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Forum: FPGA, VHDL & Co. Unterschiede der Spartan-3 Kits?


Autor: Steffen Hausinger (Gast)
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Hallo zusammen,

nachdem ich mich nun entschieden habe, in die Welt der FPGAs 
einzusteigen, suche ich hierfür ein Starter-Kit. Ich möchte gerne mit 
der Spartan-3 Reihe von Xilinx beginnen, wobei ich plane, für mein 
späteres erstes Projekt einen Spartan-3A einzusetzen (also als 
Standalone, ohne Board).

Ich habe mich bei Trenz umgesehen und stelle fest, dass es viele 
verschiedene Boards gibt. Der Unterschied zwischen dem Spartan-3 und dem 
3E habe ich hier auch schon zur genüge gelesen. Trotzdem bleiben noch 
einige Fragen offen:

-Im 3/3E wird der Spartan 3E eingesetzt, im 3A der Spartan 3A. Bestehen 
hier große Unterschiede zwischen beiden Varianten? Als Einsteiger kann 
ich das schlecht abschätzen. Macht es einen großen Unterschied, mit 
einem Board für den 3E zu beginnen, wenn ich später einen 3A einsetzen 
möchte?

-Wo ist der Unterschied zwischen dem Board von Xilinx und dem von 
Digilent?
http://shop.trenz-electronic.de/catalog/product_in...
http://shop.trenz-electronic.de/catalog/product_in...
Das eine kostet glatte 35€ mehr! Geht es einfach nur darum, dass beim 
Digilent Wandwarze und USB-Kabel fehlen?

-Was ist mit dem Evaluation Kit, lohnt sich das? Es ist sehr günstig. An 
anderer Stelle im Forum liest man aber, es sei mager ausgerüstet. Unter 
anderem fehle der RAM. Das wundert mich, wozu brauche ich an einem FPGA 
denn bitte so einen riesigen RAM?! Was soll ich da reinschreiben? Was 
ist das mit dem PSoC, wozu brauche ich den? Ich will doch mit FPGA 
arbeiten, nicht mit einem PSoC!


Mir geht es darum, einen guten Einstieg in die Welt der FPGAs zu finden. 
Wenn ich mir mit einem 50€ teureren Kit 10h Ärger oder Rumgesuche 
erspare, ist es das für mich wert. Gibt es zu beiden Kits eigentlich ein 
Handbuch als Einstiegshilfe mit ersten Schritten dazu?


Grüße
Steffen

Autor: Steffen Hausinger (Gast)
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Hat wirklich keiner einen Rat für mich? Zwischen dem teuersten (170€) 
und dem günstigstem Board (60€) liegen satte 110€ Preisdifferenz. Da 
möchte ich vor dem Kauf schon ganz gerne wissen, was ich brauche und 
worauf ich achten muss.

Unterscheiden sich Spartan 3E und 3A in wesentlichen Punkten?

Ist das günstige Evaluation Kit gut ausgestattet oder wird man damit als 
Einsteiger nicht glücklich?

Worin unterscheiden sich das Board von Xilinx und von Digilent?!

Autor: Iulius (Gast)
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Als Einsteiger willst du :

- umfangreiche Erweiterungen auf dem Board (LEDs, Display, Taster, 
Schalter, Speicher, VGA, SD-Card, Audio, Lan, USB, usw)

- Beispiele welche diese Funktionen nutzen


Du musst immer bedenken, egal was du im FPGA machst, das ist alles 
witzlos wenn es nicht "raus kommt".

Gerade als Anfänger ist es sinnvoll wenn man etwas sehen kann. Ein Board 
ohne Display (möglichst mehrere Stellen 7segment -> einfach aber 
ausreichend platz) halte ich für nicht angebracht.

Der FPGA an sich ist mMn fast völlig egal. Alle Boards mit Sparten 3 um 
die 500k aufwärts reichen ewig.


Was den Speicher betrifft : im Idealfall hast du einen schnellen, 
einfach anzusprechenden RAM (vorranging SRAM) und eine große Menge an 
RAM zum zwischenspeichern (z.b. DDR)

Flash kann man sich meist schenken, der taugt nicht zum direkten 
arbeiten, eher als eine Art programmierbarer ROM.


Von den Boards kann ich konkret nicht empfehlen, kenne die Xilinx Boards 
nicht gut genug.

Autor: Uwe N. (ex-aetzer)
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Steffen Hausinger schrieb:
> Das wundert mich, wozu brauche ich an einem FPGA
> denn bitte so einen riesigen RAM?! Was soll ich da reinschreiben?

Wenn du z.B. mal ein LCD-Modul/ TFT anschliessen willst, das externe RAM 
brauchst du als Video Speicher, da der interne RAM da leider meist nicht 
reicht (es sei denn, du begnügst dich mit mit monochromer Darstellung.

Genau  mit diesem Problem ärgere ich mich gerade herum (VHDL Anfänger), 
ich hab auf meinem Spartan 3E Starterkit DDRAM drauf, aber 
Schwierigkeiten das zum laufen zu bekommen. Die VGA Schnittstelle selbst 
läuft bereits ... :(

> -Im 3/3E wird der Spartan 3E eingesetzt, im 3A der Spartan 3A. Bestehen
> hier große Unterschiede zwischen beiden Varianten? Als Einsteiger kann
> ich das schlecht abschätzen.

Soweit ich weiß hat der 3E mehr Logikelemente zur Verfügung als der 3A, 
der dafür mehr I/O Standarts unterstützt. Für meine eignen Basteleien 
ziehe ich im Moment den 3A vor, da dieser (AFAIK) mit 2 versch. Vcc 
auskommt, der 3E braucht 3.

Gruss Uwe

Autor: Christian R. (supachris)
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Also wir haben erst kürzlich das S3E Board von Trenz gekauft, das mit 
USB Kabel und Steckernetzteil. Das läuft einwandfrei. Ich denke mal, der 
Unterschied im Preis kommt durch das Fehlen des internationalen 
Netzteils, der Verpackung usw. ist wie bei Computerteilen mit den 
Bulk-Varianten. Laut Bild und Beschreibung ist das Board das gleiche wie 
das billigere, hat halt nur 32MB SDRAM statt 64.

Autor: René D. (Firma: www.dossmatik.de) (dose)
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Ich habe das Spartanboard mit dem Spartan3AN700 von Digilent.
Das gibt es auch bei Trenz.

Es ist ausreichend vom FPGA.
Die Handbücher sind nur als PDF vorhanden.

Die kannst du auch downloaden.


Die Beispiele die bereits mitgeliefert werden sich soch geil. Doch 
leider fehlen die Quellcodes.


Leider ist immer die neueste Technik aufgelötet.

Der DDR2 RAM ärgert mich auch. Ein einfacher SRAM ist für den Einstieg 
besser geeignet.

Autor: Steffen Hausinger (Gast)
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Verstehe. Dann lasse ich das weniger gut ausgestattete Evaluation Bord 
außen vor. Und bin gespannt, ob ich die Ressourcen, die auf dem Starter 
Kit drauf sind, irgendwann einmal ausnutzen werde. 32 oder sogar 64 MB 
SRAM sind Dimensionen, in denen ich bisher noch nicht gedacht habe 
(komme aus der µC Ecke).

Gibt es denn noch etwas, dass es sich lohnt, mitzubestellen? Ich denke 
da bspw. an den Steckverbinder zur Außenwelt (wurde hier im Forum 
empfohlen)
http://shop.trenz-electronic.de/catalog/product_in...

Was hat es mit dem JTAG Anschluss auf sich? JTAG kenne ich bisher nur 
zum Programmieren und Debuggen. Die Beschreibung des Digilent Boards 
liest sich aber so, als könne man damit nur Programmieren. Und das ginge 
ebenso gut mit dem mitgelieferten USB-Kabel.

Danke Euch Dreien!

Autor: Steffen Hausinger (Gast)
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@dose: Dann ist kein Handbuch mit "Erste Schritte" im Lieferumfang? Das 
ist schade.

Ich habe das ISE Tutorial kurz angelesen. Hierbei handelt es sich 
offensichtlich um eine Einführung, auch mit Beispielen. Oder existieren 
noch andere (bessere) Tutorials? Wie habt ihr den Einstieg geschafft?

Autor: Christian R. (supachris)
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Steffen Hausinger schrieb:

> Was hat es mit dem JTAG Anschluss auf sich? JTAG kenne ich bisher nur
> zum Programmieren und Debuggen. Die Beschreibung des Digilent Boards
> liest sich aber so, als könne man damit nur Programmieren. Und das ginge
> ebenso gut mit dem mitgelieferten USB-Kabel.

Also über JTAG wird der FPGA oder Platform Flash programmiert. Ebenso 
kannst du den ChipScope Debugger als Core einbauen und debuggen.
Die S3e Boards haben einen USB-JTAG Adapter schon drauf, somit brauchst 
du kein Platform Cable. Da steht zwar was von JTAG Stecker, aber da ist 
nirgendwo einer dran. Jedenfalls an meinem Board nicht.

Die 32MB Ram kannst du schnell ausnutzen, wenn du zum Beispiel den 
MicroBlaze Prozessor benutzt, und halt als Framebuffer für VGA und 
solche Spielereien. Schließlich kannst du da ein ganzes Linux drauf 
laufen lassen, ist ja alles dran, was dazu nötig ist. Selbst Ethernet.
Dazu brauchst du aber dann das EDK.

Autor: René D. (Firma: www.dossmatik.de) (dose)
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Der Jtag-Adapter ist gleich mit auf dem Board. Der ON-board Jtag ist nur 
für das Board nutzbar. Auf dem Board ist noch eine Stift 6polig 
(zumindest bei mir), wo man mit einem externen Jtag programmieren kann.

Debugen und FPGA vergiß gleich wieder.

Für Chipscope brauchst du eine Lizenz.

Bei der Hardwareentwicklung wird im Vorfeld simuliert.

Microblaze ist auch nichts für den Anfang.

Fang mit einfachen digitalen Sachen an.

Zähler,
Schieberegister,
VGA Monitor mit Testbildern zu fütteren


Am besten den Schaltplan ausdrucken und die Verknotung zur Außenwelt 
studieren. Wenn dir da Ideen kommen, dann teste sie.
Es ist digitale Technik und keine Software. Alles läuft parallel ab.


Rene

Autor: Christian R. (supachris)
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Ich habe ja auch nicht behauptet, dass Debuggen, ChipScope und EDK mit 
MicroBlaze was für Anfänger ist. Aber für Embedded Prozessor-Systeme 
gibts eben diese gut ausgestatteten Boards. Wobei gerade die S3-Boards 
meiner Meinung nach ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis haben. 
Eine Menge drauf für 150€.

Autor: maikh (Gast)
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Wichtig :
Bei den Xilinx / Digilent Boards gleich einen der großen Hirose 
Flachstecker bei Trenz mitbestellen, wenn man mehr als 8 Leitungen 
extern anbinden will.
Die Dinger bekommt man sonst nur schwerlich.

mfg Maik

Spartan 3E und 3A Evalboardbenutzer

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