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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Kurzschluss mit Oszilloskop und Taktgenerator finden?


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Autor: Schneeball (Gast)
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Hallo,

ich habe eine 1,5er NYM Stromleitung in der bei Bauarbeiten ein 
Kurzschluss zwischen L1 und PE aufgetreten ist. Nun möchte ich den 
Kurzschluss orten, um nicht die ganze Wand aufreissen zu müssen.

Ich habe mir folgendes gedacht. Ein Taktgenerator gibt ein 
Rechtecksignal TTL auf die Leitung. Ein 2 Kanal Oszi wird einmal mit dem 
Taktgenerator verbunden und einmal mit dem zu prüfenden Kabel verbunden. 
Durch die Verzögerung müsste sich herrausfinden lassen, die lang das zu 
testene Kabel ist und dieser Wert / 2 sollte die Stelle des Kurzschluss 
sein.

Kann das so funktionieren?
Nach welcher Formel kann ich mir die Entfernung ausrechnen?

Würde 0,6* Lichtgeschwindigkeit näherungsweise passen?

VG
 SB

: Verschoben durch Moderator
Autor: Anja (Gast)
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Hallo,

wieder mal ein paar Leerrohre eingespart?
Verkürzungsfaktor ist 1/sqrt(Epsilon-r). Kunsstoffe ohne Füllstoff haben 
etwa Epsilon-r von 2..3.

Ich würde allerdings eher eine Tonfrequenz auf die Kurzschlußschleife 
geben und mit einer Induktionsspule und einem Verstärker an der Wand 
orten wo der Kurzschluß ist.

Autor: Olibert E. (olibert)
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Ich kann mir nicht vorstellen, dass das funktioniert. Vielleicht waere 
der  Vorschlag ein Versuch wert:

Zunaechst sollte das Kabel an beiden Enden abgeklemmt sein. Dann ein 
Signal an der L1/PE -Kurzschlusschleife einspeisen. Mit einer Spule von 
dem Ende mit dem angeschlossenen Generator ausgehend, sollte das Signal 
bis zur Kurzschlusstelle in der Spule messbar sein (einfacher 
Transformator).

Viel Glueck.

Autor: Olibert E. (olibert)
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Anja hatte die gleiche Idee..

Autor: Ralph B. (rberres)
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Ich würde es so machen wie Anja es bereits vorgeschlagen hat. Eine 
Tonfrequenz draufgeben so 1KHz und mit einer Induktiven Nehmer ( also 
einer Spule mit möglichst viel Windungen und Eisenkern ) und einen 
Verstärker die Leitung abtasten ab wo der Ton plötzlich abrupt leiser 
wird.

Das messen nach dem TDM Prinzip kann nur dann zuverlässig zum Erfolg 
führen, wenn der Verkürzungsfaktor des Kabels auch bekannt ist. ( Der 
geht ja schließlich in die Rechnung voll ein ). Aber bei einem Kabel in 
einem Leerrohr ist das eher nicht der Fall. Ist das Kabel verseilt gilt 
eher der Verkürzungsfaktor der Isolation des Kabels. Ist ein Abstand 
zwischen den Kabeln dann gilt der Verkürzungsfaktor des Luftes. Auserdem 
ist das Epsylon der Kabelisolation nicht bekannt.

Anja

Aus dem Multimeter tread wollte ich noch schreiben das dein Multimeter 
TD80000 kein True-RMS kann. Ich wollte mich aber nicht mehr reinmelden 
weil mir es zu turbolent wurde.

Ralph Berres

Autor: Schneeball (Gast)
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Hallo Anja und Olibert,

euer Vorschlag klingt vielversprechend...


Das Kabel sieht im Moment ja so aus:

PE--------------------------
             | <-Kurzschluss
L1--------------------------


Würde ich dann wirklich nur bis zum Kurzschluss messen und nicht weiter, 
da hier kein Strom mehr fließt?

Wie sollte das Signal aufgebaut sein? Sinus? Reicht TTL? Welche Freq?

Was für eine Spule ist geeignet? EInfach ein paar Windungen Draht und 
dann ans Oszi und ab dafür?

VG

SchneeBall

Autor: Schneeball (Gast)
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Kann ich als Induktionsnehmer auch einen dicken Ringkerntrafo nehmen und 
das Ozsi an die 230V Seite klemmen?

Autor: Ralph B. (rberres)
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Hallo Schneeball

Nimm ein Trafo mit einen EI Kern wo du den I Teil einfach weglässt.
Dann hast du eine Spule mit einen auf einer Seite offenenen Kern
 Damit an der Leitung entlang fahren.

Ralph

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Schneeball schrieb:

> Würde ich dann wirklich nur bis zum Kurzschluss messen und nicht weiter,
> da hier kein Strom mehr fließt?

Ja.

> Wie sollte das Signal aufgebaut sein? Sinus? Reicht TTL?

Egal, hauptsache viel Strom um ein ausreichend starkes Magnetfeld zu 
erzielen. Gut geeignet ist z.B. ein Audioverstärker der über einen 4 Ohm 
Widerstand als Überlastschutz in das Kabel einspeist.

> Welche Freq?

Eigentlich egal. Wenn es hörbar sein soll, dann sind ein paar 100Hz bis 
wenige kHz gut geeignet.

> Was für eine Spule ist geeignet? EInfach ein paar Windungen Draht und
> dann ans Oszi und ab dafür?

So in etwa. Die Spule bzw. deren Kern muss offen sein, um das Magnetfeld 
der Spule aufnehmen zu können.

> Kann ich als Induktionsnehmer auch einen dicken Ringkerntrafo nehmen und
> das Ozsi an die 230V Seite klemmen?

Nein. Der Kern ist geschlossen. Du müsstest den Trafo in er Mitte 
durchsägen, und nur eine Hälfte verwenden.

Autor: Ralph B. (rberres)
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Ringkerntrafo nützt dir nichts da es keinen offenen Kern hat , sprich da 
ist der Magnetfluss nicht unterbrochen. der Magnetfluss muss durch die 
Luft gehen sonst funktioniert es nicht.

Ralph

Autor: Anja (Gast)
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> Kann ich als Induktionsnehmer auch einen dicken Ringkerntrafo nehmen und
> das Ozsi an die 230V Seite klemmen?
Ich würde sagen: nur wenn du den Ringkern aufscheidest.

Ansonsten: am besten Tonfrequenzen nehmen.
Nach der Kurzschlußstelle sollte das Signal drastisch leiser werden.
Im Zweifelsfall Kannst Du von beiden Seiten her messen und den 
Mittelwert nehmen.

Autor: Ralph B. (rberres)
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Gute Idee mit dem von beiden Seiten abwechselnd einspeisen.

Früher gab es mal solche Telefonverstärker. Die hatten so einen 
induktiven Abnehmer. Was auch geht ist ein Nagel  so 5mm Durchmesser mit 
möglichst vielen Windungen dünnen Draht vollwickeln.

Ralph Berres

Autor: Wegstaben V. (wegstabenverbuchsler)
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wie wäre es hiermt

Beitrag "Länge einer Leitung mit uC ermitteln"

ansonste google: RG58 Laufzeitmessung

ja, du hast kein RG58, aber da gibts die meisten Treffer zu weil das 
damals zu Koax-Kabelzeiten ein Thema war ...

Autor: Schneeball (Gast)
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Ich glaub ich nehm ne M6 Gewindestange und wickel da n paar Meter 
Kupferlackdraht drauf....
Muss die Edelstahl sein oder reicht verzinkt?

Autor: gast (Gast)
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mensch leute, macht es doch nicht so kompliziert!
du nimmst n 10 Amp gleichspannungsnetzteil, jagst n kurzen auf die 
leitung, und misst welche spannung  an dem system abfällt.

dann rechnest duch nach uri den widerstand der leitung aus, und kannst 
über den spezifischen widerstand die entfernung ausrechnen.  ( bei 
kupfer in etwa kehrwert 56 ( also 0,017)

gruß, und sorry für evtl tippfehler

Christoph

Autor: Schneeball (Gast)
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Ich nehme nicht an, dass der Kurzschluss ein idealer Kurzschluss sein 
wird... Leider....

Autor: Olibert E. (olibert)
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gast schrieb:
> mensch leute, macht es doch nicht so kompliziert!
> du nimmst n 10 Amp gleichspannungsnetzteil, jagst n kurzen auf die
> leitung, und misst welche spannung  an dem system abfällt.
>
> dann rechnest duch nach uri den widerstand der leitung aus, und kannst
> über den spezifischen widerstand die entfernung ausrechnen.  ( bei
> kupfer in etwa kehrwert 56 ( also 0,017)
>
> gruß, und sorry für evtl tippfehler
>
> Christoph

Das ist so bloedsinnig, dass es fast schon wieder gut ist.

Autor: Ralph B. (rberres)
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Hallo Schneball

Du kannst irgendwas aus weicheisen benutzen nur bitte kein Stahl.

Nimm lieber viele Windungen dünnen Draht als wenige Windungen dicken 
Draht. Du bekommst dann mehr Spannung induziert.

Hallo Gast. Wie wärer es mit 100Ampere? Da könnte man den Kurzschluss 
gleich freibrennen ( grins ).

Autor: gast (Gast)
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moment mal wiso findet ihr die idee nicht gut?
sicher ist das kein idealer kurzschluss, trotzdem wird an dem 
kurzschluss nicht sonderlich viel spannung abfallen, da die strecke des 
kurzschlusses so gering ist...

Vergleichbar mit einer Schmelzsicherung...
Die hat auch um einen Dimensionen kleineren Querschnitt als die Leitung 
mit der sie gespeisst wird, trotzdem fällt nur eine geringe spannung an 
ihr ab, da die länge des leiters in der sicherung nur 1 .. 2 cm ist.
genauso verhält sich der kurzschluss...
evtl warn 10 amp etwas zu hoch dimensioniert, dann soll er halt 1nen 
nehmen..
Bin mir sicher das das funktioniert, wenn er ein halbwegs passables 
spannungsmessgerät hat, sicherlich auf 10 cm genau...

grüße christoph

Autor: Ralph B. (rberres)
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Christoph

wenn es ein satter Kurzschluss ist wird das funktionieren. Aber das weis 
man ja leider nicht. Wenn der Schluss sich nur im unteren Ohmbereich 
befindet, was für ein Auslösen der Sicherung völlig ausreicht, so 
beeinflusst es das Messergebnis doch sehr stark, da die 
Leitungswiderstände dann eine Zehnerpotenz geringer sind als der 
vielleicht nicht so satte Kurzschluss. Da ist die Messmethode von Anja 
doch schon sehr viel zielführender.

Ralph Berres

Autor: Olibert E. (olibert)
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> moment mal wiso findet ihr die idee nicht gut?

Christoph, du koenntest deine Methode dem Telekom-Stoerungsdienst 
vorschlagen, wenn die mal wieder auf der Suche nach einer Unterbrechung 
sind. Das haette den Vorteil, dass man sich beim Telefonieren noch eine 
2., 3. oder 4. Meinung einholen kann (auch Rudelreden genannt).  :-D

Autor: MeinName (Gast)
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Ich weiß: Leichenschänderei, weil Thread schon 10 Jahre alt ist..

Aber wie ging das Thema denn aus? Konnte der Schluss gefunden werden?

Da der Ersteller aber nur als Gast angemeldet war, werden wir das 
vermutlich nie erfahren. Erkenntnis für andere damit leider == null :(

Autor: Rainer V. (a_zip)
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MeinName schrieb:
> Da der Ersteller aber nur als Gast angemeldet war, werden wir das
> vermutlich nie erfahren. Erkenntnis für andere damit leider == null :(

Nur für den Erkenntnissgewinn...ich hätte sowas mit einem effen 
Leitungsfinder gemacht!
Gruß Rainer

Autor: Ja klar (Gast)
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Er musste nur nachsehen wo er gebohrt hat...

Autor: Dieter R. (drei)
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Rainer V. schrieb:
> MeinName schrieb:
>> Da der Ersteller aber nur als Gast angemeldet war, werden wir das
>> vermutlich nie erfahren. Erkenntnis für andere damit leider == null :(
>
> Nur für den Erkenntnissgewinn...ich hätte sowas mit einem effen
> Leitungsfinder gemacht!
> Gruß Rainer

Google meint: Keine Ergebnisse für "effen Leitungsfinder" gefunden.

Was ist das?

Autor: Rainer V. (a_zip)
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Dieter R. schrieb:
> Keine Ergebnisse für "effen Leitungsfinder" gefunden

Scherzkeks...

Autor: Dieter R. (drei)
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Rainer V. schrieb:
> Dieter R. schrieb:
>> Keine Ergebnisse für "effen Leitungsfinder" gefunden
>
> Scherzkeks...

Norddeutscher. Offenbar verstehe ich deinen kruden Dialekt nicht. Kannst 
du bitte in einwandfreiem Deutsch erklären, was du aussagen möchtest? 
Danke.

Autor: 2 Cent (Gast)
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SCNR
Dieter R. schrieb:
> Norddeutscher. Offenbar verstehe ich deinen kruden Dialekt nicht. Kannst
> du bitte in einwandfreiem Deutsch
Eingeplackter dribbebacher, in Offenbacher einwandfreiem Deutsch: "de 
korrekte Leitungsfinner".

Musst halt eine Suchmaschine mit effen Spracheinstellungen benutzen :D

Autor: Rainer V. (a_zip)
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Und wer "eff" nicht kennt, ist sowieso nicht von dieser Welt! Mit oder 
ohne Mama Hesselbach :-) und schon gar nicht mit Tante G...
Gruß Rainer

Autor: Wollvieh W. (wollvieh)
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Die Widerstandsidee war nicht schlecht, nur nicht zuende gebracht:

Im Prinzip ist der Aufbau doch eine Widerstandsmeßbrücke mit einem 
Kurzschluß in der Mitte. Zwei der äußeren Widerstände sind jeweils 
gleich.

Mathematiker vor: Kann man daraus ein Verhältnis ermessen, bei welcher 
Position der Kurzschluß ist (dessen Wert sich hoffentlich rauskürzt)?

Zur Not hat man sogar noch den N als Referenz.

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Autor: Stefanus F. (Firma: Äppel) (stefanus)
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Ich würde ja eher einen Nadelimpuls ins Kabel senden und abwarten, bis 
das Echo wieder zurück kommt. Das kann man sogar mit einem 1-Kanal 
Oszilloskop erledigen.

Autor: Dieter R. (drei)
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Rainer V. schrieb:
> Und wer "eff" nicht kennt, ist sowieso nicht von dieser Welt! Mit oder
> ohne Mama Hesselbach :-) und schon gar nicht mit Tante G...
> Gruß Rainer

Musst du eigentlich unbedingt rumpöbeln, bloß weil andere dein Idiom 
nicht verstehen?

Danke, Bitte, sind wohl Fremdwörter für dich. Hoffentlich gilt das nicht 
für alle Mitglieder deiner Sprachgemeinschaft!

Autor: Dieter R. (drei)
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Stefanus F. schrieb:
> Ich würde ja eher einen Nadelimpuls ins Kabel senden und abwarten, bis
> das Echo wieder zurück kommt. Das kann man sogar mit einem 1-Kanal
> Oszilloskop erledigen.

Genau, das Thema TDR. Ich hatte vor ein paar Jahren tatsächlich so einen 
Fall. Leitungssuchgerät (wie hier mehrfach empfohlen) brachte ein Signal 
überall und nirgends, bloß eine Kurzschlussstelle war damit nicht zu 
identifizieren.

Impuls + TDR (an einem längeren Stück Kabel gleichen Typs abgeglichen) 
führte dann zur Kurzschlussstelle. Dazu muss man noch sagen, dass die 
Leitung etwa fünfzehn Jahre in einer Leichtbauwand gelegen hatte und 
plötzlich war da ein Kurzschluss.

Es stellte sich heraus, dass die Leitung oben im Abschlussprofil verlegt 
war. Das Signal des Leitungsprüfers koppelte sich auf das Metallprofil 
über, deshalb konnte man damit nichts finden. Die Schrauben, mit denen 
die GK-Platte am Profil befestigt war, hatten sich teilweise in die 
Leitung gebohrt und nun nach über einem Jahrzehnt den Kurzschluss 
verursacht.

Autor: Rainer V. (a_zip)
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Dieter R. schrieb:
> Musst du eigentlich unbedingt rumpöbeln, bloß weil andere dein Idiom
> nicht verstehen?

Wenn in unserer Republik jemand "eff" nicht versteht, dann aber hallo! 
Und Leitungslängenmessungen oder wie immer man das auch nennen will, 
gibts schon seit Metusalem! Methusalem kann man googeln...lieber Dieter.
Hört sich wieder einmal nach einem Minuspunkt an. Manchmal bin ich aber 
richtig stolz drauf!!
Gruß Rainer

Autor: Rainer V. (a_zip)
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Dieter R. schrieb:
> und nun nach über einem Jahrzehnt den Kurzschluss
> verursacht.

...wenn ich sowas schon höre...für mich klarer Fall für die Unfähigkeit, 
auch nur das einfachste Messinstrument richtig einzusetzen!
Sorry, mußte mal wieder sein.
Gruß Rainer

Autor: Arno K. (Firma: advanced microsystems) (radiosonde)
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Mit einem VNA die Eigenresonazfrequenz finden und damit die elektrische 
Länge berechnen wenn man die kurzgeschlossenen Drähte als Antenne 
betrachtet.

Warum verlegen Häuslbauer selbst heutzutage kaum Leerrohr?
Selbst wenn man 500m zusätzlich verbaut macht das kaum 700 Euro aus.
Früher war es ja verständlich, es war teuer und man konnte die 
Entwiklung kaum vorhersehen, aber heutzutage?
meh

Ich muss ja gottseidank keines mehr bauen, allerdings beobachte ich 
diesen Fehler immer wieder.

LG

: Bearbeitet durch User
Autor: Dieter R. (drei)
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Arno K. schrieb:

> Warum verlegen Häuslbauer selbst heutzutage kaum Leerrohr?

Für Kommunikationsleitungen unbedingt, aber für Eltleitungen? Wenn ich 
an mein aktuelles Haus denke, Altbau, vor ein paar Jahren umfassend 
renoviert, nahezu komplett neue Eltinstallation: das hätte mich an 
Lohnkosten Tausende extra gekostet, die Rohrverlegung hätte großteils 
durch den Estrich erfolgen müssen und wäre kaum mit ausreichendem Radius 
die Wände hochgekommen. Nahezu unmöglich.

Ich vermute, auch im Neubau ist das kaum realisierbar. Gesehen habe ich 
es jedenfalls nur in wenigen Altbauten mit minimaler Installation. Bei 
heutiger Leitungsdichte schwer durchführbar.

Im Büro- bzw. Gewerbebau hat sich anderes durchgesetzt, z. B. Hohlböden.

Autor: Rainer V. (a_zip)
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Arno K. schrieb:
> Ich muss ja gottseidank keines mehr bauen, allerdings beobachte ich
> diesen Fehler immer wieder.
>
> LG

Wir reden hier aber von einem Häuslebauer und/oder von seinem 
Elektriker, der sich das Aufstemmen des gesamten Kanals sparen will und 
deshalb verzweifelt versucht, genau den Punkt in der Wand zu finden, wo 
der Schluss ist. Was soll ich noch sagen...angegriffen worden bin ich ja 
schon.
Gruß Rainer

Autor: Rainer V. (a_zip)
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2 Cent schrieb:
> Eingeplackter dribbebacher, in Offenbacher einwandfreiem Deutsch: "de
> korrekte Leitungsfinner".

...und das mußte jetzt nach Nachlesen des Fadens doch noch mal sein...

"Händie geen Schnur dran?"...

Und im Übrigen, man kann da allerhand machen, wenn man auch nur die 
allergeringste Ahnung von Elektronik hat. Elektor hat schon vor Äonen 
zumindest das Prinzip von Leitungslängenmessungen vermittelt und mein 
Freund entwickelt und baut Geräte, die sowas bis auf eine Länge von 50km 
machen! Vielleicht wird Mancher die Träne in meinem Auge verstehen...
Gruß Rainer

Autor: Wegstaben V. (wegstabenverbuchsler)
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ujnd was war jetzt "effen"? in Köln gibt es das Wort auch nicht. Ich 
hätte im Austausch auch ein paar Kölsche Worte die der Hesse nicht 
versteht.

Autor: Rainer V. (a_zip)
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Und wenn du ein paar große Kilomark in der Tasche hast, dann käme mein 
Freund auch und würde dir die Stelle auf der Wand mit 
20-Nachkommastellen genau angeben. Bohren müßtest du natürlich selbst...

Autor: Arno K. (Firma: advanced microsystems) (radiosonde)
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Dieter R. schrieb:
> hätte mich an
> Lohnkosten Tausende extra gekostet

darum mache ich Elektroarbeiten selbst.
Leitungen verlegen und anschließen kann jeder, und ich brüste mich, dass 
die von mir installierten Teile schöner aussehen und mindestens genauso 
sicher sind wie die die der Elektrigger vor 25 Jahren gemacht hat.
Vorallem für Sachen wie Leerrohr einstemmen brauche ich keinem 60-70 
Euro die Stunde zahlen.

Autor: Rainer V. (a_zip)
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...und mit einigen Kilomark meine ich keine 1000...
sorry, habe mich aufgeregt...

Autor: Roland P. (pram)
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Wollvieh W. schrieb:
> Die Widerstandsidee war nicht schlecht, nur nicht zuende gebracht:
>
> Im Prinzip ist der Aufbau doch eine Widerstandsmeßbrücke mit einem
> Kurzschluß in der Mitte. Zwei der äußeren Widerstände sind jeweils
> gleich.
>
> Mathematiker vor: Kann man daraus ein Verhältnis ermessen, bei welcher
> Position der Kurzschluß ist (dessen Wert sich hoffentlich rauskürzt)?
>
> Zur Not hat man sogar noch den N als Referenz.

Wenn man von beiden seiten misst und eine "4-Punkt Messung" macht, kann 
man den Übergangswiderstand am Kurzschluss relativ leicht herausrechnen:

An der einen Seite 10A rein jagen und die anliegende Spannung messen (z. 
B. 2.5 V) dann an der anderen Seite messen. Hier misst du, wieviel am 
nicht optimalen Kurzschluss abfällt (z. B 1.0 V). Somit weißt du, dass 
über die Kupferstrecke 1.5V abfallen. Dann das selne von der anderen 
Seite her. Dann kannst dir das Verhältnis ausrechnen, wo der Kurzschluss 
ungefähr liegen müsste.

Evtl kannst auch 20-30A drauf geben und mit einer Wärmebildkamera 
schauen.

Gruß Roland

Autor: Dieter R. (drei)
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Roland P. schrieb:

> Wenn man von beiden seiten misst und eine "4-Punkt Messung" macht, kann
> man den Übergangswiderstand am Kurzschluss relativ leicht herausrechnen:

Und woher nimmst du die Gewissheit, dass der Übergangswiderstand 
konstant ist? Besonders, wenn du 10 bis 30A hineinjagen willst?

Da ist die TDR-Messung einfacher, sicherer und darüberhinaus ein 
etabliertes Verfahren. Bis 50 km und 20 Nachkommastellen, wie wir vom 
Experten gelernt haben.

Mit Oszilloskop + Impulsgenerator aus dem Hobbykeller geht das für 
hausübliche Distanzen auch ohne Aufregung und ohne viele Kilomark oder 
vielleicht heutzutage Kiloeuro aus der Hand zu geben.

Autor: Einer (Gast)
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An einem Ende L1+N verbinden am anderen Ende Konstanten Strom einspeisen 
und die an L1+N abfallende sowie die zwischen L1+PE liegende Spannung 
messen.
Dreisatz und fertig.

Autor: Rainer V. (a_zip)
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Arno K. schrieb:
> darum mache ich Elektroarbeiten selbst.
> Leitungen verlegen und anschließen kann jeder, und ich brüste mich, dass
> die von mir installierten Teile schöner aussehen und mindestens genauso
> sicher sind wie die die der Elektrigger vor 25 Jahren gemacht hat.

Wow, ich bin sprachlos! Aber du kannst auch einen verdammten Kurzschluß 
im Kabelkanal ohne Probleme lokalisieren?? Schöner als alle 
Anderen...klaro...
Rainer

Autor: Arno K. (Firma: advanced microsystems) (radiosonde)
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Rainer V. schrieb:
> Aber du kannst auch einen verdammten Kurzschluß im Kabelkanal ohne
> Probleme lokalisieren?

schon gemacht
Mit einem handheld VNA die Eigenresonanzfrequenz gemessen und den 
Kurzschluss nach etwas Bleistifterei gefunden.
War allerdings ein im Garten ausgelegtes Kabel.

Wirklich, ich habe größten Respekt für ehemalige Mitschüler die nun als 
Elektriker auf kalten Baustellen unter Zeitdruck arbeiten.
Allerdings sehe ich einfach keinen Grund zB. Außenleuchten für >1k 
installieren zu lassen wenn ich das genauso hinkriege.

LG

Autor: Roland P. (pram)
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Dieter R. schrieb:
> Und woher nimmst du die Gewissheit, dass der Übergangswiderstand
> konstant ist? Besonders, wenn du 10 bis 30A hineinjagen willst?

Er muss nicht konstant sein, da man ihn mit der 4punktmessung heraus 
rechnen kann.
Man muss nicht mal rechnen, fällt mir gerade auf, wenn man das Messgerät 
an L1 an beiden Enden anschließt, hat man den Spannungsabfall bis zum 
Kurzschluss. (man kann den freien N als verlängerte Messstrippe nehmen)
Das muss man natürlich von beiden Seiten machen.

TDR ist mit Sicherheit kabelschonender und vermutlich auch genauer, WENN 
man das Kabel kennt.
Aber auch hier könnte man sich die Symmetrie zu Nutze machen und eine 
TDR Messung von beiden Seiten machen.
Dann muss man nur die Kabellänge kennen.

Gruß Roland

Autor: Wollvieh W. (wollvieh)
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Roland P. schrieb:

> An der einen Seite 10A rein jagen und die anliegende Spannung messen (z.
> B. 2.5 V) dann an der anderen Seite messen. Hier misst du, wieviel am
> nicht optimalen Kurzschluss abfällt (z. B 1.0 V). Somit weißt du, dass
> über die Kupferstrecke 1.5V abfallen. Dann das selne von der anderen
> Seite her. Dann kannst dir das Verhältnis ausrechnen, wo der Kurzschluss
> ungefähr liegen müsste.

Klar, danke.

> Evtl kannst auch 20-30A drauf geben und mit einer Wärmebildkamera
> schauen.

Das geht dann mit dem bloßen Auge: Einfach auf die Wand schauen, aus 
welchem Bohrloch es rausraucht. :)

Ich habe ein altes Kabellängenmeßgerät von den Howaldtswerken mit 
Oszi-Röhre. Das würde den Fehler vermutlich als kleine Spitze im Laufweg 
anzeigen und man könnte die Entfernung direkt ermitteln. Bei einem 
modernen Gerät, das nur eine Zahl anzeigt, geht das natürlich nicht.

: Bearbeitet durch User

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