Hallo, ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen.
Ich würde gerne wissen ob und wie sich Beschleunigungen auf elektr.
Bauteile auswirken. Ich meine damit nicht mögliche mechanische
Beschädigungen wie defekte Lötstellen oder ähnliches. Kann weder bei
google noch in der Literatur darüber etwas finden.
Hat von euch jemand eine Idee.
Hintergrund: Ich habe eine kleine Verstärkerpaltine an einem Bauteil
welches im Betrieb mit ca. 300g beschleunigt wird. Diese Plaine steigt
regelmäßig aus. Nach erneutem ein und ausschalten funktioniert sie
wieder.
Kurzschlüsse oder ähnliches kann ich ausschließen.
Besten Dank.
Danke für die schnellen Antworten. Neben Kondensatoren und Widerständen
ist da noch ein INA326 (Instrumentierungsverstärker). Nach dem Austiegt
fällt das Signal auf Null und bleibt dort. Aber auch nicht bei jedem
Beschleunigungsimpuls, sondern nur hin und wieder. Bauteil oder
Pin-Brüche würden nach erneutem ein und ausschalten immernoch vorhanden
sein. Das kann es also nciht sein.
Wie sieht so ein fehlverhalten eines Kond. aus? Kann das länger
anhalten, also auch bei nicht mehr vorhandener Beschleunigung?
Travel Rec. schrieb:
> Wo zum Geier beschleinigt man mit 300-facher Erdbeschleunigung?!
Abgesehen von kurzzeitigen Stoßbelastungen fallen mir da nur Zentrifugen
ein.
Da gibt es wohl spezielle bis 1000000g.
wie lange wird die Platine 300g ausgesetzt?
P.S.:In etwa 28 Stunden hätte man damit Lichtgeschwindigkeit erreicht,
dass es dann Aussetzer gibt ist nicht weiter verwunderlich :)
Chris
Man könnte die Frage auch anders formulieren:
"Merkt der Strom ob er Berg auf oder Berg ab fließt?"
Falls ja ist diesr Effekt auf jeden Fall extrem klein und spielt im
Normalfall sicherlich keine Rolle, aber bei den 300g...?
Travel Rec. schrieb:
> Wo zum Geier beschleinigt man mit 300-facher Erdbeschleunigung?!
z.B. Mörsergranaten mit Suchkopf und andere "intelligente" Munition. Da
ist das Problem aber im Griff.
Gruss Reinhard
v = at
mit a = 9,81m/s² * 300 =
und t = 28h*3600 = 100800s
komme ich auf 296654400 m/s
Es dauert also noch ein paar Minuten länger ;-)
> 300m/s²
Tja, 1 G sind schon 9,81m/s²
Ah Mist, ich hab 3e6 m/s genommen und nicht 3e8.
Aber 300g sind 3000m/s²
Von daher sinds dann 28h, oder?!
t = 300.000.000 m/s / (300*9,81)m/s² = 101963s
Stimmt also schon! :-D
Keramikkondensatoren verändern ihre Spannung an den Pins,
Leiterschleifen bekommen Spannungen induziert,
beides kann zu Überspannungen und Überstrom an Pins von CMOS
ICs führen, die dann in latch up gehen.
> was mit Quarz Oszilatoren (auch die internen) ... passiert.
Ein Verstärker hat keinen Oszillator... :-/
Überhaupt haben ICs nur in den seltensten Fällen (lim->0) einen Quarz
eingebaut.
Christoph schrieb:
> abgesehen von Kondenstaoren, denk mal nach, was mit Quarz Oszilatoren> (auch die internen) bei so einer Beschleunigung passiert...
Intern sind immer (soweit ich weiß) RC-Oszillatoren.
Lothar Miller schrieb:
>> was mit Quarz Oszilatoren (auch die internen) ... passiert.> Ein Verstärker hat keinen Oszillator... :-/
Der nicht, aber vielleicht das "Bauteil" am Verstärker?
> Der Witz ist natürlich, daß die Platine Masse hat und gar> nicht auf c beschleunigt werden kann!
Exakt. Angenommen man würde die konstante Beschleunigung von 300g
durchhalten, so wäre es möglich, in ca. 28 Stunden mit unserer
relativistischen Leiterplatte auf Lichtgeschwindigkeit zu kommen.
In der Praxis geht das aber nicht, da die Energie, die dazu aufgewendet
werden muss in der nähe der Lichtgeschwindigkeit gegen unendlich geht.
Es ist also nur möglich, nah an c heranzukommen, nicht es zu erreichen.
Ich könnte mir vorstellen, dass sich irgendwo ein Haariß gebildet hat.
Z.B. in der Leiterbahn, an einem Lötpad/Lötstelle oder Draht oder....?
Der Riß ist auf deinem Labortisch "geschlossen" und es ist Kontakt da.
Bei Vibration oder der hohen Beschleunigung geht der Riß auf und
verursacht den Fehler.
Gruß 900ss
R. Freitag schrieb:
> kann die Ursache des Ausstieges auf das fehlverhalten von Kondensatoren> zurückgeführt werden?> Gruss>> Robert
Was für Kondensatoren sind das???
Ich kann mir sehr gut vorstellen, das dich solchen g-Werten Lagen der
Wicklungen gegeneinanderpressen...
... sicherlich passiert da einiges, was mann nicht erwartet...
nitraM
Ich nehme jetzt mal an, daß es eine kleine Schaltung auf der
Lautsprechermembran wäre. Dann wirkt da neben der Beschleunigung auch
noch das Magnetfeld bei der Bewegung. Das heißt auch Dynaaaamoeffekt
z.B. ...
Ich habe keramische Kondensatoren bereits erfolgreich eingesetzt als
-) Wärmedetektor
-) Schalldetektor
-) Beschleunigingssensor
-) -) impactsensor
-) Erschütterungsmesser
mach mal ein Experiment: Klemme einen Kondensator an ein oszilloskop un
ticke mal mit dem Finger dagegen, erwärme ihn und wiederhole das.
Du kannst ihn auch besprechen.
Gruss
Robert
Also bei einem Haarriss würde doch sobald der Beschleunigungsimpuls
vorbei ist sofort wieder das "richtige" Signal an liegen und nicht erst
nach erneutem aus und wieder ein schalten.
Schaltplan würde nichts bringen und ein Foto möchte ich aus diversen
anderen Gründen nicht posten. Wollt ja nur mal nachhören ob jemand schon
mal ähnliches Erfahrungen gemacht hat.
Muss ja nicht Waffentechnisch sein. Es gibt auch für Feuerwerksbomben
elektronische Zündplatinen, die auf die Bombe montiert diese dann in
bestimmter Höhe/Lage/Zeit zünden.
Und die Beschleunigung so einer Bombe is auch nicht zu verachten.
Gruß
Fabian
Es hat weder etwas mit der Rüstungsindustrie zu tun noch mit meinem Job.
Ich hab lediglich für mich privat etwas gebastelt was man eventuell
vermarkten könnte. Es funktioniert auch seht gut, von den Aussetzern bei
den Beschleunigungen mal abgesehen.
Naja, das werd ich auch noch in den Griff bekommen....aber anscheinend
durch testen, testen, ausprobieren.
Ist es eigentlich egal aus welcher Richtung die Beschleunigung auf die
Platine wirkt? Oder ist die auftretende Beschleunigung nicht
gleichförmig aus einer Richtung?
Gruß
Fabian
Es wirken aus nahezu jeder Richtung hohe Beschleunigungen, aber oben
erwähnten 300g treten nur in Platinenrichtung auf. Also "nicht"
senkrecht zur Platine.
> Der Witz ist natürlich, daß die Platine Masse hat und gar nicht auf c> beschleunigt werden kann!
Ich glaub der Witz ist eher das die Elektronik garnicht weiss das sie
Lichtgeschwindigkeit hat. (fuer Korinthenkacker, kurz davor ist)
Es gab doch mal eine Theorie das die Geschwindigkeit relativ sein
koennte. :-)
Olaf
300g ist echt nicht von schlechten Eltern ^^
Du sollst doch auf deinen Bauteilen nicht mit dem Hammer rum Hauen ;)
Ich würde die einflüsse von Magnetismus zu erst ausschließen. Die frage
ist nun ob dein bauteil sich nur in eine Richtung bewegt oder ob
vieleicht eine Reis Bewegung oder eine hin und her bewegung von liegt.
Gerade bei Integrierten Bauteilen denke ich das so Möglich ist Energie
zu transortieren.
Die frage ist natürlich welche Endgeschwindigkeit du erreicht usw. aber
hast du schonmal darn gedacht das sich der Wärmewiderstand ändern
könnte?
Aber ich würde als erstes immer aus Mechanische überbeanstuchung Tippen.
MMmm willst du vieleicht einen Elektonischen Tennnisball bauen, welcher
seine Flugbahn beeinflussen kann?
LG
Die elektrische Funktionsfähigkeit wird durch starke Beschleunigungen
nicht beeinflusst. Es sind die mechanischen Probleme die zu lösen sind.
D.h. lieber bleihaltig löten, kleine Bauformen wählen, flexiebles
Coating, nicht Vergießen (Vergussmasse zieht dann u.U. an den Bauteilen
wenn die Verbindung zwischen Platine/Bauteil nicht 100%ig ist.)
GGf. mit dem Bestücker/Fertiger sprechen ob man kritische Bauteile
direkt mit in die Platine laminieren kann. (Geht aber nur bei kleinen
Bauteilen.)
Und natürlich die Platine selber gut befestigen und darauf achten, dass
sie durch die Beschleunigung nicht gebogen wird - das mögen die Bauteile
und die Platine nämlich überhaupt gar nicht. Evt. Resonanzeffekte
berücksichtigen. Auch an thermische Effekte denken.
Viele Grüße,
Martin L.
"Fragt jetzt schon die Waffenindustrie in diesem Forum nach Rat? Hilfe
meine
Rakete kommt immer vom programmierten Kurs ab?"
Waere dann trotzdem wahrscheinlich in unserem ureigensten Interesse dann
zu helfen ;)
Anders montierne kann man die Platine leider nicht. Eingegossen sit sie
bereits. Werde mal noch mit anderen Vergussmassen experimentieren. Es
ist keine klar definierte Bewegung, eher willkürlich. Und der Fehler
tritt auch nicht immer auf.
Michael schrieb:
> Eingegossen sit sie bereits.
Das ist natürlich ein für dein Problem völlig irrelevantes Detail...
Hast du nicht ein paar lustigere Rätsel auf Lager?
Hi,
Wenn die Platine eingegossen ist solltest Du Dir sicher sein, daß die
Vergußmasse nicht an den Bauteilen zieht, sondern ihrerseits sowohl in
sich stabil, alsauch gut an der PCB befestig ist. Krafteinleitung in die
Bauteile ist hier verboten
Versuchs mal, wenn die PSB nur lackiert ist (getaucht).
Als Kondensatoren solltest Du nur Folienkondensatoren verwenden.
Kannst Du GENAU festestellen, wann der Fehler auftritt?
Ev. mal den Zündimpuls und das Ausgangssignal mit einem Oszi in guter
Auflösung messen.
Gruß
Volker
Ja dann hör doch auf alle und fang beim Testen mit den Kondensatoren an,
die bringen den Opamp vielleicht in einen zustand bei dem er an einer
Rail kleben bleibt das solls geben.