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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Kondensator an 350V


Autor: Gast (Gast)
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Hallo,

was sollte ich eurer Meinung nach beachten, wenn ich folgende Schaltung 
aufbaue.


250V    Amplitude 350V

L -----------------+
                   |
                   |
                   R          R < 100 Ohm
                   |
                  ---
                  \ /         Diode 1000V Vr
                ------
                   |      ca. 330V                      Verbraucher
                   +----------------------------------  5mA =
                   | +
                 -----
                              C 450V Spg. fest.
                 -----
                   |
                   |
N -----------------+



Bis der C geladen ist, kann mit jeder positiven Halbwelle ein Ladestrom 
von (peak) ca. 1A fließen. Nach ca. 5 Perioden ist der C geladen und es 
fließn nur noch der Strom nach, der zum Verbraucher abgeflossen ist.

Wie sieht es mit der Alterung des Konsadensators aus.
Behält er auch nach 10 Jahren noch seine Spg. Festigkeit?

Der Elko wird wohl über die Jahre an Kapazität einbüßen.
Vieviel % hat er nach 10 Jahren verloren?

Was passiert, wenn durch z.B. Blitzschlag Spannungsspitzen über den Ko 
laufen.


Gruß

Autor: MaWin (Gast)
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> was sollte ich eurer Meinung nach beachten,

Dass am Ende nicht-netzgetrennte tödliche Gleichspannung rauskommt, auch 
lange lange nachdem die Last und die Stromversorgung abgeklemmt ist. in 
Bleeder-Widerstand (3 in Reihe) wäre nicht verkehrt.

Ansonsten ist es (mit Einzelgleichrichter statt Brückengleichrichter) 
dieselbe Schaltung wie in jedem Schaltnetzteil. Dort ist der Widerstand 
meist ein NTC damit er bei höherem Strom nicht stört, aber dein Strom 
ist gering.

Schaltnetzteile halten nicht jahrzehnte und sind 
Überspannungsempfindlich, aber du hast ja nur 3 Bauteile, die kannst du 
überdimensioniert auslegen.

Autor: oszi40 (Gast)
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1.Schaltung ohne galvanische Trennung ist lebensgefährlich!
2.Nicht jeder beliebige Kondensator ist Spannungs + brandsicher
3.Selbst wenn die Schaltung funktioniert, kann der Aufbau eine totale 
Katastrophe sein, wenn z.B. der Elko platzt wegen Überspannung  ...
4.Bei Blitz bleibt wenig Asche. Da glühen auch dicke Blitzableiter kurz.

Autor: Aehh (Gast)
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Nach 5 Perioden mit Nennstrom aufgeladen ? Eher nicht.

Autor: Michael_ (Gast)
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Harmlos! Diode 1N2007, Elyt 1µ/350V und evtl. eine Sicherung 25mA T. 
Dazu noch ein R parallel zum C, 500K 1/4W.
Natürlich ist alles auf Netzpotential!!!
Wenn ein Blitz einschlägt kommt es auf deine drei Bauteile auch nicht 
draufan, wenn das Haus sowieso brennt.

Autor: Michael_ (Gast)
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Diode natürlich 1N4007!

Autor: Jens G. (jensig)
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Bei direktem Blitzschlag ist alles Asche ...
Bei indirektem Blitzschlag (induzierte Spoannungen im Netz) kommts auf 
die Stärke derselbe an. Wenn dabei der C durchhaut, dann kommt auch der 
R. und evtl. die Diode.

Spannungsfestigkeit nach 10 Jahren: kann wohl keiner so genau sagen. 
Grundsätzlich altern Elkos mit der Zeit - da kommts auf die Qualität 
deselben an. Paar 10000h kann man aber annehmen, wenn die nicht zu sehr 
durch hohe Temperaturen strapaziert werden (die Lade/Entladevorgänge 
sind da eher weniger interessant) - am besten ins Datenblatt schauen, 
falls dazu was da drin steht.
Und wenn der Elko einigermaßen dicht ist (also nicht austrocknet), dann 
dürfte er auch nach 10 oder 20 Jahren noch so einigermaßen seine 
Kapazität haben.

Autor: oszi40 (Gast)
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1.Eine 700V-Diode wäre mir trotzdem ewas knapp.
2.Da uns der Zweck der Folgeschaltung bisher nicht bekannt ist, wäre ich 
noch vorsichtiger.

Autor: Anselm 68 (anselm68)
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1N4007 waren doch 1KV Sperrspannung...

Autor: Michael O. (mischu)
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Normalerweise kannst Du bei den C-Herstellern in den Datenblättern 
nachlesen, welche Lebensdauer die Cs in Abhängigkeit der 
Umgebungstemperatur haben. Dazu ist auch der Nennstromrippel angegeben.

In etwa kann man je 10°C Temperaturerhöhung von einer Halbierung der 
Lebensdauer ausgehen.
Wenn Dein Stromrippel den Nennwert deutlich übertrifft hält der C auch 
nicht lange. In jedem Fall erzeugt er eine Verlustleistung die in Form 
von Wärme die Temperatur im C und dem Gehäuse erhöht.
Wichtig ist auch das Verhältnis Betriebsspannung zu Nennspannung. Ist 
dein C zu knapp ausgelegt hält er auch nicht lange.

Autor: Andreas K. (derandi)
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Wie wärs mit Folienkondensatoren?
Die haben keine üblichen Elko-Nachteile und für den Furzstrom reichen 
die auch.

Ahja, R im Ladezweig würd ich doch bedeutend größer machen, 
Einschaltstrom von schlechtesten falls >3 A spitze für ein Netzteil das 
5mA liefern soll...

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