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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik MC34063 mit hoher Spannung als Step-Down (P-FET)


Autor: Marius (Gast)
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Hallo,

haben eine Schaltung bei der ich als Speisung 60-75 VDC habe (ist vom NT 
so vorgegeben, kann ich nicht ändern!) ich brauche aber auch noch etwa 
8V bei einer Last von ca. 800mA um eine andere Schaltung damit zu 
füttern. NT anzapfen ist nicht möglich (ist vergossen das Mistding...) 
Meine Idee war den MC34063 als Step-Down zu verwenden, P-FETs habe ich 
da, Spannungsfestigkeit -100V.
Den MC 34063 kann ich mittels einer kleinen Steuerspannung Speisen die 
ich aus der Hauptschaltung abzweigen kann, 15V, max 50mA kann ich da 
klauen, mehr nicht. Die GND-Schienen der beide Spannungen sind 
verbunden.

Mir ist allerdings nicht klar wie ich den P-FET vernünftig Ansteuern 
soll, damit der Schnell schaltet. Der FET bekommt vom Source zum Drain 
natürlich eine 15V Z-Diode damit das Gate geschützt ist. Wie mache ich 
aber die schnelle Ansteuerung des Gates? Diskreter Push-Pull-Treiber mit 
NPN & PNP Transistor? Oder mittels eines PNP-Transistors in 
Kollektorschaltung um die Sättigung zu verhindern? Schaltfrequenz die 
ich anstrebe sind etwa 50Khz.

Weiterhin kann ich ja durch die "Fremdspeisung" des MC34063 keinen 
Strombegrenzungswiderstand einbauen, kann man diesen Weglassen und durch 
eine Drahtbrücke ersetzen? Das Stromlimit wird durch eine 
Schmelzsicherung am Ausgang und am Eingang des Step-Down eingehalten. 
Braucht der MC34063 diesen Rsc unbedingt oder ist der nur für den 
"Worst-Case" notwendig? Ich meine mal was gelesen zu haben das der 
Widerstand angeblich notwendig ist damit die Spule nicht in die 
Sättigung kommt und der MC34063 den Ladezyklus beendet.

Bitte um Aufklärung. Ich habe schon etwas im Forum gesucht aber entweder 
verwende ich die Falschen Suchbegriffe oder das problem hatte bis jetzt 
noch keiner.

Hintergrund ist das ich nicht extra spezielle Bauteile kaufen will, ich 
möchte das wenn möglich selbst lösen und vom MC34063 habe ich noch 
einige da... Ich möchte keine "Kaufempfehlungen" für irgendwelche 
exotenlösungen oder fertige Netzteile.

MfG
Marius

: Verschoben durch Admin
Autor: A. K. (prx)
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Marius schrieb:

> "Worst-Case" notwendig? Ich meine mal was gelesen zu haben das der
> Widerstand angeblich notwendig ist damit die Spule nicht in die
> Sättigung kommt und der MC34063 den Ladezyklus beendet.

Ebendies. Es gibt Betriebsarten, wo man notfalls ohne ihn auskommt 
(Step-Up mit hohem Spannungsverhältnis), aber in dieser Konfiguration 
ist das nicht ratsam.

Autor: A. K. (prx)
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Apropos Schmelzsicherungen: Ein Wettrennen zwischen Halbleiter und 
Schmelzsicherung "gewinnt" immer der Halbleiter, d.h. der ist als Erster 
hinüber.

Autor: Marius (Gast)
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@prx,
mist das mit der Schmelzsicherung habe ich mir fast schon gedacht... :-(

Hmm wenn ich das aber richtig deinem Posting entnommen habe ist es 
Grundsätzlich schon möglich den MC34063 ohne RSC zu betreiben? Gehe ich 
richtig in der Annahme das der RSC nicht nur zum Kurzschlußschutz da ist 
sondern dem MC34063 auch im normalen Betrieb (ohne Überlast) sagt das 
die Spule jetzt "voll" ist?

Vielleicht kann ich was tricksen indem ich dem MC34063 die Masse 
"hochlege" so das der nur max. 35V sieht. Dann könnte ich auch Rsc 
verwenden und wäre auf der sicheren Seite.
Mal sehen. Danke trotzdem für die Tipps. :-)

Marius

Autor: A. K. (prx)
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Marius schrieb:

> Hmm wenn ich das aber richtig deinem Posting entnommen habe ist es
> Grundsätzlich schon möglich den MC34063 ohne RSC zu betreiben?

Ja, und zwar wenn du aus 8V 75V machen willst.

> Gehe ich
> richtig in der Annahme das der RSC nicht nur zum Kurzschlußschutz da ist
> sondern dem MC34063 auch im normalen Betrieb (ohne Überlast) sagt das
> die Spule jetzt "voll" ist?

Ja.

> Vielleicht kann ich was tricksen indem ich dem MC34063 die Masse
> "hochlege" so das der nur max. 35V sieht. Dann könnte ich auch Rsc
> verwenden und wäre auf der sicheren Seite.

Dann wird es aber nichts mit den 8V.

Autor: Marius (Gast)
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@prx,

mist du hast recht, dann komme ich mit der Spannung ja nicht tief genug 
runter... :-(

Noch irgend welche Vorschläge? Eventuell auch mit einem anderen 
Schaltregler-Chip? Nur bitte kein LT oder Maxim, die sind entweder sehr 
teuer oder nirgends zu bekommen...

Marius :-)

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Sowas geht mit den UC384x-Typen.

Autor: Andreas (Gast)
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Hallo,

ich klinke mich hier mal ein auch wenn die letzte Antwort schon etwas 
her ist.

Meines Wissens ist ein Buck-Wandler mit den UC384x nicht so einfach 
möglich, wenn man einen normalen Drosselwandler realisieren will.

Gibts da eventuell was, was ich übersehen habe? Das wäre dann eine 
Alternative zum rostigen MC34063 und eine gute richtige PWM-Regelung 
haben die UC-Typen auch noch. :-)

Vorschläge?

Autor: Ingo W. (Gast)
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Andreas schrieb:
> Meines Wissens ist ein Buck-Wandler mit den UC384x nicht so einfach
> möglich, wenn man einen normalen Drosselwandler realisieren will.

Einen raffinierten Vorschlag zu diesem Thema gibt es hier:
http://www.joretronik.de/Web_NT_Buch/Kap6/Kapitel6.html#6.1
ziemlich weit unten. Dort muss allerdings der UC mit der 
Ausgangsspannung versorgt werden und bei 8V ist das schon ziemlich 
knapp. Eventuell kann man für die Selbstversorgung des UC auch eine 
Hilfswicklung auf der Drossel vorsehen.
mfG ingo

Autor: Jörg Rehrmann (Firma: Rehrmann Elektronik) (j_r)
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Ingo Wendler schrieb:

> Einen raffinierten Vorschlag zu diesem Thema gibt es hier:
> http://www.joretronik.de/Web_NT_Buch/Kap6/Kapitel6.html#6.1
> ziemlich weit unten. Dort muss allerdings der UC mit der
> Ausgangsspannung versorgt werden und bei 8V ist das schon ziemlich
> knapp. Eventuell kann man für die Selbstversorgung des UC auch eine
> Hilfswicklung auf der Drossel vorsehen.

Du mußt bei dieser Schaltung nicht unbedingt die Ausgangsspannung zur 
Versorgung dec 3842 heranziehen. Das ist in dem Beispiel nötig, weil 
sonst nur +300V zur Verfügung stehen. Wenn aber eine 15-V-Versorgung zur 
Verfügung steht, können die auch über eine Diode auf Pin 7 eines 3843 
(3842 läuft bei 15 V nicht an) eingekoppelt werden. Für die Regelung muß 
nur die Einkopplung von Ausgangsspannung und Versorgungsspannung 
aufgetrennt werden.

Jörg

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