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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Selbsthalteschaltung mit Atmega


Autor: Andreas Ruediger (lanthan)
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Hallo allerseits.

Ich habe einen elektronischen Würfel programmiert, welcher in ein 
Gehäuse kommt und einen Buzzer auf der Oberseite und 4x2 
Siebensegmentanzeigen zu den Seiten bekommt (2 Wuerfelergebnisse welche 
für die bessere Sichtbarkeit in alle 4 Richtungen angezeigt werden). Die 
Segmentanzeigen und die Generierung des Zufalls funktionieren prächtig. 
Aber eine zusätzliche Anforderung die meine Verwandschaft an das Gerät 
gestellt hat ist, dass es nach Möglichkeit nicht über einen Aus-Schalter 
verfügt sondern nach einer Minute selbst ausgeht.
Das Einschalten wolte ich dadurch realisieren, dass ich die 
Batteriespannung (4,5V) ueber 2 weitere Pins, die mir der Schalter des 
Buzzers zur Verfügung stellt mit dem Eingang des Atmega168 verbinde. Das 
Problem ist nun, diese Versorgungsspannung aufrecht zu erhalten.

Meine Idee dazu war nun einfach einen Transistor zusätzlich zwischen 
Batterie und Atmega zu schalten (den Buzzer-Einschalter ebenfalls hinter 
den Wiederstand an der Basis) und an die Basis einen Ausgang des Atmega 
zu legen, welcher nach einer Minute den Pegel auf low legt und sich 
dadurch selbst abschaltet.

Mein Transistor ist ein BC547B. Als Basiswiederstand habe ich einen Wert 
von 1kOhm ausgerechnet (nach dem Tuturial auf dieser Seite).

Doch das ganze funktioniert ueberhaupt nicht. Zum Testen habe ich das 
Ganze erst mal nicht hinter der Batterie hängen, sondern hinter einer 5V 
Spannungsquelle. Obwohl der Atmega den Port für die Basis des 
Transistors korrekt beschaltet, schaltet sich die ganze Konstruktion ab 
sobald ich den Buzzerknopf los lasse.

Nun habe ich hier schon mal etwas gesucht und folgende Schaltung dazu 
gefunden: Beitrag "µC selbst ausschalten lassen"
Diese verstehe ich allerdings ueberhaupt nicht. Generell sind 
Selbsthalteschaltungen, die man von anderen findet wesentlich komplexer 
aufgebaut.
Kann mir jemand erklären, warum die Variante mit dem einen Transistor 
nicht funtioniert?

Autor: Alexander Schmidt (esko) Benutzerseite
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Das Ausschalten macht man ganz ohne Transistoren nur in Software.
http://www.mikrocontroller.net/articles/Sleep_Mode...

Autor: Andreas Ruediger (lanthan)
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Alexander Schmidt schrieb:
> Das Ausschalten macht man ganz ohne Transistoren nur in Software.
> http://www.mikrocontroller.net/articles/Sleep_Mode...

Garkeine so schlechte Idee. Habe noch mal im 48/88/168 Manual 
nachgelesen. Wenn ich es richtig verstanden habe reagiert der Chip 
weiterhin auf High-Level Interrupts. Das wäre auch notwendig. Denn ich 
kann den Buzzerknopf ja nicht zusätzlich an den Resetknopf dran hängen. 
Dann würde er sich ja jedes mal neu starten wenn man eigentlich nur neu 
würfeln will.

Ich werde das gleich mal ausprobieren.

Spannend wäre trotzdem noch ein Antwort auf die Frage warum es mit einem 
Transistor nicht funktioniert. Ich komme aus der Informatik-Ecke und 
kenne mich da dann bei der Elektronik einfach nicht mehr im 
ausreichenden Maße aus.

Autor: Anja (Gast)
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Andreas Ruediger schrieb:
> Spannend wäre trotzdem noch ein Antwort auf die Frage warum es mit einem
> Transistor nicht funktioniert. Ich komme aus der Informatik-Ecke und
> kenne mich da dann bei der Elektronik einfach nicht mehr im
> ausreichenden Maße aus.

Hallo,

ich weiß ja nicht wie du den Transistor geschaltet hast.
Wahrscheinlich die Basis vom Port-Pin gesteuert.
Der Kollektor an die Batterie.
Der Emitter an die Versorgung des Prozessors?

In dem Fall hast du am Emitter immer 0,7V weniger als an der Basis.
-> die Versorgung wird in kurzer Zeit abgewürgt. Da die Versorgung und 
damit die Basis immer um 0,7V zu klein sind.

Ich verwende immer 2 Transistoren:
1. PNP als Schalter für die Versorgung
2. NPN steuert den PNP über Basiswiderstand durch.
3. Widerstand von Basis NPN an Port-Pin für die Selbsthalteschaltung.

Einschalten geht dann durch überbrücken des PNP-Transistors, oder 
zusätzliches Einspeisen eines Stroms (über Dioden) an der Basis des 
NPN-Transistors.

Gruß Anja

Autor: Winne Z. (rugbywinne)
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Hier mal ein Schaltungsauszug der mit Transistoren arbeitet.
- T1 und T2 sind der "Hauptschalter"
- Solange SW1 o.SW2 nicht gedrückt werden ist alles absolut stromlos.
- Wird SW1(2) gedrückt, schaltet T1 und T2 durch.
- ...Prozessor startet und hält sich über D3 selbst.
- Abschaltung auch über D3

Ach ja...
Links wird die Versorgungsspannung angelegt. in diesem Fall 18V.

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