5,25" Diskettenlaufwerk

Gast #1616658
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Hallo!

Bitte lacht nicht, ich meine es ernst.
Gibt es heutzutage noch eine Möglichkeit ein 5,25"-Diskettenlaufwerk an 
einen Rechner der heutige Generation anzuschließen?

Im Notfall bin ich auch bereit was mit einem FTDI-Chip, MSP oder Atmega 
zu basteln, hauptsache ich kann den inhalt einer Diskette 1:1 einlesen!

Danke für alle Antworten!

Viele Grüße
Timo
Gast #1616672
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Sofern der PC noch einen Floppycontroller besitzt, sollte das kein 
Problem sein. Gegebenenfalls muß man am Kabel noch einen passenden 
Stecker aufpressen, die gibts aber bei jedem gut sortierten 
Elektronikhändler.
Gast #1616839
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>Falls der PC keine passende Schnittstelle auf dem Mainboard hat, aber
>z.B. einen PCI-Steckplatz, könnte eine entsprechende Schnittstellenkarte
>nachgerüstet werden.
Es gibt m.E. keine Floppycards für den PCI-Bus, sondern nur für ISA. Und 
ein Rechner mit ISA-Slots hat i.d.R. auch 'nen Floppycontroller an Bord.
#1616904
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Gerade mal ebay geschaut, da bot jemand ein Teak FD-55GFR 5,25" 
Diskettenlaufwerk für 22 EUR als Neuware an, ein anderer das zugehörige 
Kabel (Floppykabel 34polig 5 Abgriffe 3x 3,5 und 2x 5,25" 0,7m), für 
5,99 EUR ebenfalls als Neuware.

Mit dem Notebook wirds u.U. schwierig, aber viele aktuelle 
ATX-Mainboards besitzen noch einen Floppycontroller mit Anschluss, ob 
das in zwei Jahren auch noch so ist kann ich dir allerdings nicht 
garantieren, also zum jetzigen Zeitpunkt kannst du dein Problem noch 
verhältnismäßig preisgünstig lösen.
#1616932
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oszi40 schrieb:
>...
> Für das Geld wäre evtl. ein alter PC mit Netzwerkkarte oder Laplink auch
> eine alternative Lösung?

Kommt eben darauf an, wie wichtig es ist, wenn das Diskettenlaufwerk in 
einem alten PC erst mal den Staub des letzten Jahrzehnts auf der 
Diskette ablädt wars das. Es ist ohnehin ungewiss und hängt von vielen 
Faktoren ab, ob sich eine alte 5.25" überhaupt noch lesen lässt.
Gast #1617737
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oder CPM. Als wir Ende der 80er die ersten DOS-PCs bekamen, sollten 
viele der Disketten von den 8-Bit Rechnern auch auf den PC gespielt 
werden. Es gab damals Konvertierungsprogramme welche über 80 CPM 
Formatierungen lesen konnten. War schon grass, was damals alles so im 
Umlauf war, nur um ein paar kByte mehr auf so eine Diskette zu bekommen.
Persönliche Seite #1618065
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5.25"-Laufwerke werden zwar vom Controller in so einem 
USB-Diskettenlaufwerk prinzipiell angesteuert werden können, der 
Controller muss aber wissen, daß er es mit einem 5.25"-Laufwerk zu tun 
hat. Das liegt darin, daß 5.25"-HD-Laufwerke (für 1.2 MByte-Disketten) 
mit anderer Drehzahl arbeiten als 3.5"-HD-Laufwerke (für 1.44 
MByte-Disketten) und natürlich auch unterschiedlich viele Sektoren auf 
einer Spur unterbringen.

Das ist eine Konfigurationsfrage des USB-Floppycontrollers und wird 
i.d.R. über ein externes serielles EEPROM festgelegt; wie das zu 
programmieren ist, kann man möglicherweise dem Datenblatt entnehmen.

Wäre ein interessantes Projekt, zweifelsohne.
#1618132
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@Rufus: Die Drehzahl des Diskettenlaufwerks ist intern festgelegt (bei 
älteren Laufwerken durch einen Keramikresonator). Sowohl 3.5" wie auch 
5.25"-Laufwerke haben lediglich einen "Motor-On" Anschluss. Wenn ich 
mich nicht irre, sind auch die Weiteren parameter wie Formatierung und 
Anzahl Spuren nur durch die Hardware gegeben. Fast das ganze Timing und 
die Verwaltung der Daten übernimmt der Controller auf dem Mainboard.
- Ist halt Technik von ca. 1980 :-)
Persönliche Seite #1618308
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Das ändert nichts daran, daß der Floppycontroller anders programmiert 
werden muss, wenn er mit einem 360-U/min-Laufwerk anstelle eines 
300-U/min-Laufwerkes zu tun bekommt. Bei gleicher Datenrate ändert sich 
die Anzahl der auf einer Spur unterbringbaren Sektoren.

Für nicht-HD-Disketten ändert sich durch die andere Drehzahl auch die 
Datenrate in einem anderen Verhältnis als bei 3.5"-Laufwerken. Die 
kennen 500 kBit/sec (HD) und 250 kBit/sec (DD), während bei 
5.25"-HD-Laufwerken mit 500 kBit/sec (HD) und 300 kBit/sec (DD) 
angesteuert wird.

Das erkennt der Controller nicht von selbst, sondern das muss ihm 
mitgeteilt werden.
Gast #2322820
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Wichtige Informationen zur Programmierung und Ansteuerung alter 
Diskettenlaufwerke findet ihr auf dem FTP Server des Heise Verlags.

Da gibt es nämlich als PDF eine alte C't Zeitschrift von AFAIK 1983 mit 
einem Tutorial zu dem Thema.

Wollte ich nur mal sagen.
Gast #2322845
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Christoph Z. schrieb:
> Fast das ganze Timing und
> die Verwaltung der Daten übernimmt der Controller auf dem Mainboard
> - Ist halt Technik von ca. 1980 :-)

Daran stimmt überhaupt nichts, noch nicht mal die Jahreszahl. Gerade für 
die 5,25 inch Laufwerke wurde ein zusätzlicher Ausgang benötigt, der 
meistens HD für Hi Density hiess und zwischen einfachen und HD-Disketten 
umschaltete, wegen der verschiedenen Datenraten. Wahrscheinlich alle 
noch existierenden 5,25-Laufwerke lesen Disketten einfacher und 
doppelter Dichte, sonst wären sie auch zu nichts zu gebrauchen. Ich habe 
glaube ich im Keller noch einige Single Density-Laufwerke, und sowieso 
einen Original IBM PC der allerersten Serie (VOR dem XT!) mit Laufwerken 
doppelter Höhe. Bzw. das war die Originalbauhöhe, alle späteren hatten 
nur noch halbe Bauhöhe.

Dass jemand diese ganze Mimik in Hard- und Software in einem heutigen 
USB-Laufwerk realisiert hat, erscheint mir recht unwahrscheinlich, aber 
andrerseits funktionieren die Schnittstellen auf Motherboards, sofern 
sie noch da sind, oft noch mit 5,25 - da hat man wohl einfach nichts 
mehr geändert. Man kann zwar im BIOS nicht mehr wählen und daher wohl 
auch keine unformatierten Disketten formatieren, aber eine formatierte 
5,25-Diskette sollte funktionieren. Natürlich braucht man auch ein altes 
Kabel mit Direktstecker.

Gruss Reinhard
Gast #3099824
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USB schrieb:
> Wichtige Informationen zur Programmierung und Ansteuerung alter
> Diskettenlaufwerke findet ihr auf dem FTP Server des Heise Verlags.
>
> Da gibt es nämlich als PDF eine alte C't Zeitschrift von AFAIK 1983 mit
> einem Tutorial zu dem Thema.
>
> Wollte ich nur mal sagen.

Meinst du diese hier?

ftp://ftp.heise.de/pub/ct/dokument/ct8312.pdf

Hier ist allerdings nur der erste Teil des Grundlagenartikels.
Gast #3100507
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Der PC braucht schon noch eine Unterstützung durch das BIOS, zumindest 
bei DOS / Windows. Mit Linux könnte es auch ohne die BIOS Unterstützung 
gehen, bin mir da aber auch nicht sicher.
Schon vor etwa 10 Jahren hatte ich da schon mal das Problem das der eine 
neue PC keine 5,25" mehr unterstützte, und der uralte (IBM XT?) noch 
keine 3,5" kannte.

Bei den 5,25" Disks hatte vor allem Commodore am C64 und ähnlichen 
andere Datenformate als die PCs - die können die PCs nicht lesen, und 
andersherum.
Gast #3100633
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Ich hatte mal einen Kumpel, der verdiente mit der Umkopierung von 
Schwabbeldisketten auf 3,5 Zoll gegen Gebühr Geld. Der nahm wohl sowas 
in der Größenordnung 1€ pro Diskette, und er hatte einen größeren 
Bekanntenkreis. Das war in der Zeit, Ende der 1990-er, als PCs die 
Schwabbeldiskettenlaufwerke nicht mehr hatten, und manche Leute noch 
eine Buchdiskette.

Die Schwabbeldisketten kopierte ich mir vorsichtshalber immer selbst auf 
modernere Medien, so daß mir dies nicht passiert.

Die Jahrzehnte haben aber gezeigt, daß ich von dem alten Zeugs so gut 
wie nie mehr was verwende. Es wäre ziemlich egal, wenn die alten 
Archivierungen mal abbrennen. Sogar CDs älter als bspw. 5 Jahre.

Mein alter 486 ging im Dezember mitsamt dem Schwabbel-Laufwerk völlig 
bedenkenlos auf den Schrott.
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