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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik M9803R Tischmultimeter: Schnittstelle hat Macke?


Autor: Reinhard W. (rw2010)
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Hallo,
ich habe das M9803R ganz neu und habe den Verdacht, dass es eine Macke 
hat. Bei der Übertragung mit der seriellen Schnittstelle gibt es immer 
wieder Fehler (ausfallende Bytes bzw. Telegramme), wie ich mit der 
mitgelieferten Software und auch mit eigenen Testprogrammen festgestellt 
habe. Ursache dafür ist die Hardware an der seriellen Schnittstelle des 
Geräts. Die Amplitude des positiven Pegels der Sendeleitung TxD (high) 
fällt im Verlauf eines Telegramms von anfangs +8 V auf bis zu +2 V, 
teilweise unter +1,5 V. Damit kann der PC natürlich nicht viel anfangen. 
Der negative Pegel (low) bleibt auf etwa -5 V, das ist ok.

Die Spannungsversorgung der Schnittstelle erfolgt aus den 
Schnittstellensignalen des PC. Das DTR (das einzige positive Signal zum 
Gerät) hat während dieser Zeit noch ca. +7 V, sollte also ausreichen.

Jetzt frage ich mich, ist das so "typisch" und geht deshalb oft nicht, 
oder ist es eher "atypisch" und müsste an einem Hardware-Defekt liegen?

Ich kann schon auch so damit arbeiten, weil zumindest alle 2 bis 4 sec 
Messwerte übertragen werden (statt 2 pro Sekunde), aber ich finde das 
ziemlich unbefriedigend. Der Effekt tritt vor allem im Bereich Ohm auf, 
mit z.B. kurzgeschlossenen Messleitungen (0,4 Ohm).

Details hierzu habe ich auch hier dokumentiert:
http://www.reinhardweiss.de/german/mastech.htm

Wer kann das bestätigen oder hat andere/bessere Erfahrungen?

Autor: Reinhard W. (rw2010)
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Ich bin wohl der Einzige, der solche Probleme hat. Aber ich kann 
vermelden, dass ich das Problem gelöst habe.
Das Besondere ist, dass der Optokoppler, der die Potentialtrennung 
zwischen Gerät (Messkreis) und Auskopplung (Schnittstelle) macht, nicht 
etwa ein IC ist, sondern aus IR-LED und Photodiode besteht. Die beiden 
Bauelemente stehen sich direkt dicht gegenüber. Die LED bestrahlt die 
Photodiode mit den digitalen Signalen, mit einem Transistor wird das 
verstärkt und ein weiterer schaltet recht primitiv die DTR-Spannung auf 
den Ausgang ein und aus.
Nur habe ich jetzt festgestellt, dass bei mir der Abstand der beiden 
Dioden mit 1 mm größer ist als bei einem Vergleichsgerät (von Bernhard 
Redemann 
http://www.mikrocontroller.net/articles/Umbau_des_... 
), wo sich die Bauteile direkt berühren. Außerdem sind sie bei mir nicht 
parallel ausgerichtet. Damit wird weniger Energie in den Treiber 
gekoppelt und die Transistoren können nicht voll durchgesteuert werden. 
Daher kommt die Ausgangsspannung nicht hoch genug.

Da das Gerät noch ganz neu ist, wollte ich nicht daran herumlöten, 
obwohl das der richtige Weg gewesen wäre (LED/Diode ausrichten und ganz 
nah gegenüber platzieren). Ich habe es anders gelöst: ich habe von einem 
Kunststoff-Trinkhalm eine kurze Hülse gemacht und über beide Bauteile 
als Schirm (Tunnel) geschoben. Zusätzlich habe ich noch außen herum eine 
Alu-Folie drum gelegt und fixiert. Damit steigt der Ausgangspegel von 
bisher 1,5 V auf 3,7 V.

Mehr ist nicht zu erwarten, weil DTR vom PC schon auf 4,8 V 
zusammenbricht und der Ausgangsschalter auch knapp 1 V Spannungsabfall 
benötigt.

Auf meiner WebSite http://www.reinhardweiss.de/german/mastech.htm
habe ich alles im Detail dokumentiert. Da habe ich auch die Schaltung 
des RS232-Treibers aufgezeichnet.

Mich würde jetzt nur interessieren, ob andere Besitzer dieses Geräts 
ähnliche Probleme beobachtet haben und ob da auch die Dioden so 
schlampig platziert sind.

Reinhard

Autor: Volker Schulz (volkerschulz)
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Krass! Dieser "Optokoppler fuer Arme" ist ja eine Ingenieursleistung 
allererster Guete. Abgesehen von den technischen Defiziten kann sich 
sowas doch eigentlich nur lohnen, wenn man die Platinen von kleinen 
chinesischen Kindern bestuecken laesst... Und wenn ich so ein 
chinesisches Kind waere, haette ich nicht nur gelegentlich mal einen 
"schlechten Tag".


Volker

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