WLAN gezielt stören

OP #1507959
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Hi Leute...

Ich soll ein Referat über WLAN oder Ethernet und die Auswirkungen von 
EMV auf WLAN/Ethernet schreiben.

Um diese Sachverhalte zu testen müsste ich einen EMV-Belastungstest 
machen und die Fehlerstatistik am Router life mitschneiden. Nur stellt 
sich mir die Frage, wie bzw. mit welchen haushaltsüblichen Geräten ich 
den Accesspoint belasten soll/könnte.

Spontan bin ich auf die Idee gekommen, den AP in die Mikrowelle zu 
stopfen :-D Dann hätte ich meine Mikrowellen mit größerer Leistung. Nur 
bin ich mir nicht ganz schlüssig ob meine Mikrowelle das überlebt. Der 
AP mit Sicherheit nicht, aber wäre eh eine alte Krücke zum testen, also 
nichts schmerzhaftes wenn der den Geist aufgibt.


Aber habt ihr noch irgendwelche Ideen?

LG, Konrad
OP #1507979
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Feuer wegen dem Metall am AP meinst du sicherlich. Ja, deswegen habe ich 
da doch etwas Bange vor ;-) Deswegen auch die Frage ob ihr noch andere 
Möglichkeiten habt so etwas auszuprobieren.

Also du meinst einfach Mikrowelle aufmache, also Tür, nicht Gehäuse und 
den AP einfach danebenstellen ja ?
#1507980
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Für sowas gibts spezielle Meßkabinen mit sehr stark dämpfenden Wänden 
und Spezialhardware zum Senden und Messen.

Alternativ wenn es auf Genauigkeit nicht ankommt, nimm doch eine von 
diesen drahtlosen Überwachungskameras die auf 2,4 GHz senden. Die senden 
sehr breitbandig und sind "zugelassen". Über die Entfernung zum WLAN 
kannst dann in etwa die Störeinstrahlung variieren.
OP #1508053
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Ich will in der Schule einfach nur mit einem praktischen Versuch 
belegen, dass EM-Felder WLAN oder Ethernet stören. Einfach anhand der 
Fehlerstatistik am Router z.B. Nichts wildes im Grunde genommen.
Will praktisch nur beweisen dass die Anzahl der fehlerhaften Pakete bei, 
z.B. eingeschalteter Mikrowelle, enorm ansteigen.
Gast #1508068
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nu, nimmst eine handvoll xbees (die kleinen mit 1mW), stellst jedes auf 
einen eigene kanal und bewunderst die datenrate im wlan. in der praxis 
zeicht ein einziges kleines xbee in der nähe jenes endgerätes, das die 
datenrate misst :-)
#1508100
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Leih dir irgendein 2,4 GHz Gerät aus, welches kein massives Frequency 
Hopping einsetzt (d.h. KEIN Bluetooth).

Dann setz das neben deinen Laptop, laste dein Wlan komplett aus und miss 
die Datenrate. Dabei wechselst du mal alle Wlan-Kanäle durch und 
schaust, welcher garnicht/kaum noch geht.

Diese Videosender sind im Allgemeinen wirklich super dafür, Wlan daneben 
ist meiner Erfahrung nach meistens unmöglich (=garkeine Verbindung 
mehr). Das ganze sogar auf mindestens 3-4 Kanälen.

Eine laufende Mikrowelle könnte auch noch genug Abstrahlung haben, um 
stark genug zu stören. Mehr haushaltsübliche 2,4 GHz Geräte kenn ich 
leider nicht. Vielleicht 2 Wlans auf dem gleichen Kanal? Mit geschickter 
Aufstellung der 4 Endgeräte (Sender stark auslasten, der Empfänger 
direkt neben diesem Sender wird seinen eigenen Sender dann kaum noch 
reinkriegen; Sender=Sendendes Gerät mit vielen Daten, Empfäger spielt 
dann sozusagen nur Sender für Mini-Pakete) dürftest du auch hier massive 
Störungen erzeugen können.
#1508141
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wenn du den AP in die mikrowelle steckst störst du das wlan 
dauerhaft... es macht jeder IC und jedes andere bauteil einmal 
**knacks** oder so ähnlich, danach gibts feuer und verbrannte plastik.

ihr kommt immer auf ideen! stell den AP eine ganze ecke weg von der 
mikrowelle damit sein signal etwas schwächer ist und den empfänger/lappi 
sehr nahe dran. dann noch den kanal "günstig" wählen und viel spaß mit 
den störungen!
Gast #1509122
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Zum Testen sollte eine Mikrowelle daneben mehr als ausreichen.

BTDT :

Wir hatten mal einen Test für ein 2,4 GHz HF Übertragungssystem, das mit 
sehr starker Dämpfung in der Übertragungsstrecke arbeitet. Direkt über 
dem Labor liegt die Kantine, da steht eine Mikrowelle. Hat normalerweise 
niemanden gestört, da nur Mittags an und dann alle in der Kantine waren. 
Hat dann im Beisein des Kunden, der natürlich über Mittag kam, wunderbar 
reingestrahlt.
Mikrowellenherd : Da leckt gerne ein Watt raus. Dazu wandert die 
Frequenz des Mikrowellen Magnetrons auch noch nach dem Einschalten 
langsam (einige MHz).

Und bloß nix an der Mikrowelle manipulieren, da ist mehr Leistung als 
Dir lieb ist drin.

mfg Maik
Gast #1509201
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Ich wollte schon schreiben: Klystron aus der Mikrowelle ausbauen, und 
das ganze auf Entfernung...

NEIN. Don't try this at home :-)

Manchmal reichts auch schon, einem alten Motor die Ferrite von den 
Anschlussen abzuknipsen, unsere olle Bohrmaschine hat zumindest damals 
ganz schoen das UKW-Radio gestoert. Ich hab's nie mit WLAN probiert, 
aber es waere nen Versuch wert.
Gast #1509494
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ein praktischer Stoergenerator wird aus :

- grober Feile
- 60 Watt Gluehlampe
- etwas Kabel

gebaut.

Eingeschaltet bzw '' GESTOERT '' wird, wenn man mit dem abisolierten 
Kabel ueber die Feile den Stromkreis ''funkenspruehend '' schliesst !
Das ist nicht gefaehrlich solange keine kleine Kinder 'dazwischen' 
kommen.
Macht aber Stoerungen wie SAU !

Auch ein dicker HochfrequenzTraeger oder ein Wobbler koennen ganz 
ordentliche EMV Effekte schaffen.

Induktive Einkopplung in das Lankabel: Leistungskabel laeuft direkt 
neben Datenkabel (ueblich in Industrie ;-() auch ein interessanter 
Fall...
#1510005
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> DECT-Telefon direkt daneben und telefonieren...
unsinn. habe ich ausprobiert um eine störquelle zu finden, stört bei mir 
überhaupt nichts. da passiert nichtmal was wenn ich das ding beim lappi 
direkt auf die tasta lege.

> Induktive Einkopplung in das Lankabel: Leistungskabel laeuft direkt
> neben Datenkabel (ueblich in Industrie ;-() auch ein interessanter
> Fall...
ein wirklich sehr interessanter fall, wenn die industrie wlan-kabel 
parallel zu ihren versorgungsleitungen verlegt!

so ein ich nenne es mal "230V störgenerator" funktioniert mit einem 
dicken trafo im leerlauf noch viel besser als mit einer luschigen 
glühlampe. die induktivität erzeugt dann kräftige abreißfunken, aber ob 
das genug ist um bei einem wlan deutlich auszubremsen weiß ich nicht. 
das sind zwar starke, aber immer nur kurze impulsartige störungen.
Moderator Persönliche Seite #1510116
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Ben _ schrieb:

>> DECT-Telefon direkt daneben und telefonieren...

> unsinn. habe ich ausprobiert um eine störquelle zu finden, stört bei mir
> überhaupt nichts. da passiert nichtmal was wenn ich das ding beim lappi
> direkt auf die tasta lege.

Logisch.  Sendet ja auch kilometerweit neben dem ISM-Band.  DECT hat
eine eigene Frequenzzuteilung.

Sinnvoll kannst du deinen Test eigentlich nur mit einem Setup machen,
das beide WiFi-Router mit einem Kabel und einstellbarer Dämpfung
verbindet und dort dann von einem Signalgenerator gezielt Störungen
(verschiedener Art, moduliert/unmoduliert ist nicht uninteressant)
einkoppelst.  Alles andere bringt dir nur irgendeine Aussage, von
der aber noch lange nicht klar ist, welche denn eigentlich.
Moderator Persönliche Seite #1510118
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special swine flu schrieb:

> Eingeschaltet bzw '' GESTOERT '' wird, wenn man mit dem abisolierten
> Kabel ueber die Feile den Stromkreis ''funkenspruehend '' schliesst !

Das bringt hier gar nichts.  Das koppelt dir zwar einen Haufen
Transienten in eine Controllerschaltung ein, das stört auch noch
im VHF-Bereich, aber im oberen UHF-Bereich, um den es hier geht,
ist davon nicht mehr wirklich viel übrig.
#1510491
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Gast schrieb:
> DECT-Telefon direkt daneben und telefonieren...
Stört überhaupt nicht, weil die Frequenzbereiche meilenweit 
auseinanderliegen und DECT viel zu wenig Leistung hat um den 
WLAN-Empfänger richtig zuzustopfen. Bei mir stehen DECT-Basis und WLAN 
Router direkt nebeneinander ohne die geringste Beeinträchtigung.

> Also du meinst einfach Mikrowelle aufmache, also Tür, nicht Gehäuse und
> den AP einfach danebenstellen ja ?

Dann passiert gar nichts, weil die Mikrowelle sofort ausgeschaltet wird, 
wenn man die Tür öffnet. Daß muß so sein, sonst wäre das Ding 
lebensgefährlich. Also den Sicherheitsmechanismus um Gottes Willen nicht 
lahmlegen! Wenn Du den richtigen WLAN-Kanal gewählt hast, sollte die 
Mikrowelle auch geschlossen noch genug stören.

Einen Funkamateur kennst Du nicht, der auf 13 cm Betrieb macht, z.B. 
ATV? Das 13 cm Amateurfunkband überlappt sich mit den WLAN-Kanälen. Ein 
Funkamateur könnte Dich mit HF unterschiedlicher Frequenz und Leistung 
versorgen.

Servus
Michael
Moderator Persönliche Seite #1510502
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Michael M. schrieb:

> Wenn Du den richtigen WLAN-Kanal gewählt hast, sollte die
> Mikrowelle auch geschlossen noch genug stören.

Das Magnetron der Mikrowelle ist übrigens nicht nur mit 100 Hz
amplitudenmoduliert sondern auch noch kräftig mit der gleichen
Frequenz frequenzmoduliert.  Das ist schon ein ziemlicher
Frequenzbesen.

> Einen Funkamateur kennst Du nicht, der auf 13 cm Betrieb macht, z.B.
> ATV? Das 13 cm Amateurfunkband überlappt sich mit den WLAN-Kanälen.

Betriebsmäßig eher nicht, da der Bereich ab 2400 MHz im Afu-Band als
Satelliten-Downlink reserviert ist; die regulären Aussendungen sieht
der Bandplan im Bereich unterhalb 2400 MHz vor.  Allerdings kann es
natürlich sein, dass ein entsprechender Sender durchaus auch auf
andere Frequenzen abstimmbar ist und dort dann auch einfach in ein
Kabel einspeisen kann.

Sinnvoller wäre aber ein dedizierter (und modulierbarer) Signal-
generator.
Gast #1513831
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Während meiner Zeit der Ausbildung im Elektroniklabor habe ich das MICH 
störende Radio mit einer Minischaltung aus 6 hintereinander geschalteten 
digitalen Invertern zum "schweigen" gebracht.
Die Frequenz konnte ich über die Versorgungsspannung einstellen. Mit 
einem gestrecktem Dipol habe ich gesendet. Aber aufpassen stört so 
ziemlich überall. Besser nicht länger laufen lassen. Schon gar nicht auf 
die Idee kommen so was mit einem CMOS IC und einem Einstellbarem 
Spannungsregler jemanden in die Dachrinne zu schmeißen. Mit einer guten 
Alkali Batterie läuft so was lange. Auch ein Akku mit Diode und 
Solarzelle ist denkbar.
Gast #1517491
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Vergiss es. Es lohnt sich nicht, deswegen den Lötkolben anzuheizen.

In dieser Zeit hättest Du Dich schon lange mit WLAN-Grundlagen 
beschäftigen können! Auge zu Wiki!

Leihe z.B. einen weiteren Router, stelle ihn auf den gleichen Kanal 
daneben und schau wie dann die Fehlerrate steigt wenn Du ihn 
einschaltest.

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