Hallo Leute,
ich hab folgendes Problem und zwar muss ich 100 Leds versorgen. Da ich
gerne alle parallel haben will bzw. schon verkabelt ist habe ich mich
entschieden die Spannung fix über einen LM350 mit 3A zu regeln.
Mit einer Led funktioniert das auch Prima, schließe ich jedoch die 100
Leds an leuchten die nur ganz kurz beim Einschalten (nein sind nicht
durchgebrannt Vorgang lässt sich wiederholen).
Ich kann mir das Phänomen auch nicht erklären, hat da vll ein Profi
einen tipp?
Gruß Felix
LEDs werden mit Konstantstrom betrieben, da jede LED eine etwas andere
Durchflussspannung hat.
Wenn sie alle parallel geschaltet sind und die Versorgung langsam
hochgedreht wird, dann wird diejenige LED mit der geringsten Spannung
soviel Strom ziehen, bis sie kaputt ist. Dann kommt die nächste dran...
-> verschalte die LEDs in Gruppen mit Stromquelle oder mit Vorwiderstand
für jede Gruppe. Die Suchfunktion fördert hier bestimmt 100te Beiträge
zutage.
Grüße, Peter
Hallo Felix,
>Mit einer Led funktioniert das auch Prima, schließe ich jedoch die 100>Leds an leuchten die nur ganz kurz beim Einschalten (nein sind nicht>durchgebrannt Vorgang lässt sich wiederholen).
Der Regler versucht beim Einschalten am Ausgang die Spannung
hochzufahren und schafft das auch, solange die LEDs noch nicht
durchschalten. Wenn sie dann durchschalten, ziehen die aber so viel
Strom, daß die Strombegrenzung des Reglers einsetzt, wie schon Abdul
geschrieben hat, und dem Spuk ein Ende bereitet.
LEDs haben eine vom Flußstrom nahezu unabhängige, konstante
Flußspannung, die aber von Typ zu Typ etwas schwankt und auch
temperaturabhängig ist. LEDs dürfen deshalb nur mit einer Stromquelle
oder einer Strombegrenzung betrieben werden. Eine Konstantspannung an
eine LED geben heißt, daß sie entweder garnicht leuchtet, wenn die
Spannung kleiner ist als die Flußspannung oder aber daß sie druchbrennt,
wenn sie größer ist als die Flußspannung.
Du kannst also nicht die LEDs alle parallelschalten! Bei einer
Parallelschaltung mußt du zu jeder LED einen Widerstand in Serie
schalten, um die Unterschiede der Flußspannungen der LEDs abzufangen.
Deswegen schaltet man LEDs üblicherweise alle in Serie, zumindest
gruppenweise. Auch hier braucht es einen Serienwiderstand um
Schwankungen der Flußspannungen abzufangen, wenn du die LEDs mit einer
Konstantspannung betreibst, oder aber du betreibst sie gleich mit einem
Konstantstrom.
Also, nochmal, LEDs werden mit einem Konstantstrom, oder zumindest einer
für jede LED wirksamen Strombegrenzung betrieben.
Kai Klaas
das Steinewerfen kann begonnen werden.
Ich habe aus sehr viele LEDs parallel ohne Vorwiderstand und es
funktioniert.
Das Problem ist einfach das eine kleine Spannungsänderung eine große
Stromänderung hervorruft. Deswegen sollte man besser den Strom regeln.
Wenn man mit seiner Spannung aber in gemäßigten Regionen bleibt und vom
Strom also noch etwas Reserven hat passiert nichts. Schau dir mal das
Diagramm an. Ich würde hier eine Spannung von max. 3,75V wählen was 15mA
ergibt und noch ein wenig Reserven bietet.
Gefährlich ist es wenn man eine Spannungsquelle hat die im Leerlauf eine
höhere Spannung liefert, dann passiert es wie ein Vorredner schon
geschrieben hat es erwischt die schwächste LED dann die nächst
schwächere usw.
Deswegen unbedingt eine stabilisierte Spannungsquelle nehmen, und wenn
du die nicht extrem über dimensionierst dann ist das ein zusätzlicher
Schutz, da man die Spannung nicht beliebig steigern kann, wenn das
Netzteil den Strom nicht mehr bringt kann die Spannung auch nicht mehr
weiter steigen.
Ich betreibe meine UV-Belichterplatine am Labornetzteil das nur 2A
schafft. Sobald ich eine gewisse Spannung erreicht habe und die
Stromanzeige bei etwa 2A ist läßt sich die Spannung nicht mehr weiter
steigern da das Netzteil dann zu schwach ist. Denn wenn jede LED auch
nur 2 mA mehr zieht sind das schon über 200mA mehr Belastung fürs
Netzteil die es nicht bringen kann. Außerdem habe ich der Platine noch 2
größere Z-Dioden ohne Begrenzungswiderstand spendiert die im Falle einer
Überspannung nochmal die Last weiter erhöht.
> und es funktioniert.
Ich ibn bei rot über die Ampel gegangen und es funktioniert auch.
Mann Thomas O., was für ein blöder Beitrag.
> Das Problem ist einfach das eine kleine Spannungsänderung eine große> Stromänderung hervorruft. Deswegen sollte man besser den Strom regeln.
Ach.
> Deswegen unbedingt eine stabilisierte Spannungsquelle nehmen
Nein, deswegen eine Stromquelle nehmen (die man in simpler Form
einfachst aus einer Spannungsquelle machen kann, in dem man einen
Vorwiderstand spendiert).
Ist es denn so schwer.....
Ein Blick ins Datenblatt einer LED (und ein wenig rechnen mit Maximal
und Minimalwerten) hätte auch dir sagen können, daß es NICHT
funktioniert.
Aber dir fehlt das logische Verständnis des Existenzquantors und
Allquantors.
Funktioniert heisst nicht, dass es ein mal funktioniert, sondern
funktioniert muss heissen, das es immer funktioniert.
Schlag nach, was Existenzquantor und Allquantor sind.
Hallo Thomas,
>Ich habe aus sehr viele LEDs parallel ohne Vorwiderstand und es>funktioniert.
Das ist natürlich genau die richtige Info für einen Anfänger! Und ich
sehe schon die vielen Threads, die dann kommen und sagen: "Ja, aber bei
dem Thomas hat das doch auch funktioniert".
So etwas funktioniert nur, wenn überhaupt, wenn du gegurtete LEDs aus
der selben Produktion hast, die weitestgehend in ihren Kennlinien
übereinstimmen. Außerdem sollten alle LEDs später alle die gleiche
Temperatur annehmen, da die Kennlinien temperaturabhängig sind...
Kai Klaas
Man muß als Anfänger nur ein einziges Mal den gedanklichen Sprung von
DER Spannungsquelle zu einer universellen Quelle und Senke machen. Und
was die dann für Eigenschaften/-arten unter einer beliebigen Last haben
wird.
Solange man unter Spannungsquelle nur eine Taschenlampenbatterie geistig
vor Augen hat, wird das nie professionell.
Im Übrigen reden wir eigentlich von Energiequellen, wenn man die LED
schießen will, und Leistungsquellen wenn die LED dauerhaft betrieben
werden soll ;-)
>Mann Thomas O., was für ein blöder Beitrag.>>Aber dir fehlt das logische Verständnis des Existenzquantors und>Allquantors.>>Schlag nach, was Existenzquantor und Allquantor sind.
@MaWin,
Schlag nach, wie man einen Menschen nennt, der einem hilfesuchenden
Autor auf seinen Beitrag diese Worte entgegnet.
Wundere dich nicht, wenn als Treffer der Begriff 'Grosskotz' erscheint.
mir ist klar das es besser ist den Strom zu regeln, wenn man aber nur
eine Spannungsquelle nimmt dann sollte diese zu mindestens stabilisiert
sein, also kein reiner Trafo mit einem Gleichrichter und Elko dahinter,
da hier die Leerlaufspannung um einiges höher sein wird. Ich habe auch
dargelegt warum es funktioniert.
Aber gerade als Anfänger sollte man es probieren und Notfalls auch eine
LED opfern. Also Spannung am Labornetzteil langsam erhöhen und den Strom
mit einem Amperemeter in Reihe beobachten. Bis die LED hops geht, danach
eine LED mit Vorwiderstand nehmen und den Versuch nochmal durchführen.
@MaWin: Super Argumente
Um etwas zu lernen ist dein Versuch gut, um es besser zu machen
jedenfalls nicht.
Willst du das dein Experiment definitiv den Strahler ruiniert? Sehr
einfach: erniedrige die Innenwiderstände. So macht man das:
Teures Labornetzteil nehmen mit knackiger Regelung. Stromregler auf
unendlich. Spannung langsam hochdrehen. Anstatt der LED am besten ne
Laserdiode nehmen, weil da gehts dann noch schneller. So, laß jucken
Kumpel...
BLINK->TILT.
Und die Geschichte mit dem Trafo ist vollkommener Schwachfug. Wenn der
Trafo schön hochohmig ist, dann wird die LED die besseren
Überlebenschancen haben! Such mal nach Streufeldtrafo.
Die Spannung ist der LED vollkommen wurscht. Diese macht sich die
Spannung nämlich selber! Entscheidend ist der Strom der durchfließen
kann. Eigentlich kein Unterschied zur normalen Diode, nur andere
Parameter.
Wenn du mir das nicht glaubst: Hänge ne LED mit Vorwiderstand an 230V
Netzspannung. Funzt! Damit sie in Sperrrichtung die Welt nicht auf
chinesisch kennenlernt, bitte eine normale Diode antiparallel zur LED.
Sorry, es mußte sein. Das Paradies ist zu Ende.
Wenn ich sowas
>LEDs haben eine vom Flußstrom nahezu unabhängige, konstante>Flußspannung,
und sowas
>Die Spannung ist der LED vollkommen wurscht. Diese macht sich die>Spannung nämlich selber!
vom vermeintlichen Profi lese stellen sich mir ja deutlich die
Nackenhaare. Das ist noch ein viel größerer Schwachfug als der das von
den Anfängern wobei man denen ja ihren Schwachfug verzeihen
kann...:rolleyes:
Es ist aber nun einmal so, dass eine LED mit einem gewissen Strom
betrieben wird. Die Spannung stellt sich dabei in Abhaengigkeit von der
LED oder der Temperatur... ein und ist kaum beeinflussbar. Bei vielen
parallel geschalteten LED's wird das Ganze noch viel komplizierter.
Also wird der Strom auf einen gewissen Wert eingestellt und fertig. Der
Versuch, die Spannung an der LED einzustellen, um diese zu betreiben ist
fachlich einfach FALSCH.
Gast
Michael schrieb:
> Wenn ich sowas>>>LEDs haben eine vom Flußstrom nahezu unabhängige, konstante>>Flußspannung,>> und sowas>>>Die Spannung ist der LED vollkommen wurscht. Diese macht sich die>>Spannung nämlich selber!>> vom vermeintlichen Profi lese stellen sich mir ja deutlich die> Nackenhaare. Das ist noch ein viel größerer Schwachfug als der das von> den Anfängern wobei man denen ja ihren Schwachfug verzeihen> kann...:rolleyes:
Um jetzt mal ganz pedantisch zu sein:
Eine LED "macht" sich weder nur die Spannung noch nur den Strom selbst.
Der Widerstand einer Leuchtdiode ist nichtlinear vom Betriebspunkt und
der Temperatur abhängig. Im typischen Betriebsbereich ist der dynamische
Widerstand sehr klein, dass heißt, dass eine kleine Spannungsänderung
eine große Stromänderung bewirkt. Da die Leuchtstärke einer LED quasi
proportional zum Strom ist und Licht meist der gewünschte Effekt einer
LED ist, liegt es nahe, hauptsächlich den Strom konstant zu halten, der
durch eine LED fließen soll.
In der klassischen Beschaltung an einer relativ konstanten Spannung
geschieht das über einen Vorwiderstand, der viel größer als der
(dynamische) Widerstand einer LED im Arbeitsbereich (wenige Ohm) ist. Je
größer der Unterschied zwischen dem dynamischen Widerstand der LED und
dem Vorwiderstand ist, desto weniger wird die Leuchtstärke der LED (also
der Strom durch die LED) durch Änderungen der Speisespannung
beeinflusst.
Man kann aber auch problemlos eine oder mehrere LEDs an einer
Konstantspannung betreiben, wenn diese Konstantspannung hinreichend
genau eingehalten werden kann. Die Spannung einer LED ändert sich je
nach Typ um ca. 150-200 mV im nutzbaren (nennenswert lichterzeugenden)
Bereich. Das heißt am unteren Ende des Spannungsbereichs glimmt die LED
ganz schwach und am oberen Ende leuchtet sie extrem hell. Für einen
Spannungsregler ist es keine besondere Herausforderung, eine Spannung
bei statischer Last auf einige 10 mV einzuhalten. Auch unter
Berücksichtigung der Temperaturänderung der LEDs und des
Spannungsreglers lässt sich ein stabiler Betrieb sicherstellen. Der
unvermeidliche Nachteil dieser Beschaltung ist aber, dass die einzelnen
LEDs mehr oder weniger unterschiedlich hell leuchten werden, weil die
Temperaturverteilung unter den LEDs nicht gleich sein wird und
Exemplarstreuungen vorhanden sind. Das geht aber nicht so weit, dass die
ersten LEDs durchgeglüht sind während die anderen LED noch nicht mal
leuchten.
Natürlich wird man die Betriebsart Parallelschaltung von LEDs vermeiden
wenn die Rahmenbedingungen es erlauben. Es ist allerdings nicht grob
fahrlässig das doch zu tun, wenn man weiß was man tut. Gerade für einen
UV-Belichter kann man billigst eine zweilagig kaschierte LP nehmen,
bohren und die Löcher auf der nicht zu verlötenden Seite mit einem
größeren Bohrer ansenken, damit es keinen Verbindung beim
"durchgeführten" Pin gibt und gut.
Als Anfänger, der sich freut, wenn er aus einem Internet-Rechner den
passenden Vorwiderstand für seine LED an 12V herausgefunden hat sollte
man mit Sicherheit die Finger davon lassen.
Gruß,
Bernd
LEDs werden kurz vor dem Sättigungspunkt betrieben. Man will ja mit
einem Minimum an Halbleitermaterial das meiste Licht rauskitzeln. Klar
kann man die Spannung niedriger wählen - verliert aber dadurch
unverhältnismäßig viel Strahlungsleistung. Der Wirkungsgrad der LED
sinkt rapide.
Die sich an der LED einstellende Spannung ist vom eingestellten Strom
logarithmisch abhängig. Log(x) hat nun mal die Eigenschaft, einen
sättigenden Wert anzustreben.
Deswegen verwendet man LEDs durchaus auch als 'Zenerdiode'. Warum? Weil
sie Spannungen liefert, die normale Zenerdioden nicht können, und weil
sie weniger rauscht. Nebenbei hat man noch eine Betriebsanzeige, die
nicht in die Wirkungsgrad-Betrachtung z.B. eines Green-Netzteiles
einschlägt. Praktische Sache.
Die Temperaturabhängigkeit macht die Sache dann noch schlimmer. Will
auch kompensiert werden.
Also nochmal kurz: Wird die LED an ihrer Leistungsgrenze betrieben,
brauch man ne Stromregelung. Das sollte jetzt aber wirklich jeder
verstehen.
> Die Temperaturabhängigkeit macht die Sache dann noch schlimmer. Will> auch kompensiert werden.
Na ja, ein Hauptgrund, warum man LEDs als Refenezspannung vorschlug war,
daß sie einen genau gegenläufigen Temperaturkoeffizienten haben als
Silizium, sich also in der üblichen Schaltung
|
R Stromsenke
| |
+--|< NPN
| |E
LED R
| |
+---+-- GND
die TempKoeffs von LED und NPN genau aufheben. Ich befürchte allerdings,
dass das nur für bestimmte LED (rote) gilt und heute mit 'modernen' LEDs
ein genaues Datenblattstudium voraussetzt.
Abdul K. schrieb:
> LEDs werden kurz vor dem Sättigungspunkt betrieben. Man will ja mit> einem Minimum an Halbleitermaterial das meiste Licht rauskitzeln. Klar> kann man die Spannung niedriger wählen - verliert aber dadurch> unverhältnismäßig viel Strahlungsleistung.
Soweit O.K.
> Der Wirkungsgrad der LED sinkt rapide.
Das stimmt so nicht. Der Wirkungsgrad, also Strahlungsleistung pro
elektrische Leistung ist besser, je weniger Strahlungsleistung man einer
LED abverlangt (vom Bereich, in dem quasi keine Strahlungsleistung
emittiert wird mal abgesehen). Die Frage ist nur, ob das Licht für den
Zweck noch ausreicht.
Gerade wenn man LEDs zur Beleuchtung einsetzen will, also als
Glühlampenersatz merkt man, dass bei den hohen Strahlungsleistungen die
man dabei braucht der Wirkungsgrad relativ niedrig liegt (im Vergleich
zu niedriger bestromten LEDs - im Vergleich zur Glühlampe ist er
natürlich immer noch unschlagbar gut, im Vergleich zu ESL schon wieder
grenzwertig).
Mal nach "The dark side of LED" googeln.
Gruß,
Bernd
MaWin schrieb:
>> Die Temperaturabhängigkeit macht die Sache dann noch schlimmer. Will>> auch kompensiert werden.>> Na ja, ein Hauptgrund, warum man LEDs als Refenezspannung vorschlug war,> daß sie einen genau gegenläufigen Temperaturkoeffizienten haben als> Silizium, sich also in der üblichen Schaltung>> |> R Stromsenke> | |> +--|< NPN> | |E> LED R> | |> +---+-- GND>> die TempKoeffs von LED und NPN genau aufheben. Ich befürchte allerdings,> dass das nur für bestimmte LED (rote) gilt und heute mit 'modernen' LEDs> ein genaues Datenblattstudium voraussetzt.
Danke für den Beitrag. Nach meiner Erfahrung unterscheiden sich LEDs vor
allem je nach Hersteller doch recht stark. Außerdem hat sich die
Prozeßtechnik und Materialien stark verändert seit LEDs ca. 1975 auf dem
Markt kamen.
Die Neubearbeitung deiner Schaltung unter Berücksichtigung aktueller
LEDs wäre also eine lohnenswerte Semesterarbeit. Wen jemand eine sucht,
hier ist sie!
Übrigens hat die LED eine höhere UF als die BE-Strecke. Was in dieser
Schaltung auch zwingend notwendig ist. Ansonsten bräuchte man zwei
Dioden in Reihe.
Bernd O. schrieb:
>> Der Wirkungsgrad der LED sinkt rapide.> Das stimmt so nicht. Der Wirkungsgrad, also Strahlungsleistung pro> elektrische Leistung ist besser, je weniger Strahlungsleistung man einer> LED abverlangt (vom Bereich, in dem quasi keine Strahlungsleistung> emittiert wird mal abgesehen). Die Frage ist nur, ob das Licht für den> Zweck noch ausreicht.
Hm? Strahlungsleistung proportional LED-Strom. LED-Spannung
(anti-)logarithmisch zum Strom. Also ich meine UF=log[x](I)
Damit fällt die Spannung bei linearen sinkendem Strom kaum, die
Strahlung linear, aka Wirkungsgrad wird schlechter.
LEDs über der Sättigungsgrenze betrieben bekommen dann auch eine
Sättigung im Strahlungsfluß, sterben aber viel früher als das es dort zu
einer echten Sättigung kommen würde.
>> Gerade wenn man LEDs zur Beleuchtung einsetzen will, also als> Glühlampenersatz merkt man, dass bei den hohen Strahlungsleistungen die> man dabei braucht der Wirkungsgrad relativ niedrig liegt (im Vergleich> zu niedriger bestromten LEDs - im Vergleich zur Glühlampe ist er> natürlich immer noch unschlagbar gut, im Vergleich zu ESL schon wieder> grenzwertig).>> Mal nach "The dark side of LED" googeln.>
Hm. Was sagen andere dazu? Das Thema Leistungs-LEDs ist so religiös
besetzt und ich bin es nicht.
Betrachten wir uns doch mal dazu die Effizienzkurve
einer derzeit noch akuellen Power LED; der Cree 7090 XR-E:
http://www.candlepowerforums.com/vb/showpost.php?p=2170040&postcount=141
Die zweite Kurve zeigt deutlich, dass die höchste Effizienz
in lm/W bei sehr geringen Strömen unter 50mA liegt.
Bei zunehmender Bestromung nimmt die Strahlungsleistung zu, es wird
aber überproportional mehr in Wärme umgesetzt, als in Helligkeit.
Jetzt wird aber kaum jemand auf die Idee kommen, das Teil mit 50mA
zu bestromen; das ist ein NOGO wegen Preis/Leistung.
Das Teil kostet so um die 6 EUR und ist spezifiziert bis 1000mA.
Letzteres erfordert dann wieder einen beträchtlichen Kühlaufwand.
Wenn Geld allerdings keine Rolle spielt, könnte man tatsächlich
entsprechend viele davon mit je 100mA betreiben, was noch ohne
Kühlung geht und hat dann eine prächtige Effizienz bei immensen Kosten.
@ MaWin (Gast)
>Na ja, ein Hauptgrund, warum man LEDs als Refenezspannung vorschlug war,>daß sie einen genau gegenläufigen Temperaturkoeffizienten haben als>Silizium, sich also in der üblichen Schaltung
Das wage ich mal zu bezweifeln. Der Tk der Flußspannung ist bei LEDs
ebenso negativ. Und das ist auch gut so.
> |> R Stromsenke> | |> +--|< NPN> | |E> LED R> | |> +---+-- GND>die TempKoeffs von LED und NPN genau aufheben.
Nöö, sie sind vielmehr im Gleichlauf und dadurch ist die Differenz
annähernd konstant. Denn die fällt über dem Shunt R ab und bestimmt die
Stromregelung.
>Ich befürchte allerdings,>dass das nur für bestimmte LED (rote) gilt und heute mit 'modernen' LEDs>ein genaues Datenblattstudium voraussetzt.
Eben. Denn ein Transistor hat so um die -2mV/K, die meisten LEDs eher
mehr. Aber ein Superpräzisionsstromquelle soll das sowieso nicht sein.
MFG
Falk
BMK schrieb:
> Betrachten wir uns doch mal dazu die Effizienzkurve> einer derzeit noch akuellen Power LED; der Cree 7090 XR-E:> http://www.candlepowerforums.com/vb/showpost.php?p=2170040&postcount=141> [..]
Hm. Habe mir das mal genauer angesehen. Tatsache, wird reden aneinander
vorbei. Wir haben beide Recht! Du beziehst dich auf die Seite jenseits
der Knickspannung und ich meinte den Teil der Kurve, der sich unterhalb
dieser befindet.
Jetzt wäre mal ein Vergleich mit einer normalen roten LED interessant.
Auf die Schnelle habe ich allerdings keine Daten vergleichbarer Art
gefunden.
Interessant finde ich bei deiner Beispiels-LED, daß der Hersteller
offenbar den Sättigungsbereich propagiert. Offensichtlich haben sie LED
so technisch hinoptimiert, das sie dort noch eine brauchbare Lebensdauer
hat.
Falk Brunner schrieb:
> Seite 2 unten bzw. 3 ganz oben. Also rot scheint am nächsten zum> normalen Bipolartransistor zu sein.>
Ist es nicht so, daß die LED dem Transistor thermisch folgen soll? Und
gleichzeitig wird ihr größeres UF gegenüber der BE-Strecke ausgenutzt,
um mit der restlichen Spannung die Emitter-Stromgegenkopplung
auszuführen?
So sehe ich das. Die sich ergebende temperaturunabhängig gehaltene
Spannung über RE ist das Ziel.
@ Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
>Ist es nicht so, daß die LED dem Transistor thermisch folgen soll? Und>gleichzeitig wird ihr größeres UF gegenüber der BE-Strecke ausgenutzt,>um mit der restlichen Spannung die Emitter-Stromgegenkopplung>auszuführen?
Ja.
>So sehe ich das. Die sich ergebende temperaturunabhängig gehaltene>Spannung über RE ist das Ziel.
Eben.
MfG
Falk
Hallo Michael,
> Wenn ich sowas>>>LEDs haben eine vom Flußstrom nahezu unabhängige, konstante>>Flußspannung,>> und sowas>>>Die Spannung ist der LED vollkommen wurscht. Diese macht sich die>>Spannung nämlich selber!>> vom vermeintlichen Profi lese stellen sich mir ja deutlich die> Nackenhaare. Das ist noch ein viel größerer Schwachfug als der das von> den Anfängern wobei man denen ja ihren Schwachfug verzeihen> kann...:rolleyes:
Nimm mal irgend eine rote LED und schau das Datenblatt an
http://www.kingbright.com/manager/upload/pdf/L-1503SRC-D(Ver1189142370.6%29
Dann findest du eine Kennlinie wie im Anhang links. Das typische
Verhalten für eine rote 20mA LED. Da die Kennlinie erst ab 1,5V gezeigt
wird, ist das mit der nahezu konstanten Flußspannung nicht so gut
sichtbar. Trägst du das aber in ein Schaubild ein, das mit 0V beginnt,
wie im Anhang rechts, sieht die Geschichte etwas anders aus.
So, jetzt nimm mal an, du wolltest diese LED mit einer Konstantspannung
betreiben. Welche Spannung würdest du wählen? Da kommt nur etwas
zwischen 1,7 und 1,9V in Frage. (Wirklich sinnvoll ist aber eigentlich
ein noch kleinerer Bereich, aber egal.)
Also ändert sich die Flußspannung zwischen minimal und maximal
sinnvollem Flußstrom um nur rund +/-5%. Das nenne ich "eine vom
Flußstrom nahezu unabhängige, konstante Flußspannung".
So, jetzt willst du zwei von diesen LEDs parallel an ein und dieselbe
Konstantspannung legen, ok? Kannst du machen, kein Problem. Wenn du aber
noch mal ins Datenbaltt siehst, wirst du feststellen, daß bei einem
Flußstrom von hier 20mA die Flußspannung von LED zu LED zwischen 1,85V
(typisch) und 2,5V (maximal) schwanken kann! (Der Schwankungsbereich ist
eigentlich sogar noch größer, weil eine minimale Flußspannung hier
garnicht spezifiziert ist, aber egal.)
Wenn also die eine LED bei 1,85V 20mA zieht, wird die zweite LED, die
dafür 2,5V braucht, praktisch dunkel bleiben. Stellst du die Spannung
aber auf 2,5V ein, dann brennt die mit der kleineren Flußspannung durch!
So, ist es jetzt sinnvoll, LEDs parallel zu hängen und mit einer
gemeinsamen Konstantspannung zu versorgen?????
Kai Klaas
Vergeß es Kai. Da kannste genauso gut den Vergleich mit einem Auto
ziehen, wo auf der einen Seite Sommer- und auf der anderen Seite
Winterreifen aufgezogen sind. Es gibt Leute, die fahren dann trotzdem
noch geradeaus und werden steif und fest behaupten, nun hätten sie im
Winter UND Sommer bessere Haftung und weniger Verschleiß.
Oder schalte einfach zwei Batterien parallel...
Hallo Abdul,
>Nach meiner Erfahrung unterscheiden sich LEDs vor allem je nach>Hersteller doch recht stark. Außerdem hat sich die Prozeßtechnik und>Materialien stark verändert seit LEDs ca. 1975 auf dem Markt kamen.
Ja, das stimmt! Früher waren die roten LEDs teilweise erheblich steiler.
Im Anhang findest du ein Kennlinienbild aus einer alten ELO aus den
70igern.
Wenn man ein paar von diesen LEDs in Reihe schaltete, bekam man eine
schön steile Z-Diode. Neulich habe ich das mal wieder versucht, aber
keinen nenneswerten Vorteil mehr gegenüber einer BZX55 erkennen können.
Kai Klaas
Hallo Abdul,
>Wieviel Meter ELO haste denn abtragen müssen? Eventuell dem>Bücherskorpion begegnet?
Na ja, die riechen schon ein wenig modrig mittlerweile, aber nicht so
modrig wie die noch älteren Funkschau-Hefte...
Kai Klaas
Ihr habt ja alle mächtig viel Langeweile. Also wenn mir jemand sagt,
dass was von der Spannung unabhängig ist dann ist für mich die Spannung
egal, dann muss es wurscht sein ob ich 1V nehme oder 10V und das ist bei
einer LED ja mal mit Sicherheit nicht so wir ihr ja selbst schon
festgestellt habt. Und ich hab auch nie behauptet, dass es Quatsch ist,
eine LED mit einer Stromquelle zu versorgen. Aber wir haben ja Samstag
und die Semi-Profis hier müssen sich profilieren. Ne LED hat eine zur
BE-Strecke gegenläufigen TK...also so ein Quatsch. Ein Glück hat Falk
euch wieder auf den rechten Pfad gebracht.
Auch sehr schön:
>Also ändert sich die Flußspannung zwischen minimal und maximal>sinnvollem Flußstrom um nur rund +/-5% Das nenne ich "eine vom>Flußstrom nahezu unabhängige, konstante Flußspannung".
5% sind also nahezu konstant? Ja ne, is klar. Das ist ja sowas von
konstant...ich hoffe mein Gehalt schwankt nicht um 5%, das wäre
doof...zumindest wenns -5% sind.
Michael, der Doktor hat samstags zu!
Aber gut zu wissen, daß Kai die alten Schwarten hat. Falls ich mal was
davon brauche. Hast du noch das Sonderheft ELO Umweltuntersuchung oder
wie das hieß? War mit pH-Meter, Geigerzähler, Leitfähigkeitsmesser und
so Sachen.
> Der Tk der Flußspannung ist bei LEDs ebenso negativ.
Stimmt, und damit gleich dem Transistor, das gegenseitige aufgeben kommt
durch die Differenzbildung der Schaltung. Das hat mich verwirrt, nun bin
ich entwirrt.
Der weitere Verlauf der Diskussion nennt ja alles, was noch zu wissen
war.
Mensch - kaum guckt man hier wieder mal rein, schon gibt's hier eine
Schlacht ;-)
Was ist an einer Diode so kompliziert? Lichtstrom is proportional zu el.
Strom (abgesehen vom belastungsabhängigen Wirkungsgrad), und Strom ist
blöderweise irgendwie überproportional zur Spannung. Und das auch noch
temperaturabhängig. Wer einer LED konstante Bedingungen liefern will,
der muß den Strom regeln, nicht die Spannung. Alles andere ist Zufall,
bzw. ist nur möglich mit den konkret bekannten Betriebsparametern
(vorrangig Uf und Temperatur). Das entschärft sich, wenn die LED weit
unterhalb ihrer Grenzen betrieben wird, oder wenn die LED's aus
derselben Charge stammen (bzw. vergleichbaren Chargen).
Das Thema mit der Temperatur und Parallelschaltung hatten wir schon mal
in irgendeinem Thread, als es um die Parallelschaltung von Mosfets im
Analogbetrieb ging. Der Mosfet, der das Glück hatte, etwas wärmer zu
werden, zieht nun mal etwas mehr Strom - wird also noch wärmer
(thermische Mitkopplung). Das geht nur gut, wenn die Mosis (LED's)
einigermaßen thermisch gekoppelt sind). So isses auch bei den Dioden
(und PSannungreglern, und ähnlichen nichtlinearen Teilen), weshalb man
diese üblicherweise nicht einfach so parallelschaltet. Zumindest nicht,
wenn diese einigermaßen ausgelastet sind (sind die bei weitem nicht
ausgelastet, brauche ich aber nicht parallelschalten, wenn sich die
Sache mit nur einem Teil erschlagen läßt).
Hallo Abdul,
>Aber gut zu wissen, daß Kai die alten Schwarten hat. Falls ich mal was>davon brauche. Hast du noch das Sonderheft ELO Umweltuntersuchung oder>wie das hieß? War mit pH-Meter, Geigerzähler, Leitfähigkeitsmesser und>so Sachen.
Das Heft hieß "Umweltschutz auf elektronisch". Ich habe nicht alle Hefte
von ELO, doch dieses habe ich.
Erwarte nicht zuviel von den Schaltungen...
Kai Klaas
> Oder schalte einfach zwei Batterien parallel...
ja, das hat mal Conrad verkauft. Es wurden dafür 2mal 4 Stück Ni-MH von
Duracell parallel geschaltet für einen Akkupack 4,8V (Panasonic
Camcorder), PREMIUM GOLD wurde das Produkt getauft und sollte 3200mAh
habe.
Entweder das Saturn Hansa-Gerät war ein Ausreißer und zog zu viel Strom,
oder der Akku war sch... ratet mal.
Da werden oft auch einfach IGBTs parallelgeschaltet ohne Weiteres.
Kai Klaas schrieb:
> Das Heft hieß "Umweltschutz auf elektronisch". Ich habe nicht alle Hefte> von ELO, doch dieses habe ich.>> Erwarte nicht zuviel von den Schaltungen...>
Danke!
Hatte ich mal. Ganz am Anfang. Wenn ich es nicht selbst wüßte, würde ich
es nicht glauben wollen. Ich fragte nur so mal aus Nostalgie. Würde
gerne mal wieder drin blättern. Viel lernen könnte ich nicht mehr.
Oder_so schrieb:
>> Oder schalte einfach zwei Batterien parallel...>> ja, das hat mal Conrad verkauft. Es wurden dafür 2mal 4 Stück Ni-MH von> Duracell parallel geschaltet für einen Akkupack 4,8V (Panasonic> Camcorder), PREMIUM GOLD wurde das Produkt getauft und sollte 3200mAh> habe.> Entweder das Saturn Hansa-Gerät war ein Ausreißer und zog zu viel Strom,> oder der Akku war sch... ratet mal.> Da werden oft auch einfach IGBTs parallelgeschaltet ohne Weiteres.
Wenn die Akkus direkt thermisch gekoppelt sind und aus der gleichen
Serie, sehe ich da kein primäres Problem.
Gleich beginnt die Diskussion wieder...
Ich wollte aber noch erwähnen:
- PTC (aka Glühlampe) für RE
- TL431 für LED
- TLV431 dito
- Optokoppler
- 2x Schottky anstatt einmal Si-Diode
und dann könnte man noch den Transistor durch einen JFET ersetzen und
gucken was da nettes rauskommt.
schön das es wieder zur einer sachlichen Diskussion geführt hat.
Aber das Beispiel das eine LED 20mA bei 1,85V zieht und die andere erst
ab 2,5V dunkel bleibt ist etwas übertrieben, solche große Abweichungen
habe ich noch nie erlebt und soetwas will sich sicherlich auch kein
Hersteller ankreiden lassen.
Auch das Beispiel der Hochleistungs-LED zeigt das die Kurven flacher
werden hier kann man sich sogar um 500mV bewegen.
Viel gefährlicher ist es aber wenn man den Strom regelt und dahinder
mehrere LEDs parallel ohne Widerstand sitzen denn dann wird der Strom in
die LEDs gepumpt und wenn es eine erwischt müssen die restlichen den
ganzen Strom tragen. Bei einer Konstantspannung die sich natürlich im
Rahmen halten sollte ist die Gefahr geringer das eine defekte LED die
anderen mit über den Jordan reißt, da die Spannung wegen einer defekten
LED nicht ansteigt und die anderen LEDs weiterhin den gleichen Strom
ziehen wie zuvor.
Also das sinnvollste ist, wenn man sich nicht mit ner
Konstantstromquelle rumschlagen will, ist wohl jede LED mit nem
Vorwiderstand versehen und an einer geeignet großen Konstantspannung
betreiben. Die 100 LEDs ohne Vorwiderstand an der Konstantstromquelle zu
betreiben kann der ein und anderen durchaus gefährlich werden.
Um auf die Eingangsfrage zurück zu kommen: Ein LM350 mit 3A soll 100
LEDs versorgen. Die LEDs blitzen kurz und dann ist dunkel, Vorgang lässt
sich beliebig wiederholen.
Das deutet darauf hin, dass der LM350 außerhalb seine Spezifikation
betrieben wird. Rechnen wir mal:
3A bei 100 LEDs macht schonmal 30mA/LED. Da kommt schonmal die Frage
auf, die schon öfter gestellt wurde, welche LEDs werden denn verwendet?
However, vielleicht sind es 20mA-LEDs...dann sind das bei 100 LEDs immer
noch 2A, die der LM350 liefern muss. Schauen wir mal in dessen
Datenblatt:
Das verrät schonmal dass die Drop-Voltage min. 3V sein muss (für die
angegebenen Werte), bei zwei Amperé schonmal sechs Watt, die über dem
LM350 verheizt werden müssen -> Kühlung unbedingt notwendig. Ist diese
vorhanden? Ein weiterer Blick ins Datenblatt verrät nämlich, dass der
LM350 im TO220 35°C/W bzw. im TO-3 50°C/W Temperaturerwärmung gegenüber
Umgebung hat wenn er ohne Kühlkörper verwendet wird. Bei 6 W und 25°C
Umgebungstemperatru wird der Chip also 235°C bzw. 325°C warm und er darf
nur 125°C maximal warm werden.
Man kann daraus einen Umkehrschluss bilden für den Betrieb ohne
Kühlkörper:
Bei 25°C Umgebungstemperatur darf man also maximal 100°C dazu gewinnen.
Also darf man nur 2.8 W bzw. 2 W über dem LM350 verbraten. Daraus folg,
da ja 3V über dem abfallen sollen/müssen, dass man also ohne KK
höchstens 933mA bzw. 666 mA ziehen darf. Eine LED darf also bei 100
LEDs, je nach Gehäuse des LM350, höchtens 9.33mA bzw. 6.66mA ziehen,
sonst wird der LM350 überlastet und seine interne Schutzbeschaltung
schaltet ihn ab.
Und genau das passt zum Fehlerbild: Spannung an->LEDs gehen an->ziehen
zuviel Strom->LM350 wird zu warm->Schutzschaltung des LM350 schaltet
diesen ab->Für den Beobachter blitzen die LEDs kurz auf. Da durch die
Schutzschaltung des LM350 nix kaputt geht ist der Vorgang beliebig
wiederholbar.
>Und genau das passt zum Fehlerbild: Spannung an->LEDs gehen an->ziehen>zuviel Strom->LM350 wird zu warm->Schutzschaltung des LM350 schaltet>diesen ab->Für den Beobachter blitzen die LEDs kurz auf. Da durch die>Schutzschaltung des LM350 nix kaputt geht ist der Vorgang beliebig>wiederholbar.
Das paßt nicht zusammen: ein Körper ist nicht blitzschnell heiß. Also
auch nicht ein TO-220. D.h., einige Sekunden dauert es schon, eher der
IC bei 6W wirklich zu heiß wird. Da ist also nix mit kurz aufblitzen,
sondern die LED's sollten schon einige Sekunden leuchten, bevor es dem
LM350 zu ungemütlich wird.
Ich würde sagen - Netzteil zu schwach ... Die blitzen nur auf, weil die
kurz den Strom aus den Kondies bekommen, dann kommt der Saft nur noch
aus dem Netzteil direkt. Möglicherweise sind die LED's ja dann nicht
ganz dunkel, sondern glimmen noch etwas .
Hallo Thomas,
>Aber das Beispiel das eine LED 20mA bei 1,85V zieht und die andere erst>ab 2,5V dunkel bleibt ist etwas übertrieben, solche große Abweichungen>habe ich noch nie erlebt und soetwas will sich sicherlich auch kein>Hersteller ankreiden lassen.
Du machst es mir echt schwer, sachlich zu bleiben! Nur weil du diese
Abweichungen noch nicht erlebt hast, heißt doch nicht, daß es sie nicht
gibt.
Es macht keinen großen Spaß zu diskutieren, wenn du bestimmte
Datenblattspezifikationen einfach abtreitest. Dann gibt es am Ende keine
gemeinsame Diskussionsgrundlage mehr, sondern jeder behauptet was er
will.
Kai Klaas
Kai, welche Datenblattangabe meinst du genau. Wollte nicht sagen das es
das nicht gibt, aber so eine Abweichung ist schon wirklich extrem
ungewöhnlich.
>Das paßt nicht zusammen: ein Körper ist nicht blitzschnell heiß. Also>auch nicht ein TO-220. D.h., einige Sekunden dauert es schon, eher der>IC bei 6W wirklich zu heiß wird. Da ist also nix mit kurz aufblitzen,>sondern die LED's sollten schon einige Sekunden leuchten, bevor es dem>LM350 zu ungemütlich wird.
Das passt sehr wohl gut zusammen, bei T>125°C Junctiontemperatur fängt
die Schutzbeschaltung an zu wirken, wenn so aber 6W verheizt werden (man
beachte, 6W sinds nur wenn Felix drauf geachtet hat auch wirklich nur 3V
Dropspannung zu haben, sonst sind es noch viel mehr) dann steigt die
Temperatur im Innern nicht um 100°C sondern um 300°C. Das gibt nur ein
Blitzen. Du hast zwar recht, dass die Temperatur nicht sprunghaft steigt
aber der Chip ist auch nicht sehr groß und die Leistung, die man ihm
aufbürdet ist schon enorm. 100°C/s sind da kein Problem bei dem
lächerlich geringen Volumen.
Und wir wissen immer noch nicht welche Art LEDs hier versorgt werden.
Vielleicht welche, die nicht 20mA brauchen sondern 50mA...dann wird noch
mehr Strom angefordert und das bringt die Schutzschaltung noch schneller
nach vorn...
Dass das Netzteil zu schwach ist denke ich eher nicht, Felix wird sich
schon um den Strom Gedanken gemacht haben oder warum nimmt er einen
Linearregler, der 3A kann? Sowas hat man nicht mal so eben in der
Schublade liegen, der ist eher ungewöhnlich und von daher wahrscheinlich
gezielt gewählt.
Dieser Felix ist ein Anfänger. Folglich muß man mit allen Fehlern
rechnen, die ein solcher eben so macht. Die haben wir alle gemacht...
Das DIE ist direkt auf den Metallträger aufgeklebt. Für die
Wärmekapazität zählt das Frame also mit. Vielleicht sind im Datenblatt
Kurven für Pulsbelastung - weiß ich nicht. Dem nachzugehen ist mir jetzt
zu unwirtschaftlich. Felix wird sicherlich seine ganze Schaltung längst
verändert haben...
Daher bleibe ich erstmal bei meiner Vermutung des Fold-Back. Ist für
mich das naheliegenste und wäre leicht überprüfbar.
Vielleicht sollte man es nochmal klar sagen:
Ein Widerstand in Reihe zur LED ist nichts anderes als eine verkappte
primitive Stromquelle.
Und warum hier einige anscheinend auf Biegen und Brechen keine KSQ haben
wollen, verstehe ich auch nicht. Ist das was schlimmes was man behandeln
muß??
Und was auf dem Bastlertisch 'geht doch' in Serie dann nicht geht, lernt
man später...
>Und warum hier einige anscheinend auf Biegen und Brechen keine KSQ haben>wollen, verstehe ich auch nicht. Ist das was schlimmes was man behandeln>muß??
Es geht um 100 LEDs...wie würdest du die denn mit einer Stromquelle
versorgen? Alle in Reihe gäbe ja ein relativ hohe Bürde. Und zehn
Stromquellen aufbauen oder wieviel wäre ein relativ hoher
Bauteilverbrauch (preislich gesehen). Es ist nicht unüblich eine LED
mittels Vorwiderstand zu betreiben. Ich hab schon einige Anlagen
gesehen, in nicht einer haben ich gesehen, dass die LED mit ner
Stromquelle angesteuert wurde.
Langsam wirds langweilig:
Beitrag "Re: Led mit Spannungsregler"
In jeder Anlage, in der die LED mit einem Vorwiderstand versehen war,
wurde sie mit einer Stromquelle im weiteren Sinne betrieben.
Echte Stromquellen nimmt man meist erst dann, wenn es um gleichmäßige
Helligkeit geht.
Interessant ist auch die Frage, wenn von den 100 LEDs im Laufe der Zeit
mal 10 ausgefallen sind. Was passiert dann mit dem Rest? Soll der Regler
als überwachendes Organ das feststellen können?
Aber alles jenseits der Anfängerfrage von Felix.
Tschüss...
> Es geht um 100 LEDs...wie würdest du die denn ... versorgen?
Je 10 LEDs in Reihe mit einem Vorwiderstand,
und davon 10 Reihen parallel.
Entweder an eine (nahezu) konstante Spannung,
so dass sich über den Widerstand auch bei
Schwankungen des LED-Spanungsbedarfs ein ausreichend konstanter Strom
einstellt,
oder versorgt durch einen Schaltregler,
der an einem der Widerstaende den Spannungsabfall als Vergleichswert
abnimmt,
und damit im Endeffekt zum Stromschaltregler wird.
Das ist dann schon eine geregelte Stromquelle,
und die Widerstände dienen nur der halbwegs gleichmässigen
Stromverteilung zwischen den Reihen,
und nicht als Strombegrenzung.
P.S.: Selbst meine 1 EUR billige 6-LED-Taschenlampe hat
pro LED einen einzelnen Vorwiderstand.
@ Michael (Gast)
>Das passt sehr wohl gut zusammen, bei T>125°C Junctiontemperatur fängt>die Schutzbeschaltung an zu wirken, wenn so aber 6W verheizt werden (man>beachte, 6W sinds nur wenn Felix drauf geachtet hat auch wirklich nur 3V>Dropspannung zu haben, sonst sind es noch viel mehr) dann steigt die>Temperatur im Innern nicht um 100°C sondern um 300°C. Das gibt nur ein>Blitzen. Du hast zwar recht, dass die Temperatur nicht sprunghaft steigt>aber der Chip ist auch nicht sehr groß und die Leistung, die man ihm>aufbürdet ist schon enorm. 100°C/s sind da kein Problem bei dem>lächerlich geringen Volumen.
Die Leistung ist in dem Sinne nicht enorm, und der TO220 hat kein
lächerlich geringes Volumen, wenn es um die Aufheizkurve im
Sekundenbereich geht. Auch ein geringes Volumen hat eine nicht zu
vernachlässigende Wärmekapazität.
Mach doch mal einen Test - geht ganz einfach mit einem TO220 in Form
eines Leistungsmosfets: D und G zusammenbinden, Netzteil mit
Strombegrenzung auf 2A stellen, und dann mit + und - an D und S (bei
N-Kanal). Es wird sich irgendwas zw. 3V und 4V als Uds einstellen (je
nach Typ), was so 6-8W macht. Und du wirst es kaum glauben: man kann den
relativ lässig mindestens 10s zw. den Fingern halten (je nach
Empfindlichkeit), bevor es einem zu brenzlich zw. den Fingern wird. Aber
dann ist es erstmal nur Dir zu heiß - dem Mosfet noch lange nicht - also
kannste den, wenn man es auf 150°C hochrechnet, vielleicht so 30
Sekunden so betreiben, bevor es lebensbedrohlich für ihn wird. Mit
Blitzen würde ich das nicht mehr bezeichnen.
@Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
>Daher bleibe ich erstmal bei meiner Vermutung des Fold-Back. Ist für>mich das naheliegenste und wäre leicht überprüfbar.
hat der IC sowas? Wenn ja, dann isses wohl die Ursache (ich dachte aber,
der hat kein foldback-Verhalten)
>Vielleicht sollte man es nochmal klar sagen:>Ein Widerstand in Reihe zur LED ist nichts anderes als eine verkappte>primitive Stromquelle.
naja - eine sehr instabile zwar, aber immerhin ;-)
Hm, interessant. Das mit dem MOSFET hab ich noch nie probiert. Aber
welcher MOSFET hat auch eine Schutzschaltung die ihn abschaltet wenn er
zu heiß wird? Das im Eingangspost beschriebene Verhalten ist mir nicht
ganz unbekannt. Kenne ich von einigen 7805er z.B. aus denen schon der
ein und andere Azubi 1 A ziehen wollte und sich dann fragte, warum das
nur ein paar Sekunden funktioniert.
>>Vielleicht sollte man es nochmal klar sagen:>>Ein Widerstand in Reihe zur LED ist nichts anderes als eine verkappte>>primitive Stromquelle.>naja - eine sehr instabile zwar, aber immerhin ;-)
So kann man zwei in Reihe geschaltete Widerstände auch sehen. However,
das wäre immer noch das einfachste.
>P.S.: Selbst meine 1 EUR billige 6-LED-Taschenlampe hat>pro LED einen einzelnen Vorwiderstand.
Eben. Den Vorwiderstand bekommt man ja schon für ein paar Cent hinterher
geschmissen, das dürfte deutlich geringer sein als ein (echte)
Stromquelle (oder doch Stromsenke? ;)).
>Hm, interessant. Das mit dem MOSFET hab ich noch nie probiert. Aber>welcher MOSFET hat auch eine Schutzschaltung die ihn abschaltet wenn er>zu heiß wird? Das im Eingangspost beschriebene Verhalten ist mir nicht
Mir ging es hier nicht um irgendeine Schutzschaltung bei diesem Test,
sondern nur darum, Dir die doch mit menschlichen Sinnen erfaßbare
thermische Zeitkonstante eines TO220-Gehäuses zu zeigen. Der Mosfet hat
natürlich keine Schutzschaltung dagegen (zumindest die
0815-Standard-Dinger nicht) - der stirbt, wenn Du ihn weiter mit 6W
heizen lassen würdest.
Alles in allem nur ein Test, der zeigen soll, daß er innerlich nicht
blitzartig bei ein paar W ins Schwitzen gerät - der LM350 also auch
nicht (wenn das Teil nicht gerade zu große innere Wärmewiderstände hat
von mehreren 10K/W, was bei TO220 wohl kaum anzutreffen ist).
Hallo Jens,
>Mir ging es hier nicht um irgendeine Schutzschaltung bei diesem Test,>sondern nur darum, Dir die doch mit menschlichen Sinnen erfaßbare>thermische Zeitkonstante eines TO220-Gehäuses zu zeigen.
Mit "Zeitkonstanten" zu arbeiten trifft aber wahrscheinlich nicht genau
den Kern. Natürlich dauert es eine ganze Weile, bis ein
anfangs kaltes T0220-Gehäuse so heiß wird, daß du es nicht mehr anfassen
kannst. Wenn eine interne thermische Schutzschaltung aber gerade am
"Umschaltpunkt" ist, reagiert sie bei einer Erhöhung der Überbelastung
erheblich schneller.
Ob das für das Blitzen letztlich verantwortlich war, glaube ich aber
dennoch nicht. Ich denke auch, daß es sich hier um eine
Überstromabschaltung handelt. Da Felix aber wohl das Interesse an seinem
eigenen Thread verloren hat, werden wir das wohl nie erfahren. Gibt ja
auch Spannenderes...
Kai Klaas
@Kai Klaas (Gast)
>kannst. Wenn eine interne thermische Schutzschaltung aber gerade am>"Umschaltpunkt" ist, reagiert sie bei einer Erhöhung der Überbelastung>erheblich schneller.
Sicher - aber ich denke, die Ausgangssituation war wohl ein kalter IC.
>Ob das für das Blitzen letztlich verantwortlich war, glaube ich aber>dennoch nicht. Ich denke auch, daß es sich hier um eine>Überstromabschaltung handelt. Da Felix aber wohl das Interesse an seinem>eigenen Thread verloren hat, werden wir das wohl nie erfahren. Gibt ja>auch Spannenderes...
Wobei hier vielleicht doch mal klipp und klar definiert werden müsste,
wie lang es blitzt. Anfangs hieß es ja mal "leuchten die nur ganz kurz
beim Einschalten" - da wäre "ganz kurz" mal definierbedürftig (wurde
wohl noch nicht gemacht) - könnte ja auch 30s heisen, dann ist es mit
thermischen Dingen erklärbar.
Gute Nacht.