@ Genervter
> schau doch mal da nach:
> Beitrag "Tool schreiben"
Die dort gezeigten Programme Carrier Test machen das nicht, was dfue
bzw. pdf im anderen Thread möchte. Es ist sinnfrei etwas
nachzuprogrammieren, was die Anforderungen nicht erfüllt.
Die Carrier Test Programme simulieren keine Modemverbindung, sondern
kommunizieren tatsächlich mit einem Modem.
Das erste Tool sieht nicht sehr professionell aus. Es scheint lediglich
den kompletten ASCII Zeichensatz oder Muster in kürzester Zeit zu
senden. Möglicherweise soll getestet werden, ob das die Hardware des
Modems aus dem Tritt bringt und der Carrier verloren geht.
Das zweite Tool Modem Doctor ist ein lange auf dem Markt befindliches
professionelles Tool. Carrier Test ist nur eine Betriebsart dieses
Programms. Für diesen Test muss ein Modem angeschlossen sein. Es wird
die Hardwarefunktion des Modems getestet.
Was wenn jetzt physikalisch kein Modem vorhanden ist?
In diesem Fall könnte man versuchen ein Modem zu simulieren. Dabei gibt
es vier Fälle zu unterscheiden:
0. Der triviale Fall
dfue und pdf schreiben einmal was von "Also ich möchte eine kleine
anwendung programiert haben die exakt das macht was das programm im
screenshot auch macht nur das ich eben ne Nummer bestimmen kann die ich
gerne anwählen möchte."
Dieses selbstgeschriebene Userprogramm wäre also ein Programm, welches
ein paar Zeichen an ein simulierte Modem schickt und eine Antwort
erwartet. Darauf antworten wäre mit der Rechner-Rechner bzw.
Schnittstelle-Schnittstelle Verbindung einfach machbar. Auf Wunsch
manuell oder per Programm.
dfue bzw. pdf sollte eine Tabelle anzugeben mit einer Spalte, welche
Texte von seinem neuen Programm an das "Modem" geschickt werden können
und eine Spalte, welche Antwort das "Modem" auf den jeweiligen Text
zurück liefern soll. Und unter welchem OS das laufen soll. Vielleicht
findet sich jemand, der das programmieren kann/mag, damit endlich Ruhe
ist.
Bsp.
Ich sende "Modem" antwortet
AT<cr> OK<cr>
ATD0112<cr> Trottel!<cr>
ATZ<cr> OK<cr>
1. Kein triviales Programm und keine serielle Schnittstelle vorhanden.
Das gesuchte Tool müsste zuerst dem Betriebssystem eine virtuelle
serielle Schnittstelle vorgaukeln. An die könnte sich ein Userprogramm
anklinken. Dann könnte das Tool eingehende Anfragen in frei wählbarer
Form beantworten. Dieses Tool habe ich noch nie irgendwo gesehen. Der
Aufwand das zu programmieren ist hoch (zu hoch für mich).
Ich würde in diesem Fall schnellstmöglich den Fall 3 herstellen.
2. Kein triviales Programm und eine serielle Schnittstelle vorhanden.
Ein reines Software-Modemsimulator-Paket auf einem Rechner müsste
zunächst einen Weg finden, um gleichzeitig mit dem regulären Programm
des Users auf die Schnittstelle zuzugreifen. Eigentlich verhindert das
Betriebssystem das.
Der erste Programmteil müsste aus einer physikalischen Schnittstelle
zwei virtuelle machen. Die beiden virtuellen Schnittstellen würden dann
in der Art eines Nullmodems verbunden.
An der 1. Schnittstelle agiert das Userprogramm und an der 2. virtuellen
Schnittstelle agiert als zweiter Programmteil ein AntwortetwieeinModem
in manuell oder automatischer Form.
Eine ziemlich sportliche Aufgabe.
Mit Zusatzhardware sollte es einfacher sein, aber das setzt einen
zweiten Rechner voraus. Der 2. Rechner ist per Nullmodem mit dem
Userrechner verbunden. Die Wünsche an den Umfang was simuliert werden
soll definiert, die Hardware, die als 2. Rechner erforderlich ist. In
einfachen Fällen kann ein µC genügen. In komplexen Fällen ein PC.
Habe ich auch noch nirgends gesehen.
Ich würde in diesem Fall schnellstmöglich den Fall 3 herstellen.
Alternativ würde ich einen alten Rechner mit serieller Schnittstelle aus
dem Regal nehmen oder einen 20€ Laptop mit RS232 von Ebay schiessen und
mit Nullmodemkabel anklemmen. Alle Modemantworten von Hand eintippen
oder ein AntwortetwieeinModem-Programm schreiben.
3. Kein triviales Programm und zwei serielle Schnittstelle vorhanden.
Das ist ein Spezialfall von 2., der vieles vereinfacht. Man kann beide
Schnittstellen per Nullmodemkabel verbinden und hat auf dem gleichen
Rechner die Möglichkeit manuell zu antworten oder ein
AntwortetwieeinModem-Programm automatisch antworten zu lassen.
Noch da? Jetzt wird es interessant, weil es jetzt darum geht, wie das
serprogramm mit dem simulierten Modem umgeht.
dfue und pdf schreiben was von "Computer wird im netzwerk
registriert und dann verbunden" bzw. "es soll so aussehen als hätte ich
eine echte Internetverbindung per Modem aufgebaut".
Das sieht nicht mehr nach einem selbstgeschriebenen Userprogramm sondern
nach einem echten Programm zur DFÜ-Verbindung aus und es wird schwer das
soweit zu bedienen, dass eine echte Meldung "Verbunden" kommt und ein
Netzwerk sichtbar ist. Im Prinzip läuft das auf einen Teil von Fall 2
oben hinaus. Plus ein hartes Stück mehr...
Anbindung an ein Netzwerk, z.B. an Internet ist eine Funktion, die
physikalisch über ein Modem laufen kann (PPP
http://de.wikipedia.org/wiki/Point-to-Point_Protocol und SLIP
http://de.wikipedia.org/wiki/Serial_Line_Internet_Protocol).
Erforderlich ist eine PPP/SLIP-fähige Clientsoftware (der Anrufer) und
eine PPP/SLIP-fähige Serversoftware (der Angerufene, der
Netzeinwahlknoten).
Die einfachste Möglichkeit einen eigenen Netzeinwahlknoten aufzusetzen
ist ein UNIX- oder Linux-System dafür bereit zu halten. Der Anrufer kann
sich mit seiner PPP/SLIP-fähige Clientsoftware dort einwählen und
verbinden.
Wenn kein Modem zur Verfügung steht oder die Telefonleitung nicht
benutzt werden soll, können die seriellen Schnittstellen von Client und
Server auch mit einem Mullmodemkabel verbunden werden. Andere serielle
Verbindungen sind auch denkbar wie z.B. USB, IrDA...
Diese Fälle sind dafür gedacht, dass man wirklich in Netzwerke rein
will. Man benutzt den Server als Vermittlungsstelle. Entweder in ein
lokales Netzwerk, wenn der Server an weitere lokale Rechner
angeschlossen ist oder gar ins Internet, wenn der Server ans Internet
angeschlossen ist und Anfragen für den Client weiterleitet.
Was wenn jetzt kein Server zur Verfügung steht? dfue und pdf
scheinen anzunehmen, dass man dann mit einem Tool ein Netzwerk
simulieren könnte.
Mir ist nicht klar, wie für dfue und pdf dieses Vorgaukeln aussehen
soll.
Jeder Irre wird nach spätestens 1h merken, dass ihm "das Netz" heute
keine Antworten liefert, wie man LEDs ohne Vorwiederstand anschliesst.