Stromfluss druch eine Spule

Gast #1626295
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Hallo,

ich hab mal eine Frage zum Verhalten einer Spule, wenn eine Spannung 
angelegt wird. Durch die Induktivität verzögert sich der Stromfluss 
durch die Spule. Dies wollte ich nun Messtechnisch überprüfen und habe 
dazu die Spannung an einem Shunt mit dem Oszi gemessen und den 
Stromfluss berechnet. Im Anhang ist die Grafik einmal dargestellt. Wie 
kommt dieses Schwingen zustande, bevor sich der statische Wert nach ca. 
30 ms einstellt?
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Gast #1626493
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Sorry, hab erst mal ein paar Fakten aufgeschrieben.

Also, bei der Spule handelt es sich um einen Türöffner. Genaue 
Windungszahl ist mir leider nicht bekannt. Geschaltet wurde das ganze 
per Draht dran - Draht ab. Demnächst wird es über einen Transistor 
geschaltet. Erstmal möchte ich den Stromfluss genau kennen, damit ich 
den Transistor dimensionieren kann.
Als Spannungsquelle verwende ich ein Labornetzteil, dessen 
Strombegrenzung bei 5A liegt. Also noch weit entfernt.

Ich hoffe ich hab keine Infos vergessen ;)

Gruß
Adrian
#1626512
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@  Adrian (Gast)

>Also, bei der Spule handelt es sich um einen Türöffner.

Jugend forscht! ;-)

Breitgrins

> Genaue
>Windungszahl ist mir leider nicht bekannt.

Ist auch egal. Der Hersteller hat das schon richtig gemacht.

>geschaltet. Erstmal möchte ich den Stromfluss genau kennen, damit ich
>den Transistor dimensionieren kann.

Dann miss mit einem Multimeter den Drahtwiderstand. Dann wiest du, 
welcher Stom im eingeschwungenen Zustand fliesst.

>Als Spannungsquelle verwende ich ein Labornetzteil, dessen
>Strombegrenzung bei 5A liegt. Also noch weit entfernt.

>Ich hoffe ich hab keine Infos vergessen ;)

Ausnahmsweise mal nicht.

Aber so eine Messung ist aus zwei Gründen Nonsense.

1.) siehe oben
2.) Ein Türöffner ist wie ein Relais KEINE einfache Spule, die man 
einfach so messen könnte. Denn wenn der Türöffner/Relais anzieht, 
verändert sich der magnetische Widerstand des Kerns. Damit wird das 
alles recht nichtlinear.

MFG
Falk
Gast #1626609
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OK dann war ich sogar schon auf dem richtigen Weg.
Eine zweite Frage die nun bleibt, ist das Verhalten beim ausschalten. 
Nach meinem theoretischen Wissen aus Vorlesungen kann sich der Strom bei 
Induktivitäten nicht beliebig ändern. Daher die unschönen peaks im 
Diagramm. Kann ich sowas einfach mit einer Freilaufdiode glätten? Eine 
1N4001 oder was würdet ihr mir empfehlen?

Viele Grüße
Adrian
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Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #1626874
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> Nach meinem theoretischen Wissen aus Vorlesungen kann sich der Strom bei
> Induktivitäten nicht beliebig ändern.
Das ist soweit richtig.
> Daher die unschönen peaks im Diagramm.
Aber diese Schlussfolgerung ist falsch.
Diese Peaks werden wohl eher vom Typ "Wer Mist misst, misst Mist" sein.
Insgesamt sieht man ein schönes Lieares abnehmen des Stroms, der in 
diesen 20ms irgendwie weiterfließt. Schlimmstenfalls in einem 
Lichtbogen. Und de3r wird ganz einfach Störungen in die Messung 
reinbringen.

Die Lösung ist (richtig erkannt) die übliche Freilaufdiode.
Gast #1627045
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Die "kleineren" Peaks sind wohl Messfehler. Den großen ordne ich dem 
Abfallen des "Relais" zu.
"Nicht sprunghaft" ist der magnetische Fluß. Der Spulenstrom kann sich 
dagegen sprunghaft ändern wenn der magnetische Widerstand selbiges tut.

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