Für ein kleines Projekt brauche ich einen Step-Up Converter. Diesen
würde ich gerne selber bauen.
Die Ranbedingenung sind:
2 NIMH Akkus ==> 2.4V Vin
Vout1=5V 250mA max
Vout2=10V 1A max
Es gibt hier den Beitrag von Jörg Wolfram:
Beitrag "StepUp 3,6->5V mit ATtiny15"
Allerdings hat er Bipolare Transistoren verwendet. Kenn jemand Fets, die
die geeigneten Ströme ( vermute mal bis 6A ) bei Gatespannungen von 2V
bringen?
6A bei 2v? nee nimm was bipolares. oder einen hilfswandler. wenn ein
wandler mit logic level FETs anläuft kannst du die ausgangsspannung zum
treiben der mosfets nehmen, allerdings verlierst du im startmoment
weitere 0.4V durch die schottkydiode. nöö lieber doch was bipolares!
wieso probierst du es nicht mit einem sperrschwinger? ich halte einen
prozessorgesteuerten wandler für overkill, zumal du auch die regelung in
software erstmal hinkriegen mußt ohne daß das ganze schwingneigung
zeigt.
Mit Fets kenne ich mich eher schlecht aus. Dein Vorschlag mit der
Hilfsspanunng ist vielleicht gar nicht so schlecht: 5V bipolar erzeugen
und dann mit den 5V den Fet für den 10V step up schalten.
Aus dem anderen Thread:
>für nachbauten: da gäbs zum beispiel den irlml2502 im sot23 gehäuse, der>bei 2,8V V_GS schon über 4A kann bei <100mOhm R_DS.
Es scheint also Fets mit relativ niedrigen Gate Spannungen zu geben.
Welchen FET Typ könnte ich den bei Reichelt finden, der bei 5V Gate
Spannung den geeigneten Strom kann?
Nimm einen analogen Schaltregler IC. Die arbeiten stabiler als eine
Softwareloesung. Wenn der Prozessor sich aufhängt geht deine Schaltung
hoch das kann dir bei einem Schaltregler ICs nicht passieren. Analoge
Schaltungen können sich nicht aufhängen wie ein Prozessor.
Gruss Helmi
2,8V am gate für 4A sind aber nicht 2V für 6A ...
zumal du auch im worst case rechnen mußt, sprich die akkuspannung wird
gerade beim anlauf des reglers stark belastet und wird spannungsmäßig
noch etwas einbrechen.
wenn du schon was analoges brauchst um eine hilfsspannung zu erzeugen
kannst du auch gleich was analoges nehmen um die ausgangsspannung direkt
zu erzeugen.
wozu brauchst du die 10V 1A überhaupt? kannst du vielleicht lipo akkus
oder sowas nehmen? das bringt dich mit der eingangsspannung höher. dein
wandler wird bei 2.4V mit verlusten bestimmt 7A durchlutschen,
spitzenströme noch höher.
Der Preis macht den Unterschied. Abgesehen vom MC34063 (der auch seine
Tücken hat) sind die Dinger mindesten 4 x so teuer wie ein µp. Wenns
nicht gerade eine highend-schaltung ist geht doch auch ein µp - 1W
Zenerdioden zur Absicherung gegen Überspannung und gut ist...
Um wirklich 10W aus den 2,4V zu entnehmen sollte man schon auf einen
guten Mosfet zurückgreifen, denn Bipolartransistoren werden aufgrund der
hohen Sättigungsspannung vermutlich kaum mehr als 50% Wirkungsgrad bei
derart hohen Strömen erreichen.
Um den Mosfet aber ausreichend durchsteuern zu können, benötigt man
weitaus mehr als 2,4V (die unter Last auch noch etwas einbrechen),
selbst mit modernen 3,3V Logiclevel Mosfets. Von daher wird man einen
eigenen Hilfsstepup oder eine Ladungspumpe/Bootstrapschaltung für den
Mosfet benötigen, der erstmal z.B. 12V für den eigentlichen Stepup
Wandler erzeugt um dessen Mosfet anzusteuern.
UC3842?
MC34063?
Meine Anforderung ist, die Schaltung mit 2NIMH Akkus zu bereiben, als
Vin=2.4V.
Da wird's schon schwierig, einen geigneten Schaltregler zu finden.
Ausserdem sollen es keine Bauteile von Spezialversendern sein, sondern
möglichst bei Reichelt erhältliche, die sind günstig und gut verfügbar.
christoph schrieb:
> 2 NIMH Akkus ==> 2.4V Vin> Vout1=5V 250mA max> Vout2=10V 1A max
Dir ist klar, das 2 Mignon Akkus damit höchstens 20min durchhalten?
Ich würde gleich mit 4 Akkus starten, dann brauchst du auch keine
Hilfsspannung erzeugen.
mir ist schon klar wieso er einen mosfet nutzen möchte. aber das einzige
was direkt an 2V arbeitet ist wohl ein sperrschwinger. ich würd mit
sowas die hilfsspannung erzeugen um ein regel-IC samt mosfet zu
betreiben und mit diesem dann die eigentlichen ausgangsspannungen
erzeugen. ist nur ganz schön aufwendig, deswegen meine frage was er mit
10V 1A powern will. die 5V 250mA schafft ein 2V sperrschwinger auch
alleine. oder halt eine andere stromquelle.
>Um wirklich 10W aus den 2,4V zu entnehmen sollte man schon auf einen>guten Mosfet zurückgreifen,
OK, mittlerweile sehe ich es fast ein, einen Wandler für die
Zwischspannung zu spendieren.
Welchen MOSFET würdest Du empfehlen, der bei Reichelt verfügbar ist?
ok nochmal von anfang.
der UC3842 geht nicht an 2,4V. der ist für primärgetaktete schaltregler
an netzspannung ausgelegt. vergiss ihn.
ich würd für den haupt-wandler den TL494 (meinen standart-schaltregler)
empfehlen. der sollte in keiner bastelkiste liegen, läuft aber auch erst
mit 10V richtig gut. folglich brauchen wir einen sperrschwinger geringer
belastbarkeit, der uns 10-12V liefert um die regelschaltung des
haupt-netzteils zu betreiben. damit können wir dann auch einen dicken
mosfet betreiben (den wirds brauchen sonst werden die verluste bei 2V/7A
zu hoch) und brauchen nur noch einen passenden transformator.
welchen mosfet ich empfehlen würde? IRF3205, das sind 0.008 ohm Rds(on)
bei 10V. ist aber ein TO-220 gehäuse. IRFP2907 geht auch, der hat 0.004
ohm Rds(on), ist aber schon ein richtig dicker im TO-247 gehäuse.
problem ist hier nicht die strombelastbarkeit des mosfets sondern ein
möglichst geringer Rds(on) (leitend-widerstand).
>Dir ist klar, das 2 Mignon Akkus damit höchstens 20min durchhalten?
Das eine Amper bei 10V wird auch nicht dauernd gebraucht, sondern nur
immer kurzzeitig ( Motorsteuerung ).
>die 5V 250mA schafft ein 2V sperrschwinger auch>alleine.
Wirkungsgrad? Es ist eine batteriebetriebene Schaltung deshalb soll das
ganz stromspaarend sein. Die 250mA bei 5V sind für einen Mikrocontroller
und sind nur eine obere Abschätzung des Strombedarfs.
Gibt's irgendwo eine Bauanleitung für den Sperrschwinger?
chris schrieb:
> Welchen MOSFET würdest Du empfehlen, der bei Reichelt verfügbar ist?
Da gibts viele. Ich würde einen verwenden der eine nicht zu hohe
Spannung aushält (ansonsten wird der Rdson zu groß) und mindestens
Faktor 2-3 den Strom kann, wie z.B. den IRLU3714, IRLU3715 oder
IRLU3717.
250mA brauchst du nie im leben für einen µC... rechne eher mit 50mA max.
wenn du auf LEDs und solchen schnickschnack verzichtest.
wenn der motor immer nur kurz läuft würd ich empfehlen den zugehörigen
wandler immer nur dann einzuschalten wenn der motor laufen soll. sprich
einschalten-kurz warten-motor ein-motor aus-abschalten. den
hilfsspannungswandler brauchst aber trotzdem, ich würd den so auslegen,
daß er die 12V für den motor-wandler und die 5V für den µC erzeugt.
Danke für eure Hilfe.
Hier ist mal ein erster Entwurf ( Ich hoffe, man kann meine Zeichnung
erkennen ).Die 5V erzeuge ich jetzt mit einem Linearwandler aus den 10V
( Up ), da der Mikrocontroller vermutlich weniger Strom braucht.
Was mir an der Schaltung fehlt, ist den Konverter mittels eines Tasters
Ein/Aus schalten zu können.
Gerade eben habe ich einen Schaltungsvorschlag zu einem StepUp Converter
mit 2 Spannungen gefunden.
http://www.ednasia.com/article-21316-tinymicrocontrollerhostsdualdcdcboostconverters-asia.html
Allerdings nur für kleine Ströme von ca. 50mA.
Da ich ja 1A bei 10V brauche, muss ich mich jetzt auf die Suche nach den
passenden Spulen bei Reichelt machen. Ich schätze mal für 6A sollte die
schon ausgelegt sein. Das einzige Problemm ist dann die Inductivität, da
bei den hohen Strömen eher Spulen mit kleiner Induktivität zu haben
sind.
Welchen Spulentyp würdet Ihr vorschlagen?
Und was macht deine Schaltung wenn der Prozessor sich aufhaengt ?
Wenn der sich genau an dem Punkt aufhaengt wo er den Transistor
einschaltet geht der Transistor hoch. Bis der Watchdog eingreift ist es
laengst zu spaet. Deine Spule ist dann laengst in Saettigung und der
Transistor abgeraucht.
Gruss Helmi
christoph schrieb:
> Bei der Versorgung mit 2 AA NIMH Akkus? eher nicht.
Hast du schonmal den Kurzschlusstrom einer solchen Zelle gemessen?
Da fließen locker mal 5A...
zum thema mosfet & prozessor-hängen: ich hab neulich die idee gesehen,
die gatespg über wechselspg + villardschaltung über die uC pins zu
erzeugen. super idee weil a) genug gatespg und b) selbstsichernd -> proz
hängt, keine wechselspg, kein stromfluss. ist nur die frage, ob das auch
bei schnellschaltanwendungen so hinhaut.
Klaus.
>zum thema mosfet & prozessor-hängen: ich hab neulich die idee gesehen,>die gatespg über wechselspg + villardschaltung
Hab ich auch schon überlegt, aber von 2.4 auf 10V?
Wenn ihr den Schalplan "StepUpV01" betrachtet, könnt ihr sehen, dass ich
den MosFet parallel zum Bipolartransistor geschaltet habe. Der Bipolar
Transistor soll beim Hochlaufen die 10V mit geringem Strom erzeugen.
Dann kann auf den MosFET umgeschaltet werden, der die hohen Ströme
treibt.
Ich habe allerdings wenig Erfahrung in der Verwendung von MosFets.
So weiss ich nicht, ob der 1K Widerstand am Gate die nötige
Flankensteilheit bringt.
1k ist etwas zu groß, auch wenn die Einschaltflanke nicht ganz so
kritisch ist wie die Ausschaltflanke. Das Problem kann man aber leicht
lösen indem man einen Transistor in Kollektorschaltung dazwischen
schaltet. So in etwa wie im Anhang.
Benedikt, danke für den Hinweis, das ist auf jeden Fall nützlich.
Jetzt habe ich mir mal Gedanken zur Spulengröße gemacht.
Der Attiny 13 wird mit 9.6MHz getaktet. Daraus ergibt sich die maximale
PWM-Frequenz von 37500Hz.
Es gibt eine sehr praktische Seite, mit der man die Spulendaten
ausrechnen kann:
http://schmidt-walter.eit.h-da.de/smps/aww_smps.html
( druckt auch gleich die Signale aus, siehe Bild )
Bei Reichelt finde ich eine Spule mit 22uH: L-PISR 22µ
Ist allerdings ein ziemlich dickes Ding: 18mm lang. Naja, muss halt
irgendwie auf die Platine ...
@Benedikt
Jetzt habe ich Deine MosFET Treiberschaltung mit 2 BC547 nachgebaut. Den
Widerstand im Basiszweig habe ich von 1K auf 4K7 vergrößert, da mir die
10mA bei 10V zuviel sind. Den 10 Ohm Widerstand am Gate des MosFet habe
ich weggelasen ( hab ihn beim Löten vergessen ). Die Schaltung
funktioniert, allerdings gibt es einen interessanten Effekt: Wenn ich
eine "turn on" Zeit von 4.3uSek vom Mikrocontroller für den Fet vorgebe,
ist der Puls am Gate des Fet nur 3.4uSek lang ( auch ohne
angeschlossenes Gate ). Die Transistortreiberstufe "verschluckt" also
0.9uSek. Das ist aber nicht weiter schlimm, man kann die Zeit ja einfach
vergrößern.
Das Problem liegt an Q1 der zunächst in der Sättigung ist und einiges an
Zeit benötigt ehe er sperrt.
Abhilfe: Eine Schottkydiode vom Kollektor zur Basis um zu verhindern,
dass der Transistor in die Sättigung kommt. Oder anstelle des
Bipolartransistors einen kleinen FET verwenden (z.B. BS170).
Ok, vielen Dank. Grundsätzlich scheint es auch so zu funktionieren und
der Regler soll's wegbügeln.
Apropos Regler: Jetzt wird es schwierig. Ich habe einfach mal einen
Zweipunktregler implementiert, der im Millisekundentakt aufgefrischt
wird. Die PWM läuft momentan mit der maximalen Geschwindigkeit bei
37KHz.
Wenn die Spannung unter 9.8V fällt, wird T_ON um 1 erhöht. Wenn sie über
10.2V steigt, wird T_ON um 1 erniedrigt. Das ist natürlich viel zu
langsam.
Jetzt versuche ich einen vernünftigen Regler zu finden. Dazu etwas
Rechnung: der Kondensator der Ausgangsseite beträgt 100uF. Bei einem
Lastsprung am Ausgang von 1A sinkt die Spannung am Kondensator also um
1V in 100uSek.
Daraus schließe ich folgendes: Wenn ich eine maximale
Spannungsschwankung von 1V erlaube, muss der Regler mit 100uSek, also
10KHz laufen. Was meint Ihr dazu?
Ich würde erstmal bei dem Zweipunktregler bleiben, den ADC mit der PWM
synchronisieren und so beim Abschalten des Mosfets den ADC starten.
Je nach Ergebnis wird der nächste Zyklus genutzt, oder übersprungen.
Den Zeitpunkt der Abtastung bei abgeschaltetem FET zu nehmen, ist ein
gute Idee.
Allerdings ergeben sich bei mir momentan gerade etwas Regelungsprobleme.
Es scheint eine "magische Grenze" beim Übergang vom diskontinuierlichen
in den kontinuierlichen Betrieb des Schaltreglers zu geben.
Im diskontinuierlichen Betrieb läuft das ganze bis ca. 200mA problemlos.
Wenn ich die Grenze des Integrators aber erhöhe, funktioniert der Regler
plötzlich nicht mehr richtig. Es scheint im Übergangspunkt eine Art "
lokales Minimum " oder sowas zu geben, in dem der Regler hängen bleibt.
Hier der Code für meinen PI-Regler: