erna schrieb:
> Hallo,
>
> versehentlich stellte ich diese Frage zunächst im falschen Forum:
> Ich möchte gerne mithilfe des recht günstig bei Reichelt erhältlichen
> LM2576-ADJ aus einer Spannung von 7,5 V bis 12 V eine Ausgangsspannung
> von -17 V bis -19 V erzeugen. Dazu ließ ich mir von dem Programm
> "Switchers Made Simple V3.3" die im Anhang befindliche Schaltung
> generieren. Da mein letzter Versuch einen Schaltregler mit dem MC 34063
> aufzubauen kläglich scheiterte, möchte ich mich nun gewisser Dinge
> vergewissern:
>
> 1. Welche Kondensatoren im angehängten Schaltplan müssen Low-ESR Typen
> sein?
Alle ELKOs! Zusätzliche Abblockkondensatoren in der Größenordnung um die
100nF sollten (z.B.SMD-)Keramik-Typen sein (wegen ihrer besseren
HF-Eigenschaften)
> 2. Ist es schlimm, wenn man L1 zu groß wählt? Bzw. welche Auswirkungen
> hat dies?
Im Zuge der Miniaturisierung macht man die Spulen eigentlich immer nur
gerade so 'groß' wie nötig - aber ein wenig größer schadet i.d.R. nicht.
Kostet halt mehr im Geldbeutel und auch Platz auf der Platine.
Allerdings muß man bei fertigen Schaltreglern aufpassen, ob sie noch
stabil arbeiten, wenn man es mal übertreibt. "Switchers Made Simple
V3.3" (muah, Hilfe - noch 'ne DOS-Anwendung ...) sollte angeblich in der
Lage sein die Stabilitätskriterien für den CCM (Continuous Current Mode)
bzw. DCM (Discontinuous Current Mode) aufzuzeigen.
Hier gilt es abzuwägen, was für Dich wichtiger ist.
> 3. Ist die Induktivität mit der Reichelt-Bestellnummer "L-PISR 100µ"
> geeignet für L1 eingesetzt zu werden?
Exorbitant wichtig ist der Strom bei dem die Induktivität in Sättigung
geht. "Switchers Made Simple V3.3" zeigt Dir auch hier wieder den für
Dein angestrebtes Design nötigen Strom durch die Induktivität an.
> 4. Gibt es offensichtliche Fehler in meinem Schaltplan?
Keiner, der mir jetzt so ad hoc aufgefallen wäre. Was generell fehlt
wären die kleinen Keramik-Kondensatoren parallel zu den 'dicken' ELKOs.
> Datenblatt des Reglers:
> http://www.datasheetcatalog.org/datasheet/nationalsemiconductor/DS011476.PDF
>
>
> Vielen Dank und viele Grüße
> erna
Was aber neben dem Schaltplan weitaus kritischer ist, wird das richtige
Layout der Platine sein.
Meine Vermutung ist, daß es deshalb auch mit dem MC34063 nichts
'geworden' ist. Solche Schaltungen auf einem Steckbrett aufzubauen wäre
schon der erste Fehler. Mit Glück kann es funktionieren - tendenziell
würde ich eher sagen, NEIN.
Was wichtig ist, wäre die Arbeitsweise des Reglers zu verstehen, d.h. zu
wissen zu welchem Zeitpunkt welcher Strom wo durchfließt. Diese
Strom-'Pfade' gilt es mit so kurzen Verbindungen wie möglich zu
realisieren. Scahu Dir dazu auch auf Seite 10 des DB zum LM2576 die
"Test Circuit and Layout Guidelines" aufmerksam an. Dort sind bereits im
Schaltplan die wichtigen Verbindungen, zwischen den Komponenten auf die
es ankommt, gut zu erkennen.