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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Welcher DCF77 Empfänger? Erfahrungen


Autor: Steffen R. (mrgermanium)
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Hallo!
Bin gerade dabei eine Uhr mit DCF77-Empfänger zu bauen. Controller 
PIC18F4620 an 160x128 Grafikdisplay. Hardware läuft sowei und Programm 
ist auch schon am laufen. Momentan verwende ich den DCF77-Empfänger von 
Pollin und soviel vorab: Ich konnte schon erfolgreich das DCF77-Signal 
empfangen und decodieren. Allerdings scheint das Ding sehr störanfällig 
zu sein. Die Antenne muss auf +/- 5° ausgerichtet sein und wenn sich das 
Empfängermodul auf weniger als 30cm an irgendwelche Geräte oder 
Gegenstände oder egal was nähert kommt kein klares Signal mehr. Entweder 
kommt gar nichts mehr oder nur noch flakern. Ich habe mich schon durch 
einige Foren gelesen und hab schon die meisten Sachen versucht: 
R-C-Glied für Versorgungsspannung, Kondensatoren parallel zur 
Versorgungsspannung(hatte ich sowieso), oder Spannung absenken (auf 
3,3V) Die Sache mit PON funktioniert bei mir und ist in Software 
realisiert über eigenen Output-Pin. Aber nichts hat die Störsicherheit 
merklich verbessert. Das soll ja bei DCF77-Empfängern allgemein der Fall 
sein, aber es nervt schon, dass das Ding so empfindlich ist und der 
Aldi-Funkwecker empfängt selbst auf dem Fernseher stehend..
Da ich ursprünglich geplant hatte das Modul samt Antenne im Gehäuse zu 
integrieren, komme ich mit diesem Modul wohl nicht weiter..(Trafo, 
Schaltregler,..) Und der Gedanke den Empfänger in ein weiteres Gehäuse 
zu packen und über ein Kabel mit der eigentlichen Uhr zu verbinden finde 
ich nicht so toll.. Ich würde deswegen gerne ein paar Erfahrungen hören 
über die Zuverlässigkeit von anderen Modulen. Habe da ebenfalls 
widersprüchliche Aussagen gelesen, aber das Modul von Conrad soll wohl 
etwas störfester sein. Teilweise wird auch berichtet das das Modul von 
Reichelt besser sein soll als das von Conrad. (Kostet auch fast 3x so 
viel wie das Pollin-Teil).

Also: Hat jemand Erfahrungen mit verschiedenen Modulen und welches Modul 
könnt ihr empfehlen?

Ich möchte hier übrigens keine Grundsatzdebatte über DCF77 oder anderen 
allgemeinen Kram losbrechen, das gibts hier schon zu Genüge..
Also bitte nur produktive Antworten auf meine Frage!!

Autor: Pete K. (pete77)
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Im Forum findest Du oft Applikationen mit den den Modulen von Conrad 
oder Reichelt.

Autor: 900ss D. (900ss)
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Ich tendiere zum Conrad-Modul da 2 Reichelt-Module alleine, also ohne 
Transistor bei mir zumindest an keinem uC zu arbeiten zu bewegen war. 
Die Conrads konnte ich so am AVR betreiben. Pullup anschließen (hab 
nicht den AVR internen benutzt) und es funktionierte.

Gruß Joachim

Autor: Anja (Gast)
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Hallo,

ich habe hier 2 Conrad Module im Einsatz.
Funktionieren mit 6-8cm Abstand zu den Multiplex-Leitungen meines 
LED-7-Segment Displays (38mm). Bei kürzerem Abstand gibt es wegen des 
starken Magnetfeldes auch Störungen.
Röhrenfernseher geht erst ab ca 70cm Abstand. Ist auch kein Wunder die 
5. Oberwelle von 15625Hz (Sägezahn) ist sehr nahe bei 77,5 kHz.

>Aldi-Funkwecker empfängt selbst auf dem Fernseher stehend..
Der synchronisiert sich ja auch nur nachts um 2 Uhr oder nach 
Batteriewechsel ansonsten wäre die Batterie zu schnell leer.

Autor: Andreas K. (derandi)
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Favorisiere auch die Conrad-Module, Spannungsstabilisierung mit drauf 
und zwei Komplementäre Transistor-Ausgänge.

Autor: L. J. (luke1)
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Also ich würde auch das Conrad-Modul epfehlen. Hatte ich auf der Arbeit 
auch, aber vergiss den Pull-Up Widerstand nicht, sonst klappt's nicht :) 
(War bei mir so). Ich hab auch eins von Pollin versucht in Betrieb zu 
nehmen, allerdings ohne Erfolg.

Autor: A. K. (prx)
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Beim Pollin-Modul darf man keinen Pullup anschliessen, man darf auch 
nicht den internen einschalten, und man sollte nicht auf die Flanke 
triggern, sondern zyklisch abtasten (z.B. alle 10ms).

Autor: Dennis G. (hans_angemeldet)
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hat das irgend ein grund warum man beim pollin keine pull widerstände 
ranhängen darf? ich probiere seit zwei tagen mit diversen widerständen 
rum.
Wie sieht es bei denen mit kondensatoren zur stabilisierung aus? ich hab 
mein modul von pollin an 5V

Grüße

Autor: A. K. (prx)
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Dennis G. schrieb:

> hat das irgend ein grund warum man beim pollin keine pull widerstände
> ranhängen darf? ich probiere seit zwei tagen mit diversen widerständen
> rum.

Weil der Ausgang - wie auch dokumentiert ist - nur 5µA liefern kann. 
Folglich ist alles unterhalb von 1MOhm nicht sonderlich sinnvoll.

Aber wollen alle Leute da unbedingt Widerstände dranhängen??? Ausgang 
vom Modul an Eingang vom AVR, nix Widerstände, und es funzt.

> Wie sieht es bei denen mit kondensatoren zur stabilisierung aus? ich hab
> mein modul von pollin an 5V

Ich mache aus alter Gewohnheit an die Versorgung jedes ICs 100nF Kerkos 
dran und so auch an das DCF77-Modul.

Das Dings hat - wie ebenfalls dokumentiert - einen PON-Anschluss, der 
auch gepflegt werden will. Gerüchteweise soll es nicht ausreichen, den 
Pin einfach zu grounden sondern der muss erst high=>low wenn alles 
stabil ist. Da ich den Pin frei hatte habe ich einen 1s Puls 
draufgelegt. Andere verwenden wohl ein R/C-Glied.

Das könnte der gleiche Chip sein wie im Modul von Reichelt, das hat 
nämlich auch diese 5µA und PON. Pollin schreibt zwar was von 3,5V max 
(Reichelt: 5V), aber das Modul kann nicht lesen und funktioniert daher 
auch bei 5V ;-).

Autor: Steffen R. (mrgermanium)
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Das kann ich bestätigen, das Pollin-Modul hat nur schwache Push-Pull 
Ausgangstreiber (Datenblatt: Sink/Source 5µA) Selbst 100kOhm überfordern 
den. Aber für den Eingang vom µC reichts. Wer hier eine LED zu Kontrolle 
der Signale anschließen will, sollte übrigens einen FET nehmen. Bipolare 
Transistoren ziehen ebenfalls zuviel..

Der PON darf erst etwa 1s nach einschalten auf low gezogen werden (250ms 
waren zu wenig..). Auch scheint die Flankensteilheit dabei eine Rolle zu 
spielen, deshalb funktioniert die RC-Methode dabei wohl nicht. 
Alternative: Schmitt-Trigger. Da kann man aber auch gleich nen 
zusätzlichen Pin opfern..

Die Versorgungsspannung sollte über Kondensatoren gefiltert sein, da die 
Module sehr empfindlich auf Welligkeiten reagieren. In einigen 
Datenblättern findet man auch Angaben darüber (Ripple < 100mV!). Die 
Restwelligkeit liegt bei mir aber bei unter 10mV..
Mein Problem scheinen EM-Felder zu sein, auf die das Pollin-Modul sehr 
empfindlich zu reagieren scheint..(Offenbar stimmt das 
Preis-Lieistungs-Verhältnis hier leider doch..!)

Dabei würde mich mal interessieren ob jemand Erfahrungen mit dem 
ELV-Modul hat. Insbesondere was die Störfestigkeit in der Umgebung von 
Störquellen angeht.
Werd mir dann wohl mal beim nächsten Mal das Conrad-Modul bestellen und 
sehen ob das besser mit Störungen fertig wird.

Autor: A. K. (prx)
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Pollin scheint das Modul auch nicht mehr zu haben, jedenfalls finde ich 
es nicht mehr, insofern hat sich dieser Teil der Frage wohl erledigt.

Autor: Dennis G. (hans_angemeldet)
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Jo stimmt, habs gestern abend auch noch gesucht, um wieder an die 
anleitung zu kommen (vorurteil von männern trifft zu!)!
Jo das mit den 5uA hab ich übersehn. ich werde meinen widerstand mal 
rauslöten und es heute abend versuchen.

Danke

Autor: Gast (Gast)
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Habt ihr eigentlich auch Erfahrungen mit dem verbasteln von 
Empfangsmodulen aus solchen Billigweckern? Ich hab zu Hause einen Wecker 
für 5,- € (gabs mal vor ca. 1 Jahr im GLOBUS). Darin ist das 
Empfangsmodul separat an der Hauptplatine angelötet. Da ich den Wecker 
aber als Wecker benötige, hab ich bisher noch nicht damit 
herumexperimentiert. Ist mir da jemand voraus und hat mal Versuche mit 
so einem Wecker gemacht?

Autor: Gast (Gast)
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Autor: Uboot- Stocki (uboot-stocki)
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Moin,

ich kenne das Conrad und das Pollin-Modul.

Persönlich setze ich wg. der Größe lieber das P-Modul ein. Es hat aber 
einen entscheidenden Unterschied (das muß kein Nachteil sein !!!): Man 
muss das P-Modul an- und ausschalten. Dazu ist dann ein 2. 
Controller-PIN notwendig.

Viele Grüße

Marc

Autor: Jens Karstedt (blauzahnmeister)
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Moin.

Habe seit über 10 Jahren das Conrad-Modell...
1. Es ist offenbar also sehr langlebig.
Den Signalpegel ziehe ich allerdingsmittels Transistor noch etwas hoch.
(Eventuell hat sich da also die Bauart auch schonmal verändert...)

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