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Umbau des DMM M9803 mit Bluetooth
[Bearbeiten] Warnhinweise
[Bearbeiten] SicherheitshinweiseZiehen sie unbedingt vor Umbau den Netzstecker des Multimeters, sonst besteht die Gefahr eines lebensgefährlichen, elektrischen Schlages! Bitte beachten Sie die VDE Sicherheitsvorschriften und -hinweise zu elektrischen Geräten und spezielle die Sicherheitshinweise des Herstellers. Beim Arbeiten mit dem fertigen Modul ist zu beachten, dass die Anschlusspins etwas scharfkantig sind und somit bei unsachgemäßer Handhabung leichte Verletzungen verursachen können. [Bearbeiten] SchaltungsideeDie Idee des Umbaus besteht darin, dass man eine fertige, mit dem BTM222 bestückte Leiterplatte auf die vorhandene RS232 Buchse steckt und mit einem Kippschalter die Betriebsspannung für das Modul einschaltet. Damit kann das Multimeter über Bluetooth seine Messdaten übermitteln. Die Versorgungsspannung wird von der einzulötenden Stiftleiste „VDD VSS“ entnommen. Will man mit einem seriellen Kabel wiederum arbeiten, so schaltet man mit dem Kippschalter die Spannungsversorgung wieder aus. Es handelt sich also größtenteils um ein Hardware-Projekt. Um die Messdaten von Multimetern zu übermitteln, ist die Verkabelung mittels RS232 oder USB teilweise störend oder nicht erwünscht. Das Bluetoothmodul BTM-222 bietet sich daher an, zumindest für die Multimeter mit RS232-Schnittstelle einen Kabelersatz zu schaffen. Beispielhaft soll hier das Multimeter M9803R für diesen Umbau herangezogen werden. [Bearbeiten] Schritt 1: Anlöten eines 2-poligen SteckersZunächst muss das Multimeter aufgeschraubt, und die Leiterplatte M9803-1, die sich hinter den Batteriefächern befindet, ausgebaut werden. Dann wird unterhalb der Dioden D107/D108 der 2-polige Stecker des Leiterplattenverbinders so angelötet, dass das schwarze Kabel an VSS und das braune Kabel an VDD verbunden ist. Dies ist unbedingt einzuhalten, siehe dazu die nächsten drei Abbildungen: Nach erfolgtem Anlöten des Steckers wird die Leiterplatte wieder angeschraubt. [Bearbeiten] Schritt 2: Bohrung Rückwand für UmschalterAls nächstes wird an der Rückwand mittig über dem Netzschalter eine Bohrung von 5,0mm für den Kippschalter gebohrt. Anschließend werden die Leitungen des Leiterplattenverbinders und die Verbindung Kippschalter (Mitte) ↔ RS232-Buchse angelötet, der Kippschalter eingebaut und mit der Mutter festgeschraubt: [Bearbeiten] Schritt 3: Anlöten des Schalters an die RS232-BuchseNun wird der Kippschalter an Pin 9 (+) und 8 (-) der RS232 Buchse angeschlossen (siehe Bilden oben rechts). [Bearbeiten] Schritt 4: Testen der AnschlussbelegungAls nächstes muss unbedingt überprüft werden, ob das Ein- und Ausschalten der Betriebsspannung an der RS232-Buchse funktioniert und ob die Polarität richtig ist. Dazu wird ein weiteres, kleines Multimeter benötigt, welches die Spannung im ein- und ausgeschaltetem Zustand an den Pins 8/9 der RS232-Buchse misst. Der eingebaute Kippschalter ist zunächst in der linken Position („B“, RS232-Betrieb). An der RS232-Buchse wird die rote Messleitung an Pin 9, die schwarze an Pin 8 angeschlossen („A“). Das M9803 wird nun eingeschaltet (Frontschalter), das Handmessgerät sollte nun 0V anzeigen. Wird der Kippschalter nun in die rechte Position gestellt, sollte die Ausgangsspannung von ca. +9V angezeigt werden. Damit sind die Umbauarbeiten am Tischmultimeter M9803 abgeschlossen. Das Gerät kann nun wieder verschlossen werden.
[Bearbeiten] Schritt 5: Bestücken der Leiterplatte für das BTM-222
[Bearbeiten] Schritt 6: BTM-222 KonfigurierenAls nächstes muss das fertige Modul konfiguriert werden. atn=BT9803 // Neuer sinnvoller Name atl1 //9600bps Dazu wird ein Adapter aus einem D-SUB 9 m/w zusammengelötet (siehe unten). Nach dem Einschalten der Betriebsspannung für das BT9803-Modul wird über den PC (Nullmodemkabel) das Modul wie oben angeben konfiguriert. Nach erfolgter Konfiguration kann nun das Modul auf die RS232-Buchse des M9803 gesteckt, und in Betrieb genommen werden:
[Bearbeiten] Test der Bluetoothverbindung etc. auf dem PCEs hat sich herausgestellt, dass nur die Originalsoftware DMM Version 1.1 unter Windows vernünftig funktioniert. Unter Linux kann die Opensource Software QTDMM verwendet werden. [Bearbeiten] Weitere IdeenDies ist sicherlich nur eine Möglichkeit, dieses Multimeter mit Bluetooth auszustatten. Wenn man ganz auf die Möglichkeit verzichten will, per RS232 Kabel das Multimeter an den PC anzuschließen, so macht es durchaus Sinn, die RS232 Buchse komplett in das Innere des Multimeters zu verlegen und dort auch das Bluetoothmodul anzuschließen. Die Möglichkeiten sind hier sicherlich unbegrenzt. [Bearbeiten] Stückliste
[Bearbeiten] Beschreibung der SchaltungAls Bluetoothmodul wird das BTM-222 von Rayson in einer Minimalbeschaltung verwendet. Außer den Spannungsversorgungspins (3,3V und GND) werden nur die Pins UART_RX, UART_TX, PIO4 und RESET verwendet. PIO 4 kann lt. Applicationsheet und Datenblatt des Herstellers dazu verwendet werden, die UART zurückzusetzen, dies geschieht mit JP3. Da dieser Eingang high-aktiv ist wird ein Pull-Down Widerstand R1 benötigt. Der normale Resetpin ist low-aktiv, daher die Beschaltung des JP2 gegen GND. Durch einen internen Pull-Up Widerstand ist hier keine Beschaltung notwendig. Der Kondensator C6 dient dazu, beim / nach Einschalten eine definierten Zustand zu erreichen, d.h. der Pin ist beim Einschalten auf "low" und geht dann kurz danach auf "high" (Aufladung des Kondensators C6). Die Spannungsversorgung, die aus dem Multimeter ca. 10-12V beträgt, wird mittelst Spannungsregler (IC1) und die dazugehörigen Elkos (C1, C2) auf 3,3V stabilisiert. C3 ist möglichst nahe am BTM-222 platziert worden. Um die vorhandene RS232 des Multimeters nutzen zu können, wird ein Pegelwandler in Form eines MAX3232 eingesetzt. Dieser ist für 3,3V ausgelegt. Es hat sich gezeigt, dass man durchaus auch einen ST232CN einsetzen kann, allerdings wird dieser durch die 3,3V außerhalb der Spezifikation betrieben. Sollte es beim Einsatz eines "normalen" MAX232 o.ä. zu Problemen kommen, dann lieber einen MAX3232 einsetzen. Der Einsatz eines MAX232N (10µF Variante) ist nicht möglich. [Bearbeiten] Stromlaufplan und Layout
[Bearbeiten] Technische Daten
[Bearbeiten] Links im Internet |