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Forum: HF, Funk und Felder Stehwellenmessgerät


Autor: Rüdiger Mohr (animefan)
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Hallo,
ich habe eine Art Richtkoppler hier liegen den ich gern als 
Stehwellenmessgerät verwenden würde. Der Koppler hat 4 Anschlüsse je 
zwei Eingänge und zwei Ausgänge. Habe ihn von einem Amateurfunk 
Flohmarkt.
Wenn ich nun an das eine paar Anschlüsse den Sender und die Antenne 
anschließe kann ich auf dem anderen Paar die Vor und Rücklaufende 
Leistung Messen (oder abschätzen).
Dazu muss ein Anschluss passen abgeschlossen sein (50 Ohm) und der 
andere geht auf einen Diodendetektor.

Das zum Hintergrund. Wenn ich nun das Stehwellenverhältniss Messen und 
Berechnen möchte muss ich immer Unstecken (für Vor- und Rücklaufende 
Leistung). Das ließe sich mit Relais lösen aber geht das nicht auch 
anders?

Hab mal gelesen das evtl. auch 1N4007 als Pin Dioden Ersatz möglich 
sind?

P.S. der Interessante Frequenzbereich für mich ist um die 144Mhz und um 
die 430 Mhz

mfg Rüdiger

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Rüdiger Mohr schrieb:

> Hab mal gelesen das evtl. auch 1N4007 als Pin Dioden Ersatz möglich
> sind?

Oh gott! :-)  Die kann man vielleicht als Kapazitätsdioden für
Mittelwelle benutzen, aber als PIN-Diode?

Du brauchst doch aber eigentlich nur Schaltdioden.  Den Gleichstrom-
weg musst du dann vom HF-Weg entkoppeln (mit Ls und Cs).  Aber wie
genau wird das noch?  Ein paar Reed-Relais dürften sinnvoller sein.

Autor: Hewlett (Gast)
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Warum denn nicht vorher googeln ? "Richtkoppler"
Ein Richtkoppler hat einen Hauptpfad und einen Koppelpfad.
Hätte er 2 Koppelpfade, also 6 Anschlüsse, dann könnte man ohne 
Umstecken Vor und Rücklauf messen.

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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Wenn die Detektoren genau 50 Ohm haben, spricht nichts dagegen, beide 
Seiten des Koppelzweigs mit zwei Detektoren abzuschließen. Das könnten 
auch zwei aktive logarithmische Detektoren wie der AD8307 sein (gibts 
von Reichelt), dann reduziert sich die Division auf eine 
Differenzbildung mit OP.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Christoph Kessler (db1uq) schrieb:

> Das könnten
> auch zwei aktive logarithmische Detektoren wie der AD8307 sein (gibts
> von Reichelt), dann reduziert sich die Division auf eine
> Differenzbildung mit OP.

Nur dass diese nicht 50 Ω haben, sondern irgendwas bei 10 kΩ.
Könnte man denen einfach einen 51-Ω-Widerstand parallel schalten,
oder wäre der komplexe Eingangswiderstand bei diesen Frequenzen
dann schon zu sehr daneben?  Was denkst du?

Autor: René H. (dj1yr)
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Hallo,

die AD´s haben 1,1K Eingangswiderstand, schalte einen 110+100ohm 
parallel zum Eingang (ca. 52,4ohm) und du hast ca.50ohm Abschluss.

Welche Auskoppeldämpfung hat der Koppler?

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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René H. schrieb:

> die AD´s haben 1,1K Eingangswiderstand,

Ach, hatte ich mit 10 kΩ verwechselt.

> schalte einen 110+100ohm
> parallel zum Eingang (ca. 52,4ohm)

Naja, so genau schei**t kein Hund. ;-)  Da kann
man auch 51 Ω nehmen.

> und du hast ca.50ohm Abschluss.

Meine Frage bezog sich mehr auf die Blindanteile
im Eingangswiderstand bei diesen Frequenzen.  Die
1,1 kΩ sind ja nicht mehr rein ohmsch dort.

Autor: Rüdiger Mohr (animefan)
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Hallo,
den Koppelfaktor kenne ich leider nicht.
Er interessiert mich eigentlich auch nicht so sehr. Ich möchte keine
Genaue Messung der Leistung sondern nur eine Möglichkeit die werte zu
vergleichen.
Das mit dem abschließen an beiden Seiten hört sich interessant an.
Den Vorschlag mit den Reed Relais hatte ich in ähnlicher Form so
bisher angedacht (habe HF Relais dafür).

Der Vergleich PIN Diode zu 1N4007 war ein wenig übertrieben.
Schaltdiode war eigentlich gemeint.
Würde das Funktionieren?

Autor: Rüdiger Mohr (animefan)
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Habe mal eben eine Schaltung zu den Schaltdiode zusammen gestrickt

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Rüdiger Mohr schrieb:

> Der Vergleich PIN Diode zu 1N4007 war ein wenig übertrieben.
> Schaltdiode war eigentlich gemeint.

OK. :)

> Würde das Funktionieren?

Naja, mit der Entkopplung der Dioden bringst du zusätzliche
Reaktanzen ins Spiel, die natürlich wieder den 50-Ω-Abschluss
versauen können.  Ich würde als erstes mal die Variante mit den
zwei AD8307 in Betracht ziehen und ausprobieren.

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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Im Datenblatt stehen die 52,3 Ohm auf Seite 8:
http://www.analog.com/static/imported-files/data_s...
und auf Seite 18 steht, wie die Anpassung schmalbandig noch verbessert 
werden kann.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Christoph Kessler (db1uq) schrieb:
> Im Datenblatt stehen die 52,3 Ohm auf Seite 8:

Da ist's nur eine Testschaltung, aber auf Seite 10 wird es explizit
nochmal gesagt.

> und auf Seite 18 steht, wie die Anpassung schmalbandig noch verbessert
> werden kann.

Ja, meine Befürchtung war, dass man insbesondere für 433 MHz nicht
umhinkommt, das in so einer Form aufzubauen.

Autor: jo (Gast)
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hi...
musste aber noch die rückwärtskoppeldämpfung bzw vorwärtskoppeldämpfung 
messen von deinem richtkoppler, sonst kannste gar keine aussage treffen 
wieviel von deiner ausgangleistung denn nun ausgekoppelt wird.

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