Filter mit einer Linearen Phase

Gast #1555914
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@Herbert: Nein, das ist Käse. Wahrscheinlich spielst Du auf Gibbs 
Phänomen an, bei dem eine Rekonstruktion über eine Fourierreihe mit 
nicht genügend Koeffizienten zu solch einem Verhalten führt.

Filter mit einer linearen Phase kann man sich gedanklich aufteilen in 
ein Filter mit der Phase identisch Null (d.h. für alle Frequenzen Null) 
und ein Totzeitglied, also einem System, das einfach nur eine 
Verzögerung darstellt.

Wenn man sich im Folgenden nur das System mit der Phase identisch Null 
anschaut, so kann man sagen, dass
1.: Ein solches Filter eine reellwertige Übertragungsfunktion hat (da 
Phase Null), und
2.: die dazugehörige Impulsantwort symmetrisch zu Null ist (Symmetrie im 
Ursprungsbereich entspricht Reelwertigkeit im Bildbereich und 
umgekehrt).

Da eine Faltung eines symmetrischen Signals mit einer symmetrischen 
Impulsantwort wiederum symmetrisch ist, kann man allerdings sagen, dass 
die Ecken eines Rechtecks nach links und nach rechts gleich abgerundet 
werden (also so, dass das Endsignal wiederum symmetrisch ist).
#1865737
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Theresa schrieb:
> Warum heisst das eigentlich "lineare Phase" - wäre "konstante" Phase
> nicht treffender?
>
> Denn die Phase wird vom Filter ja nicht linear zur Frequenz verändert,
> sondern bleibt konstant..

http://de.wikipedia.org/wiki/Gruppenlaufzeit

Die Gruppenlaufzeit als Ableitung des Phasenganges ist konstant, wenn 
dieser linear ist. Konstante Gruppenlaufzeit bedeutet, dass alle 
Frequenzkomponenten des Signals die gleiche Zeitverzögerung erfahren. Um 
das zu erreichen, muss eine niedere Frequenz eine (betragsmässig) 
kleinere Phase erhalten als eine hohe, in der ja innerhalb der festen 
Gruppenlaufzeit "mehr passiert".

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