Hilfe! Meine Weller WS81 ist kaputt!

OP #1457556
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Hallo,

in den letzten Tagen muß ich etwas häufiger löten und natürlich 
ausgerechnet jetzt zickt die WS81 rum. Die Symptome verliefen so:

1. Tag:
- Einschalten, LED leuchtet kurz auf. Geht nicht.
- 3-4 mal An/Aus. Geht nicht.
- Lötkolben vom DIN-Stecker abziehen und wieder dran machen. Geht!

2. bis 4. Tag
- Ähnliches Verhalten, aber LED leuchtet öfters mal gar nicht auf.
- Es scheint kein zusammenhang zwischen an Steckern/Schaltern rumspielen 
zu geben. PLÖTZLICH startet sie (ohne erkennbares Zutun).
- "Anspring"-Verhalten wird zunehmend schlechter.

5. Tag
- Heute geht nichts mehr ... Ewiges rumspielen hat auch nichts gebracht.

Achso, wenn sie mal läuft, dann auch absolut problemlos und über Stunden 
hinweg, auch die Temperaturregelung funktioniert gut. was ist denn da 
los? Ich hab irgendwie das Gefühl, hier hat ein Regelkreis oder Quarz 
oder so keine Lust mehr anzuschwingen?!

Ich hab sie also mal aufgemacht und zunächst Lötstellen, Versorgungung, 
Elkos usw. geprüft, das ist alles in Ordnung. Dann habe ich noch mit 
einem kleinen Schraubenzieher vorsichtig gegen die Bauteile geklopft. 
Bringt irgendwie alles nichts. Ideen?

Die WS81 (mit angeschlossenem WSP80) ist gerademal knapp 2 Jahre alt. Da 
ich sie aber von privat gekauft habe, kann ich mir die Garantie in die 
Haare schmieren.

Vielen Dank!
OP #1457576
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Hallo nochmal,

habe jetzt ein paar Dinge ausprobiert:

1. Schnelles AN/AUS-Schalten führt tatsächlich dazu, dass sich die 
Lötspitze aufwärmt. Vermutlich bis die Temperaturregelung greift...

2. Ich hab mir die Sachen von dem anderen Link durchgelesen. Wenn man 
davon ausgeht, dass die Pinbelegung identisch ist, dann messe ich an Pin 
1 und 2 etwa 10 Ohm. Das dürfte die Heizung sein. Zwischen Pin 3 und 4 
am WSP80-Stecker 1,7kOhm. Für einen PT20 erscheint mir das etwas zuviel! 
Habe daraufhin an der PU81 auf Buchse 1+2 eine Last gehängt und an 3+4 
mit 30 Ohm beschaltet und siehe da: Sie heizt sofort! Somit liegt's wohl 
am WSP80...
#1457674
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Ich hab noch die alte Weller ohne MC mit analoger Regelung. Da geht 
immer nur die Strippe kaputt, mal am Kolben und mal am Din-Stecker.
Durch Knicken des Kabels kriegt man raus, welches Ende. Wenn man dann 
den Kolben bzw. den Stecker öffnet, kann man leicht an den Adern ziehen, 
die gebrochene gibt dann nach.
Die ist schon ganz schön kurz geworden durch die Reparaturen. Ist aber 
auch bald 20 Jahre alt.


Peter
Gast #1457939
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Selbst das freilegen des Sensors ist heikel. Da dieser in einer 
Keramikmasse vergossen ist und auch selbst aus Keramik besteht?! Dann 
müsstest du dieses wieder keramisch versiegel (bis ca. 480Grad stabil), 
und dabei das alte Heizelement nicht beschädigen, es geht einfach nicht.

Schau bei E-Bay manchmal ist ein Ersatz für den Heizkörper (WSP80) drin.
OP #1471291
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Ein riesengroßes Dankeschön an dds5 der mir für kleines Geld ein neues 
Heizelement verschafft hat. Die Lötstation arbeitet jetzt wieder 
einwandfrei.

Ich werde ab jetzt nie mehr über Chinesen-Lötkolben schimpfen, denn ohne 
selbigen hätte ich die Lötaugen am WSP80 wohl nicht hinbekommen ;-)
#1471304
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Hallo Alex,

das ist eben der Vorteil: Du bekommst bei Markenware Ersatzteile - oft 
sogar nach Jahren.
Ich hatte mir das Silikonkabel in die Bohrmaschine gewickelt. Drei Tage 
später hatte ich Ersatz.

Habe in den letzten Tagen mit meiner 20++ Jahre alten WECP-20 weit über 
1000 Lötpunte gesetzt - insofern war sie wie bei Peter eine sehr gute 
Investition - was hält heute noch 20 Jahre?

Es gibt von Weller ein Konverter für die neuen SMD Spitzen, damit löte 
ich AT90CAN. Kostet 15 - 20 Euro.

Viel Erfolg weiterhin,
Jörg

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