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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik LED - Blitz : µC gesteuert


Autor: Chris Trick (d3d)
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Guten Tag!

Ich lese hier schon lange mit, und bin vom Forum begeistert!

Zu meinem Problem: Ich würde gerne mehrere LEDs statt einem Blitz an 
meiner Digitalen Spiegelreflex nutzen. (Für Macroaufnahmen reicht die 
LED-Leistung)
Was High-Power LEDs angeht würde ich mich als Fortgeschrittener bis 
Profi bezeichnen.
Das Problem ist grade eigentlich folgendes: Wie bekomme ich das Signal 
vom Blitzschuh in den µC, der nacher für die LED-Steuerung hergenommen 
werden soll?
Soweit ich das weiß werden beim auslösen der Blitzschuh (GND) und der 
X-Kontakt in der Mitte miteinaner verbunden, sodass die Kamera wie ein 
Taster wirkt. Ich habe grade also mal einen kleinen Stromkreis mit ner 
5mm LED aufgebaut und das getestet, geht aber leider nicht.
Habt ihr eine Idee?

Beste Grüße, und guten Rutsch
Christian

Autor: Ökufuzzi (Gast)
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Das ging mal bei ganz alten Kameras ...

Heute ist es so, das selbst wenn der Blitzschuh konventionell aussieht 
da ein Datenaustausch mit dem Blitz stattfindet.

Meine S9600 von Fuji hat es gekillt, als ich da einen normalen Blitz auf 
den "normal" aussehenden Blitzschuh gesteckt hatte.

Suche mal an Deiner Kamera genau nach. Soweit ich weiß, haben die etwas 
besseren Kameras irgendwo (Bei meiner Canon vorne unten, neben dem 
Objektiv) einen Anschluß für dieses Kabel, das man an ganz alten 
Blitzgeräten ohne Blitzschuh hatte. Das ist ein einfacher 
Impulsschließer. Vielleicht kannst Du den ja nutzen.

Gruß und auch einen Guten Rutsch

Ökofuzzi

Autor: Chris Trick (d3d)
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Frohes Neues!

Ja, eine Synchron-Buchse hat die Kamera. Damit geht das auch 
anstandslos, aber kleinere Kameras haben soetwas nicht, und ich würde 
das ganze doch wenns geht so bauen dass das auch mit ner anderen Cam 
geht.
Irgendwie muss das aber machbar sein, es gibt doch auch diese Adapter 
von vom Blitzschuh auf Synchronbuchse ?!

Autor: Markus K. (markus-)
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Ökufuzzi schrieb:
> Meine S9600 von Fuji hat es gekillt, als ich da einen normalen Blitz auf
> den "normal" aussehenden Blitzschuh gesteckt hatte.

War das ein alter Blitz? Früher hatten die z.T. die volle Zündspannung 
(300V) an den Kontakten liegen und damit kann man halt eine moderne 
Kamera recht empfindlich treffen.

Chris Trick schrieb:
> Irgendwie muss das aber machbar sein, es gibt doch auch diese Adapter
> von vom Blitzschuh auf Synchronbuchse ?!

Ja, das ist einfach Massse und der große mittlere Kontakt.

Du könntest versuchen an die Kontakte Masse und einen Eingang des MCs 
(mit internem Pullup) anzuschließen. Vielleicht kann er für eine LED 
nicht genug Strom schalten?

Autor: Alex22 (Gast)
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Bist du noch dabei?

Ich kann nur von meiner Canon EOS 40D berichten:

Wie du schon sagtest, werden beim Auslösen einfach der "X-Kontakt" und 
die Masse des Blitzschuhs kurzgeschlossen. Im Grundzustand wird der 
X-Kontakt, wenn ich mich recht erinnere, über einen 1MOhm-Pullup auf 
etwa 5V gezogen.

Der "Kurzschluss" beim Auslösen ist, wenn ich mich recht erinnere, auch 
kein "wirklicher" Kurzschluss, da der Ausgang nochmal durch einen 
Widerstand (vielleicht 100KOhm) abgesichert ist.

Wenn du also etwas durch den X-Kontakt ansteuern möchtest, dann muss 
dies sehr hochohmig geschehen, z.B. durch den Eingang eines 
Mikrocontrollers oder einen Logic-Level-FET.

Dann klappt das ganze problemlos...

Wäre toll, wenn du von deinen Fortschritten berichtest!

Schöne Grüße,
Alex

Autor: Chris Trick (d3d)
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Ja, ich bin noch dabei - hab aber leider grade noch etwas anderes zu tun 
(Uni-Prüfungen Ende Jan), vorher komm ich wohl leider nicht dazu, aber 
schonmal tausend dank für die ganzen Infos =)

Autor: Alex22 (Gast)
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Im Anhang nochmal eine Skizze wie der Ausgang so einer EOS40D ungefähr 
aussieht (wenn ich mich recht erinnere). Der X-Kontakt dient dabei 
sowohl als Input als auch als Output... Ich gebe keine Garantie auf 
Richtigkeit.

Schöne Grüße,
Alex

Autor: g457 (Gast)
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Im Anhang ein bei mir erfolgreich im Einsatz befindlicher 
Schaltplanausschnitt zur Anbindung von PC und/oder X einer Kamera an 
einen tiny2313. Getestet (und für gut befunden) mit mehreren EOSen (X), 
einer Minolta (PC) und einer Powershot (X).

Im Prinzip also ganz einfach und straightforward :-) Der Pin ist Input 
mit Pullup, der PCINT auf 'change' oder 'fallende Flanke. Achten muss 
man nur darauf, dass ein PC durchaus prellen kann (ist mir beim X noch 
nicht untergekommen) - der (möglichst geringen) Auslöseverzögerung 
zuliebe also auf den ersten Interrupt reagieren und anschließend adäquat 
blockieren, alles andere ist potenziell zu langsam.

HTH und HF

Autor: g457 (Gast)
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Ich mach mal die Ingrid:

g457 schrieb:
> [..] dass ein PC durchaus prellen kann (ist mir beim X noch nicht
> untergekommen)

Korrektur: Hab soeben eine Revue ML getestet, und bei der ist es mir 
untergekommen: Deren X prellt. Beim Zerlegen fand sich dann wenig 
überraschend ein mechanischer Kontakt. Wie üblich(tm) wenn der erste 
Verschlussvorhang unten angekommen ist stößt selbiger eine Kontaktfeder 
an, die den X schließt. Und dabei prellt.

Man lernt nie aus :-)

HTH und HF

Autor: Daniel (Gast)
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Darf ich mal was ganz Dummes fragen? Wenn's um Makroaufnahmen geht, 
warum lässt man die LEDs dann nicht einfach im Dauerbetrieb an? Man muss 
die Beleuchtung ja ohnehin experimentell einstellen, um das Objekt gut 
auszuleuchten.

Autor: Chris Trick (d3d)
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Weil man dann bei Highpower-LEDs einen dicken Kühlkörper bräuchte, und 
auch nicht wenig Akkus mit sich herumschleppen müsste.. LEDs kann man im 
Pulsbetrieb höher bestromen (etwa 5x höher), wodurch die Helligkeit um 
einiges steigt. Manche Insekten werden durch zu helles Licht 
verscheucht.

Das Problem mit der Belichtung kann man gut "umgehen": Einfach immer 
einen bestimmten Abstand zum Objekt einhalten, und für diesen Abstand 
die Kamera / Blitze einmal einstellen.

Autor: Daniel (Gast)
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Na ok. Dachte, bei den Power-LEDs sei der Faktor zwischen Dauer- und 
Pulsstrom nicht so hoch.

Autor: Chris Trick (d3d)
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Naja, es gibt auch welche die nur den etwa 3-fachen aushalten, liegt bei 
denen wohl am Bond-Drähtchen dass dann zum Herrn gehen würde. Zum 
Beispiel sone P7, die per Default schon mit 2,8A bestrohmt wird würde 
dabei platzen..
Hauptsächlich gehts mir darum keine / sehr kleine Kühlkörper zu 
benutzen. Diese kann man dann problemlos an kleinen Schwanenhälsen oder 
so befestigen, und man bleibt flexibel.
Durch den Einsatz von einem µC könnte man nacher auch ein gedimmtes 
Einstellicht realisieren, oder Stroboskop-Blitz für Bewegungen.

Ich hab grade mal eine HP-LED mit einer KSQ an die Synchronbuchse 
angeschlossen. Den PWM-Eingang dabei an die Kamera, und das blitzt schon 
ganz gut, obwohl ich nur 400mA drauf gegeben habe.

Autor: Sebastian___ (Gast)
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Wie Realisiert Ihr den Kontakt zum Blitzschuh?
Gibt es fertige Adapter für Canon/Nikon? Ich meine also den Machanischen 
Adapter um an die Kontakte zum Blitzschuh zu kommen.

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Der Blitzschuh ist standardisiert, nur die zusätzlichen Kontakte sind 
herstellerspezifisch. Es gibt Adapter von Blitzschuh auf 
Synchron-Buchse, man kann aber auch einfach einen ollen Schraddelblitz 
vom Flohmarkt ausschlachten.

Autor: Sebastian___ (Gast)
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Rufus t. Firefly schrieb:
> Es gibt Adapter von Blitzschuh auf
> Synchron-Buchse, man kann aber auch einfach einen ollen Schraddelblitz
> vom Flohmarkt ausschlachten.

ich habe aber irgends so einen adapter zb als Print bauteil finden 
können.
Nicht bei Farnell oder anderen Distributoren.
Man will ja nicht unbedingt einen ganzen Kabelverhau aus Adaptern an der 
Kamera mit rumschleppen.
Es wäre ja ideal die Steuerlektronik direkt auf den Blitzschuh 
aufzustecken.

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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> ich habe aber irgends so einen adapter zb als Print bauteil finden
> können.

Ohne mechanisches Gebastel geht das halt nicht. Du könntest z.B. das 
Gehäuse oben erwähnten Schraddelblitzes wiederverwerten. Oder Du 
kontaktierst die Leute, die diese Funkfernauslöser herstellen, 
vielleicht gibt es da in China jemanden, der die dafür verwendeten 
Gehäuse verkauft.

Autor: g457 (Gast)
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Sebastian___ schrieb:
> Gibt es fertige Adapter für Canon/Nikon?

Mehr oder weniger :-) Entweder wie schon von rufus vorgeschlagen einen 
alten Blitz besorgen und (aus)schlachten, oder einen niedlichen 
SCA-300-Adapter verwenden - bekommt man gelegentlich nachgeschmissen. 
Falls Du die anderen Signale (ausser X) verwenden/übertragen möchtest, 
dann einen entsprechenden systemspezifischen welchen, sonst tuts der 
Standard-nur-X-SCA-301 [1].

HTH und HF

[1] ..für praktisch alle Systeme von Crop bis Mittelformat ausgenommen 
Sony-α..

Autor: dt830 (Gast)
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Sorry das ich das Thema nochmal aus der Versenkung hole aber ich bekomme 
einfach kein auswertbares Signal von meiner Olympus Kamera an den uC.

Langsam hab ich angst das ich was an der Kamera kaputt mache oder schon 
kaputt gemacht habe.

Wenn ich einen Eingang über eine 100k widerstand an den x Kontakt des 
Blitzschuhs (großer Kontakt in der Mitte) lege, muss ich dann an dem Pin 
den internen pull-up Widerstand des uC (ATmega640) aktivieren und muss 
ich die Masse des uC-boards mit den äußeren Kontakten des Blitzschuh 
verbinden?

(Habe es auch mit dem ADC Eingang versucht und den wert des ADC auf ein 
Display ausgegeben aber da hab ich auch nie was verwertbares erkennen 
können.)


kann ich mit einer einfachen Schaltung den Blitzschuh auch erst eimal 
ohne uC testen?

Autor: g457 (Gast)
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> [..] muss ich dann an dem Pin den internen pull-up Widerstand des uC
> (ATmega640) aktivieren und muss ich die Masse des uC-boards mit den
> äußeren Kontakten des Blitzschuh verbinden?

Jein und jein. Mit anderen Worten: kommt drauf an. Normalerweise(tm) 
macht man beides, also einen Pullup (nicht notwendigerweise den 
internen, aber wenn er schon verfügbar ist..) und man verbindet die 
Bezugsmasse. Man kanns aber auch anders machen, denn wie so oft führen 
viel Wege nach R^W^Wzum Blitzauslösen.

> kann ich mit einer einfachen Schaltung den Blitzschuh auch erst eimal
> ohne uC testen?

Durchgangsprüfer eines hinreichend schnellen Mulimeters.

HTH

Autor: Jobst M. (jobstens-de)
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Sebastian___ schrieb:
> ich habe aber irgends so einen adapter zb als Print bauteil finden
> können.

Für Print gibt es sowas auch nicht. Aber sowas hier:

http://www.lmgtfy.com/?q=hama+6951


Bei den Canons soll der Mittenkontakt 60V vertragen. Ausprobiert habe 
ich das aber bisher noch nicht.


Gruß

Jobst

Autor: g457 (Gast)
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> Bei den Canons soll der Mittenkontakt 60V vertragen.

Das ist zu pauschal. Die ISO sagt was von 24V, Canon bleibt (mindestens 
bei manchen Kameras) eher bei 6V. Früher war alles bes^W^W 
Hochspannungszündung bei 250V und mehr üblich. Hier [1] gibts noch mehr 
nachzulesen.
Also bevors britzelt lieber eine niedrigere Spannung wählen - geht ja 
auch Problemlos weil der X und PC einfach nur Schalter sind (wenngleich 
heutzutage elektronische welche - ändert aber nix an der 
Detektierbarkeit).

HTH

[1] http://www.botzilla.com/photo/strobeVolts.html

Autor: Jobst M. (jobstens-de)
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g457 schrieb:
> Das ist zu pauschal.

Ist eine Aussage, die ich mal bei Canon gelesen habe, wenn ich mich 
recht entsinne. Kann allerdings sein, daß dies nur in Bezug auf DSLRs 
genannt wurde.
Also auf jeden Fall mit Vorsicht zu geniessen.


g457 schrieb:
> Also bevors britzelt lieber eine niedrigere Spannung wählen

Sehe ich allerdings genau so. Vor allem, weil man heute nicht mehr als 
5V dafür benötigt.


Gruß

Jobst

Autor: Lehrmann Michael (ubimbo)
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Chris Trick schrieb:
> Zu meinem Problem: Ich würde gerne mehrere LEDs statt einem Blitz an
> meiner Digitalen Spiegelreflex nutzen. (Für Macroaufnahmen reicht die
> LED-Leistung)

Dein Problem ist des Weiteren die Kombination aus den LEDs. Aus der 
Photo- + Elektrotechnikerfahrung kann ich dir sagen, dass Photos die mit 
LED Blitzen geschossen sind eine halbe Katastrophe sind. Das hängt 
vornehmlich mit den verschiedenen Spektren der LEDs zusammen. Auch beim 
Filmen wirkt das LED Licht durch den Sensor irgendwie unnatürlich oft 
mit leichtem Rotstich und komisch hart. Es ist keine leichte Kunst die 
richtigen LEDs zu finden. Meist verwendet man mehrere LED-Typen um ein 
möglichst 'sonnenlichtähnliche' Spektrum zu erzeugen. Das wirkt auf uns 
als weiches und natürliches Licht.

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