Wer kennt Netzgerät aus Physikunterricht

OP #1610519
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Hallo ihr lieben,

wir hatten für Elektronikexperimente im Phsysikunterricht (zw. 1995 u. 
2002 oder so) solche Netzgeräte, die sahen so pultförmig. Man konnte 
dort irgendwie mit zwei Bananensteckern die gewünschte Spannung 
"zusammenstecken", z.b. 1V und 3V oder so.

Kennt jemand solche Netzgeräte und kann mir irgendwie nen Typ sagen?
#1610599
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> Kennt jemand solche Netzgeräte und kann mir irgendwie nen Typ sagen?

"Stromversorgungsgerät SVG 220 V~ 40 VA VEB Feinwerktechnik Leipzig" 
steht auf dem Typenschild.

Es hat Wicklungsanschlüsse für 0 V, 2 V, 3 V, 8 V und 12 V, an denen 
mittels zweier Banenenstecker alle Spannungen in 1V-Schritten 
abgegriffen werden können, sowie Anschlüsse für Wechselspannung (2 A) 
und Gleichspannung (1A). Drin ist neben dem Trafo und einem 
Bimetallrelais noch ein Selengleichrichter.

...
OP #1610752
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Winfried J. schrieb:
> das hatten wir damals alle im Osten in der Schule ;-)

Meine Schulzeit war zwar paar Jahre nach dem Mauerfall, aber ich glaube 
so ne kleine Dorfschule war eh nicht auf dem neuesten Stand der Technik.

Ob so ein Netzgerät auch etwas für Mikrocontroller-Basteleien wäre?
OP #1610920
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Rufus t. Firefly schrieb:
> Der Micha schrieb:
>> Naja... im Moment reicht mir mein selbstgestricktes
>> Festspannungsnetzteil mit gegretelten 5V und 9V.
>
> Davon hätte ich gerne einen Schaltplan.

Naja... ähh... das bekommt glaube jeder auch ohne Schaltplan hin.

irgendwas um die 12V AC über einen Gleichrichter mit paar Elkos zur 
Glättung, danach dann ein 7805 sowie parallel ein 7809.
Reicht für einfache Mikrocontrollerschaltungen völlig aus.

Den Schaltplan vom Gretel gibts nur gegen Geld ;-)
#1611249
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Hier noch ein Foto von so einem Teil. Eigentlich von zwei Geräten, dem 
einen habe ich das Gehäuse entwendet, da ist jetzt ein 
Gartenbahn-Fahrtrafo (solider Trafo, PWM-Fahrtregler) drin. Die Geräte 
sind mir mal zugeflogen, als sie eine Schule verschrottet hatte.

Die "Gretelung" ist übrigens besser als die "Hänselung". ;-)

...
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#1611743
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Ja, die 7 Volt fehlen, da hatte ich mich wohl zu weit aus dem Fenster 
gelehnt. Ich hab's auch nach dem Schreiben gemerkt, hatte aber gehofft, 
dass es keiner merkt. Ich hätte mich jetzt auch mit 
"Aufmerksamkeitstest" herausreden können, aber ich glaube, das habe ich 
nicht nötig...

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#1611802
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Hannes Lux schrieb:
> Ja, die 7 Volt fehlen,

Puh.
Dann bin ich beruhigt.
Ich dachte schon, ich wär zu dämlich, das auzuknoblen.

Das Prinzip find ich nämlich ziemlich gut durchdacht :-)
Wie ich überhaupt ziemliche Hochachtung für den Technikern 'im Osten' 
habe. Da findet man oft genial einfache Lösungen, die mit minimalem 
Materialeinsatz ein Maximum an Funktionalität rausholen.
OP #1611826
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Kermit der Frosch schrieb:
> und 11 Volt sind auch nicht möglich. ;-)

Hm... die hab ich auch nicht gefunden.
Vor dem Steckprinzip hab ich immer Hochachtung gehabt, da ich das 
während meiner Schulzeit nie kapiert hab. Unser Lehrer sagte immer nur 
"steckt die Stecker dort und dort hin".

aber wozu braucht man 7 u. 11 Volt?
#1611827
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> Da findet man oft genial einfache Lösungen, die mit minimalem
> Materialeinsatz ein Maximum an Funktionalität rausholen.

Dafür ist dann ein Bimetall-Auslöser eingebaut worden, wie er 
üblicherweise als Motorschutz Verwendung findet. Also ganz so "billig" 
ist das Teil nichtmal. Beim Vergleich mit dem "Knecht" sollte man 
bedenken, dass das Teil aus den Sechzigern (oder sogar noch davor) 
stammt. Ich kann mich jedenfalls erinnern, dass es diese SVGs bereits zu 
meiner Schulzeit (56-66) gab.

...
#1612018
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Karl heinz Buchegger schrieb:
> Das Prinzip find ich nämlich ziemlich gut durchdacht :-)

Hm, meinst du wirklich?

Wenn man getrennte Wicklungen - statt nur eine mit Anzapfungen - mit 1, 
2, 4 und 8 V sekundär anbringt, geht von 1 bis 15 V alles 
zusammenzustöpseln - allerdings nicht mehr mit nur zwei Bananensteckern.

Man könnte aber auch Spannungen subtrahieren, wenn man nur getrennte 
Wicklungen hat...
#1612037
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> Wenn man getrennte Wicklungen ...

Und wenn man Enten gekauft hätte, wären die Hühner nicht ersoffen... ;-)

Es war ein gut durchdachter Kompromiss, das Gerät hat sich Jahrzehnte 
lang (von Schülern bedient) im praktischen Einsatz bewährt. Aber ich 
hab's nicht erfunden (die Schweizer auch nicht), ich muss es daher auch 
nicht verteidigen.

Es gibt immer eine Möglichkeit, ein Produkt durch kleine Änderungen 
aufzuwerten, oder aber durch Weglassen von Kleinigkeiten etwas billiger 
und schlechter zu machen.

...
(Firma: Nisch-Aufzüge) Persönliche Seite #1612103
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... und zu dem unkaputtbar.

@UHU,

um bei falchem Zusammenschalten von Einzelwicklungen dahinzukommen must 
du jede einzeln absichern oder die Primäseite und die Sekundärseite 
kurzschlusfest auslegen. Da stehen Aufwand und nutzen nicht mehr ihm 
vernünftigen Verhältnis zueinander.


Soweit ich mich erinnere gab es einen Vorsatz welcher mit Messerleiste 
angeschlossen wurde der liefert über Poti und RC_Glied 0-11V 
durchstellbar geglätte 100mA (unstabilisiert)

Es gab sogar einen Niedervolt Röhrenversuch mit ECC83 welcher mit diesem 
NT gefahren wurde. Die Kennlinienaufnahme war meine PH-Prüfung in der 
10.Klasse
1977
#1612142
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Jörg Wunsch schrieb:
> Der Micha schrieb:
>> Ist als Gleichrichter da wirklich nur EINE Diode drin?
>
> Das müsste Hannes Lux eigentlich beantworten können.  Auf seinem
> Bild ist der Selengleichrichter (leicht verdeckt) zu erkennen.
> So, wie er aussieht, dürfte es eine Grätzbrücke sein.

Genau...

...
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#1612189
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Winfried J. schrieb:
> um bei falchem Zusammenschalten von Einzelwicklungen dahinzukommen must
> du jede einzeln absichern oder die Primäseite und die Sekundärseite
> kurzschlusfest auslegen.

Das müßte man bei den Anzapfungen auch, um das Teil idiotensicher zu 
bekommen. Aber das haben sie wohl mit dem Bimetallschalter erledigt.

> Da stehen Aufwand und nutzen nicht mehr ihm vernünftigen Verhältnis
> zueinander.

So drastisch ist es nicht, aber der Aufwand wäre zweifellos etwas höher:
- mehr Buchsen und Banaenstecker + Strippen
- etwas mehr Kupfer für die Sekundärwicklung wegen der 3 V höheren
  Ausgangsspannung.
- 4 Sekundärwicklungen, statt einer mit Anzapfungen.
#1612221
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Winfried J. schrieb:
> Hier reicht ein BiM für alles in eier Abgriffleitung

Da stellt sich erst mal die Frage, wie der Bimetallschalter wirkt. Ich 
vermute, daß er eine Überhitzung des Trafos verhindert und nicht als 
eine Art Sicherung den Strom mißt.

Wenn der Bimetallschalter auf Strom, statt auf Trafoerwärmung reagiert 
gibt es genügend Möglichkeiten, die Anzapfungen so zu verschalten, daß 
er umgangen wird.
#1612528
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Beitrag "Re: Wer kennt Netzgerät aus Physikunterricht"
Ihr vergesst das es noch 2 zusätzliche Wicklungen für geringe
Belastung gab .
Ca 12V wie schon genannt und ca 30-40V.
Auf dem Foto sieht man beide Wicklungen.
Kann leider nicht Messen,Kinderbetreuung.

..übrigens Ihr Diskutiert über ein Fakt, als ob man einen 
Steinzeitmenschen
erklären möchte,wie er anders, besser Feuer machen könnte.
#1612611
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Oh, oh, ihr Ossis...

Meinst du nicht, daß es es wert war, die Schaltung genauer unter die 
Lupe zu nehmen?

Es hätte sich ja genauso herausstellen können, daß das alte Gerät 
wirklich sehr pfiffig konstruiert wurde. Wäre ja nicht der erste Fall, 
daß man feststellt, daß es die Altvorderen knüppeldick hinter den Ohren 
hatten...

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