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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Lohnt ein AVRISP mk II?


Autor: Fritz (Gast)
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Hallo,

ich besitze zur Zeit einen einfachen ISP Nachbau ohne Gehäuse.
Da mich das ein wenig nervt wollte ich mir evtl. einen AVRISP mk II 
holen.

Was ich mich aber frage, gibt es beim AVRISP mk II irgendwelche Vorteile 
im Gegensatz zu den eigenbau ISPs? Oder sind die Funktionell eigentlich 
identisch?

Oder doch besser direkt nen JTAG ICE mkII?
Wobei ich den Vorteil da auch nicht so wirklich sehe :)

Gruß

Autor: Richard U. (ronw)
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Nimm den AVR Dragon! Wird vollständig vom AVR Studio unterstützt und 
kann neben ISP auch DebugWire/JTAG und sogar HV.
Der Dragon kommt allerdings auch ohne Gehäuse, lässt sich aber 
hervorragend in eine Kassettenhülle einbauen.

Autor: Andreas Ferber (aferber)
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Fritz schrieb:
>
> Was ich mich aber frage, gibt es beim AVRISP mk II irgendwelche Vorteile
> im Gegensatz zu den eigenbau ISPs? Oder sind die Funktionell eigentlich
> identisch?

- Support vom Hersteller, insbesondere Firmware-Updates wenn neue
  Controller erscheinen
- Unterstützt beliebige Target-Spannungen von 1,8 bis 5,5V
- aufwendige Schutzbeschaltung am ISP-Port, die es dir erheblich
  erschwert, das Ding versehentlich zu zerschiessen
- ggf. sowas banales wie: Garantie ;-)

> Oder doch besser direkt nen JTAG ICE mkII?
> Wobei ich den Vorteil da auch nicht so wirklich sehe :)

Der kann halt noch zusätzlich über JTAG programmieren, und man kann 
damit In-Circuit-Debuggen. Wenn man das nicht braucht, kann man drauf 
verzichten.

Oder man kann den Dragon nehmen, der hat aber keinen nennenswerten 
Schutz in der Schaltung, und geht daher manchmal schon vom Ansehen 
kaputt.

Andreas

Autor: Christian Besemann (christianbesemann)
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@Fritz

wenn das programm mal etwas größer wird ist man mit dem JTAG interface 
wesenlich schneller beim flashen des atmel, gefühlter faktor 10...

chris

Autor: Fritz (Gast)
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Andreas Ferber schrieb:
> Der kann halt noch zusätzlich über JTAG programmieren, und man kann
> damit In-Circuit-Debuggen. Wenn man das nicht braucht, kann man drauf
> verzichten.

Naja, bisher mach ich Debug-Ausgaben eigentlich immer über als Ausgabe 
über die UART Schnittstelle. Hat bisher eigentlich immer ausgereicht :)


Christian Besemann schrieb:
> wenn das programm mal etwas größer wird ist man mit dem JTAG interface
> wesenlich schneller beim flashen des atmel, gefühlter faktor 10...

Was heißt denn "etwas größer"?
10kB 50kB 100kB?

Autor: Christian H. (netzwanze) Benutzerseite
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Christian Besemann schrieb:
> wenn das programm mal etwas größer wird ist man mit dem JTAG interface
> wesenlich schneller beim flashen des atmel, gefühlter faktor 10...

Das hat mich bisher nie gestört. Habe aber auch noch keine größeren AVRs 
benutzt. Aber auch dort könnte ich es verschmerzen, wenn ich 10 Sekunden 
für das Programmieren warten müsste.

Ich habe einen AVR ISP mk II und bin vollauf zufrieden. Der Grund für 
die Anschaffung war ein "Billigprogrammer" der öfters Probleme machte.

Ich besitze auch einen Dragon, den ich aber noch nicht verwendet habe 
(noch kein Gehäuse, keine Schutzmaßnahmen). Der wird sicherlich auch nur 
aktiviert, wenn ich JTAG oder HV brauche (oder wenn ich mal Zeit habe, 
ein Gehäuse und eine Schutzschaltung nachzurüsten).

Fazit: AVR ISP mk II lohnt sich auf jeden Fall.

Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
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Christian Besemann schrieb:
> @Fritz
>
> wenn das programm mal etwas größer wird ist man mit dem JTAG interface
> wesenlich schneller beim flashen des atmel, gefühlter faktor 10...

Als ISP? Glaub ich nicht, dass das SO viel schneller sein soll. Man muss 
aber auch die ISP Clock entsprechend einstellen.

Habe auch den AVRISP mkII (und einen JTAG ICE mkII) und programmiere 
eigentlich nur mit dem AVR ISP mkII. Sowohl normale AVRs als auch 
ATxmegas.

Ich denke mal den JTAG ICE mkII werde ich bei Gelegenheit wieder 
verkaufen.

Der ISP mkII kostet übrigens 20€ als Student, dafür baue ich mir nie 
wieder einen Bastelprogrammer, mit dem man zwangsläufig irgendwann Ärger 
bekommt. Dafür krieg ich bei Atmel gratis Firmware Upgrades.

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Christian Besemann schrieb:
> wenn das programm mal etwas größer wird ist man mit dem JTAG interface
> wesenlich schneller beim flashen des atmel, gefühlter faktor 10...

Ne gefühlte wischiwaschi Angabe nützt absolut niemandem.

Sag doch einfach mal konkret, wie lange dauern dann 64, 128 oder 256kB?


Peter

Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
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Peter Dannegger schrieb:
> Christian Besemann schrieb:
>> wenn das programm mal etwas größer wird ist man mit dem JTAG interface
>> wesenlich schneller beim flashen des atmel, gefühlter faktor 10...
>
> Ne gefühlte wischiwaschi Angabe nützt absolut niemandem.
>
> Sag doch einfach mal konkret, wie lange dauern dann 64, 128 oder 256kB?

Genau. Im Übrigen braucht JTAG viel mehr Pins als ISP.

Autor: Fritz (Gast)
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Simon K. schrieb:
> Der ISP mkII kostet übrigens 20€ als Student, dafür baue ich mir nie
> wieder einen Bastelprogrammer, mit dem man zwangsläufig irgendwann Ärger
> bekommt. Dafür krieg ich bei Atmel gratis Firmware Upgrades.

Ich weiß, den Shop hab ich letztens auch zufällig hier im Forum gefunden 
:)
Das ist ja auch der Grund warum ich überhaupt darüber nachdenke evtl. 
den Originalen zu kaufen. :)

Autor: Tim T. (tim_taylor)
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Für 20 Euronen würde ich mir auf keinen Fall weiter einen Kopf machen, 
kauf ihn und gut ist.
Ich hab damals nach dem ein oder anderen Forumspost über irgendwelche 
Parallelport-Bitbang Adapter mir direkt den ISP mk II besorgt und hatte 
nie irgendwelche Probleme damit. Würde sogar sagen das ein STK500/600 
überflüssig ist, das Ding tut und basteln kann man auch auf dem 
Breadboard.

Alles was ich daran vermisse ist eine Möglichkeit zum HV-Programmen 
weshalb ich mir dann mal den Dragon besorgt hab, aber eigentlich war das 
nicht wirklich nötig...

Autor: Christian Besemann (christianbesemann)
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Fritz wollte zu Anfang wissen was für den JATG spricht,

...Oder doch besser direkt nen JTAG ICE mkII?
Wobei ich den Vorteil da auch nicht so wirklich sehe :)...


ich wollt ihn nur auf die speed hinweisen, mehr nicht, keine Diskussion 
mit den Experten hier anfangen.

Grüße Chris

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Christian Besemann schrieb:
> ich wollt ihn nur auf die speed hinweisen, mehr nicht, keine Diskussion
> mit den Experten hier anfangen.

Da ich kein JTAG habe, wäre trotzdem mal ne Hausnummer interessant.

Ne 64kB Datei zu erzeugen und brennen sollte ja kein Aufwand sein.
Irgendwelche 64kB, muß ja nichtmal ein Programm sein.


Peter

Autor: Fritz (Gast)
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OK, danke für die vielen Meinungen :)
Hab mir jetzt erst mal den normalen MKII bestellt.

Denke der sollte für meine Zwecke ausreichen :)

Autor: Christian Besemann (christianbesemann)
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@Peter

34k dauern bei mir mit ISP (125kHz, schneller geht nicht, sonst meldet 
AVR Studio Fehler) ca. 10-11s, das JTAG Inteface braucht für das selbe 
Programm ca 2-3s. (ATMEGA644P)

Grüße Chris

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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Takte den Controller mit 16Mhz (wenn möglich) und stelle die 
ISP-Frequenz auf 2Mhz. Du wirst sehen, wie schnell Dein Programm 
geflasht ist.

Autor: Adrian (Gast)
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Hi Leute,
habe auch vor mir den MKII zu kaufen.
Wo kann ich denn die besagte Seite finden, auf der ich den MKII für 20 € 
kriege?

Hab dazu noch ne etwas affige Frage :D
Den MKII verbindet man auch nur über ein Flachbandkabel mit dem µC oder?
Wäre es sinnig noch etwas zum MKII zu kaufen?
Es ist nämlich nicht so, als wär ich jetz total unausgestattet, da ich 
das Evaluation Board von Pollin habe. Nur daran stört mich, das dieser 
keine USB-Schnittstelle besitzt :/

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