Software zum Auslesen von Oszilloskopen

OP #1528413
Hallo,

ich habe mir vor geraumer Zeit mal ein GW Instek GDS-1062 Oszilloskop 
gekauft. Dieses Oszi bietet die Möglichkeit Werte auch über den 
USB-Anschluss auszulesen bzw. über eine virtuelle Com-Schnittstelle via 
Terminal angesprochen zu werden (der Befehlssatz dazu steht im 
Handbuch). Der Hersteller liefert auch ein geeignetes Tool names 
"FreeWave 2.0.4" mit. Leider ist das Programm ziemlicher Murks, das 
auslesen numerischer Werte z.B. in eine CSV-Datei funktioniert nicht 
wegen eines "Array-Index außerhalb des gültigen Bereichs"-Fehlers. Die 
grafische Aufzeichnung als Bild/Video funktioniert dagegen.

Für eine längere Messreihe suche ich daher nach einem Programm welches 
Daten aus Oszilloskopen verschiedener Hersteller auslesen kann 
(Spannungs-/Zeitsignal aufzeichen reicht). Gerne auch als MATLAB-Modul 
(gibt es meine ich für Tektronix) oder LabVIEW-VI.

Die im Oszilloskop-Artikel erwähnte GDS-Linux-Software werde ich mir 
heute abend mal ansehen, da aber parallel noch ein Peaktech-DMM über 
dessen Windows-only-Software ausgelesen wird und ich kein zweites 
Notebook dafür anwenden möchte wäre ein Windows-Programm von Vorteil. 
Fällt jemandem was passendes ein?

Gruß, Dennis
Gast
Hallo Dennis,

ein solches universelles Tool kenne ich nicht. Du mußt halt schauen, 
welche Möglichkeiten die Treiber der einzelnen Oszilloskope anbieten. 
Häufig besteht eine Anbindung an die serielle Schnittstelle, die Du ohne 
Probleme auch über in Matlab ansteuern kannst ("doc serial").

Gruß,
  Michael
Persönliche Seite
Dennis Reichenbach schrieb:

> Leider ist das Programm ziemlicher Murks, das
> auslesen numerischer Werte z.B. in eine CSV-Datei funktioniert nicht
> wegen eines "Array-Index außerhalb des gültigen Bereichs"-Fehlers.

Verstehe ich richtig, es ist Windows software ?
Dann stell um den Format im "Regional and Language options" auf english, 
deutsch ist ganz böse da komma "," ist. Da steigen viele programme aus 
da die "." erwarten.

Tastatus kannst natürlich deustch lassen.
OP
Hallo Thomas,

danke dir! Das war's... ich ärgere mich gerade das ich da nicht selbst 
drauf gekommen bin. Das dieses Tool mies programmiert ist war ihm vorher 
schon anzusehen, jetzt bestätigt sich das. Leider nimmt es nur die 4000 
Punkte auf und es ist nicht möglich das ganze als Batch auszuführen. 
Also wird es wohl doch auf die Linux-Lösung mit dem gdsh hinauslaufen... 
denn das kann scheinbar kontinuierlich aufnehmen.

Fragt sich jetzt nur, wie ich meinem PeakTech 3315 beibringe die 
Messwerte auch unter Linux auszuspucken...
OP
Hallo

ja, den Beitrag habe ich auch schon gelesen und versuche gerade mein 
3315 unter Linux gangbar zu machen. Das sieht mir auch sehr praktikabel 
aus.

Auf dem anderen Rechner bastel ich derweil mit der LabVIEW-Lösung von GW 
Instek rum. Hier dachte ich mir, dass Beispiel-VI welches 4000 Werte 
ausliest einfach in eine Endlos-Schleife zu stecken und die Werte quasi 
in 4000er-Happen hintereinander zu hängen. Jedoch mache ich mir Sogen um 
dem Zeitversatz zwischen dem 4000sten und 4001ersten Messpunkt. Die 
Initialisierung dauert ja schließlich auch eine gewisse Zeit.

Für die erwarteten Messwerte (es wird die Umdrehung einer Scheibe 
gemesen, eine Umdrehung alle 10 Sekunden, Sensor liefert Signal für ca. 
1 Sekunde [Farbmarkierung auf der Scheibe]) ist dieser Zeitversatz zwar 
sicher nicht relevant, aber wenn über eine Stunde gemessen wird könnte 
das im Frequenzspektrum nachher doch komisch aussehen (Unstetigkeit bei 
Punkt 4000 -> 4001)

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