Hallo ich möchte gerne ein paar besondere Stecker ablöten, da ich diese
für den weiteren Gebrauch benötige.
Zum Ablöten benutzte ich immer eine Lötstation oder einen 15W Lötkolben
mit 45° Spitze, Entlötlitze und Flussmittel. Für die Lötstation habe ich
leider nur Feine Spitzen mit dem Kolben u. d. 45° Spitze gings bisher am
besten weil sie wohl auch eine größere Auflage besitzt.
Was würde man jetzt für das Auslöten von zb. einem IDE Pin oder von
einem ATX NetzteilPin für eine Leistung gebrauchen? Da ich denke das ein
neuer Kolben warscheinlich billger kommt als eine Spitze für meine
Station.
Die Leistung reicht für sowas bisher leider nicht aus, bzw. ich musste
immer eine Entlötpumpe verwenden. und dann aufwendig reinigen. Was
leider nicht wirklich Fix ging.
Vielleicht kann mir ja jemand ein paar gute Tipps geben, denn ich möchte
jetzt nicht blind einen 60-90W Kolben kaufen wenns auch ein 30-40W
ausreichen würde.
Vielen Dank, schonmal für passende Antworten.
mfg
Fuer gelegentliche Einsaetze solcher Art behelfe ich mir meistens it
einem Heissluftfoen.
Platine von der Loetseite heizen. Dabei den Foen immer etwas bewegen, da
sonst das Platinenmaterial schwarz wird und nict gerade lecker riecht.
Wenn Du das Gefuehl hast, es seit gar, kurz ueber eine Kante klopfen (am
besten in einen Eimer, wegen der Spritzer), sonst nochmal nachwaermen.
Mit etwas Uebung bleiben Stecker UND Platine heil. Trotz dem empfehle
ich Dir, den Raum etwas zu lueften - riechen tut's immer.
Fuer den Dauereinsatz denke ich, dass es bessere Loesungen gebn mag.
Aber fuer vier, fuenf mal im Jahr viel Geld ausgeben?...
wenn du mit dem gedanken spielst, dir eine gute Lötstation anzuschaffen,
nimm diese. Sie begleitet mich auch und das seit mehreren Jahren zur
absoluten Zufriedenheit.
wenns aber nur ums Auslöten geht, dann nimm die Fönmethode - ist ganz
meine Meinung.
habe einen 30W Ersa-Lötkolben, damit löte ich von 0,5mm Pitch bis 2,5mm
eigentlich alles. Die Spitze ist eine Ersadur bleistiftspitz. Für
besondere Anwendungen habe ich eine 8W Lötnadel, das ist aber schon fast
zu wenig Leistung für alles. Wird also quasi nie gebraucht. Bei dicken
Kabeln (oder auch, wenn viele z.B. 1,5mm² verlötet werden sollen) habe
ich noch einen 80W Lötkolben aus dem Baumarkt. Wird auch selten
gebraucht, wenn nichts mehr geht. Der hat eine um 45° gebogene,
meißelförmige Spitze. Bei dir ist wohl die Frage, wie viele Kontakte
deine Stifteiste hat. über 4 Kontakte kommst du wohl kaum ums einzelne
Entlöten mit einer Pumpe herum.
Würde dir also zu einem 30-40W Lötkolben von Ersa raten, zu dem du dir
noch 1-2 Ersadur Spitzen kaufst in Bleistiftform. Die mitgelieferte
Meißelförmige bewahr aber auf, zum Entlöten ist diese Form oftmals im
Vorteil. Damit kannst du die Wärme auch mal an zwei
nebeneinanderliegende Kontakte zugleich leiten.
> Was würde man jetzt für das Auslöten von zb. einem IDE Pin oder..
Geht's jetzt um einzelne Pins (das ist einfach) oder um ganze Stecker?
Dann dürfte es das alte Problem sein: wer schmilzt eher, Zinn oder
Plastik?
Heissluft könnte gehn, setzt aber einiges an Übung voraus. Am besten
geht's mit einem Lötbad- hat aber wohl nicht jeder...
Es hängt von der Größe der Stiftleiste ab, ob ich zu Heißluft (eventuell
mit Vorheizen) oder der guten alten "Flutsch" greifen würde.
Flutsch: Entlötpumpe [sl., elec.]
Wenn die Leiste groß ist, dann die "Flutsch" und jeden Pin einzeln
freilegen.
am besten machste das, indem du den platikkram von den stiftleisten
aushebelst und dann die pinne an einer seite heiß machst und mit einer
kleinen zange auf der anderen seite ziehst und anschließend die pads mit
entlötlitze frei machst
Vielen Dank für die Ganzen Antworten.
Also als Kolben besitzte ich bereits einen Ersa Tip 260 und 2x SMD
Heißluft Lötstationen von Aoyue. (Ne Ersatzspitze kostet hier ca. 15€)
IDE Pins hab ich jetzt so ausgelötet... von der unterseite mit dem 45°
Lötspitze heißgemacht und von oben durchgezogen mit einer Spitzzange.
Funktionierte ganz gut.
Bis auf das etwas plastik an den Pins kleben bleibt.
Demnächst werde ich noch etwas anderes Herumexperimentieren, vielleicht
bekomme ich noch einen stärkeren Lötkolben mit 30-40W von Weller. Die
gibt es aktuell billig bei Pollin für je 5€-7€ mal sehen ob so einer
etwas taugt.
Die Heißluft methode werde ich mal ausprobiern, kann sicher ganz
nützlich sein. Vorallem spart man sich da ne menge Zeit.