einsatz:> http://www.freie-waffen.com/catalog/images/big/17001.jpg> ich habe es noch nie schnleifen lassen und es schneided für meine> bedürfnisse noch genügend.
Hehe ja genau so eine "Waffe" hab ich auch seit 10 Jahren am
Schluesselbund. Heute erst wieder benutzt :D
Jan,
wenn du etwas vergleichbares suchst würde ich mir die Victorinox Messer
mit Feststellklinge anschauen. Das Hunter dürfte deinem dahin
geschiedenen Messer am nähsten kommen.
http://www.victorinox.ch/index.cfm?site=victorinox.ch&page=186&lang=D
Mit dem Picknicker hab ich gute Erfahrung gemacht
Hab mir die Paragraphen nochmal durchgesehen.
"Gast" hat recht. (aus Post:
Beitrag "Re: Taschenmesser Empfehlung")
Ich bin ebenfalls durcheinandergeraten. Ein nur manuell zu öffnendes und
nur zweihändig feststellbares Klappmesser hat KEINE Einschränkungen in
der Klingenlänge.
Das gilt nur bei Springmessern.
Sorry für die Konfusion.
>ebay-kaufen: "bw taschenmesser"
Tja, bei eBay habe ich bisher noch gar nicht geschaut. Das Messer, dass
ich bisher hatte, kostet da gerade mal 6 Euro. Da lohnt weiteres
Nachdenken kaum...
damast-stahl sieht schön aus, hat aber gegenüber modernen mono-stählen
keinerlei nennenswerte vorteile, eher das gegenteil ist der fall.
es ist relativ sinnlos, im klingenbereich einen weicheren und einen
härteren stahl abzuwechseln, eher könnte man wie bei katanas üblich
einen harten, schneidhaltigen, aber spröden stahl auf einen weicheren,
zäheren grundstahl als träger aufschweißen. das würde sinn machen, ist
aber bei den modernen stählen die es heute gibt einfach viel zu viel
aufwand.
n gutes messer muss auch nicht wahnsinnig teuer sein, die material und
herstellungskosten bei brauchbaren industriellen messern sind nicht so
wahnsinnig hoch, man bezahlt viele namen in dieser branche.
>Also dieses Teil ist ja wohl wirklich der größte Schwachsinn!
ZZz du hast einfach keine Ahnung von RICHTIGEN "Taschenmessern", also
hör bitte auf mein lieblings Messer zu beleidigen!