Soviel verdienen Freiberufler in der Wirtschaftskrise

Gast #1421619
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Neuer Weltrekord! Noch nie hatte ich eine solche Offerte:

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Sehr geehrter Herr XXXX,

bei meiner Recherche zum oben genannten Projekt bin ich auf Ihr Profil 
gestoßen. Für die Siemens bin ich auf der Suche nach einem 
Hardwareentwickler / Elektroingenieur (m/w) zur Betreuung und 
Abarbeitung von Änderungen an Flachbaugruppen.

Aufgaben:
• Entgegennahme, Analyse und Test von Kundenänderungen oder 
Spezifikationen (Lasten-, Plichtenhefte) an eigens entwickelten Platinen
• Flachbaugruppen zur Spannungsversorgung
• Erstellung der Vorgaben für das Redesign (zur Fehlerbehebung)
• Eventuell: Testdurchführungen an der Maschine (Untersuchung, Messung)­
• Eventuell: Eigenständige Erstellung von Musterteilen­

Eckdaten:
Projekstart: ASAP
Projektdauer: 3 - 6 MM
Projekteinsatzort: Großraum Nürnberg
Referenznummer: 108289
Stundensatz: 40,00-45,00 € inkl. aller Nebenkosten und zzgl. der 
gesetzl. MwSt.
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Gleich vorweg: Die mail ist echt! - Gestern verschickt!

Rechnen wir mal:

Mittlerer Stundensatz: 42,50 x 40 = 1700,- macht abzüglich Unterkunft 
(45,- / Tag) knapp 6000,- -> bei Vollauslastung des Selbständigen 
(1700h) -> nicht einmal 60k Umsatz im Jahr. Durch die fehlenden 
Sozialleistungen sind es knapp 50k, wenn man sonst keine Kosten hat. Wer 
aber dann noch Fahrzeiten nach Nürnberg anrechnet, landet umgerechnet 
beim Anfängergehalt.
Gast #1421675
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>Gelten 1700h im Jahr in Deutschland als Vollauslastung?

Naja, wenn Du das Gehalt mit einem Angestellten vergleichen willst, 
musst Du so rechnen, wobei man als Selbständiger erhbelich mehr 
drumherum hat und rund 5-10% abziehen muss. Nach Abzug der 
Sozialliestungen, sonstiger Kosten und Aufwendungen muss man mindesten 
1/1000 eines Jahresgehaltes nehmen, weil es sich sonst nicht lohnt.

>mir kommen gleich die Tränen Herr XXXX....!!!!!
>Sei froh wenn überhaupt noch jemand deine "Dienstleistung"
>in Anspruch nehmen will...

Tut jemand, ja! Schon in Kürze - allerdings zu einem normalen Tarif. Bis 
vor Jahresfrist zahlte die Siemens auch noch normale Preise. Ich kenne 
jemanden, der für Hardwareentwicklung, wie ich sie mache, regelmäßig 
85,- von der Siemens bekommt.
Gast #1421678
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Versteh ich nicht.

Du bist Siemensianer und bekommst von Siemens ein Jobangebot?
Verteilen die ihre Jobs inzwischen intern?

> Für die Siemens bin ich auf der Suche

Für wen?
Für die Firma Siemens
Für die Siemens AG

aber für die Siemens ist ja ein Deutsch wie in chinesischen 
Bedienungsanleitungen. Waren der Personalabteilung Fachkräfte mit 
Grundkenntnissen in der deutschen Sprache zu teuer?

Geht gleich weiter

> Projekstart: ASAP

Wenn es eine Bewerbung in deutsch ist, was soll der auf der Tastatur 
gerollte Igel dort ?
Und wenn sie in englisch wäre, warum liest sich der Rest so, als ob die 
Person kein Englisch kann?
Wäre es mal möglich, sich in der Personalabteilung auf eine Sprache in 
einem Dokument zu einigen?

Deine Rechnung

> Mittlerer Stundensatz: 42,50 x 40 = 1700,-

stimmt natürlich auch nicht. Wie kommst du darauf, daß bei Siemens ein 
Ing nur 40 Stunden arbeitet? Da muss 80 hin, und dann passt auch dein 
Nettolohn.
Gast #1421693
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Siemensianer schrieb:

>>Gelten 1700h im Jahr in Deutschland als Vollauslastung?
> Naja, wenn Du das Gehalt mit einem Angestellten vergleichen willst,
> musst Du so rechnen, wobei man als Selbständiger erhbelich mehr
> drumherum hat und rund 5-10% abziehen muss.

Also nochmal fuer kleine Haende: Was ist denn der normale 
Jahresstundensatz fuer einen Angestellten in Deutschland?
Moderator Persönliche Seite #1421714
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Peter Stegemann schrieb:
> Gelten 1700h im Jahr in Deutschland als Vollauslastung?

Warum nicht?  Du hast 52 Wochen im Jahr mit je 5 Arbeitstagen, macht
260 Tage, davon ziehst du 30 Tage Urlaub ab und um die 5 Feiertage,
bist du bei 225 d.  225 d · 8 h/d = 1800 h.  Der Unterschied sind
dann die besagten 10 %, die du als Selbstständiger als Verwaltungs-
overhead hast, um den ganzen Steuerkrempel etc. zu erledigen.
Gast #1421860
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in deutscher Sprache übrigens, nicht auf deutscher Sprache,
Herr wirf Hirn.

> Ausserdem plenkst du.

Wie üblich wenn man Peter Stegemann heisst,
mäkelt man an der Form, damit man was zu mäkeln hat.

Warum sollte ich auf eine von dir befphlene Art und Weise
schreiben müssen, damit deine kaputte Software (in diesem
Fall die des Forenbetriebers), die zu blöd beim Umbrechen
ist, dir keine Probelme macht ?

Reparier' halt die Forensoftware oder shut up.
Gast #1421875
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MaWin schrieb:
> in deutscher Sprache übrigens, nicht auf deutscher Sprache,

Was ja nun wieder ein anderer Fall ist - sorry, aber DU hast ueber 
falsche Rechtschreibung gemeckert und offensichtlich keine Ahnung davon.

>> Ausserdem plenkst du.
> Wie üblich wenn man Peter Stegemann heisst,
> mäkelt man an der Form, damit man was zu mäkeln hat.

Wenigstens habe ich einen Namen und kein Pseudonym, das nach Frosch 
klingt.

> Reparier' halt die Forensoftware oder shut up.

Getroffene Hunde bellen...
Gast #1421884
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Jörg Wunsch schrieb:
> Peter Stegemann schrieb:
>> Gelten 1700h im Jahr in Deutschland als Vollauslastung?
> Warum nicht?

Ich wollt's nur wissen, weil ich nur schweizer Verhaeltnisse kenne - da 
waeren 1700 sehr wenig.

> Der Unterschied sind
> dann die besagten 10 %, die du als Selbstständiger als Verwaltungs-
> overhead hast, um den ganzen Steuerkrempel etc. zu erledigen.

Die Steuer habe ich ja als Angestellter auch am Hals. Fuer den Rest 100 
Stunden extra kommt mir dann doch viel vor - aber so recht eine 
Vorstellung davon, was da anfaellt, habe ich nicht. Haengt sicher auch 
damit zusammen, wie lange die Kontrakte dann laufen, wenn ich alle 6 
Monate in die Aquise muss, ist der Overhead natuerlich gross...
Gast #1422159
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>um den ganzen Steuerkrempel etc. zu erledigen.
Und die Fahrerei erst, unnötige Projektgespräche, unbezahlte Arbeiten...

>Die Steuer habe ich ja als Angestellter auch am Hals.
Lach! Die Einkommensteuererklärung allein ist schon viel komplizierter, 
als die eines Angestellten. Hinzu kommen die Gewinnermittlung, 
Reiskosten und Werbungskosten, Umsatzsteuererklärung, monatliche 
Voranmledungen uznd wehe, Du hast einmal was im Auslang gekauft oder gar 
dorthin verkauft.

Beitrag "Re: Was bleibt vom Stundensatz beim Selbständigen?"
Gast #1422164
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Achos, an dem Beispiel oben im link erkennt man, dass ein erfahrener 
Entwickler mit 70.000 im Jahr schon ohne die Sozialleistungen fast 40 
die Stunde hat!!!!!

Also 45,- für einen Elektroingenieur sind absolut lächerlich!
Gast #1422314
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Jörg Wunsch schrieb:

> Naja, es wären ungefähr zwei Stunden pro Woche dann, das kommt
> einigermaßen hin.  Du musst dir ja auch Büromaterial beschaffen,
> die Wartung deines Computers hast du selbst am Hals usw. usf.

In diesem speziellen Fall ging es ja aber nicht um einen Heimarbeiter. 
Wenn ich mein eigenes Buero stellen darf, muss das natuerlich auf den 
Stundensatz drauf, schon klar.
Gast #1422587
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>Also 45,- für einen Elektroingenieur sind absolut lächerlich!

Das entspricht aber den Vorstellungen macher Auftraggeber. Ich bin seit 
einiger Zeit selber nebenberuflich als freelancer tätig und wundere 
mich, womit mancher so kommt. C++ und OOP, möglichst 
Informatik-Promotion und dann mit Hinweis auf die Krise ganze 50,- 
ambieten. Ein Witz!

>dass ein erfahrener Entwickler mit 70.000 im Jahr schon ohne
>die Sozialleistungen fast 40 die Stunde hat!!!!!
Ich hatte als Vollzeitangestellter mit! Sozialleistungen 70.000.

Wenn ich dann noch zum Kunden hindackeln muss, eventuell noch Wohnung 
zusätzlich, nein, danke!
Gast #1422625
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> und dann mit Hinweis auf die Krise ganze 50,- ambieten. Ein Witz!

Frage in solchen Fällen zurück, wie viel sein KFZ-Mechaniker pro Stunde 
bekommt und ob ihm das nicht unverhältnissmässig erscheint.
Moderator Persönliche Seite #1422715
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Peter Stegemann schrieb:

> In diesem speziellen Fall ging es ja aber nicht um einen Heimarbeiter.

Bleibt bei einem Freiberufler aber nicht aus.  Du weißt ja nicht,
was nach den 6 Monaten Laufzeit des derzeitigen Projekts bei der
Bank mit angeschlossenem Lampenladen passieren wird, du musst deine
vorherigen Kunden noch weiter betreuen und und und.

(Nein, ich bin Angestellter.  :)  Aber wir haben hier auch einige
Selbstständige als contractor.)
Gast #1422766
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Der Vergleich hinkt aber ziemlich. Ein Kfz-Mechaniker hat auch nicht 5 
Jahre studiert und hat idR nicht den gleichen Lebensstandard. Und wenn 
einer selbständig ist und eine gut laufende Werkstatt hat, dann kommt er 
auch in diese Regionen.
Und in die Werkstatt kommen Leute zu ihm hin. dadurch kann man schon mal 
mehr Stunden arbeiten. Außerdem kenn ich nicht wenige 
1-Mann-Werkstätten, die >>70€/h verlangen.
Gast #1422851
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Naja, jetzt hinkt aber der Vergleich in der anderen Richtung: Die 
Werkstatt bedarf einer ganz anderen Investition, als ein Selbständiger. 
Ich habe z.B. Computer, Elektronikmessgeräte und Ausstattung unter 10k 
investieren müssen, dazu kommen Möbel im Wert von 6k und ein Auto.

Ich habe bei etwa 2000h Aufwand im Jahr (inklusive Fahrten) etwa 1500 
bezahlte Stunden. Bei knpp 70,- sind das etwa 100.000 Umsatz. Davon 
gehen Reisekosten + Unterkunft und doppelte Haushaltsführung allein 
schon fast 10k wieder ab. Abschreibungen machen 7k, ständige Kosten und 
Mehraufwände (teurere Autoversicherung, GEZ, Betriebshaftpflicht etc) 
und Mieten machen 3k. Ich habe so und 80k Gewinn. Das sind 68k Brutto 
eines Angestellten, der Sozialleistungen hat und das haben meine 
Kollegen locker.
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