Ich lese mir grad Infos zum Spartan-6 an, bin mir aber leider noch nicht
über alles im Klaren. Sehe ich es richtig, dass im Moment ausschließlich
der XC6SLX16 verfügbar ist? Wenn ich's richtig überblicke, ist dieser im
Vergleich zur Spartan-3 Serie am ehesten mit dem XC3S1000 vergleichbar,
jedoch erheblich preiswerter. Spricht dann bei einer Neuentwicklung noch
was für den Spartan-3?
Ich habe schon relativ viel in den Xilinx Bibiliotheken gesucht, aber
kein vernünftiges Datenblatt mit Überblicksinformationen zur Familie
Spartan-6 gefunden, dafür aber verschiedene Docs die auf Details (GTP
Tranceiver usw.) eingehen - gibt es sowas nicht oder habe ich das nur
übersehen?
Würde mich über Antworten freuen! :)
Grüße, Marc
Richtig, vom S6 sind lediglich vereinzelte Engineering Samples
verfügbar. Bis die richtigen Mass-production Teile erhältlich sind,
dürfte noch einige Zeit vergehen. Allerdings sind sie schon interessant
im Vergleich zum S3. Gerade die LUT6 sind nicht zu unterschätzen. Auch
bekommt man mehr BlockRAM zum gleichen Preis.
Für ein Design, was in den nächsten Monaten startet, würde ich sie
allerdings noch nicht vorsehen....wer weiß, wann die wirklich verfügbar
sind.
Hey, danke für die Antwort
>Digikey:>Verfügbare Menge 0
Prima, gestern waren wenigstens noch ein paar zu haben, heute
tatsächlich gar keiner mehr. Die Sache mit den Datenblättern macht mir
auch Sorgen, wenn die Hälfte der Entwicklungszeit dafür drauf geht
Informationen zu suchen ist der Preisvorteil für Kleinserien nicht mehr
da.
Obwohl es nicht direkt zum Thema gehört - der S6 kann LVDS_33 und
LVDS_25 als IO Standard, S3 und S3E nur LVDS_25. Bei letzteren muss man
für ein einzelnes LVDS Päärchen eine komplette Bank auf 2.5V setzen,
oder?
PS: Respekt, hübsche Bässe hast du! Auch wenn Bässe nicht ganz an
richtige Instrumente wie 6-Saitige Eierschneider rankommen wegrenn
> Spricht dann bei einer Neuentwicklung noch was für den Spartan-3?
- Spartan6 Devices nur als EngineeringSamples verfügbar
- Einige technische Daten nicht qualifiziert/dokumentiert
- Maximale IO-Anzahl durch die verfügbaren EngineeringSamples (bis vor
wenigen Tagen max. 484Pin Derivate) limitiert
- Spartan6, maximal 6 IO Banks (die kleineren Familienmitglieder nur 4)
- diverse 3th party IP noch nicht für LUT6 verfügbar, bzw. nur für
Virtex5 optimiert ( meist eher preislich, denn funktionell ;) )
- Spartan6 von Xilinx noch nicht für die Serie freigegeben
Marc schrieb:
> Obwohl es nicht direkt zum Thema gehört - der S6 kann LVDS_33 und> LVDS_25 als IO Standard, S3 und S3E nur LVDS_25. Bei letzteren muss man> für ein einzelnes LVDS Päärchen eine komplette Bank auf 2.5V setzen,> oder?
Das muss man doch immer. Eine Bank mit gemischten Spannungen ist ja
technisch kaum möglich.
OT, Marc schrieb:
> wie 6-Saitige Eierschneider
Mich graust davor, dass man bei so einem Eierschneider gar nicht mehr
drücken muß. Der drückt von alleine (rein gewichtsmäßig)...
> wie 6-Saitige Eierschneider
So einen hab ich auch, aber der zerrt dermaßen am Kreuz, dass es ein
ebensolches mit dem ist... :-/
BTW: Einen Schack Vollgraphit hab ich auch noch...
... nur falls es interessiert, wir haben diverse RF Projekte mit Spartan
6 realisiert. Beispiel s.h. www.dw-w.com. Stromverbrauch beim gleichen
Design verglichen zum Virtex 4 nur noch ca. 30%!!
Grüße
A. Wolf
Ich weiß das der Artikel zwar schon ein büschen älter ist, aber
zweckentfremde diesen Thread hier mal allein wegen seiner Überschrift.
Ich hab mir mal die Datenblätter vom Spartan3 und Spartan6 angeschaut.
Kann es sein das ich beim Spartan 6 weniger Ressourcen bei den
QFP-Gehäusen hab als beim Spartan 3 ?
Z.b. hat ein XC3S400 3580 Slices. ein XC6SLX9 aber nur 1400. Das ist ja
weniger als die hälfte :-(
Stimmt das oder hab ich das falsch verstanden ?
Hintergrund ist der das ich mir den Artikel Softcores mal durchgelesen
hab und eine Mico32 CPU ja ca 1600 Slices benötigt. Demnach würde die
(von den Slices) her ja in einen Spartan3 im QFP Gehäuse ja noch
reinpassen (abgesehen vllt vom Routing-Aufwand), aber in einem neueren
Spartan 6 schon überhaupt nicht mehr reinpassen.
Ok, ne Mico32 ist vllt auch generell was groß angesetzt für kleinere
QFP-Spartans. Aber weniger als die hälfte an Slices find ich doch schon
arg.
Slices kannste nicht vergleichen, daher gibt X ja auch LEs an.
4x LUT6 + 8FF beim S6 versus 2x LUT4 + 2 FF beim S3 war das glaube ich.
Dazu gibts mehr Speicher, DSP Slices, usw.
Also der LX9er ist schon ein Stück leistungsfähiger als der 3S400er
Musste halt mal die Datenblätter etwas genauer anschauen :-)
@Zorg,
ja, danke für den Hinweis. Das die Spartan 6 mehr BRAM und mehr
DSP-Slices bzw Multiplizierer haben hab ich schon gesehen. Nur mir war
nicht ganz klar das die LUTs größer sind (hatte ich nur nebenbei
gelesen) und damit auch die Slices "umgerechnet" größer sind. Hatte mich
schon was gewundert da man ja eigentlich meinen müsste das mit ner neuen
Generation von FPGA's die Ressourcen bzw Features ja logischerweise mehr
werden müssen, nur mir kam der direkte Vergleich der Slices was komisch
vor. Hab mir nicht vorstellen können das man den "QFP-Markt" davon
ausschließt. Dann hab ich ja genug Platz für mein Audio-Projekt und
Softcore-Basteleien, selbst im QFP Gehäuse :-)
Besten Dank.
Außerdem besitzt der Spartan 6 ja auch noch einen DDR
Hardware-Controller dieser ist für Mikrocontroller auch sehr interessant
falls Du mehr RAM brauchst.
Na ja ...der DDR Controller würde mich primär erstmal nicht
interessieren, da DDR ja nicht "mal aben" angekorkt werden kann. Da ist
SDRAM schon deutlich einfacher, und vor allem auch auf ner 2-lagigen
Platine handelbar.
Daher ja auch der Verweise auf die QFP's. Von den Ressourcen her wären
die größeren FPGAs auch preislich sicherlich noch für Hobby-Basteleien
interessant, aber erstens das löten (was zwar mit nem Pizza-Reflow-Ofen
ja ganz gut gehen soll), und zweitens der Preis für ne vierlagige
Platine (2 lagig BGA ? wohl kaum :-(( ) machen die ganze sache ehrlich
gesagt was unattraktiv. Wenns nen XC6SLX16 oder gar nen XC6SLX25 in nem
208'er QFP geben würde wäre das schon echt nen Knüller. (jaja, man wird
ja noch träumen dürfen :-)).
Rene B. schrieb:> und vor allem auch auf ner 2-lagigen Platine handelbar.
Was spräche gegen DDR2-Speicher in 2-lagig? Bei nur einem Chip müsste
das noch gehen.
Bei 2-lagiger Platine dürfte sich ein DDR2-RAM zwar noch mit den ganzen
Impendanz und Längenanforderungen machen lassen, aber ich bekomm auf ner
2-lagigen Platine so schlecht nen BGA mit 256 Pinnen unter. Und nen BGA
bräuchte ich ja damit ich die DDR-Features nutzen kann. Wobei, nochmal
gesagt, mir SDRAM von der Ansteuerung und vom Layout-Aufwand deutlich
einfacher erscheint bzw auch ist und mit 32MByte bin ich für die meisten
"meiner" Systeme (Audio-Projekt, Softcore-Basteleien, sonstige
Hardwarebasteleien mit FPGAs) mehr als dicke bedient.
Rene B. schrieb:> Hintergrund ist der das ich mir den Artikel Softcores mal durchgelesen> hab und eine Mico32 CPU ja ca 1600 Slices benötigt.
Das müssen wohl mal ein Update ran. Die Zahlen sind glaube ich alle mit
dem Spartan 3 entstanden.
Duke
@Duke
na ja, ein update wäre denke ich was schwierig. Allein schon weil Slices
"familienintern" mal so mal so aufgebaut sind und Xilinx ja auch nicht
so direkt vergleichbar wäre mit Altera. Von daher wäre ein Vergleich
eben nicht immer so direkt machbar, oder ?
Aber wäre mal interessant zu wissen wieviel ein Mico32 (oder auch andere
Softcores) auf einem Spartan 6 brauchen.