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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Verständnisfrage Mosfet (PMOS)


Autor: Alain F. (fox82)
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Da plagt mich doch eine Frage zu Mosfets:

Bin mir gerade am einen PMOS auszusuchen für einen LED-Treiber.
So weit so gut:

Da gibt es bei Farnell etwas was ich nicht kapiere:
8156336 MOSFET, P, SO-8 Wandlerpolarität:P; Strom, Id max.:-7.3A
9935770 MOSFET, P, LOGIC, SO-8 Wandlerpolarität:P; Strom, Id max.:6A

So: Wieso gibt es da den Strom einmal in -Ampere und einmal in plus?
Zuerst dachte ich an einen Schreibfehler, aber es gibt sehr viele in der 
Liste mit negativen Spannungen und Strömen, aber dann gibt es auch 
positive. Was gegen eine generelle Schreibweise von PMOS mit negativen 
Vorzeichen spricht.

Danke für die Antwort und ein guter Start ins neue Jahr.

Alain

: Verschoben durch Admin
Autor: Jens G. (jensig)
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normalerweise gibt man die Uds / Id bei P-Kanal immer mit Minus an. Ist 
mit Sicherheit eine Ungenauigkeit seitens Farnell.
Schließlich wird der Mosfet "verkehrtherum" eingebaut (verglichen mit 
einem N-Kanal), und da ist Drain üblicherweise negativer als Source ...

Autor: HildeK (Gast)
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Meist werden bei pMOSFET die Spannungen und Ströme negativ angegeben. 
Das ist in sich auch korrekt, denn z.B. Ugs bedeutet ja: Spannung am 
Gate, bezogen auf die Source. Und die ist nun mal so definiert negativ.

Bei deinem zweiten Beispiel hat sich STM einen echten Hammer geleistet. 
Das DB, das bei datasheetcatalog.com zu finden ist (Preliminary, Dez. 
2002), hat richtig schöne Fehler drin: bei den Testschaltungen sind 
nMOSFETs gezeichnet inklusive entsprechender Polung der Spannungsquelle! 
Diese sind korrigiert im DB, das STM jetzt auf der Webseite hat, die 
Angaben über die Spannungen und Ströme hätten aber auch noch einen 
Vorzeichenwechsel nötig gehabt. Und Farnell hat einfach nur 
abgeschrieben.

>... und ein guter Start ins neue Jahr.
Danke - das wünsche ich dir auch!

Autor: Alain F. (fox82)
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Hallo Zusammen,

es funktioniert super mit diesem Mosfet!
Ich habe diesen ausgesucht:
http://www.farnell.com/datasheets/84116.pdf

Dazu habe ich noch ein paar Fragen:

1. Da steht bei Switching ON RG = 4.7Ohm, VGS = 5 V
Heisst das, das bei dem Test also an Gate ein 4.7Ohm Widerstand 
bebraucht wurde und eine Spannung von 5V, um 15V@3A durchzuschalten?
Dann könnte man diesen ja direkt am uC betreiben ohne Vorwiderstand?

2. Wenn bei Gate auf GND ziehe, dann schaltet dieser perfekt durch, 
bleibt aber an, wenn man Gate wieder entfernt. Dann muss man ihn auf V+ 
schalten um auszuschalten.

So weit so gut, aber kann ich den Mosfet an einem uC betreiben um einen 
LED-Treiber auszuschalten. Der uC wird im Power Down Modus betrieben, 
kann es passieren, dass z.B. der Pin beim uC plötlich auf GND geht? Oder 
kann das gar nicht passieren.
Beim Ausschalten des uC stelle ich den PIN auf High = Mosfet aus und 
schicke den uC schlafen. Dann sollte das System stabil bleiben.

Gruss Alain

Autor: Falk Brunner (falk)
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@Alain Fuchs (fox82)

>1. Da steht bei Switching ON RG = 4.7Ohm, VGS = 5 V
>Heisst das, das bei dem Test also an Gate ein 4.7Ohm Widerstand
>bebraucht wurde und eine Spannung von 5V, um 15V@3A durchzuschalten?

Gebraucht nicht unbedingt, der Pulsgenerator im Testaufbau hat halt 
diesen Ausgangswiderstand.

>Dann könnte man diesen ja direkt am uC betreiben ohne Vorwiderstand?

Im Prinzip ja, nur hat der uC meist eher 30..50 Ohm Ausgangswiderstand, 
schaltet also etwas langsamer.
Das sollte man aber nur bei moderaten Schaltfreqeunzen nutzen, Pi mal 
Daumen 1 KHz oder so. Darüber hinaus könnte der Ausgang vom uC 
überlastet werden.

>2. Wenn bei Gate auf GND ziehe, dann schaltet dieser perfekt durch,
>bleibt aber an, wenn man Gate wieder entfernt. Dann muss man ihn auf V+
>schalten um auszuschalten.

Dafür gibt es einen Pull-Up Widerstand.

>So weit so gut, aber kann ich den Mosfet an einem uC betreiben um einen
>LED-Treiber auszuschalten. Der uC wird im Power Down Modus betrieben,
>kann es passieren, dass z.B. der Pin beim uC plötlich auf GND geht?

Nein.

>schicke den uC schlafen. Dann sollte das System stabil bleiben.

Ja.

MFG
Falk

Autor: Alain F. (fox82)
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Hallo Falk,

danke für die super Antwort.

Den Pull-Up möchte ich vermeiden, da ich ein wenig Platzprobleme habe 
und dieser auch noch ein wenig Strom benötigt, obwohl das vernachlässigt 
werden kann! Habe nicht gerechnet, dass ich noch einen zweiten Mosfet 
auf die Platine quetschen muss, aber der Treiber hat fast 1mA Leerlauf. 
Da sich der Zustand ja nicht ändern kann. Das Controllerboard hat 0.05 
mA.

Die Schaltfrequenz macht mir keine Sorgen, da ich diesen Mosfet ja 
brauche um den LED-Treiber zu deaktiveren und zu anktivieren, daher es 
wird keine Frequenz gebraucht.

Gruss Alain

Autor: Falk Brunner (falk)
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@  Alain Fuchs (fox82)

>auf die Platine quetschen muss, aber der Treiber hat fast 1mA Leerlauf.

Was für ein Treiber ist das? Und vor allem wie sieht deine Schaltung 
aus? Wenn ich das trübe in meiner Glaskugel betrachte, hast du 5V am 
Controller und willst diese für den LED-Treiber schaltbar machen. Da 
braucht man keinen Treiber.

MFG
Falk

Autor: Alain F. (fox82)
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ich komme mit 6-9V auf das Board. Dort hat es ein Spannungsrelger 5V für 
den Controller und die 6-9V gehen direkt auf den LED-Treiber. Der Mosfet 
schaltet jetzt einfach die 6-9V für den LED-Treiber via GND/ 5V vom 
Controller. Müsste also klappen so, werde es ausprobieren!

Gruss Alain

Autor: Falk Brunner (falk)
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@  Alain Fuchs (fox82)

>Controller. Müsste also klappen so, werde es ausprobieren!

Nicht probieren, NACHDENKEN!
Wenn du mit 9V auf das Board gehst, dann sieht dein P-Kanal MOSFET 3V 
Gate-Source-Spannung im ausgeschalteten Zustand. Da sind die meisten 
MOSFETS schon einigermassen offen!

Wenn man es richtig machen will, braucht man einen Pegelwandler, 
z.B. HEF4104.

MfG
Falk

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