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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Prommer die Eintausendundeinste


Autor: G. 457 (g457)
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Hallo Leute,

ich hab ein paar kurze Fragen betreffen Programmieradapter. Zielsystem 
ist (derzeit) AVR, insbesondere derzeit Tiny13 und Tiny2313. In naher 
Zukunft kommen Mega8* und Mega16* dazu, und genau da zwickt auch der 
Schuh. Denn bisher programmiere ich die Geräte mit einem 
Einfachst-Seriell-Adapter ('siprog'), nur braucht der Eewigkeiten zum 
Prommen (in Zahlen: 130 Sekunden für knapp 600 Bytes Flash schreiben). 
Da sitze ich bei den größeren Bausteinen ja ne ganze Stunden bis der ein 
Mal ganz durch ist.. und dann nochmal ebenso lang fürs Verify.. das ist 
eindeutig zu lang :-)

Deswegen die erste Frage: Wie 'schnell' ist ein AVRISP(mk2) oder STK500 
im Vergleich (und absolut)? Lohnt sich bei den Großen der Parallel-Modus 
oder kann man auch da den SPI abwarten?

Genannte Prommer hätte ich jetzt mal in die engere Auswahl genommen, 
wobei der AVRISP augenscheinlich ein Firmwareproblem hat und deswegen 
ein Update derselbigen benötigt. Zweite Frage: Wie bekomme ich das 
Update auf den Mk2? Avrstudio hab ich mir gezogen und in die Virtualbox 
installiert, das Update ebenfalls dazu - nur um festzustellen, dass die 
vermutete Firmware-Datei in einem meinem lieben Linux nicht näher 
bekannten Format vorliegt. Weder file noch avr-objcopy wollen damit 
anbandeln. (Frage 2a: Gibts die neuere Firmware auch in einem 
Nicht-Redmond-freundlichen Format? Frage 2b: Funktioniert(tm) das 
Firmwareupdate durch die Virtualbox hindurch?)

Ein STK500 wäre eine Alternative, wobei mir der originale STK500 aber 
ehrlich gesagt zu klobig (und zu teuer) ist, da sind mir meine eigenen 
Entwicklerboards lieber. Eher in Frage kämen also Nachbauten (HVProg, 
AvrUsb500v2). Frage 3: Lohnt der Eigenaufwand gegenüber einem 
(möglicherweise verkrüppelten weil mit kaputter Firmware ausgelieferten 
und deswegen womöglich eine extra W*nd**fs-Installation verursachenden) 
AVRISP, also ist er schneller? (3a: Was sonst kann ein STK500 mehr? 3b: 
Funktioniert(tm) gdb via JTAG via STK500? ..ein separater JTAGICE2 
erscheint mir ein bisschen teuer ★hust★)

Frage 4: Welche Alternativen gibts sonst noch? Selfprommen hab ich schon 
in Erwägung gezogen, aber das braucht mit O(1kiB) eine Menge Speicher. 
Von den Nachbauten und Alternativentwicklungen gibts auch eine beinahe 
unüberschaubare Auswahl, sollte ich mir davon noch bestimmte näher 
ansehen?

Fragen über Fragen.. für sachdienliche Hinweise wäre ich dankbar!

G.

Autor: Thomas R. (tinman) Benutzerseite
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"in Zahlen: 130 Sekunden für knapp 600 Bytes Flash schreiben" ... wow, 
in der zeit boote ich "den Redmonder", starte avrstudio, programmiere 
den µC (über mkIIi) und schalte alles wieder aus.

Mir ist klar, das ist alte, nciht so robuste (kein GPL sonder W-off) und 
vor allem langsame technik (kein LPT sondern USB) im vergleich zu dem 
was du machst ... aber warum alles extra "komplizieren" wenn es einfach 
geht?

Autor: Peter R. (pnu)
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Der STK500 ermöglicht HV-Programmierung, das bekommt man bei anderen 
Programmiergeräten nicht, oder sie sind genauso klobig.

Ein weiterer Gesichtspunkt ist der ATtiny 13, den können die "älteren" 
Programmiergeräte nicht, z.B. solche, die auf Basis der application note 
AN910 arbeiten.

Eine handliche Lösung bieten fast alle USB-Programmiergeräte, ich selbst 
arbeite mit USB-lab (siehe ullihome.de) und komme gut damit zurecht. Es 
lässt sich direkt aus AVR-Studio betreiben. Damals war die Installation 
der Software ein Graus, inzwischen hat sich da anscheinend etwas 
gebessert.
Die Software liegt in Versionen für Windows, MAC, Linux .. vor.

Autor: A. K. (prx)
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> Einfachst-Seriell-Adapter ('siprog'), nur braucht der Eewigkeiten zum
> Prommen (in Zahlen: 130 Sekunden für knapp 600 Bytes Flash schreiben).

Das liegt nicht wirklich am Programmer, sondern am USB/Seriell-Adapter, 
über den du das wahrscheinlich machst.

Auch ganz nützlich, insbesondere wenn man doch mal Lowlevel-Debugging 
braucht: der Dragon. Klein ist er auch.

Autor: G. 457 (g457)
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> Das liegt nicht wirklich am Programmer, sondern am USB/Seriell-Adapter,
> über den du das wahrscheinlich machst.

Ja, das mach ich. Und in der Tat: Ich habe testwese den guten FT232 
gegen einen PL2303 ausgetauscht und schon prommt er doppelt so schnell 
(oder eher halb so langsam :-) Allerdings baut er mir auch fleissig 
Übertragungsfehler ein :-( Es wird Zeit für was 
(betriebssystemunabhängiges(!)) Eigenständiges :-)

Der USB-LAB ist mir etwas zu winzig was das löten angeht (und er ist 
derzeit nicht verfügbar).

Der AVRDRAGON sieht ja auch sehr vielversprechend aus, und für den zu 
erwartenden Preis bringt der auch einen Haufen Features mit :-) Der 
steht jetzt definitiv auf Platz zwei meiner Liste :-))

Denn ich hab mich jetzt fürs erste dazu entschlossen, einen 
0815-STK500v2-Prommer zu löten. Und falls das wider Erwarten in 
unlösbare Probleme ausartet, dann muss der Dragon herhalten :-)

Vielen Dank für die Tipps!

Autor: Blackbird (Gast)
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Wenn man den 'siprog' an einer echten seriellen Schnittsetlle betreibt, 
wird er richtig schnell.
Bei mir tut es der mkII-Nachbau hier aus dem Shop problemlos. Das 
Orginalteil ganz sicher auch.
Lange probieren und X Versuche mit selber aufgebauter Hardware (muß ja 
auch robust sein und transportabel!) kosten einfach zu viel Zeit.


Blackbird

Autor: G. 457 (g457)
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So, um den Fred zu einem Abschluss zu bringen:

Inzwischen ist als neues Zielsystem der Mega32 dazugekommen, und mein 
siprog ist da eindeutig zu langsam :-) Der Vollständigkeit halber hab 
ich den siprog noch an einer echten EIA232-Schnittstelle angetestet, 
allerdings kamen da im Wesentlichen Schreibfehler dabei raus, selbige 
habe ich nicht weiter verfolgt. (Steht möglicherweise in engem 
Zusammenhang mit der leechenden Stromversorgung via siprog). Dafür wars 
(prinzipiell.. bis auf die Schreibfehler..) erheblich schneller als mit 
dem Umweg über USB. Dass Bitbanging über USB/Seriell langsam ist, das 
wusste ich.. dachte nur nicht, dass es ★so★ langsam ist :-)

Zur Abhilfe hab ich mir deswegen einen STK500v2-Prommer nach [1] 
gebraten. Läuft bisher hervorragend, und ist (natürlich) erheblich 
schneller: Obiges Projekt ist zwischenzeitlich auf knapp 900 Bytes 
angewachsen, das Prommen (plus verify, siprog via USB) hat zuletzt etwa 
460 Sekunden gedauert. Selbe Firmware mit dem neuen Prommer prommen: 5 
Sekunden - damit kann ich leben :-)))

Das Prommen des neuen Prommers (Mega8, gut 4.5kiB Firmware) hat 
(hoffentlich das letzte Mal siprog über USB) übrigens über ne halbe 
Stunde gedauert..

Nochmals Danke für die Tipps!

[1] http://www.tuxgraphics.org/electronics/200705/arti...

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