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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik welchen OPV in LTSpice


Autor: Axelr. (Gast)
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Welcher Oerationsverstärker bei LTSpice entspricht einem "Wald-und 
Wiesentyp"? Ich lese immer nur "µV, Low Offsett, mikropower, precision, 
wideband" um nur einige Attribute zu nennen.

einen LM/RC4558 von JRC, einen NE5534, einen TL07x. etwas vergleichbares 
eben. Ich möchte nicht ALLE Datenblätter lesen müssen.

Daher meine Frage:

welchen Operationsverstärker fügt ihr in eure Schaltungen ein, wenn ihr 
mit LTSpice simuliert?

Denke und Gruß

Axelr.

Autor: ... (Gast)
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> Welcher Oerationsverstärker bei LTSpice entspricht einem "Wald-und
> Wiesentyp"?

Würde mich auch mal interessieren! Bei den vielen Bezeichnungen mit LT.. 
verliert man schnell den Überblick ..

Gibt es da bestimmte Übereinstimmungen zwischen bekannten Typen (LM358, 
Ne.. etc.) und den LT.. LTC.. ???

Autor: HildeK (Gast)
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Axelr. schrieb:
> welchen Operationsverstärker fügt ihr in eure Schaltungen ein, wenn ihr
> mit LTSpice simuliert?

Ich habe einen TL074 und einen LM324 hinzugefügt. Bei denen weiß ich 
einigermaßen, wofür die stehen und kann so auch mal schnell vergleichen.

Es steht dir aber frei, für besondere Anwendungen auch ein paar Typen 
mit entsprechenden Eigenschaften hinzuzufügen. Ist ja keine große Sache.

Autor: Axel R. (axelr) Flattr this
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>Es steht dir aber frei, für besondere Anwendungen auch ein paar Typen
>mit entsprechenden Eigenschaften hinzuzufügen. Ist ja keine große Sache.

Eben, eben:
Ich habe keine besonderen Sachen, die entsprechende Eigenschaften 
rechtfertigen würden.
"Keine große Sache", ist gut.

ich hatte versucht einen LMV771
http://www.national.com/pf/LM/LMV771.html#Overview
einzufügen. Das ist aber schon wieder einige Zeit her und die Ergebnisse 
der Simulation waren in keiner Weise geeignet, in sinvoller Weise 
interpretiert zu werden ;) Wenn sie wissen was ich meine...
Also da kam irgentwas heraus :((
Irgenwas war da falsch. Und jetzt musste ich mich wieder da 
hineinarbeiten und eigene OPVs einbasteln. Da wollte ich halt auf 
vorhandene Typen von LT zurückgreifen. Da weiss ich wenigstens, das es 
dann funktioniert.

ODER, aber - da kann man hier in Forum ja nochmal suchen -, es steht 
hier mittlerweile von einem User irgentwo bei den Artikeln gut erklärt, 
wie man von verschiedenen Herstellern deren OPVs in LTSpice einbindet.
Wenn es keine große Sache ist, kann evtl. der eine oder andere schon 
hier was dazu sagen?

Wie gesagt, ich hatte das vor Jahren mal versucht, bin aber damals 
gescheitert.

Danke und Gruß
Axelr.

Autor: HildeK (Gast)
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Ich habe da auch mal was dazu geschrieben. Ich hänge dir einfach mal ein 
paar Files an - für einen LM324 und für den TL074.
Für jeden OPA musst du eine eigene .asy-Datei erstellen, Muster siehe 
Anhang. Diese Datei speicherst du im Verzeichnis \LTspiceIV\lib\sym\, am 
Besten unter Opamps oder auch unter einem eigenen Verzeichnis zum 
besseren Finden. Unter dem Namen der .asy-Datei findest du in LTSpice 
dann den OPA.

Willst du einen neuen, eigenen erstellen, so kopiere einen der Files auf 
einen neuen Namen und passe darin die Zeilen "SYMATTR Value", "SYMATTR 
Value2" und ggf. "SYMATTR Description" an. Die 'Values' müssen mit der 
Bezeichnung nach dem Schlüsselwort ".SUBCKT" im Libfile übereinstimmen.

Die Zeilen mit "PINATTR PinName" und "PINATTR SpiceOrder" beziehen sich 
auf die Pinbezeichnung und Reihenfolge im Lib-File. Meistens sind die 
aber gleich gewählt, wenn du im Netz für einen anderen ein Modell 
findest. Eine Kontrolle schadet nicht!

Der Libfile (hier: OWN.lib) enthält die Modelle. Er sollte im Ordner 
\LTspiceIV\lib\sub\ abgelegt werden. Hier kannst du mehrere Modelle 
unterbringen, wie am Beispiel zu sehen ist.
Ich habe dir auch gleich den LMV771 dazugepackt, das Modell ist von der 
National-Webseite. Leider war ein kleiner Fehler drin:
statt       R302 0 70 1E6 TC=0.004, -0.0001
stand da    R302 0 70 1E6 TC1=0.004, -0.0001
Muss man erst finden :-).
Da aber alle Files in ASCII sind, ist es zumindest kein technisches 
Problem.
Ein Beispielfile mit dem LMV771 ist auch dabei.

Wenn du eine Änderung an einem der Files vornimmst oder neue ablegst (so 
wie ev. mit dem angehängten Beispiel), so musst du LTSpice neu starten.

Zugegeben, ich habe nach Kleinigkeiten auch schon manchmal längere Zeit 
gesucht. LTSpice macht es einem da nicht immer leicht. Man sollte bei 
der Auswahl auf jeden Fall die PSpice-Modelle wählen, es gibt auch ein 
paar andere Varianten (HSpice, Berkley ...) mit kleinen syntaktischen 
Unterschieden.

Autor: Michael Lenz (hochbett)
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Hallo Axel,

Du kannst beispielsweise den LM358 nehmen und das zugehörige Modell 
einbinden. Wo Du das Modell herbekommst, steht unten.

Modell einfügen
Das Modell LM358.MOD kopierst Du in das Verzeichnis
.\lib\sub

Symbol erstellen
Im Verzeichnis .\lib\sym erstellst Du ein neues Symbol LM358.asy. Bei 
der Eingabe der Pins ist die "Pin list order" entscheidend. Du 
numerierst die Pins mit 1, 2, 3, 4 usw durch.

Diese Nummern 1, 2, 3, 4, ... entsprechen dem 1./2./3. usw Eintrag 
hinter dem Befehl ".SUBCKT" (subcircuit) in der Modelldatei.

* connections:      non-inverting input
*                   |   inverting input
*                   |   |   positive power supply
*                   |   |   |   negative power supply
*                   |   |   |   |   output
*                   |   |   |   |   |
*                   |   |   |   |   |
.SUBCKT LM358/NS    1   2  99  50  28

Konkret:
* Pin 1 entspricht dem nichtinvertierenden Eingang
* Pin 2 entspricht dem invertierenden Eingang
* Pin 3 entspricht Ucc
* Pin 4 entspricht -Ucc
* Pin 5 entspricht dem Ausgang.

Die Zahlen 99, 50 und 28 brauchen Dich nicht zu interessieren. Es geht 
nur um die Reihenfolge.

Bevor Du die Datei abspeicherst, wählst Du unter Edit/Attributes/Edit 
attributes:

Prefix: X
Spice-Model: LM358/NS           (wie im MOD-File)
Value:       LM358/NS
Value2:      LM357/NS
Modelfile:   LM358.MOD

Danach steht Dir der LM358 zur Verfügung. Im Anhang findest Du die 
benötigten Dateien mit Ausnahme des Modells. Das Modell kannst Du Dir 
unter
http://www.national.com/models/spice/LM/LM358.MOD
direkt vom Hersteller runterladen.


Gruß,
  Michael

Autor: Daniel S. (longshine)
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@HildeK:

ich hab deine SpiceBibExample.zip ausprobiert. der TL074 funktioniert. 
beim LM324 hab ich Probleme. kannst du mir da nach so langer Zeit noch 
helfen?

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Wenn du Probleme hast, dann beschreibe sie genau.

Autor: HildeK (Gast)
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Daniel S. schrieb:
> beim LM324 hab ich Probleme. kannst du mir da nach so langer Zeit noch
> helfen?

Möglicherweise. Aber erst, wenn ich dein Problem kenne :-).
Woran hängt es denn?

Autor: Helmut S. (helmuts)
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Alle Modelle aus SpiceBibExample.zip funktinieren. Du solltest das 
Symbol lm324.asy und den Modellfile own.lib in dem Ordner speichern in 
dem du deinen Schaltplan gespeichert hast. Dann gehts.

Autor: Daniel S. (longshine)
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sorry, ich hab einen Fehler gemacht und inzwischen selbst gefunden. 
wollte einen Spannungsfolger simulieren und hab da was mit den zwei 
verschiedenen Spannungsquellen durcheinandergebracht - hätte die beiden 
Minus verbinden müssen oder ein zweites GND zeichnen. mich hats 
gewundert weil beim TL074 die Ausgangspannung "stimmt", beim LM324 aber 
nicht. wie kommt das?

Autor: HildeK (Gast)
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Du hast die Versorgungsspannung schwimmend verwendet. Dass es bei einem 
geht, beim andern nicht, liegt vermutlich daran, dass im jeweiligen 
Modell innen die Masseanbindung anders erfolgt ist. Es ist also Zufall.
Korrekt ist, mit zwei Spannungsquellen (hier: -5V und +25V) zu arbeiten 
und dazwischen den GND-Punkt zu wählen. Siehe Anhang.

Autor: Helmut S. (helmuts)
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Auch in der realen(aufgebauten) Schaltung muss die Spannungsquelle einen 
Massebezug haben.

Autor: Daniel S. (longshine)
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Ok, vielen Dank euch.

Autor: Mehrwert (Gast)
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Um mal die Originalfrage zu beantworten:

Für die schnelle Simulation zwischendurch verwende ich LT1012, 
LT1013/LT1014 als Feld-, Wald-, und Wiesen-OPVs. Die sind besser 
("performance enhanced") als die Standard-OPVs die sie ersetzen, daher 
sollte man es in der Simulation nicht übertreiben und sowieso nicht 
alles glauben, was die Simulation liefert.

Ich bilde mit dabei ein, das Simulationen mit diesen speziell für 
LTSpice gemachten Modellen schneller laufen als mit den normalen SUBCKT 
Modellen für OPA-07, LM324 oder LM358.

Autor: Yalu X. (yalu) (Moderator)
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Mehrwert schrieb:
> Ich bilde mit dabei ein, das Simulationen mit diesen speziell für
> LTSpice gemachten Modellen schneller laufen als mit den normalen SUBCKT
> Modellen für OPA-07, LM324 oder LM358.

LT verwenden in ihren Opamp-Modellen als Eingangsdifferenzverstärker
eine eigene Erweiterung von Spice, den OTA (Operational Transconductance
Amplifier), der über das A-Element (Special Functions) verfügbar ist.
Darin ist das hartcodiert, was bei anderen Opamp-Modellen üblicherweise
aus zwei Transistoren, Stromquellen und ggf. weiteren Teilen zusammenge-
setzt ist. Ich kann mir gut vorstellen, dass das einen gewissen Perfor-
mancegewinn bringt.

Autor: ichbins (Gast)
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bin noch auf der suche nam dem OPV LM324 für das programm lt spice,
und zwar dem file lm324.mod , könnte mir da jemand weiterhelfen?

lg

Autor: Helmut S. (helmuts)
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Hallo,

das Modell im lM324.mod verwendet die gleiche Pin-Reihenfolge wie in 
opamp2.asy. Deshalb nimmt man am besten gleich dieses Symbol. Das 
erspart dir extra Arbeit. Das Modell lm324.mod speichert man natürlich 
genau so wie eventuell zusätzliche Symbole in dem Ordner in dem der 
Schaltplan liegt. Bei diesem Beispiel musst du nur den .mod file in dein 
Schaltplan-Verzeichnis kopieren. Viel Spass beim Simulieren mit 
demLM324.mod.

Helmut

Autor: ichbins (Gast)
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vielen herzlichen Dank!

lg

Autor: PILZ (Gast)
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Hi, hab das wie in Beitrag "Re: welchen OPV in LTSpice" 
gemacht, krieg aber unknown subcircuit. was ist falsch?

die Mod datei ist der link ungültig, hab ich von hier:
https://opamptester.googlecode.com/svn/trunk/LM358.MOD

Unknown subcircuit called in:
xu1 n003 n001 vcc 0 n002 lm358/ns lm358/ns lm358

Autor: M. Köhler (sylaina)
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Also für die schnelle Simulation für zwischendurch benutze ich das 
UniversalOpamp2 Modell. Da zumpel ich gar nicht lange mit Subcircuits 
rum.

Autor: Helmut S. (helmuts)
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Hallo,


"opamp" ist ein fast idealer Opamp ohne Spannungsversorgung.
Rechtsklick auf das Symbol erlaubt es einige Parameter zu ändern.
Beim "opamp" benötigt man zusätzlich eine SPICE-directive im Schaltplan.

.lib opamp.sub


"UniversalOpamp2" ist ein Opamp mit Spannungsversorgung.
Rechtsklick auf das Symbol erlaubt es einige Parameter zu ändern und 
verschiedene Level zu wählen. Man braucht sonst nichts zusätzlich im 
Schaltplan.

"opamp" ist ein Template um Modelle anderer Hersteller zu verwenden.
.lib name_des_model_files
oder
.inc name_des_model_files


Gruß
Helmut

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