Stromparender µC gesucht

Gast #1487122
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Moin zusammen,

ich habe ein Gerät, was mir alle 20 Sekunden einen String (ca. 150 
Zeichen) sendet. Diesen String speichere ich momentan noch in einem 
Atmega88 und gebe dann einen bestimmten Wert dieses Strings auf einem 
LCD aus.
Da das ganze auf Batteriebetrieb laufen soll, suche ich gerade nach 
einem stromsparenden Controller, der wenig Strom verbrauchen soll, 
gleichzeitig aber noch genug Pins (4bit LCD Ansteuerung, und 1 Pin 
UART-Empfang) hat.

Nutze gerade noch die Hardware-UART des Controllers. Doch muss der 
Controller nicht umbedingt eine haben, da ich die notfalls auch per 
Software implementieren kann.

PS: Nicht das ihr euch wundert - das LCD-Modul schalte ich mittels 
Knopfdruck an und das geht nach 10 Sekunden wieder aus. (Controller 
gesteuert). Der Batterie zur Liebe :-)

Vielen Dank im Vorraus und einen schönen Gruß aus dem verregneten 
Hannover
Marcel
Gast #1487138
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Das Display geht aller 20s für 10s an, wenn ich das richtig verstanden 
habe. Damit kannst du dir die Suche nach einem stromsparenden µC sparen. 
Das Display ist zu 50% eingeschaltet und zieht je nach Typ 0,5 - 5mA. 
Damit ist ein typischer Mignon-Akku in ca. 3-4 Wochen leer. Den µC 
könntest du mit den vorhandenen Stromsparmodi locker auf unter 1mA 
drücken, also viel weniger als das Display braucht.

Ansonsten würde ich die MSP430-Familie empfehlen.
Gast #1487197
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Hallo,

wenn konsequent Energie gespart wird, könntest Du eventuell sogar ganz 
ohne Batterie auskommen; der Strom läst sich parasitisch während der 
"Sendepause" aus der RS232-Schnittstelle zwacken: Über Widerstand und 
Diode einen Supercap aufladen. Dieser sollte für Controller und LCD 
genügend Ladung speichern können. Zum Stromsparen sollten folgende 
Massnahmen angewandt werden:

1. Kontinuierliche Energieverbraucher eliminieren oder stillegen 
(RS232-Pegelwandler)

2. Prozessor im Sleep-Mode, wenn er nicht gebraucht wird. Aufwecken über 
PIN-Change Interrupt (RS232 bzw. LCD-Button)

3.Taktfrequenz so klein wie möglich. Eine Taktfrequenz von 12 MHz oder 
mehr wird sicherlich nicht nötig sein. "Baudratenquarz" mit möglichst < 
4MHz verwenden. Der Quarzoszillator wird nur während des RS232-Empfangs 
benötigt, während des LCD-Timeout-Zählens tut es auch der interne 
RC-Oszillator. Schliesslich kommt es nicht darauf an, ob das LCD 10.00 
oder 9.95 Sekunden an ist.

Gruss
Mike
Gast #1487338
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Vielen Vielen Dank für die nützlichen Tipps. Werde meinen Code auf jeden 
Fall dahingehend anpassen.

Ich bin jetzt bei meiner Suche auf den Atmega169P gestoßen und die 
P-Serie (Pico Power) ist die stromsparende Serie von Atmel.
Gleichzeitig hat dieser Atmega einen internen LCD Driver mit dem ich ein 
"nacktes" (also ohne Controller) LCD-Modul ansteuern kann. Nach dem 
Hören sollen solche LCDs ja wesentlich stromsparender sein.

Hat jemand damit schon Erfahrungen gemacht. Kennt jemand von euch 
vielleicht solche LCDs. Finde nichts bei Google. Wie heißt denn der 
Sammelbegriff?

Irgendwie verstehe ich die Ansteuerung im Datenblatt nicht:

Link: http://www.atmel.com/dyn/resources/prod_documents/doc8018.pdf

(siehe Seite 241)

Vielen Dank für die Hilfe :-)
#1487364
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@  Marcel

>Ich bin jetzt bei meiner Suche auf den Atmega169P gestoßen und die
>P-Serie (Pico Power) ist die stromsparende Serie von Atmel.

Sind die normalen AVRs auch. Wir reden hier über uA (Mikroampere).

>Gleichzeitig hat dieser Atmega einen internen LCD Driver mit dem ich ein
>"nacktes" (also ohne Controller) LCD-Modul ansteuern kann. Nach dem
>Hören sollen solche LCDs ja wesentlich stromsparender sein.

Quark. Auch "normale" LCDs sind schon sehr stromsparend zu haben. Und 
wenn sie ausgeschaltet sind sowieso ;-)

>Vielen Dank für die Hilfe :-)

Du erfindest das Rad neu, ohne zu wissen wieso. Mit einem x-beliegigen 
AVR + 0815, ähhh 44780 LCD kann man deine Schaltung problemlos und SEHR 
stromsparend aufbauen. Keinerlei Notwendigkeit für exotische, superneue 
ICs.

MfG
Falk
Gast #1489965
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Moin zusammen,
also nach langem hin und her will ich doch jetzt mal probieren mittels 
des im Atmega69P befindlichen LCD-Drivers eine LCD-Segmentanzeige 
anzustuern (interessehalber), doch finde ich leider keine passenden 
Source Code Beispiele oder ähnliches.

Das fängt schon mit der Ansteuerung an. Lege ich einfach in einer Common 
ein Segment auf High und schon leuchtet das Segment, oder muss ich da 
iwie mit ner Art PWM die Helligkeit beeinflussen
(was dann wahrscheinlich in dem LCD Treiber iwie mit einer Clock gemacht 
wird.)



Habt ihr vielleicht was nützliches? :-)

Danke
Marcel
Gast #1491190
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Native LCDs werden mid Wechselspannung angesteuert. Also Common auf 
Low(Masse) und alle leuchtenden auf High(5V). Danach das ganze umdrehen, 
also Common auf high und die leuchtenden auf low. Werden LCDs längere 
Zeit mit Gleichspannung betrieben, zersetzt sich das LC.

Die genaue Beschreibung inkl. der Wechselfrequenzen findest du sicher 
hier irgendwo im Forum oder im Netz, Andernfalls verwendest halt einen 
der genannten LCD-Controller.

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