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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik DDR IC V4013D XD


Autor: simon666 (Gast)
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Hallo zusammen!
Ich habe hier ein paar ICs aus DDR-Zeiten liegen und will aus den V 
4013D XD mit meinen Azubis ein Schieberegister aufbauen. Nur leider 
funktioniert es irgendwie nicht. Originalschaltplan hab ich nicht, nur 
mittlerweile 4 von Vergleichsherstellern. Meine Frage ist nun, ob damals 
vielleicht irgendwie anders gezählt wurde? Wenn ich das Teil an 
Betriebsspannung (erstmal 10Volt) lege, habe ich an allen Q-Ausgängen 
sofort ein Signal. Da kann doch etwas nicht stimmen oder?

Wäre über jede Hilfe dankbar. Vielleicht hat ja jemand auch einen 
Schaltplan für so ein Schieberegister mit DDR-ICs.

Also Danke schonmal im Voraus!
Simon

Autor: Torsten Schwalm (torstensc)
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Scan ich dir was ein.

Torsten

Autor: Torsten Schwalm (torstensc)
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Du musst die Schaltung b nehmen, mit dem D174. Der ist auch
ein D-Flip-Flop allerdings nicht in CMOS.

Torsten

Edit: Du musst den R und S Eingang auf Low legen. Nur dann übernimmt
er bei einem Takt den Pegel vom D-Eingang.

Autor: Peter Dannegger (peda)
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simon666 schrieb:
> Meine Frage ist nun, ob damals
> vielleicht irgendwie anders gezählt wurde?

Nein, der ist identisch zum CD4013


> Wenn ich das Teil an
> Betriebsspannung (erstmal 10Volt) lege, habe ich an allen Q-Ausgängen
> sofort ein Signal. Da kann doch etwas nicht stimmen oder?

Ja.
Du hast die Eingänge nicht beschaltet.

Bei CMOS muß jeder Eingangspin beschaltet werden, erst dann arbeiten 
sie.

Bei Mehrfachgattern müssen auch alle Eingänge der unbenutzten Gatter 
beschaltet werden.


Peter

Autor: Simon666 (Gast)
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Hallo und guten Morgen!

Vielen Dank für die Antworten und die Unterlagen. Ich hab heut gleich 
versucht, mittels des Schaltplanes das Schieberegister aufzubauen, 
leider ohne Erfolg. Sobald ich den IC an Spannung lege, leuchten alle 
LED. Die S und R-Eingänge hab ich gebrückt und auf 0, den D1 an 9 Volt, 
Q1 in D2, Q1nicht ist frei und Q2nicht ist auch frei. C1 und C2 sind 
gebrückt und liegen über einen Taster an 9Volt. Ich denke, dass alles 
richtig ist. Kann es sein, dass der IC defekt ist? Wie kann man die 
Dinger prüfen?

Ich weiß, es sind ne Menge Fragen für Freitag. Ich hoffe trotzdem, dass 
ihr mir weiterhelfen könnt. :)

Vielen Dank im voraus!

Simon

Autor: Torsten Schwalm (torstensc)
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Wenn du D auf High legst, schiebst du bei jeder Taktflanke das High
nach "hinten" durch. Schau mal in dem PDF was ich gepostet habe auf
Seite 3. Wenn R und S auf Low, und D auf High dann ist Q auch auf High
und Qnicht auf Low.
Wenn du D einmal auf Low legst, dann einen Takt gibst sollte das Low
auf Q übernommen werden und dann bei jedem Takt zum nächsten FlipFlop
übernommen werden. Ein Schieberegister halt. Wenn du eine Art
"Lauflicht" möchtest musst du den letzten Qnicht Ausgang auf
den ersten D-Eingang legen.

Torsten

Autor: Simon666 (Gast)
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Ja, genauso hatte ich es auch geplant. Allerdings läuft die Schaltung 
nicht so. Die 1 von Q1 wird nach nochmaligem Takt nicht weitergeschoben. 
Kann es vielleicht sein, dasss es am "XD" liegt, das auf dem IC 
aufgedruckt ist?

Autor: Frank Schlaefendorf (Firma: HSCS) (linuxerr)
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Simon666 schrieb:
> Ja, genauso hatte ich es auch geplant. Allerdings läuft die Schaltung
> nicht so. Die 1 von Q1 wird nach nochmaligem Takt nicht weitergeschoben.
hast du die setz und reset-eingänge hast du mit masse verbunden?
der zustand von d wird mit der 0->1 flanke übernommen.
> Kann es vielleicht sein, dasss es am "XD" liegt, das auf dem IC
> aufgedruckt ist?
nein.

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Autor: Simon666 (Gast)
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Ja, die Setz- und Rücksetzeingänge sind mit Masse verbunden. Es 
funktioniert nicht. Ich hab jetzt bestimmt 10 ICs ausprobiert, bei allen 
ist das Ergebnis das gleiche.Die C-Eingänge gebrückt und via Taster an 
9Volt. R- und S-Eingänge gebrückt und an Masse. Q1 geht an D2. An D1 
lege ich beim ersten Mal 9Volt an. Die gleiochen 9 Volt nutze ich auch 
für die Betriebsspannung an Pin 14. Pin 7 bekommt Masse.

Is doch alles richtig oder? Muss ich verschiedene Spannungsquellen an 
den IC anlegen?

Autor: Frank Schlaefendorf (Firma: HSCS) (linuxerr)
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Simon666 schrieb:
> Die C-Eingänge gebrückt und via Taster an
> 9Volt.
und C mit einem widerstand nach masse??!!

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Simon666 schrieb:

> Die C-Eingänge gebrückt und via Taster an
> 9Volt.

Und was macht er, wenn der Taster offen ist?

Mechanische Tasten prellen so stark, dass man das ohnehin nicht
so machen kann.  Wenn dein Taster einen Umschalter enthält, ist
die einfachste Entprellung ein RS-Flipflop (wozu du einen weiteren
4013 missbrauchen könntest).

Autor: Frank Schlaefendorf (Firma: HSCS) (linuxerr)
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das prellen ist nicht so sehr das problem, ich denke es ist die 
anstiegszeit der taktflanke zu gering. im datenblatt für den v4013 wird 
eine taktanstiegs und abfallzeit von maximal 15µs gefordert, es müssen 
also recht steile taktimpulse sein, das bekommt man mit einem taster 
nicht hin.

Autor: Torsten Schwalm (torstensc)
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Entweder stehe ich auf dem Schlauch oder...

Q ist im Standardfall immer H. Nur wenn du D auf Low legst und
dann eine L nach H Flanke an C gibst muss er das auf Low von D
auf Q übernehmen. Wichtig ist wirklich, dass du die Eingänge nicht
offen lässt. Also für D mit 10k nach UB und 'nen Taster nach Masse,
und für C mit 10k nach Masse und 'nen Taster nach +UB.
Eventuell prellt das ganze extrem und du schiebst dir das L viel
zu schnell durch die FlipFlops und siehst es nur nicht. Wenn du
allerdings D immer auf Low lässt sollten irgendwann alle Q's auf Low
liegen.

Torsten

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