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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik ARM und NXP kuendigen neues Tool fuer LPC1768 online Code Generierung an


Autor: Robert Teufel (robertteufel)
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Heute, zu Beginn der ESC in Boston gab es eine Ankuendigung von mbed, 
ein prototyping tool mit online code Generierung.

Neben dem original press release auf der ARM website, gibts auch schon 
Kommentare dazu.
http://mcu-related.com/architectures/35-cortex-m3/86-mbed
http://www.arm.com/news/25871.html

Eure Kommentare wo denn die Herstellerunterstuetzung von neuen Designs 
hingehen soll, wuerden mich persoenlich interessieren.

Das Ziel der Bemuehungen ist eindeutig einen Start mit 32-bit so einfach 
wie moeglich zu machen. Das koennte die Diskussion "Einstieg gleich mit 
32-bit" wieder etwas verschieben :-)

Gruss, Robert

Autor: Robert Teufel (robertteufel)
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Nanu, heute keiner eine Meinung.
Hab gerade erfahren, warum die Hardware relativ teuer ist. Da steht 
online der ARM compiler ohne Einschraenkungen dahinter. d.h. auf dieser 
Hardware, die wirklich etwas spaerlich ausgefallen ist, kann man 
Programme bis zu 512 KB entwickeln, denn da hoert das Flash des LPC1768 
auf. Das kann wiederum fuer meine Anwender sehr interessant sein.
Erinnert mich ein wenig an Cloud Computing, die Tools werden online bei 
Bedarf aufgerufen.

Robert

Autor: Gast XIV (Gast)
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Wo ist denn jetzt der Benefit wenn ich statt libs runterladen die source 
hochlade zentral kompiliere das ganze wiederrunterlade und dann lokal 
teste?

Autor: Gast (Gast)
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Der Hersteller hat deinen Code ;)
Vielleicht gibt es da auch eine Klausel (wie bei ICQ), das die Anspruch 
auf Erfindungen haben, die in ihrem System entstanden sind.
Irgendeinen Haken muss das schon haben, wieso sollten die sonst Geld für 
die Infrastruktur ausgeben, wenn sie auch den Compiler auf den 
Download-Server packen könnten und fertig...

Autor: blup (Gast)
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Weil Dir das hochladen irgendwann auf den Keks geht und Du den Compiler 
kaufst?
Auf jeden Fall ne feine Sache (gelich mal test ;) )

Autor: Olaf (Gast)
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> Wo ist denn jetzt der Benefit wenn ich statt libs runterladen die source
> hochlade zentral kompiliere das ganze wiederrunterlade und dann lokal
> teste?

Ist doch klar, keine kommerzielle Nutzung moeglich. Bei der Vorstellung 
das man seinen Firmensource durch die Welt schickt bekommt garantiert 
jeder Chef eine Blutdruckerhoehung.

Olaf

Autor: blup (Gast)
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Aber nur wenn er versteht, was seine Ingenieure da produzieren ;)

Autor: Thomas Pircher (tpircher) Benutzerseite
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Ich habe am Beta-Test teilgenommen und eine aeltere Version der Hardware 
zu Hause. Das Projekt ist sehr gut gemacht, und es macht den Einstieg in 
die embedded Programmierung sehr einfach:

- Bibliotheken zur Ansteuerung der Peripherie sind vorhanden und gut 
getestet.
- es gibt eine Menge an Beispielcode.
- Das Board meldet sich als Memory Stick ans Betriebssystem an und man 
kann so den kompilierten Objektcode ohne externen Programmierer auf das 
Board uebertragen.

Das macht das Board sehr interessant fuer Hobbyprogrammierer und 
Anfaenger und koennte dem Arduino-Projekt die Kundschaft abspenstig 
machen.

Die Tatsache dass die SW-Bibliotheken nicht offen waren (lies: nicht 
einsehbar) hat mich nach einigen ersten Tests davon abgehalten mehr Zeit 
darin zu investieren.

Meine 2 Cents.
Thomas

Autor: Ollz (Gast)
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Online-Compiler sind eine Idee dauerbekiffter Web 2.0er. Für eine 
kommerzielle Entwicklung die Hölle. Sicher wird es Leute geben, die das 
ganz toll finden (wir sind ja sooooo modern, wir gehen mit der Zeit) und 
damit ein Projekt stricken. Irgendwann wird ihnen auffallen:

* Sie haben keine Kontrolle über die Compilerversion. Viel Spaß, wenn 
die Seite einfach so upgedated wurde.

* Sie haben keine Kontrolle über die Libraryversion. Viel Spaß, wenn die 
Seite einfach so upgedated wurde.

* Sie haben keine Kontrolle über die Verfügbarkeit des Compilers. Viel 
Spaß, wenn mal "das Internet" oder der Server kaputt ist, oder gar wenn 
der Dienst eingestellt wird.

* Sie haben keine Kontrolle über ihren eigenen Sourcecode.

Die Aussage von ARM "Industry's first online tools" ist nicht so ganz 
richtig. Andere haben schon wieder aufgehört, da fangen ARM und NXP 
gerade an. Zum Beispiel hat XMOS das versucht. War nix, die Kunden haben 
denen einen Einlauf verpasst. Jetzt gibt es den Compiler, Simulator, 
etc. als Desktop Version. Zitat von 
https://www.xmos.com/designing/web-tools

> Important: Due to customer demand XMOS is focusing its future efforts on
> its desktop tools. The Web Development Tools remain operational until
> 31/07/2009 and are suitable for exploration of XC and XMOS technology.
> For product development we advise people to download the desktop tools.

Autor: Robert Teufel (robertteufel)
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Erst mal danke an all die, die qualitatives Feedback gegeben haben, da 
ist wirklich gute Info drin.

Wenn ich das so richtig interpretiere, dann gibt es eine Menge Gruende 
(Danke Ollz) warum dieser Ansatz nicht fuer professionellen 
(Dauer-)Einsatz tauglich ist. Ich denke mal, das ist auch nicht der 
Ansatz, den NXP und ARM da haben. Der Compiler kostet ja mehrere k-Euro 
und das Geschaeft soll ja nicht einfach weggeworfen werden. Es handelt 
sich um eine Moeglichkeit professionell und schnell eine Evaluierung 
durchzufuehren. Die Library nimmt das hardwarespezifische Gefummel weg, 
bei dem die meisten Fehler gemacht werden. Der Programmierer kann sich 
auf das eigentliche Programm und nicht mehr auf die Zaehmung des Chips 
konzentrieren.

Mir ist klar, dass es fuer diesen Ansatz noch einige Huerden gibt, 
dagegen ist keineswegs klar, ob der Ansatz von den Entwicklern 
angenommen wird. Nennen wir es mal ein umfangreiches Experiment mit 
Potential.

Gruss, Robert

Autor: nurso (Gast)
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Hi,
ist das möglich das board auch mit anderen tools(compiler ...) zu 
benutzen und programmieren? Wenn ja welche? Danke

Gruß

nurso

Autor: Robert Teufel (robertteufel)
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@nurso,
weiss ich ehrlich nicht ob auch andere Tools gehen weil der Chip was im 
internen Flash vorprogrammiert hat und sich gleich versucht mit den 
geplanten Tools in Verbindung zu setzen. Evtl. muss man das Flash 
loeschen. Es gibt keinen normalen JTAG Stecker und der USB-> JTAG 
implementiert auf dem Board ist hoechstwahrscheinlich spezifisch fuer 
die ARM Tools. Ich wuerde da eher ein anderes Board mit mehr 
Funktionalitaet nehmen.

Robert

Autor: Jörg S. (joerg-s)
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Aber der eigentliche Bootloader ist doch fest drin. Von daher würde ich 
mal vermuten das es mit anderen Tools (zB FlashMagic) kein Problem gibt. 
Man muss halt nur an die ensprechenden Pins ran kommen. Das dürfte das 
Hauptproblem dabei sein :)

Autor: Robert Teufel (robertteufel)
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Flash Magic zum Programmieren muesste funktionieren. Allerdings ist die 
Sache mit Debugging eine andere. Dazu muss eine Kommunikation des 
Debuggers typischerweisse ueber USB -> JTAG/SWD stattfinden. Die JTAG 
Schnittstelle ist meines WIssenes nicht auf einen Stecker gefuehrt. Die 
Kommunikation wird in der Originalkonfiguration ueber das integrierte 
(ULink-ME?) durchgefuehrt.
Ich persoenlich wuerde jedenfalls lieber ein "normales" Eval-Board 
kaufen, bei dem JTAG/SWD einfach zugaenglich ist.
Robert

Autor: Paul (Gast)
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Robert,

stehst Du jetzt wieder in NXP Diensten oder ist das nur Hobby?

Autor: Prof. Dr. Delay (Gast)
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Was ist daraus geworden. gibt es das jetzt?

Autor: Robert Teufel (robertteufel)
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Gibt's schon lange Stichwort mbed
http://mbed.org/
Erfolg, kann ich nicht beurteilen.
Robert
Nicht in Diensten von NXP aber sehr involviert in Cortex-M basierenden 
MCUs

Autor: Prof. Dr. Delay (Gast)
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danke

Autor: Prof. Dr. Delay (Gast)
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da brauche ich ja extra ein mbed Board, na ja, die müssen auch Geld 
verdienen.
Für den M16c gabs etwas ähnliches, nur registrieren und los gings.

Autor: Markus P. (papi70)
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Moin,

bei Elektor gibt es jetzt ein Einsteigerkit dafür. 
http://www.elektor.de/products/books/others/kit-ar...

Nur knapp 50€ (rs-online 703-9238) nur für das Board, finde ich echt 
happig. 32 Bit fände ich  auch interessant, vor allem, wenn man auf eine 
SD-Karte schreiben möchte. Aber ich möchte das ganze auch noch selber 
löten können, quasi ein moderner ATmega32 / ATmega644 als 32bit und 
einem USB-Anschluss, 6 parallele AD Eingänge 0-5V, vielleicht 2 
Analogausgänge, 8 Digital I/O , 2 CAN und der Anschluss für eine 
SD-Karte.. und einen kostenfreien Compiler für C :-)

Ich schaue mich jetzt mal hier um 
http://www.renesas.eu/products/mpumcu/rl78/index.jsp und sonst bleibe 
ich bei meinem ATmega. Der ist günschtiger

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