Guten Abend Zusammen,
ich kämpfe immer noch mit meiner Kompatator-Schaltung...eigentlich
gaaaanz einfach, aber irgendwie fuchst es doch ganz schön.
Schaltung wie in "schematic.png" im Anhang nur mit 3K Eingangswiderstand
an IN-.
Immer wenn der Komparator durchschaltet, bricht mein Signal ein wie in
dem Oszi-Screenshot im Anhang.
Kennst wer ne Lösung für das Problem?
Ciao
Geht das Eingangssignal unter die negative Versorgungsspannung vom
LM339?
Komparatoren dar man nicht zu hochohmig an den Eingängen beschalten,
weil sonst das Ausgangsssignal auf den Eingang kapazitiv zurückkoppeln
kann, mit der Konsequenz von Instabilität oder sogar Schwingen.
Desweiteren vermisse ich in deiner Schaltung eine Hysterese.
Schreib doch mal ganz genau, was du mit der Schaltung machen willst, was
für ein Signal am Eingang anliegt, woher es kommt und wer es treibt. Wie
ist die Versorgungsspannung, etc, etc.
Kai Klaas
Hallo Kai,
das Eingangssignal geht von ~ -1V - +1,5V, sehr schwach, kommt aus einem
Pickup einer Zündung, ist also der Zündtrigger.
Um den negativen Part des Eingangssignals kümmert sich D1; wenn das
Signal unter -0,3 geht, schaltet die Diode auf Masse.
Ich hatte schon einen 100nF parallel zu D1; das Problem ist nur, dass
der mein Signal verzögert :(
ciao
Mit dergleichen hatte ich auch schon zu kämpfen.
Ganz wichtig:
- Ordentliche Leitungsführung mit geringem Nebensprechen zwischen
Eingangs- und Ausgangsleitung.
- Gute Masseführungen und Masseflächen.
Mit freundlichen Grüßen
Guido
Hallo Danny,
>Ich hatte schon einen 100nF parallel zu D1; das Problem ist nur, dass>der mein Signal verzögert.
100n ist wahrscheinlich zu groß. Schau mal wie dies das machen:
http://www.datasheetarchive.com/pdf-datasheets/Datasheets-12/DSA-221503.pdf
(Dieser Link ist von Silvio aus einem Nachbarthread hier.)
Kai Klaas
>>> Geht das Eingangssignal unter die negative Versorgungsspannung vom>>> LM339?> Um den negativen Part des Eingangssignals kümmert sich D1; wenn das> Signal unter -0,3 geht, schaltet die Diode auf Masse.
Das Datenblatt sagt:
1
Input Common Mode Voltage Range (V+)=30V (Note6) 0V ... (V+)−1.5V
Also bist du auch mit -0,3V ausserhalb des Gleichtaktbereichs...
Wenn du den Gleichtaktbereich verlässt, kann alles mögliche passieren.
BTW: das sind laut dem Screenshot eher -0,5V :-o
Was ist das für ein Sensor? Ist der niederohmig oder hochohmig?
Wie hast du die Schaltung aufgebaut? Lochraster oder Steckbrett?
Also aufgebaut ist das Ganze auf einer Steifenraster-Platine...da kann
man sicher noch einiges optimieren.
Der Sensor ist eine Spule mit ~110 Ohm
In der Analge sieht man die Zündung; "P" ist der Sensor der aus 2 Dioden
+ 2 Spulen besteht. Über Magnete die außen an den Spulen vorbei rotieren
wird dann eine Spannung induziert.
@Kai: Danke für den Link... werde ich mir gleich mal anschauen!
Hallo,
sieht nach einer kapazitiven Rückkopplung aus.
Schau mal ob da impulsmäßig die Spannung zusammenbricht, bzw. das
Eingangssignal nahe am Ausgangssignal verlegt ist.
Mach mal einen 50Ohm Widerstand an den Ausgang, bremst ein bisschen den
Strom bzw. die Flankensteilheit.
Grüße
Seppel
Guten Abend zusammen!
Ich hab jetzt meine Schaltung etwas umgestellt (siehe Anhang). Im
Simulator funktionierts...
Zur Funktion:
- D1 schneidet die neg. Eingangsspannungen weg
- die Hyterese ist ~ [100; 150] mV
- C1 zum stabilisieren des Eingangssignales
- R5 bringt IN- auf Masse
- R2 Begrenzung I
Soweit so gut... bin mir nur bzgl. der Dimensionierung nicht sicher:
- Ist hier R2 überhaupt nötig ? Das Signal an sich ist sehr schwach..
- R5 mit 1K ?
Kann mir jemand weiter helfen?
ciao
danny
Hallo Danny,
warum hast du denn die Schaltung von Figure 9 aus dem Link, den ich dir
gegeben habe, nicht übernommen? Die zwei Dioden dort und die beiden
Kondensatoren machen doch Sinn. Die zusätzliche Diode zum Abfangen der
negativen Spannungen und der zusätzliche Kondensator zur dringend
erforderlichen Tiefpaßfilterung.
Also, ich würde die Schaltung aus dem Link bis ins Detail nachbauen und
erst dann verändern, wenn es unbedingt sein muß. Da ist wohl eine Menge
Erfahrung in die Schaltung dort eingeflossen. Das würde ich nicht
unterschätzen...
Kai Klaas
Hallo Kay,
ich hab mir die Schaltung angeschaut, bin aber nicht so schlau daraus
geworden: wofür die Diode D8 und C15 gut sein sollen, ist mir
schleierhaft.
Ich habe das Problem, dass meine Amplitude nur auf 1,5V geht... deshalb
habe ich die Schottky genommen.
Hallo Danny,
>ich hab mir die Schaltung angeschaut, bin aber nicht so schlau daraus>geworden: wofür die Diode D8 und C15 gut sein sollen, ist mir>schleierhaft.
D8 bietet den negativen Halbwellen einen Strompfad nach Masse und
begrenzt die Spannung am Eingang dann auf -0,7V. D7 und R15 verhindern,
daß eine negative Spannung den Eingang von U4B erreicht. C15 wirkt
intergrierend und tiefpaßfilternd und verhindert, daß kurze Störspikes
vom Sensor und von der Sensorleitung U4B triggern. Dies macht C15 so, in
dem seine Spannung nur dann nenneswert steigt, wenn die ganze positive
Halbwelle vom Sensor in diesen Kondensator "fließt". R15 ist ebenfalls
an diesem "Shaping" beteiligt und sorgt für eine definierte Entladung
von C15 zwischen den Impulsen. R18 und C14 sieben noch einmal
hochfrequente Störungen heraus, wobei C14 kapazitives Rückkoppeln vom
Ausgang des Komparators auf seinen invertierenden Eingang unterdrückt
und damit Instabilität und Schwingneigung vorbeugt. R17 und R24 stellen
zusätzlich eine ungewöhnlich große Hysterse ein, um die Stabilität der
Schaltung weiter zu erhöhen und Falschtriggerungen (Fehlzündungen!) zu
vermeiden.
Du siehst, die Schaltung ist genau an den Sensor angepaßt, indem es die
ganze positive Halbwelle für die Erzeugung des Triggerimpulses ausnutzt.
Kurze Störspikes haben dadurch kaum eine Chance U4B zu triggern.
Zwei Dinge fallen mir zusätzlich ein:
1. Ein Sensor, der ein derart kleines Signal liefert, wie deiner, ist
eher ungewöhnlich. Hast du mal geschaut, ob er vielleicht defekt ist?
Oder ist er vielleicht falsch montiert, sodaß er von der sich drehenden
Nocke zu weit entfernt ist und eine zu kleine Spannung induziert wird?
2. Ist dir bewußt, daß die Signalhöhe des induktiven Sensors kräftig mit
der Drehzahl ansteigt? Vielleicht hast du also gar kein zu kleines
Signal?
Kai Klaas
Hallo Kay,
erst mal Danke für die SEHR umfangreiche Erklärung!
Habs "fast" kapiert ;)
>D8 bietet den negativen Halbwellen einen Strompfad nach Masse und>begrenzt die Spannung am Eingang dann auf -0,7V.
Blöde Frage: tut das Not? Die neg. Halbwelle interessiert mich bei
meiner Funktion nicht wirklich... ich muß auf die pos. triggern.
>D7 und R15 verhindern, daß eine negative Spannung den Eingang von U4B >erreicht.
Klar.
>C15 wirkt intergrierend und tiefpaßfilternd und verhindert, daß kurze >Störspikes
vom Sensor und von der Sensorleitung U4B triggern. Dies macht >C15 so, in dem
seine Spannung nur dann nenneswert steigt, wenn die ganze >positive Halbwelle vom
Sensor in diesen Kondensator "fließt".
>R15 ist ebenfalls an diesem "Shaping" beteiligt und sorgt für eine >definierte
Entladung von C15 zwischen den Impulsen.
Da C15 über R15 entladen wird, bestimmt R15 letztendlich das "Delay" bis
IN- wieder unter die Schaltgrenze sinkt.
Wie errechnet sich denn eigentlich die Grenzfrequenz von dem Tiefpass?
Setzt man da in die Formel für R=1 ein ?
f = 1/(2*pi*R*C)
>R18 und C14 sieben noch einmal hochfrequente Störungen heraus, wobei C14 >
kapazitives Rückkoppeln vom Ausgang des Komparators auf seinen >invertierenden
Eingang unterdrückt und damit Instabilität und
> Schwingneigung vorbeugt. R17 und R24 stellen zusätzlich eine >ungewöhnlich große
Hysterse ein, um die Stabilität der
>Schaltung weiter zu erhöhen und Falschtriggerungen (Fehlzündungen!) zu>vermeiden.
C14 wird über R18 geladen, und über R18+R15 entladen.
Um möglichst wenig Verzögerung rein zu kriegen , habe ich jetzt R15=1K
und R18=5K dimensioniert.
>Zwei Dinge fallen mir zusätzlich ein:>1. Ein Sensor, der ein derart kleines Signal liefert, wie deiner, ist>eher ungewöhnlich. Hast du mal geschaut, ob er vielleicht defekt ist?>Oder ist er vielleicht falsch montiert, sodaß er von der sich drehenden>Nocke zu weit entfernt ist und eine zu kleine Spannung induziert wird?
Der Sensor ist OK...hab schon einen neuen vermessen.
>2. Ist dir bewußt, daß die Signalhöhe des induktiven Sensors kräftig mit>der Drehzahl ansteigt? Vielleicht hast du also gar kein zu kleines>Signal?
Ist klar! Bei ~700RPM sinds ~0,7V, das steigt dann bis ~1,5V bei
6000RPM.
Danke nochmal!
danny
Hallo Danny,
>Blöde Frage: tut das Not? Die neg. Halbwelle interessiert mich bei>meiner Funktion nicht wirklich... ich muß auf die pos. triggern.
Ja klar, aber du mußt sie irgendwohin "wegpacken", besonders wichtig bei
einem induktiven Sensor...
>Da C15 über R15 entladen wird, bestimmt R15 letztendlich das "Delay" bis>IN- wieder unter die Schaltgrenze sinkt.>Wie errechnet sich denn eigentlich die Grenzfrequenz von dem Tiefpass?>Setzt man da in die Formel für R=1 ein ?>f = 1/(2*pi*R*C)
Da hat es ja zwei, die sich auch noch gegenseitig beeinflussen. Der
erste hat als Quellimpedanz die Wicklungs-Induktivität und den
Wicklungs-Widerstand des Sensors, die du beim Hersteller erfragen
kannst. Aber ich würde das nicht berechnen, sondern eher ausprobieren.
Du kannst davon ausgehen, daß die Schaltung richtig funktioniert, wenn
das Signal bei allen Betriebsbedingungen ausreichend groß ist, um die
Schaltschwelle von U4B sauber zu durchlaufen. Also, die Amplitude am
Eingang von U4B sollte im Normalbetrieb bei mittleren Drehzahlen rund
doppelt so groß sein, wie die Schaltschwelle. Wenn die Eingangsspannung
nur kanpp über die Schaltschwelle kommt, oder umgekehrt so groß ist, daß
der Eingang von U4B dauernd überfahren wird, dann ist was faul.
>Um möglichst wenig Verzögerung rein zu kriegen , habe ich jetzt R15=1K>und R18=5K dimensioniert.
Dann belastest du aber eventuell den Sensor zu stark, was wieder dein
Signal verkleinert.
Ich denke ohnehin, daß da genügend Luft sein sollte, um gewisse
Verzögerungen durch ein unbedingt erforderliches Tiefpaßfilter
aufzufangen. Du kannst die zusätzliche Verzögerung ja mit dem
Mikrocontroller berücksichtigen und kompensieren. Die Nocke für den
Sensor sollte sowieso genügend weit vor dem Zündzeitpunkt "stehen", um
der Signalverarbeitung, inklusive Tiefpaßfilterung, genügend Zeit für
die Berechnungen zu geben.
>Ist klar! Bei ~700RPM sinds ~0,7V, das steigt dann bis ~1,5V bei>6000RPM.
Sind das normalerweise nicht viel mehr? Was sagt denn der Hersteller zu
den kleinen Signalen? Wie hast du die Signale überhaupt gemessen?
Kai Klaas
Hallo Kai,
ich hab jetzt mal die Schaltung aus deiner Anlage in abgeänderter From
angehängt (V1 wäre dann quasi der SignalEingang).
Ich hab jetzt noch D2 reingehägt...
Ich werde das jetzt mal aufbauen und nen "Feldversuch" machen :)
Vielen, vielen Dank!!
danny