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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Bau eines Fehlerstromschutzschaltermodells


Autor: Peter (Gast)
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Hallo Leute,

ich hätte da mal eine Frage bzgl. eines Modells, welches ich bauen will.
Wie genau mein Modell aussieht ist für meine Frage irrelevant. Ich hab 
auf jedenfall eine Spannung von 12V und eine Stromstärke von 300mA ca., 
Mein Stromkreis besteht aus 2 Drähten, welche in entgegengesetzer 
Richtung ca. 5 mal um einen kleinen Ringkern gewickelt sind. Auf der 
anderen Seite des Ringkerns will ich eine Spule anbringen, welche eine 
Spannung erzeugen soll, wenn die Stromstärken der beiden Drähte 
unterschiedlich sind. (Magnetisches Feld hat ne Differenz). Nun stell 
ich mir die Frage welche Spule ich auf der anderen Seite verwenden soll. 
Wieviel Windungen die Spule haben soll und welche Induktivität usw. Es 
soll eine möglichst hohe Spannung entstehen. Könnt ihr mir da bitte 
helfen und mir Vorschläge geben, was für eine Spule ich da am besten 
verwenden soll. Wäre echt super, wenn ihr schnell einen Vorschlag 
bringen könntet, denn ich bin a bisl unter Zeitdruck :P....
Danke schonmal im Vorraus

Autor: Markus F. (5volt) Benutzerseite
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> Es soll eine möglichst hohe Spannung entstehen
Dann ist es doch ganz einfach: So viele Windungen wie möglich mit sehr 
dünnem Draht. Dann hast du viel Spannung, aber kaum noch Strom.

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Da einige Daten Deinerseits fehlen, ergänze ich mal: 12V 0.3A NT, 50Hz 
AC?

Ringkern ist vermutlich Ferrit, das macht sich nicht besonders bei 50Hz 
Anwendungen. Nimm was anderes:
Als Kern dann Blechkern (Trafoblech IV z.B.) ist schon sinnvoller, 
sekundär 300 Wdg. Cul 0,15 mm schon mal ein Ansatz.

Noch besser sidn spezielle Kernblechmaterialien mit speziell für RCD 
genutzter B-H Kennlinie.
Also. z.B. einen ausgemusterten RCD "ausschlachten" und Kern 
wiederverwenden.

Autor: MaWin (Gast)
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Eine möglichst hohe Spannung erreicht man mit möglichst vielen 
Windungen, das war nun nicht schwer.

Aber wie kommst du überhaupt auf die 5 Windungen primär ?
Sind deine 12V überhaupt Wechselspannung ?

Ein Trafo transformiert nicht nur Spannung, sondern auch Strom. Es kommt 
nur darauf an, was du am Ende anschliesst. Du schliesst beim 
Fehlerstromschutzschalter kein Volmeter (hoher Innenwiderstand) sondern 
eigentlich ein Amperemeter (möglichst niedriger Innenwiderstand) an. Da 
ist eine "möglichst hohe Spannung" irgendwie Unsinn.
Schlisslich transformiert sich die Spannung die am Amperemeter als 
Messpannung abfällt auch zurück und ergibt den Spannungsabfall an deiner 
Primärwickung. Da willst du aber gar keinen Spannungsabfall, sondern 
Strom messen, also einen möglichst niedrigen Spannungsverlust.

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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In jedem Fall ist dieser Thread mal wieder ein Beispiel dafür das der TE 
die Suchfunktion hartnäckig ignoriert ,-)

Tante Yahoo findet:

http://www.friedrich-verlag.de/pdf_preview/d513055_3640.pdf

Nachbaubild ist auf der letzten Seite.


Und wieder im Forum für einen Faulen eine Hausaufgabe gelöst .-)

Autor: Peter (Gast)
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Oh sorry,hab da tatsächlich noch einiges vergessen...
Also erstma ja, es handelt sich hier um AC 50Hz.
Bezüglich der Sache mit der hohen Spannung, sekundär soll mithilfe Spule 
ein Strom entstehen, der ein Relais zum Schalten bringen soll,welches 
wiederrum den kompletten Stromkreis unterbrechen soll.
So möchte ich den FI simulieren.
Auf die 5 Windungen komm ich indem ich einfach die 2 Kabel 
(Klingeldraht) um den Ringkern wickle und zwar entgegengesetzt. Die 5 
Windungen sind frei gewählt,reichen aber laut einer anderen 
Internetseite.
Ähm den Blechkern und die Spule, gibts die bei Conrad oder Reichelt? 
Schon oder? =)
Bzw. welches Relais würdet ihr mir dann empfehlen?
Ich danke euch schonmal für eure Hilfe =)

Autor: Peter (Gast)
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Diese Seite kenne ich schon :D
aber sie ist ziemlich ungenau,bzgl. der teile, die dort verwendet 
werden^^

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Peter schrieb:
> Diese Seite kenne ich schon :D
> aber sie ist ziemlich ungenau,bzgl. der teile, die dort verwendet
> werden^^

Die Windungszahlen stehen dort.
Die Bauteile sind beschrieben.
der Aufbau ist deppensicher (tm) bis ins Detail skizziert.

Was also fehlt Dir? Die ConradElektronik-Bestellnummern etwa?

Autor: Peter (Gast)
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Hm naja z.B. die Sache mit dem Ringkern. Sekundäre Spule:
Windungen sind beschrieben klar. Aber welche Induktivität usw. gebraucht 
wird steht nicht bei, dachte es ist wichtig, was für eine Induktivität 
die zweite Spule hat. Z.B. ist hier auch nicht gesagt aus welchem 
Material usw. der Ringkern bestehen soll.
Du hast gemeint besser wäre ein Ringkern aus Blech. Die Frage ist nur wo 
ich so einen herbekomme. Bin eine echt Niete, habe nichts gefunden 
bisher.
Muss dazu sagen dass des mein erstes Modell überhaupt ist und ich nicht 
grade ein Naturtalent bin.

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Peter schrieb:
> Hm naja z.B. die Sache mit dem Ringkern. Sekundäre Spule:
> Windungen sind beschrieben klar. Aber welche Induktivität usw. gebraucht
> wird steht nicht bei, dachte es ist wichtig, was für eine Induktivität
> die zweite Spule hat. Z.B. ist hier auch nicht gesagt aus welchem
> Material usw. der Ringkern bestehen soll.

Ein einfacher blechkern z.B. Trafoblech IV

> Du hast gemeint besser wäre ein Ringkern aus Blech. Die Frage ist nur wo
> ich so einen herbekomme. Bin eine echt Niete, habe nichts gefunden
> bisher.

Ich schrieb: Kein Ferrit-Ringkern, sondern Blechkern. Die Form ist da 
erstmal sekundär.

Genau für Leute wie Dich gibt es diese Webseite: www.lmgtfy.com

> Muss dazu sagen dass des mein erstes Modell überhaupt ist und ich nicht
> grade ein Naturtalent bin.

Geeignete Suchworte eingeben mußt Du dann selbst. Das sollte auch ein 
wenig Talentierter mit etwas gutem Willen hinbekommen.

Oder halt weiter oben nochmal lesen wass ich Dir zum Thema ausschlachten 
geschrieben hatte.

Autor: MaWin (Gast)
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> Aber welche Induktivität usw. gebraucht wird steht nicht bei

Das interssiert auch nicht, es ist ein Trafo, der soll transformieren, 
mit möglichst guter Kopplung, also hochpermeablem Material ohne 
Luftspalt.

Aber da es ein Trafo ist:
> der ein Relais zum Schalten bringen soll
ja welches Relais denn ?
5V/100mA?
Aus 300mA Fehlerstrom ?
Also transformierst du den Strom 3:1.
Du hast 5 Windungen auf der 300mA Seite.
Dann brauchst du 15 Windungen auf der Relaisseite.
Das war nicht so schwer, oder ?
Strom wird schliesslich umgekehrt proportional zur Spannung 
transformiert, denn ein Trafo kann nicht zaubern, Energie herzaubern, im 
Gegenteil, er hat Verluste (die ich hier mal ignormiert habe).
Stichwort Spannung: Bei den 100mA fallen am Relais 5V ab,
macht zurücktransformiert 1.66V im Primärkreis, oder 0.33V pro Windung.
Dein Kern muss 0.33V/Wdg können. Kann er das ?
Desweiteren muss er 1.5 Amperewindungen aushalten ohne zu sättigen. 
Bringt er das ? Oder wie bist du auf die 5 Wdg primär gekommen? Keinen 
Bock, mehr draufzuwicklen gehabt und das soll dann der wissenschaftlich 
korrekte Lösungsweg sein ?
Bleibt die Frage, was mit deinem Relais passiert, wenn der primäre 
Fehlerstrom 16A beträgt. Dann fliessen 5.33A durch die Relaisspule. Ob 
die das aushält ?
Der Kern sollte also bei mehr als 1.5 Amperewindungen langsam in 
Sättigung gehen, so bei 3AW voll sättigen, du nutzt die Sättigung des 
Kernes als Überlastschutz für das sekundär angeschlossene Relais. Daher 
darf der Kern auch nicht einfach "gross genug" sein.

Nun schau, was dein Kern bringt, ausprobieren ist angesagt, denn meist 
hat man ja nicht alle Daten zur Hand.

Autor: Peter (Gast)
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Wären also dann folgende Teile sinnvoll?:

http://www.reichelt.de/?;ACTION=3;LA=444;GROUP=D87...

Ich frage mich hierbei warum keine Windungen beistehen sondern das 
Gewicht?

Ginge als Trafo ein Printtrafo?...weil da hab ich ein gutes gefunden:

http://www.reichelt.de/?ACTION=3;ARTICLE=2410;GROU...

Eine Halogenlampe sollte kein Problem sein:

http://www.reichelt.de/?;ACTION=3;LA=444;GROUP=L12...

Den Ringkern könnte ich , wie schon vorgeschlagen aus einem alten RCD 
holen

Könnt ihr bitte eure Meinung nochmals dazu preisgeben?
danke =)

Autor: Dirk J. (dirk-cebu)
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Peter schrieb:
http://www.reichelt.de/?;ACTION=3;LA=444;GROUP=D87...
> Ich frage mich hierbei warum keine Windungen beistehen sondern das
> Gewicht?

Ich fasse es nicht! Das ist keine fertige Spule mit einer bestimmten 
Induktivität und Windungszahl, sondern aufgewickelter Kupferdraht auf 
einem Spulenkörper. Wenn Du eine Rolle Lötzinn kaufst, willst Du ja auch 
nicht wissen, wieviele Windungen auf der Rolle sind, sondern wieviel 
Meter oder das Gewicht.

Autor: Peter (Gast)
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Schau dir einfach mal das Modell grob an, genau auf der Seite die du 
vorn selbst hier reingestellt hast. Es handelt sich um einen 
modellhaften L und N, der durch 2 Klingeldrähte dargestellt wird. Beide 
werden entgegengesetzt um so einen Ringkern oder Blechkern rumgewickelt. 
Auf der Seite steht, dass jeweils nur 5 Umwicklungen reichen. Also will 
ichs halt mal so versuchen (sehr unwissenschaftlich ich weiß). Auf der 
anderen Seite des Kerns is die Spule, die laut Seite 1200 Wdg. haben 
soll. Diese Spule soll bei einem Fehlerstrom Strom erzeugen,der dann 
wiederrum das Relais zum Schalten bringt. Liegt denn der Fehlerstrom bei 
300mA, wenn die allgemeine Stromstärke im Stromkreis auch bei 300mA 
liegt?....eher nicht oda?ich denke der Fehlerstrom ist viel geringer.

Nun gut wie auch immer, ich versuchs einfach mal, muss mal ein wenig 
rumwerkeln. Werde es mit dem Ringkern eines RCD versuchen, bzgl. der 
Spule wurde mir geholfen,danke....mit dem Relais muss ich halt mal 
schauen..
Ob des dann auch alles klappt usw....

Autor: Falk Brunner (falk)
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@  Peter (Gast)

>auf jedenfall eine Spannung von 12V und eine Stromstärke von 300mA ca.,

Die Spannung ist dir das Ding egal.

>Mein Stromkreis besteht aus 2 Drähten, welche in entgegengesetzer
>Richtung ca. 5 mal um einen kleinen Ringkern gewickelt sind. Auf der
>anderen Seite des Ringkerns will ich eine Spule anbringen, welche eine
>Spannung erzeugen soll, wenn die Stromstärken der beiden Drähte
>unterschiedlich sind. (Magnetisches Feld hat ne Differenz).

So funktioniert das Ding nun mal.

> Nun stell
>ich mir die Frage welche Spule ich auf der anderen Seite verwenden soll.
>Wieviel Windungen die Spule haben soll und welche Induktivität usw. Es
>soll eine möglichst hohe Spannung entstehen.

Falsch. Es soll ein sinnvoller STROM mit eher NIEDRIGER Spannung 
entstehen.
Dein Ringkern arbeitet wie ein normaler Trafo. Das Verhältnis der 
Windungszahlen ist invers proportional zu den Strömen. Sprich, dort wo 
wenig Windungen sind, fliesst der hohe Strom und umgekehrt. Wenn dein 
Modell nun bei 10mA auslösen soll und du einen Messtrom von 1mA haben 
willst, brauchst du 50 Windungen.

> Könnt ihr mir da bitte
>helfen und mir Vorschläge geben, was für eine Spule ich da am besten
>verwenden soll.

Gar keine Spule, du musst den Rungkern bewicklen.

> Wäre echt super, wenn ihr schnell einen Vorschlag
>bringen könntet, denn ich bin a bisl unter Zeitdruck :P....

Wie immer.

MFG
Falk

Siehe auch Transformatoren und Spulen

Autor: Falk Brunner (falk)
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@  Andrew Taylor (marsufant)

>Ringkern ist vermutlich Ferrit, das macht sich nicht besonders bei 50Hz
>Anwendungen.

Quark. Ferrit ist nicht gleich Ferrit. Siehe Artikel [[Transformatoren 
und Spulen]].

>Als Kern dann Blechkern (Trafoblech IV z.B.) ist schon sinnvoller,
>sekundär 300 Wdg. Cul 0,15 mm schon mal ein Ansatz.

Käse. So ein Stromwandler sollte möglichst keinen Luftspalt haben, 
deshalb nimmt alle Welt dafür Ringkerne mit hoher Permeabilität.

MFG
Fal

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Falk Brunner schrieb:
> @  Andrew Taylor (marsufant)
>
>>Ringkern ist vermutlich Ferrit, das macht sich nicht besonders bei 50Hz
>>Anwendungen.
>
> Quark. Ferrit ist nicht gleich Ferrit. Siehe Artikel [[Transformatoren
> und Spulen]].
>
>>Als Kern dann Blechkern (Trafoblech IV z.B.) ist schon sinnvoller,
>>sekundär 300 Wdg. Cul 0,15 mm schon mal ein Ansatz.
>
> Käse. So ein Stromwandler sollte möglichst keinen Luftspalt haben,
> deshalb nimmt alle Welt dafür Ringkerne mit hoher Permeabilität.
>


Falk, Du verfällst wieder Mal in Deine Proll Phase wo Du nur sinnlose 
und unqualifizierte Kommentare abläßt.

Von Luftspalt spreche ich nirgendwo, und was den Rest (300 Cul, 
Blechkern etc) angeht: Dat funktioniert einwandfrei.
Das es auch mit anderen Kernen geht und man es in kommerziellen RCDs so 
löst, schreibe ich bereits oben.
BTDT.

Und nun lass Du den Nonsens hier weiter rumzuplärren. Halt die Füße 
still, bevor Du hier wieder was abseiherst.

Autor: MaWin (Gast)
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> Ringkern ist vermutlich Ferrit, das macht sich nicht besonders
> bei 50Hz Anwendungen.

Die ist so natürlich Quatsch.

Viele Ringkerne werden Eisenpulver sein, aber selbst wenn es Ferrit ist, 
ist er für 50Hz nicht weniger tauglich als für 10000 Hz.

Im Gegensatz zu Trafoblech, das bei höheren Frequenzen schnell 
untauglich wird.

ABER: Ferrit hat eine niedrigere Permeabilität als Trafoblech und keine 
so harte Sättigungsgrenze. Beim FI hätte man aber gerne hohe 
Permeabilität und harte Sättigung.

Eisenpulver geht dort auch nicht.

Autor: Falk Brunner (falk)
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@MaWin (Gast)

>> Ringkern ist vermutlich Ferrit, das macht sich nicht besonders
>> bei 50Hz Anwendungen.

>Die ist so natürlich Quatsch.

Meine Rede.

>ABER: Ferrit hat eine niedrigere Permeabilität als Trafoblech

Nöö, Ferrit ist eine SEHR grosse Stoffgruppe mit bisweilen SEHR 
verschiedenen Eigenschaften.

Siehe Transformatoren und Spulen

> und keine so harte Sättigungsgrenze.

Doch! Gerade Ringkerne mit hochpermeablen Materialien (µr >2000) haben 
eine SEHR harte Sättigung. Genauso wie Ringkerntrafos für 
Stromversorgungen! Weil eben absolut KEIN Luftspalt vorhanden ist, auch 
kein verteilter.

> Beim FI hätte man aber gerne hohe Permeabilität und harte Sättigung.

Dann nimm einen Ringkern aus Ferrit ;-)

>Eisenpulver geht dort auch nicht.

Weil zuviel verteilter Luftspalt, welcher die Magnetisierungskennlinie 
schert.

MFG
Falk

Autor: Falk Brunner (falk)
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@Peter

Der hier ist für dein Modell sehr gut brauchbar.

http://www.reichelt.de/?;ACTION=3;LA=2;GROUP=B522;...

Artikelnummer FT 114-77

Wie berechnet man das nun? Ok, kleiner Crashkurs.


H = Magnetische Durchflutung
I = Spulenstrom
N = Windungszahl
l = magnetische Feldlinienlänge

Weithin gilt

B = mag. Flußdichte
µo = mag. Feldkonstante, 4*Pi*10^-7
µ_rel = rel. Permeabilität des Kerns

Mit diesen beiden Formeln kann man die Flußdichte in deinem Kern 
ausrechnen, so wie es MaWin angedeutet hat.

Aus dem Datenblatt des Kerns kann man µ_rel (2000) und die mag. 
Feldlinienlänge (7,3cm) ablesen.

http://www.amidon.de/

Oben in der Suche FT114-77 eingeben

Als Strom nehmen wir mal 1A an. Die Windungszahl ist wie von dir 
vorgegeben 5.

Die Flußdichte beträgt ca. 172mT bei 1A Strom. Wenn man nun weiss, dass 
die meisten Ferrite etwa bei 300mT sättigen, dann hält dein Kern ca. 
1,8A Strom aus. Aber HALT, das sind 2A FEHLERSTROM! Wenn kein 
Fehlerstrom fliesst heben sich die Magnetfelder (nahezu) auf, es können 
dann locker 100A duch die Leiter fliessen, kein Problem (solange der 
Draht dick genug ist).

So, der Rest ist einfach. Je nach dem bei welcher Schwelle deine 
Schaltung ansprechen soll, brauchst du halt Sekundärwindungen. Wenn du 
halt bei 100mA abschalten willst und 10mA zum Schalten des Relais nutzen 
möchtest, dann brauchst du ein Windungsverhältnis von 1:10, hier also 
die 50 Windungen. Bekommt man mit dünnem Draht (0,2mm) oder so drauf, 
ist halt bissel Gefummel. Im Ernstfall bei 2A Fehlerstrom fliessen dann 
halt 200mA auf der Sekundärseite, das ist noch zu verkraften. Bei 
grösseren Strömen steigt der Sekundärstrom NICHT, weil der Kern sättigt, 
was hier mal ausnahmsweise positiv ist ;-)

Die Induktivitäten der Wicklungen interessieren hier nicht wirklich. 
Kann man aber einfach ausrechnen, mit dem AL-Wert, welche die 
Induktivität pro Windung beschreibt, siehe Datenblatt. AL ist hier 
1275nH/N^2

Dito für die Sekundärwicklung.

MFG
Falk

Autor: Route_66 (Gast)
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>Auf die 5 Windungen komm ich indem ich einfach die 2 Kabel
>(Klingeldraht) um den Ringkern wickle und zwar entgegengesetzt.

Nur so aus Interesse: warum entgegengesetzt? Die Richtung des 
Hin-Stromes ist doch bereits entgegengesetzt zum Rückstrom.

Autor: Peter (Gast)
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Okay vielen Dank Leute =)

Jetzt nur noch die Frage, wo bekomme ich am besten ein Relais her was 
bei dieser sehr geringen Spannung, welche an der Sekundarseite 
entsteht,schaltet? Und das bei AC? Am besten wäre wohl ein Verstärker 
und ein Gleichrichter. Aber ich finde bisher absolut nichts bei Conrad 
und der Sonstigen. Diese ganzen Bauelemente schalten halt erst ab 
gewissen Spannungen. (Ich rede etz von nem Relais)...wie soll ich des 
mit dem Verstärker machen? Transistor, OP? Wo finde ich Transistoren 
bzw. OP´s die eine so geringe Spannung verstärken kann? Meinetwegen auf 
6V oder so, das eben auch das Relais schalten kann.

@Route_66 : bringst mich grade weng ins grübeln....du könntest recht 
haben...

Autor: Peter (Gast)
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Hallo,

hätte da mal ne Frage bezüglich meines Spulentrafos

da ich die Spulen selber wickeln muss (insbesondere auf der 
Sekundärseite) frage ich mich auf was ich so achten muss beim selber 
wickeln.

Habe mir ja einen Spulenkupferdraht gekauft und muss diesen ja etz um 
den Ferritringkern wickeln. Da das Loch des Ringkern ziemlich gering ist 
muss ich ja erst eine gewisse Länge abzwicken und kann dann erst mit dem 
Wickeln beginnen. Ist es wichtig das der Draht in einem Stück umwickelt 
wird oder kann man mehrere Stücke abzwicken und dann einzeln umwickeln?

Autor: Peter (Gast)
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Grüßen,

also ich habe mal das Modell aufgebaut:
es herrschen 12V,50Hz und ca. 2/3 A (verbraucher 8W --> 8W/12V = 2/3A)
Meine Messgeräte messen aber 16V (woran liegt das?)

Damit man sich das ganze genau vorstellen kann versuche ich nun nochmal 
mein Modell darzustellen: es laufen aus dem 12V-Trafo 2 kabel 
(telefonkabel) raus die zum Ringkern führen. An der Primärseite wird 
jeweils 1 Wdg. gemacht.Also beide Kabel werden an der Primärseite einmal 
um den Ringkern gewickelt.(in die selbe Richtung,da der Stromverlauf ja 
sowieso entgegengesetzt ist) Die Kabel bleiben isoliert. Richtig oder 
muss die Isolation ab, was ich mir jedoch nicht vorstellen kann?....vom 
Ringkern geht es weiter zum Verbraucher (8W,12V)
An der Sekundarseite des Ringkernes (übrigens Ferrit) habe ich 100 Wdg. 
angebracht und zwar mit CUL 100/0,15 - Draht. Frage: ist dieser 
Kuperdraht schon isoliert oder muss ich i.wie die Isolation selbst 
anbringen?...
Simulier ich jetzt den Fehlerstrom indem ich zw. Ringkern und 
Verbraucher an einem der Kabel einen Widerstand anbringe, welcher wieder 
in das Trafo hineinführt (laut folgender I-netseite ist das zumindestens 
so:  http://www.friedrich-verlag.de/pdf_preview/d513055_3640.pdf , siehe 
vorletzte Seite) müsste ich einen Fehlerstrom haben, da nun I(kabel 
hinzu) und I(kabel rückzu) unterschiedliche Stromstärken haben müssten. 
Leider spüre ich keine Spannungsveränderung an der Sekundarseite der 
Spule. Warum? Wo habe ich den Denkfehler? Nochmals zur Erinnerung: ich 
möchte auf der Sekundarseite eine relativ gute Spannung haben, möchte 
dort keinen Strom messen, da dieser für mich nicht wichtig ist, da ich 
diesen nicht messen kann! Ich benötige eine Spannung um entweder ein 
Relais schalten lassen zu können oder um eine Lampe zum Leuchten zu 
bringen. Ich möchte mit meinem Modell nur zeigen das auf der 
Sekundarseite durch den Fehlerstrom eine Spannung entsteht, die dann zur 
Unterbrechung des gesamten Stromkreises führen kann (beispielsweise eben 
mit einem Relais).
Beim Fehlerstromschutzschalter ist das Prinzip ja nicht anders: sobald 
ein Fehlerstrom da ist, wird der gesamte Stromkreis unterbrochen !....

Ich hoffe ihr könnt mir ein letztes mal noch helfen, muss das Modell in 
10 Tagen fertig haben und bin echt am Verzweifeln. Ich danke denjenigen 
im vorraus, die mir antworten und mir helfen =) und danke an die, die 
mir bisher geholfen haben. Ich weiß ich bin a Depp und geh euch 
vielleicht auf die Nerven, aber bitte helft mir nochmal =) wäre super

Schönen Abend noch
mfg peter

Autor: Falk Brunner (falk)
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@Peter (Gast)

>Meine Messgeräte messen aber 16V (woran liegt das?)

Das ist die Leerlaufspannung, die ist vor allem bei kleinen Trafos um 
einiges höher als die Nennspannung, so Faktor 1..2.

>sowieso entgegengesetzt ist) Die Kabel bleiben isoliert. Richtig oder
>muss die Isolation ab,

NEIN!

>An der Sekundarseite des Ringkernes (übrigens Ferrit)

Es gibt ja auch ur drei Ringkeren auf der Welt . . .
Ein Link auf das Datenblatt wäre sinnvoll.

>angebracht und zwar mit CUL 100/0,15 - Draht. Frage: ist dieser
>Kuperdraht schon isoliert

Ja, er heisst ja CUL, Kupferlackdraht.

> oder muss ich i.wie die Isolation selbst
>anbringen?...

Viel Spass dabei ;-)

>Leider spüre ich keine Spannungsveränderung an der Sekundarseite der
>Spule.

Spüren? Wie wäre messen? Ausserdem muss men erstmal grob durchrechnen, 
ob das passt. Denn diese Stromwandler müssen meist nahezu im Kurzschluss 
laufen, sonst geht das nicht. Schliesse also dein Messgerät als 
Strommesser an deine Sekundärspule an.

> Warum? Wo habe ich den Denkfehler? Nochmals zur Erinnerung: ich
>möchte auf der Sekundarseite eine relativ gute Spannung haben, möchte
>dort keinen Strom messen, da dieser für mich nicht wichtig ist, da ich
>diesen nicht messen kann!

Wirst du wohl müssen. Ansonsten musst du nämlich einige hundert 
Windungen auf den Ringkern packen. Viel Spass dabei ;-)

Siehe Transformatoren und Spulen

> Ich benötige eine Spannung um entweder ein
>Relais schalten lassen zu können oder um eine Lampe zum Leuchten zu
>bringen.

Dann kannst du gleich einen normalen Trafo nehmen. Der muss dann nur 
zwei Sekundärwicklungen haben, die du als Primärwicklungen nutzt. Muss 
man dann halt nur phasenrichtig verschalten. Die Primärwicklung ist dann 
deine Sekundärwicklung, wo eine halbwegs brauchbare Spannung rauskommt. 
Aber erwarte keine Wunder. Nimm eine KLEINE Lampe mit wenig Leistung, 
z.B. eine 4V Glühlampe.

MFG
Falk

Autor: Peter (Gast)
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@Falk: erstmal danke für die Antwort

Leerlaufspannung also. Hab vorn mal zwei Kumpels gefragt, die sich ganz 
leicht damit auskennen, die meinten auch das sei die Leerlaufspannung.
Ich messe 16V am Verbraucher, aber der Verbraucher hat ja nur 8W...die 
max. Amperezahl des Trafos (2A) ist somit nicht vollkommen ausgelastet, 
daher ist eine höhere Spannung vorhanden, stimmt das so?
Okay das die Wdg. isoliert sein müssen hab ich mittlerweile eingesehen 
und verstanden und das der Kupferlackdraht ein isolierter Draht ist 
auch.
Bezüglich des Datenblattes: reicht das hier? : 
http://www.reichelt.de/?;ACTION=3;LA=2;GROUP=B522;...

> "Spüren? Wie wäre messen? Ausserdem muss men erstmal grob durchrechnen,
>ob das passt. Denn diese Stromwandler müssen meist nahezu im Kurzschluss
>laufen, sonst geht das nicht. Schliesse also dein Messgerät als
>Strommesser an deine Sekundärspule an."

Klar messen :D so schlau bin ich auch :P
naja mittlerweile hab ich einen Erfolg erzielt: ich erreiche immerhin 
eine Spannung von 0,2 V....
wie war das ganze nochmal mit dem Bezug zw. Spannung und Windungszahlen 
bei solchen "Spulentrafos"? U1/U2 = N1/N2 ?
Natürlich ist Wdg. nicht gleich Wdg. nehme ich an: An meiner Primärseite 
habe ich Klingeldraht (kein Telefonkabel) : Durchmesser vll. 0,6mm oda 
so (muss ich noch messen), an der Sekundärseite den dünnen Kupferdraht: 
0,15mm Durchmesser.
Da hat bestimmt Auswirkungen oder?

------------------------------------------------------------------------ 
-

> "Warum? Wo habe ich den Denkfehler? Nochmals zur Erinnerung: ich
>möchte auf der Sekundarseite eine relativ gute Spannung haben, möchte
>dort keinen Strom messen, da dieser für mich nicht wichtig ist, da ich
>diesen nicht messen kann!

>Wirst du wohl müssen. Ansonsten musst du nämlich einige hundert
>Windungen auf den Ringkern packen. Viel Spass dabei ;-)"

Warum muss ich einige 100Wdg. draufpacken, wenn ich den Strom nicht 
messe? Ich muss doch so oder so viele Windungen da drauf packen, damit 
ich eine hohe Induktionsspannung bekomme. Für was ist denn die Messung 
des Stromes so wichtig?

------------------------------------------------------------------------ 
---

> "Dann kannst du gleich einen normalen Trafo nehmen. Der muss dann nur
>zwei Sekundärwicklungen haben, die du als Primärwicklungen nutzt. Muss
>man dann halt nur phasenrichtig verschalten. Die Primärwicklung ist dann
>deine Sekundärwicklung, wo eine halbwegs brauchbare Spannung rauskommt.
>Aber erwarte keine Wunder. Nimm eine KLEINE Lampe mit wenig Leistung,
>z.B. eine 4V Glühlampe."

Also die Trafos, die ich daheim habe haben alle ziemlich viel 
Wicklungen, sowohl auf der Primär- als auch auf der Sekundärseite. 
Welcher Trafo hat hat denn nur 2 Sekundärwicklungen?
Die Variante mit der Glühlampe wäre nur ein letzter Strick an den ich 
mich festhalte, wenn alles andere nicht klappt:

wie wäre es damit: Wheatstonesche - Brücke (4 Dioden) an der 
Sekundärseite anbringen, mithilfe eines parallel geschalteten 
Kondensator den gleichgerichteten Strom glätten. Diese gleichgerichtete 
Spannung dazu verwenden um ein Solidstaterelais schalten zu lassen, 
welches dann den kompletten Stromkreis unterbrechen soll.

Bezüglich diesen Dingen widme ich mich morgen...
ich muss nun erstmal schlafen. Morgen gehts wieder früh raus.
Ich hoffe auf Antwort während meiner Abwesendheit =)
Danke im Vorraus
MFG Peter

Autor: Peter (Gast)
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Krieg ich noch ne Antwort? =)

Autor: Peter (Gast)
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nicht lesenswert
Hey Leute,

ich weiß nicht warum aber selbst die variante mit dem Trafo hat 
keinesfalls geklappt.Primärseite je 1 wicklung (habs auch ma mit 2 oder 
3 probiert) und auf der Sekundarseite einige 1000 wicklungen (vom Trafo 
genommen)...beide spulen sind auf einem originalen Trafo-Eisenkern 
angebracht. Was mess ich auf der Sekundarseite? 0,0 Volt....
warum? da klappt ja garnix?

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