mikrocontroller.net

Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Riesenstress mit C-Programmierung und Chef


Autor: DrNo (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo Experten!

Bitte entschuldigt, dass ich diesen Text in dem relativ spezialisierten 
GCC-Forum poste, obwohl er auch in die Kategorien "Ausbildung und Beruf" 
oder "offtopic" passen würde. Ich glaube aber, dass hier fachlich 
versierte Leute mitlesen, deren Meinung ich besonders schätzen würde.
Mir ist in den letzten Tagen etwas passiert, was mich extrem frustriert 
hat und mich darüber nachdenken lässt, ob ich mir eine Tätigkeit als 
Ingenieur in der Elektronik- oder Softwareentwicklung nicht besser ganz 
einsparen sollte und auf etwas stress-ärmeres wie Gärtner, Hausmeister 
oder 1-Euro-Jobber umsteigen sollte. Leider kann ich die Sache nicht als 
Einzelereignis einordnen und schnell vergessen, weil es bei früheren 
Arbeitgebern schon einmal ähnliche Vorfälle gab. Auch kann ich es nicht 
ganz kurz abhandeln. Es hat was von "Frust von der Seele schreiben", 
jedem der Zeit und Lust hat, es zu lesen, sei schon mal gedankt.
Ich bin E-Technik-Ingenieur mit so ungefähr 5 Jahren Berufserfahrung und 
hatte bislang viel (wenn auch nicht nur) mit Mikrocontrollern zu tun. 
Früher 8051 und PIC, zwischendurch mal eine ganze Zeit Atmel AVR. Seit 
neuestem auch kleinere Projekte mit ARM-Kern-Prozessoren. Ich muss aber 
zugeben, dass ich letztere Architektur nur relativ oberflächlich kenne; 
hab mal an was einer kleineren Schaltung mit STM32 (mit)entwickelt und 
bei einer Firma ein Schnupper-Praktikum gemacht, die soetwas wie 
Linux-Unterstützung und -Toolchains für die größeren ARMs anbietet, die 
in Smartphones und Tablett-PCs verwendet werden. Leider hatte ich es 
nicht immer einfach, Arbeitgeber zu finden - hab zwar eine relativ 
passable Diplomnote, durch diverse Vorfälle aber auch einen etwas 
belasteten Lebenslauf (Gesundheitsprobleme - Stress mit den Nerven).
Umso froher war ich bis vor kurzem, als mir ein Unternehmer/Inhaber 
eines Ingenieurbüros ein bezahltes 4 wöchiges Praktikum anbot, mit 
eventueller späterer Übernahmemöglichkeit. Die Firma stellt u. a. 
Industriesteuerungsgeräte her, eines der Produkte basiert auf einem SoC 
mit ARM-Kern. Dazu dann viel industriespezifische Peripherie mit auf der 
Platine (mehrere Feldbusse und RS323, Ethernet, CAN und so ähnlicher 
Kram). Um es vorwegzunehmen, dass Praktikum ging nur über ganze 7 Tage, 
dann wurde ich vom Inhaber mit lauten, wüsten Worten 
hinauskomplementiert (Dass er sich die Blöße gab, direkt so einen 
Tonfall zu wählen, möchte ich jetzt nicht zum Thema des Postings machen 
- aber schon verblüffend, dass es Leute mit so einer Kinderstube bis zum 
Unternehmensinhaber gebracht haben).
Jetzt zum eher fachlichen Teil: Mir wurde für die ersten Tage des 
Praktikums die Aufgabe gestellt, an einer Testsoftware 
weiterzuentwickeln, mit der die Platinen des Industriesteuerungsgerätes 
auf Fehlerfreiheit getestet werden sollten. Also LEDs mal leuchten 
lassen, Taster einlesen, I2C mal testen, den AD-Wandler die 
Betriebsspannungen messen lassen, SDRAM und seriell angebundenes 
Flash-Eprom testen, Daten zwischen zwei verbunden seriellen 
Schnittstellen hin- und herschieben, Ethernet-Schnittstellen anpingen. 
Wie gesagt weiterzuentwickeln, die Software war schon von einem Kollegen 
begonnen worden, war aber noch nicht komplett. Die Testergebnisse wurden 
noch nicht in günstiger Form dargestellt, es war nicht klar was bei 
nicht-erfolgreichen Tests eigentlich passieren sollte. Dann sollten auch 
noch andere Software-Teile angefügt werden (Programmierung des 
Boot-Flashs über SD-Karte etc. etc.). Das sollte also die Aufgabe für 
die nächsten Tage sein. Anfangs kam ich ganz gut klar. Es gab eine 
kleine (Vor)Aufgabe zum Einstieg, mal das serielle Flash, das eine 
variable Größe haben konnte, mit einer Art autodetect-Algorithmus zu 
testen, anstatt mit per #define zur Compilezeit fest eingestellten 
erwarteten Größe. Ging ganz locker, hab schnell die Unterroutine 
gefunden, die vom main{} Programm aufgerufen wurde, etwas Code eingefügt 
und es ging. Auch einen loopback-Test zwischen zwei seriellen 
Schnittstellen, der angedacht, aber noch nicht implementiert war, habe 
ich zügig hinbekommen. Dann fing es an etwas schwieriger zu werden: Mir 
war klar, dass man für eine variablere Auswertung der Testergebnisse 
letztendlich so etwas wie eine nebenläufige Progammierung braucht ("Kein 
Tastendruck vom Einlese-Pin detektiert weil Lötstelle defekt" -> Timer 
läuft ab -> Fehlerflag gesetzt -> nächster Punkt im Testablauf). Ich 
fing also an, mich für die Benutzung der Hardware-Timer des ARM-Cores zu 
interessieren. Da fing es schon an etwas komisch zu werden. Ich war 
dabei, mir eine pdf-Datei mit dem Datenblatt des SoC herunterzuladen. 
"Warum sind Sie denn auf der Internetseite von [Hersteller des SoC], das 
brauchen Sie doch gar nicht!", sagte ein Kollege unfreundlich, der mir 
über die Schulter auf den Browserbildschirm schaute. Also versuchte ich 
mal im bestehenden Code zu schauen, wo Timer benutzt werden und da evtl. 
anzusetzen. Beim Lesen im Code kam mir aber immer mehr komisch vor - 
lauter deklarierte und definierte, aber nie ausgewertete Variablen, nie 
aufgerufener Code, Timer wurden zwar für irgendwas initialisiert, 
getimte Sachen wie LED-Blinken dann aber mit Runterzählschleife 
umgesetzt. Auch sehr viel mit #if 0 komplett totgelegter Code, sogar 
viele komplett unbenutzte Dateien im Projektverzeichnis. Ich wollte 
zumindest die unbenutzten Variablen mal sehen und ggf. löschen können 
und schaute mir die Compiler-Warneinstellungen genauer an (ach so, der 
benutzte Compiler war GCC für ARM-Target unter einer 
Windows-Entwicklungsumgebung). Sie lauteten -w, disable all warnings. Na 
super. Ich habe das dann geändert auf -Wall -Wextra, quasi alles 
relevante anzeigen. Der Kompiliervorgang sah nun etwas anders aus, 
hunderte, wenn nicht mehrere hunderte 'warning'-Ausgaben rasselten 
durch.
Darunter nicht nur eher harmlose wie die nie benutzten Variablen, 
sondern auch Sachen wie Funktionen, als int foo(void) definiert waren, 
deren Implementation dann aber nicht mit return <value>; verlassen 
wurde, sondern einfach in die }-Klammer gelaufen wurde. Natürlich 
hochinteressant, wenn dann vom Rückgabewert der weitere Programmablauf 
abhängt!
Ganz klar waren auch viele wirklich harmlose Meldungen dabei wie die 
nicht ganz korrekte Einbindung von include-Dateien oder implizite 
Funktionsdeklarationen. Die haben die ganze Ausgabe aber so 
zugekleistert, so dass ich eher auf eine schnelle Bereinigung 
hingearbeitet habe, um die kritischen Punkte besser sehen zu können. Ich 
würde auch nicht sagen, dass die Arbeit des Kollegen stümperhaft war, er 
hat sogar bestimmte Konventionen eingehalten wie die konsequente 
ungarische Notation von Variablennamen. Auch auf die Verwendung von 
'goto's oder setjmp()'s hat er verzichtet. Sein Code funktionierte ja 
auch - es gab eine plausible Benutzerausgabe, die suggerierte, die 
Hardware würde jetzt getestet. Ob die Tests jedoch auch das getestet 
haben, was sie vorgaben zu testen, fand ich beim Lesen des Codes dann 
eher zweifelhaft. Es gab dann eine Projektbesprechung, bei der ich 
angemerkt habe, dass bei dem bestehenden Code noch nicht alles 100%ig in 
Ordnung sei und dass wahrscheinlich einige Anpassungsarbeiten notwendig 
werden würden. Die Kollegen sagten mir jedoch, dass der Code nach einer 
firmeninternen Codierungsrichtlinie erstellt worden wäre. Diese wäre 
verbindlich und dürfe nicht variiert werden, weil die Steuerungsgeräte 
später in Bereichen wie etwa der Bergbau- und Bahntechnik eingesetzt 
würden, in den die funktionale Sicherheit garantiert werden müsse. Was 
schon codiert wäre, müsse also als - wörtlich - "gottgegeben" 
hingenommen werden. Mir wurde eine Word-Datei ausgehändigt, die diese 
Codierungsrichtlinie enthielt - unter anderem die oben genannte 
ungarische Notation von Variablennamen. Eine weitere Forderung lautete, 
die Anweisungen "system" und "register" seien zu vermeiden, da die 
Umsetzung jeweils compilerabhängig sei. Seitdem geht mir die Frage im 
Kopf herum, in welchem C-Dialekt es nochmal das "system"-Schlüsselwort 
gab ...
Zwei Tage später gab es eine weitere kurze Projektbesprechung unter 
Hinzuziehung des Firmeninhabers. Dort wurde sehr kritisch bemerkt, dass 
ich dem Zeitplan deutlich hinterhinge und auch unnötige Zeit mit dem 
Studium von Datenblättern verbracht hätte. Der ursprüngliche Autor des 
Codes sagte, ein Praktikant, der in eine Firma will, müsse sich doch 
darum bemühen schnelle Zwischenergebnisse zu präsentieren. Der Chef 
gestand ein, dass der Code des Testprogramm schon gewissermassen mit der 
"heissen Nadel" gestrickt worden wäre. Er hätte die Weiterarbeit an 
diesem Code aber gerade bewusst als Aufgabe für mich ausgewählt, weil er 
auch testen müsse, inwieweit ich teamfähig wäre und eine mir gestellte 
Aufgabe zuverlässig erledigen könne.
Ich habe zu diesem Zeitpunkt dann meine "interne Aufgabenstellung" 
variiert und gedacht, ich könne die Sache dem Chef mal in Ruhe erklären, 
etwa indem ich ihm in einer vorher-nachher Situation am Rechner die 
Sache mit den abgeschalteten Warnungen vorführe und dann zum Vergleich 
meinen bereinigten Code, der keine Compilerwarnungen mehr produziert. 
Man hätte ja bestimmt mit irgendeinem Tool die Zahl der von mir 
geänderten Zeilen ermitteln können und wäre auf eine ganz ordentliche 
Zahl gekommen. Auch ein reiner Größenvergleich zwischen einem 
"aufgeräumten" Projektordner, in dem der mit #if 0 totgelegte Code und 
die unbenutzten Dateien komplett entfernt sind und der 
Ursprungssituation hätte einen ganz guten Eindruck hinterlassen. Grobe 
Schätzung von mir: 30-35% des Dateivolumens wären übriggeblieben. 
Irgendwo habe ich mal etwas davon gelesen, dass derjenige ein guter 
Programmierer ist, der sich um die Reduktion von Komplexität bemüht. Ich 
malte mir aus, vielleicht doch noch einen positiven Eindruck 
hinterlassen zu können.
Ich wurde dann jedoch - früher als ich dachte - in das Büro des Chefs 
gebeten.
Gerade als ich den Nachteil der abgeschalteten Compilerwarnungen 
vorbrachte, rief der Chef mir aufgeregt entgegen: "Darüber brauchen wir 
uns keine Sorgen machen. Wir setzen hier in der Firma seit Jahren das 
Tool "lint" ein, das ermöglicht uns problemlos Überprüfungen nach 
wichtigen industriellen Standards". Ich erwiderte, dass aber 
Compilerwarnungen meistens auf grundlegendere Sachen hinwiesen, manchmal 
sogar auf einen potentiellen Denkfehler. Im Hinterkopf hatte ich, dass 
'lint' eher Sachen anmeckert, die laut C-Standard erlaubt sind - soetwas 
wie beispielsweise "fallthrough"-Konstruktionen bei 
switch-case-Anweisungen.
"WAAAS, SIIEE wollen mir hier etwas sagen, wo ich doch seit 21 Jahren 
ein wirtschaftlich erfolgreiches Unternehmen führe!!!!!!".
Schon mal Danke fürs bis hierhin lesen. Wie es dann weiterging, kann 
sich sicher jeder vorstellen. Kündigung, "Wir können keine Quertreiber 
im Team gebrauchen", Lohnsteuerkarte bekomme ich dann per Post.
Das Problem ist nur, ich weiss wirklich nicht was ich für Schlüsse aus 
solchen Vorfällen ziehen soll. Natürlich geht mir die Kritik, völlig 
unproduktiv zu sein, nicht spurlos an mir vorbei. Auch weiss ich nicht, 
wieviele "Ergebnisse/Funktionalitäten" man als Entwickler in einem 
Zeitrahmen vorweisen muss.
Gibt es da Richtlinien nach dem Motto:
ET/Informatik-Absolvent muss dies und das in vorgegebener Zeit schaffen.
Absolvent mit Berufserfahrung dann so-undso viel mehr?

Hab ich noch massiven Nachholbedarf? Kann mir jemand gute Skripte/Bücher 
empfehlen?
Wo kann ich demnächst einen Arbeitgeber finden, der gut zu mir passt?
Automotive-Industrie? Soll ja stressig dort zugehen.
Kleine Firmen? Sicher typisch für Fälle wie oben.
Große Firmen? Sind sicher bürokratisch, das kann ja auch nervig sein.
Vielleicht doch besser umsatteln auf Gärtner oder Dachdecker.

Fragen über Fragen.
Wer gute Antworten weiss, dem danke ich jetzt schon.

DrNo

: Verschoben durch Admin
Autor: Jochen Fe. (jamesy)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo,
ich denke nicht, daß es ein Problem von dem Praktikant ist. Das hört 
sich nach einer unstrukturierten, sonderbaren "Bastelbude" an, wo man 
sich bisher immer so durchgewurschtelt hat.
Zum Inhaber: Den stellt keiner ein, er gründet die Firma, und daher kann 
er einen Charakter vom allerfeinsten haben - oder halt nicht. Punktum.
Ich glaube, das Problem liegt seitens der Firma! Nicht entmutigen 
lassen, die Ansätze im Text sind doch sehr professionell gedacht, weiter 
so!

Autor: Flo (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Gut Ding will Weile haben!
Brauchst dir nicht die Schuld zu geben, du hast doch versucht das Beste 
draus zu machen von dem, was dir vor die Füße geworfen wurde.
Die meisten Leute, die dir wie dieser Chefe kommen, stellen sich 
Programmänderungen immer so einfach vor, aber wenn der besstehende Code 
schon nicht ordentlich ist, wird alles Hinzustückeln zu Pfusch.

Nicht entmutigen lassen, du weißt, was du kannst.
:-)

Autor: MaWin (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> Das Problem ist nur, ich weiss wirklich nicht was ich für
> Schlüsse aus solchen Vorfällen ziehen soll.

Nicht alle Firmen taugen was.

> Mir wurde für die ersten Tage des Praktikums die Aufgabe gestellt,
> an einer Testsoftware weiterzuentwickeln,

Unternehmen suchen Leute mit Fertigkeiten (ob er die
linke Schraube ins rechte Lager schrauben kann) und nicht mehr
mit Ausbildung (E-Techniker, kennt auch den theoretischen
Hintergrund, muss Werkzeuge ggf. erst benutzen lernen).

> Wo kann ich demnächst einen Arbeitgeber finden, der gut zu mir passt?

Woanders. Du musst halt mehrere ausprobieren.

Obwohl ich dir in der fachlichen Schlussfolgerung "dass man nebenläufige 
Progammierung braucht" nicht unbedingt zustimme (es wird so oder anders 
gehen, ohne daß ich eine Wertung abgeben möchte was im Fall besser 
wäre), ist der Zustand des vorhandenen Programms sicher schlecht. 
Weniger für die Funktion, es hat ja wohl funktioniert, was bis dahin 
funktionieren sollte (die Funktion, die keinen int zurückgab, wird nicht 
unter Verwendung des Rückgabewerts aufgerufen worden sein) als eben für 
die Wartbarkeit. Es könnte aber sein, daß der Zustand nicht so kritisch 
war wie du ihn anführst, beispielsweise unbenutze Variable durchaus 
benutzt wurden, nur halt in einem Bereich der gerade mit #if 0 
auskommentiert wurde.

Aber ich nehme an, das war auch nicht das Problem, nicht für dich bei 
der Einarbeitung, und auch den Leuten dort hätte man es locker 
beibringen können und im Laufe der Zeit verbessern können.

Aber es wird ein Problem bei der Kommunikation gegeben haben. Die Art, 
in der dir die Firma und du der Firma was mitgeteilt haben, wird nicht 
zusammengepasst haben. Aus welchem Grund sei dahingestellt, aber man 
sollte daran denken, daß Leute selten unmotiviert irgendwie merkwürdig 
sind, sondern oft nur auf etwas reagieren.

> Hab ich noch massiven Nachholbedarf?

Am ehesten wohl im Umgang mit Leuten. Wenn man als "Quertreiber" und 
nicht "Bereicherung um neue Ideen" wahrgenommen wird, hat was mit deiner 
eigenen Vermarktung nicht geklappt.

Autor: P. S. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
DrNo schrieb:

> Hab ich noch massiven Nachholbedarf? Kann mir jemand gute Skripte/Bücher
> empfehlen?

Du hast massiven Nachholbedarf im Abstumpfen, wenn du in einer Branche 
ueberleben willst, die Pfusch zum Standard erhoben hat. Der Kommentar 
"Aber es laeuft ja." sagt doch schon alles. Ich kann dir leider wenig 
Hoffnung machen, die Firma, in der du gluecklich werden kannst, gehoert 
zu den Ausnahmen.

Autor: DrNo (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> Woanders. Du musst halt mehrere ausprobieren.

Klar. Weiß aber nicht, in welche Richtung. Die Firmen, in denen ich 
bislang war, waren alle eher kleine Bastelbuden. Nur bei der Firma mit 
den Linux-Toolchains hatte ich den Eindruck, dass die Mitarbeiter vom 
Denken her ganz gut strukturiert waren.
Ich hab halt Riesenangst vor den "Reibungsverlusten", Umzug in eine neue 
Region, was machen wenn es dann nicht klappt, nächste "Lücke im 
Lebenslauf"?
Dort, wo ich jetzt wohne, gibt es eh nur kleine Firmen.
 >
> Obwohl ich dir in der fachlichen Schlussfolgerung "dass man nebenläufige
> Progammierung braucht" nicht unbedingt zustimme (es wird so oder anders

Man hätte sicher nicht zwangsweise nebenläufige Programmierung 
gebraucht.
Es hätte einem aber Flexibilität gegeben. Die Firma hatte noch andere 
Produkte mit demselben Hauptprozessor, aber etwas variierter Hardware, 
z. B. paralleles statt serielles Flash.
Der Timer hätte dann dafür gesorgt, dass auch bei einem 
"steckengebliebenen" Test die Testroutine noch sinnvoll weiterläuft. Das 
Programm wäre dann möglicherweise ohne Anpassungen auch für eine andere 
Hardware geeignet gewesen.
Dass es leicht variierte Hardwareprodukte gab, war auch der Grund, dass 
der Sourcecode mit wechselweise rausgenommenen #if 0 #endif übersät war.
Also dachte ich, die Benutzung von Timern hätte mir "freie Bahn" 
verschaffen können, um in punkto Vereinfachung/Verbesserung der 
Übersichtlichkeit was tun zu können.
Mein Problem ist wohl, dass ich manchmal erst an die "Kür" denke und 
dann an die "Pflicht".

> Am ehesten wohl im Umgang mit Leuten. Wenn man als "Quertreiber" und
> nicht "Bereicherung um neue Ideen" wahrgenommen wird, hat was mit deiner
> eigenen Vermarktung nicht geklappt.

Vermarktung und Bereicherung klingen so positiv. Als mir der Kollege 
sagte: "Warum gucken Sie in das Datenblatt vom Prozessor XYX, das 
brauchen Sie doch jetzt nicht!", hätte ich (innerlich) am liebsten 
gesagt: "Hören Sie mal Herr Kollege, nach dem Datenblatt des Chips, der 
gerade vor einem liegt, zu fragen, ist NIEMALS etwas ehrenrühriges, 
genauso wie man auch IMMER nach einem Glas Wasser oder einem 
Papiertaschentuch fragen darf."
Wenn ich das so gesagt hätte, hätte ich wahrscheinlich am zweiten Tag 
gehen können anstatt am siebten. Ich kann also nur destruktiv sein.

Ich glaube mittlerweile, dass es kaum einen Chef gibt, der sich den 
Sourcecode, den jemand gut modifiziert/vereinfacht/erweitert hat, 
tatsächlich anschaut und dafür Anerkennung zollt. Es zählt nur "was ist 
zu irgendeinem Termin fertiggeworden". Dieser Wunschtermin liegt seitens 
der Chefs natürlich in der Vergangenheit, also "gestern".

Da in der E-Technik mittlerweile fast jede Aufgabe per Software oder 
Algorithmus gelöst wird und sich die Probleme, die ich habe, auf 
unangenehme Weise wiederholen, glaube ich, dass ich den Beruf wechseln 
muss.

Autor: Thomas K. (muetze1)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Also ich denke das du nichts grundlegendes falsch gemacht hast. Leider 
gibt es genug kleinere bis mittlere Firmen wo die höheren Etagen von 
manchen Dingen überzeugt sind, die man als Entwickler nicht unbedingt 
nachvollziehen kann. Auch sind manche obere Etagen davon überzeugt zu 
wissen, wie man entwickelt, obwohl sie dies schon seit Jahren nicht mehr 
aktiv getan haben und/oder an veralteten Umsetzungen festhalten.

Ich bin auch Entwickler und würde bei deinen Schilderungen genauso 
handeln. Ich habe eine entsprechende Sorgfaltspflicht und verpflichtet 
richtig und sicher zu entwickeln und alle Warnungen abschalten gehört 
verboten. Die Begründungen sind fadenscheinig und gehen an der Realität 
vorbei. Ich bin zwar kein Ingenieur wie du, aber du hast eine 
ingenieurstechnische Sorgfaltspflicht zu erfüllen. Und dazu gehört es 
u.a. das du verantwortlich bist für das was du entwickelst als gesamtes 
und du kannst es bestimmt nicht mit deinem Gewissen vereinbaren, wenn du 
weisst das die Software aus Fehler- und Problemstellen besteht.

Ich weiß aber selbst aus Erfahrung, dass Änderungen in vorhanden 
Strukturen durch zu setzen. Vor allem als neuer bzw. Praktikant hat man 
da kaum eine Chance, gerade sowas wie "wurde schon seit Jahren so 
gemacht und läuft" ist eine Parade-Aussage. Viele ältere Arbeitnehmer 
ist man ein Konkurrent und du sägst an deren Stühlen, wenn du alles 
umstösst, was doch jahrelang funktionierte. Du kommst mit OOP oder 
vielleicht alle Warnungen als Errors zu interpretieren und das löst bei 
alten Hasen Panik aus, weil das alles neumodischer Kram ist den niemand 
braucht...

Gerade wenn eine solche Software bei Bahn- oder Bergbaubetrieben 
eingesetzt wird, dann sind hier strenge Coderichtlinien Pflicht. Es ist 
fraglich wie eine solche Software vom AG abgenommen wird, wenn alle 
Warnungen ausgeschaltet sind. Wenn von Software Menschenleben abhängen, 
dann muss die Software besser sein als fehlerfrei und das nachweislich. 
Da wäre Interpretation von Hinweisen als Fehler das Mindeste. Und 
Programmierrichtlinien sind wichtig und sollten von daher auch gut 
definiert sein. Die NASA hat z.B. einen guten Styleguide.

Ok, also grundlegend: ich bin zwar bei weitem nicht so (aus)gebildet wie 
du, kann dir aber definitiv sagen, dass ich es genauso gemacht hätte und 
nicht sogar noch drastischer interveniert hätte. Aber bei solchen 
unbelehrbaren Vorgesetzten kann man sich wirklich nur sagen: Schuld 
eigene.

Gerade als Haftender Inhaber einer Firma bzw. als Verantwortlicher muss 
man auch Führungsqualitäten beweisen, z.B. Vorschläge anhören und sich 
eingestehen, dass man für bestimmte Bereiche Spezialisten in der Firma 
hat, die es auch mal besser wissen (und auch ihre Aussagen verantworten 
müssen). Wenn man aber stur nur seine eigene Meinung akzeptiert, dann 
zeugt das davon, dass man keine Mitarbeiter akzeptiert, welche nicht nur 
"Ja" und "Amen" sagen. Just my 2 Cents...

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Abhaken und die nächste Firma suchen.

Was du da erzählst ist natürlich schon extrem.
Aber damit wir uns nicht misverstehen: Solche Code-Leichen hat jede 
Firma im Keller. Der Unterschied ist nur, dass normalerweise die 
Entwickler von diesen Leichen wissen und du schulterzuckend zur Kentniss 
nehmen musst, das da eben so ist. Gerade wenn eine Code-Basis historisch 
gewachsen ist, ist so etwas fast unvermeidlich.

> Ich habe zu diesem Zeitpunkt dann meine "interne Aufgabenstellung"
> variiert und gedacht, ich könne die Sache dem Chef mal in Ruhe
> erklären, etwa indem ich ihm in einer vorher-nachher Situation am
> Rechner die Sache mit den abgeschalteten Warnungen vorführe

Das war ganz schlecht. Damit hast du eine Menge Leute vor den Kopf 
gestossen, deren Wort wesentlich mehr zählt als das des Praktikanten. 
Den Chef interessiert das nicht. Der will nur etwas was sich verkaufen 
lässt. Du hättest mit deinem direkten Vorgesetzten reden sollen, ob du 2 
oder 3 Stunden Zeit kriegst um da mal etwas aufzuräumen. Den toten Code 
lass drinnen, aber unbenutzte Variablen rausschmeissen hättest du 
können. Die fehlenden Returnwert wären klammheimlich noch mitgegangen. 
Nicht zuviel auf einmal ändern! Auch wenn das jetzt makaber klingt, aber 
damit kann man sich eine Menge Ärger einhandeln. Du kannst davon 
ausgehen, dass es für fast jeden Fehler irgendwo einen Workaround gibt, 
der genau auf diesen Fehler angewiesen ist. Stellst du den Fehler ab, 
funktioniert der Workaround nciht mehr. Und dann hast du ein Problem, 
weil du erst mal die Stellen finden musst die ebenfalls bereinigt werden 
müssen.

Bei solchen Sachen musst du behutsam vorgehen. Du musst versuchen die 
Leute in kleinen Schritten zu erziehen. Die haben seit Jahren nichts 
anderes mehr gesehen, als ihren eigenen Stuss und wissen zum Teil gar 
nicht, welchen Unsinn sie da veranstalten.

Autor: DrNo (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Thomas K. schrieb:
> Also ich denke das du nichts grundlegendes falsch gemacht hast. Leider

Danke für die unterstützenden Worte!

> Gerade wenn eine solche Software bei Bahn- oder Bergbaubetrieben
> eingesetzt wird, dann sind hier strenge Coderichtlinien Pflicht. Es ist

Ich habe auch gar nichts gegen Coderichtlinien im allgemeinen, finde es 
sogar praktisch, wenn man nicht mehr die "ganz freie Auswahl" bei der 
Codegestaltung hat. Man hat klare Vorgaben, braucht nicht mehr so lange 
nachdenken, was jetzt die beste Lösung ist und kommt insgesamt schneller 
voran.
Nur fand ich die Argumentation der Kollegen irgendwie fragwürdig. Die 
Software sollte ja nicht draußen in einer Anwendung laufen sondern nur 
dazu dienen, die Platine intern zu testen.

Merkwürdig fand ich auch, dass man die schon sehr fein einstellbaren 
Möglichkeiten von GCC nicht nutzen wollte, stattdessen sollte es das 
'lint'-Tool dann bringen. Nur denke ich, dass es sich mit der 
"Strengheit" der Überprüfung so verhält, dass sich 'lint' viel strenger 
einstellen lässt, also auch Sachen bemängelt werden können, die laut 
ANSI-C-Standard explizit erlaubt sind.
Nur heißt das ja auch im Umkehrschluss: ein Programm, bei dem es 
GCC-Warnungen nur so hagelt, wird sich schwerlich erfolgreich durch eine 
'lint'-Prüfung bringen lassen.

Autor: DrNo (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> Das war ganz schlecht. Damit hast du eine Menge Leute vor den Kopf
> gestossen, deren Wort wesentlich mehr zählt als das des Praktikanten.
> Den Chef interessiert das nicht. Der will nur etwas was sich verkaufen

Schon klar, aber da hatte ich irgendwie ganz großes Pech mit der 
Situation!
Der Kollege (ursprünglicher Autor des Codes), der mich 
betreuen/einarbeiten sollte, war aufgrund eines Krankheitsfalles in der 
Familie nur halbtags/stundenweise in der Firma.
Für das behutsame Vorbringen konstruktiver Kritik war deshalb kaum Zeit 
da.

Als Vertretung wurde dann der Kollege beauftragt, der beanstandet hatte, 
dass ich ein Datenblatt lese. Der war so unfreundlich, dass ich mich 
entschieden hatte, mit dem gar nicht mehr zu reden. Später gab es dann 
noch eine Situation, in der ich gefragt hatte, wo in der Firma die 
Kabelbinder aufbewahrt werden. Ich hätte einen gebrauchen können, weil 
bei einem Ethernetkabel die Verriegelungsklinke abgebrochen war und der 
Stecker immer aus der Buchse rutschte. Durchs Anbinden ans benachbarte 
Kabel hätte man das schnell fixen können. Seine Gegenfrage: "Wozu 
brauchen SIE denn bei Ihrer Arbeit einen KABELBINDER???"

Ich habe dann gehofft, dass der Chef besser drauf ist.
War er aber nicht.

Alles umso ärgerlicher, weil ich glaube, dass ich mich mit dem 
"behutsamen Aufräumen von Code" eigentlich ganz gut auskenne. Ich sollte 
in einer früheren Firma mal zusätzliche Funktionen in einen Controller 
einbauen, dessen Programmspeicher eigentlich voll war. Ich habe dann die 
Codegröße durch schrittweises Aufräumen und Optimieren von 8K auf 6,5K 
bekommen, so dass die Funktionen noch hineinpassten.

Autor: Arne (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> dass es Leute mit so einer Kinderstube bis zum Unternehmensinhaber gebracht 
haben
So jemand kann sich in einem Angestelltenverhältnis nicht halten (sollte 
zumindest so sein).
Der hat gar keine andere Wahl, als sich seine eigenen 'Sklaven' zu 
halten.

> das brauchen Sie doch gar nicht!", sagte ein Kollege unfreundlich,
Sieht für mich so aus, als wenn ihm der Chef schon lange auf die Nüsse 
geht und
er seinen Frust an Dir (schwächstes Glied der Kette) auslässt. So ein 
A*schl*ch hatte ich auch
mal - und habe nach 10 Wochen gekündigt.

> Der Kompiliervorgang sah nun etwas anders aus,
>hunderte, wenn nicht mehrere hunderte 'warning'-Ausgaben rasselten durch.
Da hab ich ein 'déjà vu' - mein letzter Arbeitgeber, bei dem ich den 
befristeten
Vertrag auslaufen lies. Un Cheffe hatte mich ernsthaft gefragt, ob ich 
noch
weiter für die Firma tätig sein wollte.

> deren Implementation dann aber nicht mit return <value>; verlassen
> wurde, sondern einfach in die }-Klammer gelaufen wurde.
Hmmmm... wenn die Funktion nicht im Rückgaberegister des ARM zurückgibt,
nimmt die aufrufende Funktion dann nicht einfach den Wert in diesem
Register und wertet ihn aus? Was dann wohl gaga sein dürfte.

> Ob die Tests jedoch auch das getestet haben, was sie vorgaben zu testen
Vorne hui, hinten pfui ;)

> in welchem C-Dialekt es nochmal das "system"-Schlüsselwort gab
Als Schlüsselwort gar nicht.
Im Harbinson Steel steht: " The function system passes its
string argument to the operating system's [k]command processor[/k].

Kenn ich nur von Unix (vermutlich auch in Linux so).

> ich weiss wirklich nicht was ich für Schlüsse aus
> solchen Vorfällen ziehen soll
Weiß nicht, wie alt (wegen "Lebenserfahrung") Du bist, aber hak es 
einfach ab.
Solche Idioten gibt es überall und die meisten begegnen im Arbeitsleben
mindestens einem davon. Ich bin 1,5 von dieser Sorte begegnet. Dafür
entschädigt der jetzige Job wieder :)

> Hab ich noch massiven Nachholbedarf?
Von meiner Seite ein ganz klares NEIN.
Da haben eher Deine Exkollegen Nachholbedarf. Kann ich sagen, weil ich 
ähnliches
in gedämpfter Form und mit Rückendeckung eines neuen Kollegen in der HW
auch erlebt habe.

> Kleine Firmen? Sicher typisch für Fälle wie oben.
Teils, teils. Kann man vorher nicht wissen...
> Große Firmen? Sind sicher bürokratisch, das kann ja auch nervig sein.
Konzerne vielleicht eher bürokratisch.

-> Wir suchen momentan einen SW-Entwickler (Bodensee Region).

Gruß, Arne

Autor: Klaus Wachtler (mfgkw)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Arne schrieb:
> Kenn ich nur von Unix (vermutlich auch in Linux so).
DOS+Win ebenso (natürlich mit anderem Inhalt im String)

> ...Bodensee Region...
Schade.

Autor: Klaus Wachtler (mfgkw)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Aber ansonsten sehe ich es genauso:
Es gibt viele miese Firmen, das ist halt eine davon.
Da muß er einfach weiter nach einer Perle suchen.

Autor: Dieter T. (dth)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo,

wo Wohnst du?

Gruß

Dth

Autor: gasst (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
>>Die Firma stellt u. a.Industriesteuerungsgeräte her, eines der Produkte 
>>basiert auf einem SoC mit ARM-Kern. Dazu dann viel industriespezifische 
>>Peripherie mit auf der Platine (mehrere Feldbusse und RS323, Ethernet, CAN >>und 
so ähnlicher Kram).

is das ne firma nähe frankfurt/M ??
mal so aus eigenem interesse ^^

Autor: Arne (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> Ich glaube mittlerweile, dass es kaum einen Chef gibt, der sich den
> Sourcecode, den jemand gut modifiziert/vereinfacht/erweitert hat,
> tatsächlich anschaut und dafür Anerkennung zollt.
Also mein Chef nimmt sich die Zeit gewährt Lob und übt auch konstruktive 
Kritik. Da brech ich mir keinen ab zu sagen "Ja, da hast Du recht. Mache 
ich anders."

In Deinem zweiten Post erkenne ich, dass Du Dir schon wieder gedanken, 
um Dein konkretes Handeln in dieser Bude machst - Du klemmst Dich wieder 
hinter den Sourcecode. Schalt ab - lass gut sein!
Zur Beruhigung: In PC-Lint gibt es auch eine Anweisung, die Lint 
komplett abschaltet.
Sowas soll dem Hörensagen in einem anderen Forum mal jemand benutzt 
haben, damit Lint klaglos über seinen Code rennt. Flog irgendwann auf 
und soll eine Abmahnung zur Folge gehabt haben! Weiss nicht, ob es 
stimmt, aber -w im GCC fällt in dieselbe Kategorie.

Autor: Arne (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Klaus Wachtler schrieb:
>> ...Bodensee Region...
> Schade.

Also ich finds schön hier: See, Alpen, keine Schwerindustrie, gutes 
Klima, gemäßigte Lebenshaltungskosten (wenn man nicht See/Alpenblick von 
der Terrasse haben will, oder in einer der Touri-Magneten - Überlingen 
z.B. - wohnen will).

Autor: Micha (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Arne schrieb:
> -> Wir suchen momentan einen SW-Entwickler (Bodensee Region).
Geht es etwas genauer?

Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Junge Junge, Du musst mal lernen, die Dinge auf den Punkt zu bringen, 
also auf das Wesentliche zu reduzieren. Das koennte Dir wirklich helfen. 
Und das Formatierungsmittel "Absatz" solltest Du Dir ebenfalls mal 
einverleiben.

Hab den Text nicht ganz gelesen (zu lang), aber wenn der Chef so ein 
Arschloch ist willst Du ja dort auch nicht arbeiten. Demnach hast Du 
kein Verlust, brauchst Dich auch nicht aufregen.

Michael

Autor: DrNo (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
gasst schrieb:

> is das ne firma nähe frankfurt/M ??
> mal so aus eigenem interesse ^^

Nein. Die Firma befindet sich im Südosten NRWs, wo ich auch wohne.

Ich hab immer in NRW gewohnt, mal im Norden, mal ganz im Südwesten.
Mein ganzer Familien- und Freundeskreis wohnt (verteilt) im Raum NRW.
Ich find es prinzipiell schön hier.
Ein Umzug käme für mich eventuell schon in Frage. Ich habe nur eben vor 
der Tatsache Angst, dass man vorher nicht weiss, auf was für eine Firma 
man treffen wird. Da ich bei nervlicher Belastung schnell Probleme mit 
der Gesundheit bekomme, ist mein Grundtendenz eher "auf Nummer sicher 
gehen".

Vielen Dank an alle Poster für die Unterstützung und das "Reindenken" in 
meine aktuelle Problemlage!!!
Falls jemand eine interessante Firma weiss, bei der ich mich bewerben 
könnte, nenne ich mal meine Email-Adresse hier: Leon73@gmx.de

Autor: DrNo (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Michael G. schrieb:
> Junge Junge, Du musst mal lernen, die Dinge auf den Punkt zu bringen,
> also auf das Wesentliche zu reduzieren. Das koennte Dir wirklich helfen.

Ich weiss dass, dass der Text saulang ist. Hab schon ne Menge 
weggelassen.
Ich dachte ich muss aber wenigstens einmal die wesentlichen Stationen 
nennen und das ging schlecht kürzer. Frust von der Seele schreiben, so 
hab ich es ja angekündigt.

An dem Absätze-Setzen arbeite ich noch! Nix für ungut!

Autor: Peter Dannegger (peda)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Wenn 3 Entwickler an einem Projekt arbeiten, dann hast Du bestenfalls 
die Produktivität von 2, weil einer voll für die Kommunikation 
draufgeht.
Bei Teamentwicklung gibt es immer Reibungsverluste, das ist nunmal so.

Wenn man im Zeitplan hinterher hinkt, ist es keine gute Idee, das auf 
die jahrelange Arbeit anderer Mitarbeiter zu schieben.
Entweder Du findest rein objektive Gründe oder Du konzentrierst Dich auf 
die Dir gegebene Aufgabe und nichts weiter.

In nem Teamprojekt werden ja immer Schnittstellen definiert. Wenn Deine 
Schnittstelle Unklarheiten hat, dann fragst Du eben nach. Der Code 
außerhalb Deiner Aufgabe und deren Schnittstellen interessiert Dich 
(erstmal) nicht.
Du schreibst nur Deine Module und Deine Header, um sie in das bestehende 
Projekt einzubinden.

Und wenn man es richtig gut machen will, schreibt man zu seinem Modul 
noch eine Testsuite, um die Funktion und Fehlerfreiheit nachzuweisen.
Naturgemäß werden nämlich die Fehler immer erst in nem anderen Modul 
gesucht, wenn das Projekt nicht funktioniert.
Anhand der Testsuite kann man dann auch prüfen, ob das Modul vielleicht 
nur falsch aufgerufen wurde.


Peter

Autor: Richard S. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
So etwas habe ich bei uns auch bereits gesehen -- allerdings von der 
anderen Seite.......
An deiner Stelle würde ich mir mal einige Bücher über Projekt- und 
Zeitmanagement durchlesen. Da gibt es immer auch Hinweise, wie man 
Prioritäten setzt, wann man "Mut zur Lücke" haben muß und ähnliches.

Beispiele :
M. Burkhardt :Projektmanagement -- Leitfaden für die Planung, 
Überwachung ....
H.-D. Litke : Projektmanagement -- Methoden, Techniken, Verhaltensweisen
B. Scheurer : Intelligentes Projektmanagement
B. Klose : Projektabwicklung

Autor: Meister Eder (edson)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@DrNo
Wie hier schon gesagt wurde, so etwas muss man unter Umständen sogar 
hinnehmen obwohl es weder in deinem Sinne noch dem des Chefs ist.


@peda
> Wenn man im Zeitplan hinterher hinkt, ist es keine gute Idee, das auf
> die jahrelange Arbeit anderer Mitarbeiter zu schieben.
> Entweder Du findest rein objektive Gründe oder Du konzentrierst Dich auf
> die Dir gegebene Aufgabe und nichts weiter.

100% ACK


Arne schrieb:
> -> Wir suchen momentan einen SW-Entwickler (Bodensee Region).

Hallo Arne,

wenn du dich hier anmeldest könnte man dich per PN kontaktieren. Gehts 
um Festanstellung? Dann evtl. an jobs@mikrocontroller.net wenden.


Grüße,
Edson

Autor: DrNo (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Peter Dannegger schrieb:
> In nem Teamprojekt werden ja immer Schnittstellen definiert. Wenn Deine
> Schnittstelle Unklarheiten hat, dann fragst Du eben nach. Der Code
> außerhalb Deiner Aufgabe und deren Schnittstellen interessiert Dich
> (erstmal) nicht.

Es ist natürlich schön, wenn ein System nach diesen klaren 
Entwurfskriterien aufgebaut ist, d. h. die Kollegen schon nach diesem 
System gearbeitet haben und man dann seine eigene Arbeit demselben 
System folgend einbauen kann.

Ich hatte nur den vagen Verdacht, dass ein solches System gar nicht erst 
begonnen worden war. Wirklich nur den Verdacht, aufgrund der allgemeinen 
"Unaufgeräumtheit" des Codes. Dann bin ich auf die Idee gekommen, nur 
mal zu Anzeigezwecken die Compiler-Warnungen einzuschalten, nur um grob 
zu gucken, wie es um die Code-Qualität bestellt ist.
Verlauf der weiteren Eskalation: siehe oben.

Autor: Thomas Burkhart (escamoteur)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
DrNo schrieb:
> Ein Umzug käme für mich eventuell schon in Frage. Ich habe nur eben vor
> der Tatsache Angst, dass man vorher nicht weiss, auf was für eine Firma
> man treffen wird. Da ich bei nervlicher Belastung schnell Probleme mit
> der Gesundheit bekomme, ist mein Grundtendenz eher "auf Nummer sicher
> gehen".

Musst ja nicht gleich umziehen. Für die Probezeit lohn t es sich auch 
ein kleines Zimmer zu mieten und die alte Wohnung zu behalten, dann hast 
Du immer ne Alternative, das schont auch die Nerven.

gruß
Tom

Autor: klaus (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@DrNo:

Hätte ich eine Firma, ich würde dich sofort einstellen. Du versucht die 
Dinge gut und richtig zu machen und das ehrt dich sehr. Ich kann gut 
nachempfinden, was du da durchgemacht hast und kann dir sagen: Es ist 
nicht dein Fehler. Derart "festgeklopfte Meinungen trotz völliger 
Ahnungslosigkeit" sind glaube ich weit verbreitet. Es ist leider so, 
dass Leute die eine "inneren Anspruch" haben etwas gut zu machen, da 
draußen leider die meisten Probleme bekommen. Angepaßte Mitläufer die zu 
allem Applaus spenden was im Chefzimmer ausgebrütet wurde fahren in 
aller Regel am Besten.

MaWin schrieb:
> Am ehesten wohl im Umgang mit Leuten. Wenn man als "Quertreiber" und
>
> nicht "Bereicherung um neue Ideen" wahrgenommen wird, hat was mit deiner
>
> eigenen Vermarktung nicht geklappt.

Würde sagen nein. "Quertreiber" heißt übersetzt: "War anderer Meinung 
als der Chef". Man kann allerdings daran arbeiten seine Ideen "besser zu 
verkaufen".

Autor: oooh (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hi,

also ihr SW-Entwickler seit schon ein extremes Pfusch-Volk das ist echt 
unglaublich und ich meine nicht die Jenigen die den Code verbessern oder 
am besten sofort gut schreiben sondern die die Workarounds machen. Ich 
gebe euch einen Tip niiiieeeemals sicherheitsgerichtete Systeme 
programmieren ihr gefährdet Leben damit. Für so einen Mist muss man auf 
die Hände schlagen.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
DrNo schrieb:
> Seitdem geht mir die Frage im
> Kopf herum, in welchem C-Dialekt es nochmal das "system"-Schlüsselwort
> gab ...

Posix, alias IEEE 1003.1-{Jahreszahl}

Ob ich in so einer Firma hätte anfangen wollen, kann ich dir nicht
sagen, schon allein ein Bestehen auf "konsequenter Nutzung der
ungarischen Notation" wäre mir vermutlich abschreckend genug gewesen. 
;-)

Die Dinge, die in der Firma schief laufen, sind ja offensichtlich genug,
dazu muss man nicht viel sagen.  (Allerdings kann ich nicht glauben,
dass ein lint all die Dinge durchgehen lassen würde, die der Compiler
da als Warnungen ausspuckt.)

Dir wäre allerdings als Tipp noch mitzugeben, ein wenig diplomatischer
vorzugehen.  Hätte möglicherweise in dem Laden auch nicht geholfen
(wenn es schon suspekt ist, dass ein Ingenieur das Datenblatt des
Herstellers liest, naja), aber vielleicht ja woanders.  Als jemand,
der da "von außen" in so einen Laden reinkommt, wirst du natürlich
erstmal argwöhnisch beguckt, insofern muss man da wohl einen Spagat
finden zwischen der (berechtigten) Kritik auf der einen Seite und dem
termingerechten Abliefern der gewünschten Ergebnisse zum anderen.  Wenn
du nämlich deine Ergebnisse trotzdem noch bringst, dann ist denjenigen,
die vermuten, dass du nur meckern und nicht arbeiten willst, erstmal
der Wind aus den Segeln genommen.

Vergiss die soziale Komponente nicht: deine Kollegen solltest du zu
deinen Verbündeten machen, nicht zu deinen Feinden.  Die haben die
miese Codequalität oft nicht verbockt, weil sie unfähig waren, sondern
weil die Randbedingungen sie dazu getrieben haben.

Autor: DrNo (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Richard S. schrieb:
> An deiner Stelle würde ich mir mal einige Bücher über Projekt- und
> Zeitmanagement durchlesen. Da gibt es immer auch Hinweise, wie man
> Prioritäten setzt, wann man "Mut zur Lücke" haben muß und ähnliches.

Klar, man muss auch so manche Ungereimtheit auch mal übergehen können.
Ich glaube nur, dass das Ausmaß dieser Lücke so gravierend war, so dass 
ich eigentlich einen "Vollabbruch" des Projektes hätte anstreben müssen 
("Kann ich so nicht, bin in dieser Firma nicht richtig").

Das habe ich mir aber am zweiten Tag des Praktikums so nicht getraut.

Stattdessen habe ich mir überlegt, dass die Lücke ja eigentlich eine 
"negative Lücke" ist, also nichts was fehlt, sondern etwas was zuviel 
ist. Unbenutzte Variablen, nie aufgerufene Funktionen, totgelegter Code, 
sogar Dateien, die im Editorfenster als Teil des Projektes dargestellt 
werden, aber gar nicht ins das Executable gelinkt werden. Löschen geht 
ja schnell, habe ich mir gedacht, dass kann ich notfalls auch im 
Alleingang machen. Macht sogar richtig Spaß, wenn das Projekt dabei 
schrittweise immer kleiner und übersichtlicher wird.

In die Nesseln gesetzt habe ich mich mit dieser Idee wohl trotzdem.
Danke für die Buchtipps!

Autor: Martin (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
ungarische Notation und dann Compilerwarnungen ausschalten
aiaiai was für eine Augenwischerei!

Scheiss auf ungarische Notation, dafür mit 2 Compilern crosschecken,
dass Code portabel ist.

Wenn Chef so ist, dann kannst froh sein nur 7 Tage ihn sowas
ertragen zu müssen. Einen Punkt habe ich aber noch: Wenn
Code für verschiedene Platformen geschrieben wird, stehen
im Header und C-File hunderte von verschachtelten #if's.
Das rechtfertigt kein "Aufräumen" für ein ganz bestimmes Projekt.
Das Ganze wird historisch gewachsen sein, vielleicht soll es so
in der Vergangenheit unternommene Ideen dokumentieren.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Naja, aber #if 0 gehört normalerweise auch nicht permanent in
irgendwelchen Code, zumindest nicht unkommentiert.

Autor: Franz B. (byte)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Also ich hab schon mehrere Charaktere im meiner Laufbahn kennen gelernt. 
Den überbezahlten Kollgegen der seit 20 Jahren den gleichen Mist macht 
ohne jemals etwas in Frage zu stellen, den überforderten Vorgesetzten 
der Angst vor jedem kompetenten "Untergebenen" hat und entsprechend 
Allergisch reagiert, und den Neulig/Praktikant/Newbie der die Weißheit 
mit den Löffeln gefressen hat und alles besser weis.

Insbesondere mit letzteren hatte ich letztens wider zu tun. Und 
warscheinlich hat die Phase wohl jeder mal durchgemacht. Es gibt halt 
ein paar Leute, die kommen zu einem Projekt... (das schon ein paar Jahre 
lang läuft) und kommen aus dem Kritisieren nicht mehr aus. "ohman.. so 
so ein Käse... -lösch-, nene.. wie mann man das nur so machen 
-del-del-del-..." etc. ohne wirklich von tuten und blasen eine Ahnung zu 
haben. Alles mal Prinzipiell madig machen. Diese hab ich genauso 
gefressen wie die anderen beiden Charaktere.

GRUNDREGEL für Neu/Quereinsteiger. Wenn was Komisch/Fehlerhaft aussieht, 
DANN HAT DAS IMMER EINEN GRUND. Und der Grund ist NICHT immer 
Inkompetenz. Dem Neulig obliegt es festzustellen was der Grund sein 
könnte. Insbesondere wenn die Kollegen eigentlich Kompetent sind, ist 
Vorsicht geboten. Wenn man wenig Berufserfahrung hat, neigt man dazu 
etwas zu vereinfachen. Wenn man selber noch nicht richtig aufs Maul 
gefallen ist, kann man da nicht wirklich mitreden.

Ein paar Mögliche Gründe für "merkwürdige/fehlerhafte" Codes/Lösungen

* Die "Lehrbuchmeinung" sieht zwar viel logischer aus, aber nach 2 
Wochen hat jemand gemerkt das es so einfach nicht funktioniert. Zu 90% 
funktionierts, die letzten 10% machen eine Krücke draus. Entsprechend 
wurde eine andere evtl. für den externen Betrachter "Falsche" Lösung 
verwendet. Erkennt man meist daran das die Kollegen die sich mit dem 
Thema schon länger beschäftigen erstmal grinsen und irgendwann anmerken 
"hamma alles schon versucht". Gerade mit diesem Phänomen hab ich oft zu 
tun. Insbesondere bei Problemlösungen die auf den ersten Blick unlogisch 
klingen, weil sie viel Detailwissen voraussetzten das dem externen 
Betrachter fehlt. Das hab ich auch schnell gelernt, weil ich selber 
schon darauf reingefallen bin. "Das muss doch einfacher gehen"... nach 3 
Tagen... "ahja... jetzt is mir klar warum der das so gemacht hat."

* Zeitdruck. Ein Firma muss im wirtschaftlichen Rahmen arbeiten. Ich 
kann mich da nicht wie in der Uni hinsetzen und Tage und Wochenlang an 
diversen Passagen rumfeilen. Insbesondere die letzten 20% der Perfektion 
kosten oft 80% der Zeit. Irgendwann muss man einen Strich machen und 
sagen... genug... die Funktion wird erfüllt. Weiter gemacht wird wenn 
mal zeit ist (also nie :) ) Es widerstrebt mir persönlich weil ich ein 
100%ler bin. Aber Wirtschaftlich ist das völlig nachvollziebar. Und 
dabei kommen halt teilweise unschöne, aber funktionierede Sachen raus. 
Das heist nicht, das die Autoren nicht drauf gehabt hätten, sondern 
einfach das irgendwann der Chef gesagt hat... ende... läuft.

* Kompromisse. Oft kommen solche Krücken auch durch Kompromisse zu 
stande. Das können Vorschriften für verschiedene Länder, 
Unterschiedlicher Kenntnisstand der Kollegen oder schlichtweg der oben 
genannte Zeitfaktor sein. Es hilft halt nix wenn sich nur Kollege X mit 
dieser art der Programmierung auskennt. Wenn das ganze im Team 
funktionieren soll, ist halt ab und zu der kleinste gemeinsame Nenner 
nötig. Auch wenns das nicht so schön wird.

Und da gibts noch mehr Gründe. Aber erst wenn wenn man sich die alle vor 
Augen geführt hat, kann man an den letzten Grund denken.

* Die habens einfach nicht drauf. Aber das kommt eigentlich eher selten 
vor.

Mein Fazit dazu... wenn man neu in ein Projekt oder eine Firma kommt, 
muss man erst mal würdigen was die Kollgegen bisher an Zeit und Schweiß 
investiert haben. Unabhängig von der Qualität. Und wenn an dann 
Ungereimtheiten ausgräbt muss man erstmal abklähren was die Gründe dafür 
sein können. Wenn man frisch dazukommt, kann man nicht alles wissen. Und 
wenn man dann was verbessern will, muss man auch psychologisch geschickt 
vorgehen. Wenn man die Gründe kennt Verständniss zeigen (Zeitmangel, 
GehtNichtAndersKrücken, etc.) und auch auf die Kollegen hören und 
miteinbeziehen. Das geht AUCH wenn die relativ wenig Ahnung haben oder 
schlichtweg Pfeifen sind. Schon alleine wenn man frägt warum das so 
gemacht wurde und im gleichen Satz mit einbringt "sieht nach spezieller 
Vorschrift/Zeitmangel/Problematischer Funktion aus" sugeriert man dem 
Kollegen/Chef das man was zum verbessern entdeckt hat, sich der 
allgemeinen Problematik aber bewust ist. Dieses deutet auch auf einen 
gewissen erfahrungsschatz hin.

Zu dem Text was du obengeschrieben hast... ich hab leider nicht jeden 
Satz komplett gelesen. Aber du brauchst dich ned wundern das du 
rausgeworfen wurdest. Du machst ein Projekt deiner "Kollegen" madig (die 
das schon jahrelang machen), beschäftigst dich ungefragt mit Dingen die 
dir nicht aufgetragen waren, und meinst das du aus dem Stand heraus 
alles besser kannst wie die vorhanden Leute. Ich mein.. mehr versauen 
kann man sichs ned. Währ ich der Chef hätte mir das alles folgendes Bild 
vermittelt. => Der Kerl hat sogut wie keine längere Praxis & 
Projekterfahrung, keinen Teamgeist und weicht schnell vom Thema ab und 
verschwendet Rechourchen. Währst du geschikt vorgegangen hättes deine 
Arbeit gemacht und die "Bonusgeschichten" nebenbei (Mittagspause, 
Zuhause, etc). Pünktlich dein Ergebniss abliefern, noch einen 
draufsetzten mit einer Fleißarbeit die du evtl. sogar in Zusammenarbeit 
mit den Kollegen nebenbei aufgezogen hast. Sowas kann man Anfangs schon 
mal machen (soll aber nicht zur Gewohnheit werden).

Nimms nicht zu persönlich, aber die Medailie hat immer 2 Seiten. 
Deswegen hab ich das jetzt auch mal von der 2ten Seite beleuchtet. Es 
kann auch sein das in der Firma schlichtweg nur lauter "inkompetente 
Ätztypen" (siehe Klasse 1 und 2 oben) waren. Dann hast wenigstens keine 
Zeit verschwendet.

Autor: DrNo (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Jörg Wunsch schrieb:
> dazu muss man nicht viel sagen.  (Allerdings kann ich nicht glauben,
> dass ein lint all die Dinge durchgehen lassen würde, die der Compiler
> da als Warnungen ausspuckt.)

Nö, ich eben auch nicht. Weiter oben hat ja jemand vermutet, man könne 
das 'lint'-Tool auch so konfigurieren, dass es nur noch pseudomäßig 
arbeitet, also alles "absegnet".
Seine Existenzberechtigung hat das Tool dadurch, dass es auch wahlweise 
so einstellbar ist, dass es STRENGER ist als der Compiler in seiner 
"strengsten" Einstellung.

Vielleicht ist mein Wissen da ja nicht korrekt (ich habe es nur aus 
Wikipedia).

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
DrNo schrieb:

> Nö, ich eben auch nicht. Weiter oben hat ja jemand vermutet, man könne
> das 'lint'-Tool auch so konfigurieren, dass es nur noch pseudomäßig
> arbeitet, also alles "absegnet".
> Seine Existenzberechtigung hat das Tool dadurch, dass es auch wahlweise
> so einstellbar ist, dass es STRENGER ist als der Compiler in seiner
> "strengsten" Einstellung.

Wobei ich sagen muss, das ich das so auch noch nie erlebt habe.
Der Regelfall in den meisten Firmen ist: Der Compiler wird auf höchsten 
Warninglevel (oder maximal eine Stufe drunter) eingestellt UND der Code 
muss in dieser Einstellung ohne Warnungen compilieren.
Wenn der Compiler das unterstützt, wird auch die Einstellung "treat 
warning as error" aktiviert.

lint ist schön und gut. Aber Voraussetzung dafür ist, dass zunächste der 
Compiler ohne Warnungen durchkommt.

Ich kann mir das eigentlich nur so erklären, dass der lint per 
Konfiguration mundtot gemacht wurde, dem Chef eine schöne 
Hochglanzbroschüre über lint hingelegt wurde und ansonsten haben die 
Entwickler gemacht was sie wollten, da der Chef (als Kaufmann) davon 
sowieso keine Ahnung hatte bzw. die Sinnhaftigkeit hinterfragen könnte.

Autor: Meister Eder (edson)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Jörg Wunsch schrieb:
> Naja, aber #if 0 gehört normalerweise auch nicht permanent in
> irgendwelchen Code, zumindest nicht unkommentiert.

Ja, man sollte schon erwarten dürfen dass dafür irgendwo ein #define 
angelegt wurde. Es ist ja auch nicht immer so, dass ein besonderes 
Testprogramm etc., das man nur während der Entwicklung einsetzt, als 
zusammenhängendes Codestück vorliegt. Wenn man dann aus den ganzen "#if 
0" die Richtigen manuell heraussuchen muss, braucht man von "Standard" 
oder "Sicherheitsorientiert" gar nicht mehr zu sprechen.

@DrNo
Die Wahrheit liegt wahrscheinlich (wie so oft) irgendwo in der Mitte 
dessen, was hier geraten wurde. Hättest du nichts unternommen wäre 
möglicherweise während des Praktikums nichts Außergewöhnliches 
vorgefallen oder (worst case) du übernimmst den Schlendrian als 
Arbeitsmethode - so bist du immerhin jetzt schon um eine Erfahrung 
reicher.

Grüße,
Edson

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
So etwas
Darunter nicht nur eher harmlose wie die nie benutzten Variablen,
sondern auch Sachen wie Funktionen, als int foo(void) definiert waren,
deren Implementation dann aber nicht mit return <value>; verlassen
wurde, sondern einfach in die }-Klammer gelaufen wurde.

war in der Prä-ANSI Zeit, als man noch mit K&R C rumwurschtelte, 
durchaus gang und gäbe. void gab es nocht nicht und man kannte die 
Vereinbarung auswendig, dass die Funktion eben nichts sinnvolles 
retourniert und man daher den Returnwert nicht verwenden kann. 
Dokumentation bestand nun mal hauptsächlich daraus, in den Code zu 
schauen, was da eigentlich retourniert wird, und wenn da nichts 
auftauchte, dann war der Returnwert int implizit als void anzusehen.

Protoyp, was ist das?
Ne, das machen wir nur dann, wenn der Returnwert kein int ist (zb bei 
einem double). In der K&R Zeit kam es schon mal vor, dass man so eine 
Sequenz fand
int foo( a, b )
double a;
int * b;
{
  double sin();

  *b = 8 * sin( a );
}

Selbst in Lehrbüchern fanden sich solche Konstrukte :-)

Klar, sollte das alles im Lauf der Zeit irgendwann bereinigt werden. 
Aber auch die SW-Industrie lebt das Motto: Nichts ist so langlebig wie 
ein Provisorium

Autor: Link zu (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
DrNo schrieb:
> Es gab dann eine Projektbesprechung, bei der ich
> angemerkt habe, dass bei dem bestehenden Code noch nicht alles 100%ig in
> Ordnung sei und dass wahrscheinlich einige Anpassungsarbeiten notwendig
> werden würden. Die Kollegen sagten mir jedoch, dass der Code nach einer
> firmeninternen Codierungsrichtlinie erstellt worden wäre. Diese wäre
> verbindlich und dürfe nicht variiert werden
War da der Chef dabei? Vielleicht hast du gerade Leichen im Keller 
gefunden die der Chef nicht kannte und nicht kennen sollte?

DrNo schrieb:
> Zwei Tage später gab es eine weitere kurze Projektbesprechung unter
> Hinzuziehung des Firmeninhabers. Dort wurde sehr kritisch bemerkt, dass
> ich dem Zeitplan deutlich hinterhinge und auch unnötige Zeit mit dem
> Studium von Datenblättern verbracht hätte. Der ursprüngliche Autor des
> Codes sagte, ein Praktikant, der in eine Firma will, müsse sich doch
> darum bemühen schnelle Zwischenergebnisse zu präsentieren. Der Chef
> gestand ein, dass der Code des Testprogramm schon gewissermassen mit der
> "heissen Nadel" gestrickt worden wäre. Er hätte die Weiterarbeit an
> diesem Code aber gerade bewusst als Aufgabe für mich ausgewählt, weil er
> auch testen müsse, inwieweit ich teamfähig wäre und eine mir gestellte
> Aufgabe zuverlässig erledigen könne.
Ok, du sollst Schuld sein.

DrNo schrieb:
> Ich habe zu diesem Zeitpunkt dann meine "interne Aufgabenstellung"
> variiert und gedacht, ich könne die Sache dem Chef mal in Ruhe erklären,
> etwa indem ich ihm in einer vorher-nachher Situation am Rechner die
> Sache mit den abgeschalteten Warnungen vorführe und dann zum Vergleich
> meinen bereinigten Code, der keine Compilerwarnungen mehr produziert.
Warum änderst du deine Aufgabenstellung? Das ist nicht deine Aufgabe. Du 
hättest einfach deine Aufgabe weiter machen sollen.
Wobei ich mich frage, ob lint das wirklich so kann, was der Chef so 
gesagt hat und wann das gemacht werden sollte?
Wahrscheinlich wie immer, also nie.

DrNo schrieb:
> Hab ich noch massiven Nachholbedarf? Kann mir jemand gute Skripte/Bücher
> empfehlen?
> Wo kann ich demnächst einen Arbeitgeber finden, der gut zu mir passt?
> Automotive-Industrie? Soll ja stressig dort zugehen.
> Kleine Firmen? Sicher typisch für Fälle wie oben.
> Große Firmen? Sind sicher bürokratisch, das kann ja auch nervig sein.
> Vielleicht doch besser umsatteln auf Gärtner oder Dachdecker.
Das sind alles Verallgemeinerungen die stimmen können, aber nicht 
müssen.

Um die Firma ist es aber nicht schade, such weiter, du wirst schon was 
passendes finden.

Autor: DrNo (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Franz B. schrieb:
> Ein paar Mögliche Gründe für "merkwürdige/fehlerhafte" Codes/Lösungen
>
> * Die "Lehrbuchmeinung" sieht zwar viel logischer aus, aber nach 2
> ..
> * Zeitdruck. Ein Firma muss im wirtschaftlichen Rahmen arbeiten. Ich
> ..
> * Kompromisse. Oft kommen solche Krücken auch durch Kompromisse zu

Danke für Dein differenziertes Posting.

> * Die habens einfach nicht drauf. Aber das kommt eigentlich eher selten
> vor.

Ich hatte irgendwie den Eindruck, das letzteres galt, kombiniert mit 
ausgesprochener Unfreundlichkeit. Tut mir leid, wenn das super arrogant, 
anmaßend und vernichtend klingt. Es ist auch eigentlich nicht mein Stil, 
so rüberzukommen, gerade weil auch mal gesundheitliche/nervliche 
Probleme hatte und auf einen verständnisvollen Arbeitgeber eigentlich 
angewiesen bin.
Aber irgendwie sprechen - finde ich - die Fakten für sich. Der viele mit 
#ifdef 0 rausgenommene Code hatte nichts mit einem ausfuchsten System 
bedingter Kompilierung zu tun, wie es das beim Linux-Kernel gibt. Auch 
nicht mit Dokumentation. Es war nur Faulheit/Unentschlossenheit.

100%ig sicher bin ich da aber nicht, nur zu 95%. Deswegen liegt mir der 
Vorwurf, arrogant zu sein auch im Magen.

Kann man vielleicht irgendeine quantitative Aussage treffen, etwa nach 
dem Motto:
- im Ursprungsprojekt wurden u C-Dateien verwendet, v Header-Dateien, 
Gesamtcodegröße w Zeilen für die Aufgabe gebraucht.

-für ein redundanzbereinigtes Projekt ohne "toten Code" lag der 
Gesamtaufwand nun bei x C-Dateien, y Headern, z Gesamtzeilen bei 
nachgewiesen gleicher Funktionalität

Wenn nun gleichzeitig gilt:
u >> x
v >> y
w >> z

könnte man ja sagen: Am Anfang war massiv was faul, aber jemand hat es 
geschafft, das Projekt von nun an brauchbar zu machen.

Autor: Bratmaxe (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Den Unterschied zwischen "geht noch" und "geht gar nicht"-Arbeit macht 
ausschließlich der Nasenfaktor.

Will sagen, dass du noch so eine Scheiße abliefern kannst, wenn der Chef 
dich leiden mag. Andersrum kannst du alles richtig machen und der Chef 
ist froh wenn du weg bist, weil er dich Kacke findet.

und

Weil an den Entscheidungsprozessen Menschen beteiligt sind, wird nicht 
objektiv entschieden und beurteilt. Das ist so.

also

Wenn du nun mit fettigen Haaren und Schweißgeruch, die Vorarbeit des 
unbekannten Teams und die Leitungsqualitäten des unbekannten Chefs in 
den ersten Tagen lautstark als mangelhaft darstellst, ohne vorher drei 
mal mit ihm zusammen Kegelweltmeister geworden zu sein, hat sich die 
Sache schnell erledigt.

So etwas darf nur sein eigener Sohn o.ä.

Nächstes Mal vorsichtiger, es steht keiner auf "objektive" 
Meinungen/Verbesserungen.

Dein Problem ist ein rein Zwischenmenschliches, kein Fachliches.

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
DrNo schrieb:

> könnte man ja sagen: Am Anfang war massiv was faul, aber jemand hat es
> geschafft, das Projekt von nun an brauchbar zu machen.


Das ist schwer und muss immer auf den Einzelfall abgestimmt werden.
Gerade als Neuling ist es immer schwierig, die Notwendigkeit von 
bestimmten Dingen beurteilen zu können.

Codegröße ist nicht alles.

Ich will jetzt nichts schön reden, nicht falsch verstehen.
Aber der Albtraum jedes Chefs ist es:
Ich habe eine Codebasis, die nachgewiesenermassen seit Jahren 
funktioniert und draussen im Einsatz ist. Im laufe der Jahre wurden die 
meisten (viele) Bugs bereinigt, so dass es jetzt zu keinen gröberen 
Problemen mehr kommt. Und da kommt jetzt so ein Jungspund daher, und 
meint er muss alles umdrehen. Und plötzlich geht dann nichts mehr.

Und mit Verlaub: Wenn die Codebasis auch nur einigermassen eine 
kritische Größe überstiegen hat, dann kannst du in 7 Tagen nicht 
beurteilen, welche Nebeneffekte deine Änderungen alle nach sich ziehen. 
Manche sind harmlos, andere nicht. Mal von ganz simplen Tippfehlern, die 
eine Variable zu einer anderen machen, ganz abgesehen. Ist mir auch 
schon passiert, dass bei Verschönerungsaktionen aus einem i ein j wurde, 
dass sich beim Umstellen von Code Variablenscopes plötzlich 
überschnitten haben, ... kurz und gut: Nach der Verschönerungsaktion 
geht erst mal nichts mehr. Oder noch schlimmer: Es sieht so aus, als ob 
noch alles funktioniert, aber in seltenen Sonderfällen gehts nicht mehr.


Also: Situation abhaken. Nächster Versuch.
Du bist nicht schuld. Aber es mag auch gute Gründe geben, warum die 
Situation für die Firma so ist, wie sie ist.

Wohl dem, der einen Entwicklungsleiter hat, der versteht, dass Code 
genauso wie jedes andere technische Gerät eine Wartung braucht.
Wohl dem, der einen Entwicklungsleiter hat, der beim Chef auch mal etwas 
Zeit für Aufräumarbeiten loszwackt.

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> So etwas darf nur sein eigener Sohn o.ä.

Oh, ja.
Diese Situation ist der absolute Super-GAU. In dem Fall kannst du nur 
das Weite suchen. Gegen den Sohn hast du nie eine Chance, da kannst du 
dich höchstens unbeliebt machen. Und irgendwann wird der dann selber 
Chef.

Autor: Franz B. (byte)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ne, ganz klar. Man muss nicht alles schlucken. Es gibt halt Dinge die 
laufen völlig verkehrt. Aber wenn man sich genauer mit den Gründen 
beschäftigt kann man besser darauf reagieren und auch argumentieren. 
Sowas lernt man halt im Laufe der Jahre, spätestens dann wenn einem 
genau die Dinge selber mal passieren die man an anderen kritisiert und 
selber nie für möglich gehalten hat. Dann bekommt man ein 
Verständniss/Gespür für solche Sachen und kommt auch besser mit den 
Kollegen klar. Ich war auch so ein "mit dem Kopf durch die Wand"-Typ... 
leider hab ich auch oft recht gehabt damit. Macht man sich damit nicht 
überall Freunde.

DrNo schrieb:
> könnte man ja sagen: Am Anfang war massiv was faul, aber jemand hat es
> geschafft, das Projekt von nun an brauchbar zu machen.

Ach.. genau. Ich hab ja noch einen Punkt vergessen. Das 
"LearningByDoingIchWolltsDochGarned"-Projekt. Ich denke das haben alle 
schon mal mitgemacht. Man fängt testhalber mit was neuem an. Neuer 
Controller, Sprache, whatever. Man probiert einiges aus, um in die Sache 
reinzukommen. Ziemliches Neuland, kommt aber schnell rein mancht aber so 
manchen Anfängerfehler. Man hat gerade ein bischen zeit, und das Projekt 
schreitet sehr schnell voran. Leider schreitets dann schneller als der 
Wissenstand voran... man kommt irgendwann an den Punkt wo man merkt das 
man ein paar Prinzipielle Konzeptfehler verbaut hat, und würde am 
liebsten von vorne Anfangen. Leider waren zwischenzeitlich die Chefs 
alle so begeistert das es ne eigendynamik bekommen hat, und schon in 
Richtung Einsatz/Anwendung läuft. Jetzt kann man nicht mehr zurück, 
sonst kommt man nicht annähernd an die Termine ran. Es wird lustig 
weitergemurxt, weil irgendwie funkionierts ja.

Solche Leichen hab ich auch im Keller liegen. Aber ich bekomm die 250 
Mannstunden einfach ned her um das geradezubügeln.

Autor: Wolfgang Horn (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hi, DrNo,

> Das Problem ist nur, ich weiss wirklich nicht was ich für Schlüsse aus
> solchen Vorfällen ziehen soll.

Antwort auf meine Eindrücke:

"Übrigens glaube ich weder an Unstern noch Fluch, sondern nur an kluges 
und dummes Handeln." (Werner von Siemens)

Ich wünsche Dir mehr Geschicklichkeit in Menschenkenntnis, speziell
a) "wie erkenne ich, an welchen Arbeitgeber ich geraten bin?"
b) wie stelle ich mein Verhalten darauf ein?

Die gequälten Bemerkungen Deiner Kollegen waren Symptome für die Ursache 
"unser Unternehmer, das Genie".
Deine Einstellung war das Indiz für "unser Projekt ist in Zeitnot".
Wohl alle Neuen bekommen die "heissen Eisen" zur Bearbeitung. Das, wovor 
sich die Erfahrenen gedrückt haben. Sowie das, was sich zum Knüpfen der 
Sündenbockschlinge eignet.

"Die Kunst des Managements besteht ohnehin darin, mit weniger Wissen, 
als es die Mitarbeiter haben, diese zu führen." (Bernd Pischetsrieder, 
Ex-BMW„ Pischetsrieder’s Weisheit“)

Manche Unternehmer stimmen Pischetsrieder zu. Andere verhalten sich auch 
entsprechend.
Sehr viele aber stimmen nicht zu, viele von denen fragen sich, wie aus 
intelligenten, kreativen, zum Engagement bereiten Einsteigern in ihre 
Firma Duckmäuser werden: "Sagen sie mir, was ich tun soll" und "... aber 
ich habe alles richtig gemacht!"


Gerade geniale Ingenieure gelten zu Recht als "schwierig". Mit ihrer 
genialen Idee haben sie Kunden gefunden, Finanziers, Erfolg.
Frei von aller Bürokratie arbeiten manche 20h / Tag, ihre Leistung ist 
dreimal höher als die eines verängstigten Ingenieurs.
Vor ihrem inneren Auge haben sie eine kristallklare, detaillierte 
Vorstellung vom Produkt, aber zu wenig Zeit, diese ihren Mitarbeitern zu 
vermitteln.
Stress ist unvermeidbar.

Deine Idee mit der Vorführung hätte Anerkennung gefunden von 
Führungskräften, die Pischetsrieders Weisheit zustimmen. Der geniale 
Ingenieurunternehmer aber erschrickt über
a) den Angriff auf seine bewährte Praxis,
b) das Aufzeigen einer grundsätzlichen Ursache für Mängel und weitere 
Verzögerungen.

DrNo, lest Du die VDi-Nachrichten mit dem Karriereberater Heiko Mell?
„Du sollst deine Firma nicht gegen ihren Willen glücklich machen 
wollen.“ (11. Gebot nach Heiko Mell, Karriereberater mit wöchentlich ½ 
Seite in den VDINachrichten)

Das gilt ganz besonders für Neulinge in einer Firma, deren Unternehmer 
auf sein Genie stolz ist.

Entwurf einer Verhaltensregel für Neueinsteiger: Suche erst Anerkennung 
für fleißige Arbeit nach Vorschrift, und erst nach dieser Anerkennung 
schau nach Klagen, also nach Problemen - und präsentiere dafür dann 
deine erste Idee.

Das hätte Dir manchen Frust erspart.


Ciao
Wolfgang Horn

Autor: Franz B. (byte)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Karl heinz Buchegger schrieb:
> Und mit Verlaub: Wenn die Codebasis auch nur einigermassen eine
> kritische Größe überstiegen hat, dann kannst du in 7 Tagen nicht
> beurteilen, welche Nebeneffekte deine Änderungen alle nach sich ziehen.

Au ja, das ist auch ein ganz großer Punkt zb. in den Opensourceprojekten 
bei denen ich mitmische. Ein paar Leute wollen partou nicht kapieren das 
aber einer gewissen Codegröße und Komplexität eine gewisse Vorsicht 
geboten ist und andere Spielregeln gelten. Da kann man sich ganz böse 
Fehler einbauen, die man erst Jahre später bemerkt. Typisches 
scenario... ".. is das schlecht.. das geht so viel besser... blabla..." 
änderung wird Hochgeladen... funktioniert erstmal... später stellt sich 
raus, x,y und z funktionieren aber nicht mehr. "Oh, kein kleiner Fehler, 
das haben wir gleich..." gemurx-weitermurx-murx-frikel... und auf einmal 
hört man nichts mehr von den Personen... nicht mehr auffindbar. :)

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Franz B. schrieb:

> Ach.. genau. Ich hab ja noch einen Punkt vergessen. Das
> "LearningByDoingIchWolltsDochGarned"-Projekt. Ich denke das haben alle
> schon mal mitgemacht. Man fängt testhalber mit was neuem an. Neuer
> Controller, Sprache, whatever. Man probiert einiges aus, um in die Sache
> reinzukommen. Ziemliches Neuland, kommt aber schnell rein mancht aber so
> manchen Anfängerfehler. Man hat gerade ein bischen zeit, und das Projekt
> schreitet sehr schnell voran. Leider schreitets dann schneller als der
> Wissenstand voran... man kommt irgendwann an den Punkt wo man merkt das
> man ein paar Prinzipielle Konzeptfehler verbaut hat, und würde am
> liebsten von vorne Anfangen. Leider waren zwischenzeitlich die Chefs
> alle so begeistert das es ne eigendynamik bekommen hat, und schon in
> Richtung Einsatz/Anwendung läuft.

Oh ja! Kenn ich

Du strickst mit der heißen Nadel eine GUI zusammen, damit der Chef beim 
Kunden was zum Herzeigen hat. Patsch. Baust du in diesem Prototypen ein 
bischen zu viel Funktionalität ein, dann gilt das dann für Chef und 
Kunde als 'fast fertig, ein paar Kleinigkeiten noch'. Und zu allem 
Überfluss geht dein Boss mit deiner, noch nicht mal völlig 
duchgedachten, Idee auch gleich noch bei 5 anderern potentiellen Kunden 
hausieren.
Endeffekt: Übernächste Woche müssen wir liefern, ich habs schon 5 mal 
verkauft!
Hä? Ich hab doch noch nicht mal einen blassen Schimmer, welche 
Fehlerfälle da überhaupt auftreten können, ob das Verfahren allgemein 
genug ist, und der verkaufts schon.

Autor: DrNo (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Wolfgang Horn schrieb:
> Entwurf einer Verhaltensregel für Neueinsteiger: Suche erst Anerkennung
> für fleißige Arbeit nach Vorschrift, und erst nach dieser Anerkennung
> schau nach Klagen, also nach Problemen - und präsentiere dafür dann
> deine erste Idee.

Das kann ich nachvollziehen. Aber ich hatte ja auch das Problem zu 
lösen, die bestehende Softwarelösung erst einmal zu verstehen. Ich habe 
immer das Bedürfnis, mir einen Gesamtüberblick verschaffen zu wollen. 
Quasi unnötigen Ballast komplett ausblenden, an einem leeren 
Schreibtisch beginnen. Deswegen habe ich gedacht, ich könnte mit einer 
riskanten Aufräumaktion schon mal auf eigene Faust beginnen.

Autor: DrNo (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Sorry, muss noch mal was nachlegen. Da ich 7 Tage lang am rotieren war, 
komme ich nur langsam wieder runter.

Der "vermurkste Code" enthielt passend zur wunderschönen ungarischen 
Notation die Variablentypen long (was zu 32 bit werden sollte), int (was 
meines Wissens auch zu 32 bit aufgelöst werden sollte), dann aber auch 
noch short.

Letzteres war irgendwie in hardwarenahen-Sachen (MMU-Initialisierung, 
Interrupttabelle) als Funktionspointer im THUMB-Modus vorgesehen und 
sollte dann zu 16 bit aufgelöst werden.
Ob das noch in aktivem oder "totgelegten Code" drinstand, weiss ich 
allerdings nicht mehr.

Hätte man doch viel übersichtlicher haben können, einfach
#include <inttypes.h>

und danach nur noch int32 und int16 (bzw. uint32 und uint16) verwenden. 
Platzverbrauch, Lesbarkeit und Eindeutigkeit um 200% verbessert.

Ich hak's jetzt aber wirklich ab, versprochen.

Autor: Martin Thomas (mthomas) (Moderator) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Was mir beim (nicht ganz alles) Durchlesen eingefallen ist: Wenn es sich 
um Code für einen Hardwaretest handelt, wird öfter 'schnell mal' etwas 
aus den Firmwarequellen der Endanwendung herausgeschnippselt, 
zusammengeklebt und zurechtgebogen, nur um die Hardware zu testen ohne 
alle "Pfade" der Anwendung durchlaufen zu müssen. Im Projektcode ist 
bereits alles drin, um die Hardeware anzusprechen aber es fehlen z.B. 
Schnittstellen zur GUI am Testplatz-PC. Das würde die vielen 
undefinierten Variablen und #if 0 erklären.
Langfristig ist diese Methode keine gute Idee. Man hätte vorher den/die 
HAL so entwerfen müssen, dass man die enthaltenen Funktionen sowohl im 
Testcode als auch im 'richtigen' Projekt ohne Gebastel nutzen kann (dann 
hätte man auch gleich noch einen Softwaretest neben dem Hardwaretest). 
Das kostet aber wahrscheinlich zu viel Zeit. Der Hardwaretestcode wird 
ja meist nur kurz benutzt und bietet keine Funktionalität für den 
Endanwender, da wird sich dann noch weniger Mühe gegeben, es 
'auszuprogrammieren'.
Nicht das dies die Umgangsformen in der Firma irgendwie rechtfertigen 
würde aber dazu wurde ja schon einiges kommentiert.

Autor: Klaus Wachtler (mfgkw)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Dieter T. schrieb:
> wo Wohnst du?

Soltau, das ist so etwa in der Mitte zwischen Hannover und Hamburg
(komme aber aus dem Süden, genauer aus Nürnberg).

Autor: Klaus Wachtler (mfgkw)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Arne schrieb:
> Also ich finds schön hier:...

Unbestritten, das Schade bezog sich nur auf die Entfernung.

Autor: Bernd O. (bitshifter)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo DrNo,

technisch hast Du nichts falsch gemacht. Was Du beschreibst ist 
technisch tatsächlich haarsträubend und sollte geändert werden. Du wirst 
in Deiner Ingenieurslaufbahn noch viele ähnlich gelagerte Fälle 
vorfinden. Da bist Du sowohl bei kleinen Klitschen als auch bei großen 
Firmen nicht davor gefeit. Ich jedenfalls habe ähnlich haarsträubende 
Mißstände schon ein paar Mal selbst erlebt.

Was Du falsch gemacht hast ist, dass Du die Situation der Firma, der 
Mitarbeiter und Deine "Rolle" darin nicht richtig eingeschätzt hast. Ich 
formuliere das folgende bewußt hart und unverblümt und aus der Sicht des 
Chefs und der Mitarbeiter:

Die Firma wollte jemanden haben, der das vorhandene System möglichst 
schnell weiterentwickelt bis es seine Aufgabe erfüllt. Du bist aber in 
die Firma "geplatzt", hattest überall etwas auszusetzen, hast Deine Zeit 
damit vergeudet, nach Dingen zu suchen, die für Deine Arbeit irrelevant 
sind (Datenblätter) und dann auch noch damit angefangen, 
funktionierenden Code grundlos zu ändern und hast das KM-System auch 
noch so geändert, dass jetzt hunderte Warnings erscheinen.

Du bist quasi mit einer "Arschbombe" in der Abteilung gelandet, hast den 
vorhandenen Mitarbeitern indirekt gesagt "ist alles Scheiße was ihr hier 
gemacht habt" und dem Chef, dass er keine Ahnung von dem hat, was er 
eigentlich treibt (lint/warning). Dein Rauswurf war dann nur konsequent.

So eine "Nummer" kann (wenn überhaupt) nur ein ausgewiesener Fachmann 
mit guten Referenzen und vielen Jahren Berufserfahrung bringen - und 
auch nur dann, wenn der Firmenführung klar ist, dass ein Problem besteht 
und er die Rückendeckung der Führung hat. Der Fachmann (oft auch 
Missionar/Evangelist genannt) wird aber deutlich vorsichtiger/subtiler 
agieren als Du.

Was Dir fehlt nennt man Neudeutsch "social skills" oder "soft skills".

So - nun ein Schnitt und Schluß mit den harten Worten und eine Erklärung 
wie Du es hättest besser machen können:

- Herausfinden, was Deine Rolle in der Firma ist und Dich entsprechend 
verhalten. Von einem Praktikanten bzw. Berufseinsteiger erwartet man 
nicht, dass er die Mitarbeiter mit mehrjähriger Berufserfahrung 
kritisiert, sondern ganz im Gegenteil dass er von den Kollegen lernt. 
Wenn klar ist, dass die Kollegen Dir technisch nicht das Wasser reichen 
können heißt die Devise: "Klappe halten und gute Mine zum bösen Spiel 
machen". Die Kollegen merken sehr schnell, dass Du technisch überlegen 
bist - aber das wird keiner öffentlich zugeben bzw. sich anmerken 
lassen. Wie würde er auch vor den anderen Kollegen und dem Chef 
dastehen, wenn ihm ein Praktikant/Anfänger erklärt, was er falsch macht. 
Wenn Du dich aber zurück hältst merken die Kollegen, dass sie Dir 
vertrauen können und nach ein paar Monaten kannst Du dann tatsächlich 
damit anfangen, das "Feld" von hinten aufzurollen. Schritt für Schritt - 
und ohne dass ein alteingesessener Kollege sein Gesicht verliert. Ich 
kenne keinen anderen Weg. Ohne die Rückendeckung der Kollegen oder 
zumindest deren Duldung wirst Du nichts bewegen können. Und Dein 
Vorgesetzter wird sich bei Problemen fragen "sind wirklich 5 meiner 
langjährigen Mitarbeiter neben der Spur oder liegt das Problem beim 
Neuen?". Wie diese Überlegung ausgeht liegt auf der Hand.

Wenn Du fürchtest, dass der ganze lausige Quellcode durch den Du dich 
kämpfen sollst eher eine Art von Test für Dich ist, also im Sinne von 
"wenn der hier länger als drei Tage werkelt ohne laut Scheiße zu 
schreien, dann schmeißen wir ihn raus, weil er keine Ahnung vom 
Programmieren hat" oder wenn Du Angst hast, dass Du dich an dem Chaos 
"Mitschuldig" machst, dann führe frühzeitig ein klärendes Gespräch mit 
Deinem Chef - und zwar nur mit Deinem Chef ohne vorher bei den Kollegen 
Kritik an der Qualität zu üben. Vermutlich ist Deinem Chef schon klar, 
dass der Quellcode Schwächen hat. Du kannst Deinem Chef dann in aller 
Ruhe klarmachen, dass der vorhandene Code nicht Deinen 
Qualitätsvorstellungen entspricht, dass Dir klar ist, dass aber die 
Funktion jetzt Priorität hat und dass Du Dich erst mal darum kümmern 
wirst, danach aber noch mal das Thema "Qualität" aufgreifen wirst.

Entwicklung ist meist ein Kompromiss zwischen den eigenen Anforderungen 
und den oft erschreckend niedrigen Anforderungen anderer Entwickler, die 
sich schon freuen, wenn der Compiler nicht mit einem Fehler aussteigt. 
Dass Du technisch fit bist geht aus Deinem Posting klar und deutlich 
hervor. Keine Sorge, "soft skills" kann man lernen, auch wenn aus einem 
Ingenieur meist kein Diplomat wird.

Gruß,
Bernd

Autor: DrNo (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo Bernd!

Zunächst mal vielen Dank für Dein differenziertes Posting, auch wenn es 
"harte Worte" enthält.

> technisch hast Du nichts falsch gemacht. Was Du beschreibst ist
> technisch tatsächlich haarsträubend und sollte geändert werden. Du wirst

> .....

> Was Dir fehlt nennt man Neudeutsch "social skills" oder "soft skills".

Klar les ich letztes weniger gern, da man ja heute überall liest, wie 
wichtig solche Fähigkeiten sind. Ganz sicher hätte ich mehr reden, 
erklären, "vorsichtig vorfühlen" müssen.
Hab's schon ein paar mal erwähnt, aufgrund der Länge des Threads ist es 
vielleicht untergegangen:
Es gab in den 7 Tagen nur ganz, ganz wenige Gelegenheiten zum Reden. Der 
Chef war ganz oft außer Haus oder hatte Besuch.
Besonders doof: Der mir eigentlich zugeteilte Kollege (definitiv kein 
alteingesessener, sondern auch ein Jungspund) war aufgrund eines 
familiären Krankheitsfalles nur stundenweise da.

Nur im Endeffekt denke ich: So wie es letztlich ausgegangen ist 
(Rauswurf mit Rumbrüllerei) wäre es eh der falsche Platz gewesen, um 
sich in Diplomatie zu üben.
Es war eigentlich noch heftiger, nachdem ich die Kündigung erhalten 
hatte und ich dabei war, meine Tasche zu packen, baute sich "der Alte" 
aufgeplustert vor mir auf und sagte irgendwas von "ich solle jetzt ganz 
schnell machen, sonst wüsste er nicht..." oder so ähnlich.

Also nee, vielleicht war es doch umgekehrt mit den fehlenden sozialen 
Fähigkeiten.

Autor: Practitioner of Kyokushin Karate (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich hätte mich fünf Zentimeter vor ihn hingestellt und geantwortet 
"Sonst was?"

Autor: Mr.T (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
DrNo schrieb:
> Klar les ich letztes weniger gern, da man ja heute überall liest, wie
> wichtig solche Fähigkeiten sind. Ganz sicher hätte ich mehr reden,
> erklären, "vorsichtig vorfühlen" müssen.

In nicht all zu ferner Zukunft wirst Du Dir sicher sagen: "Dass ich NUR 
7 Tage da war, ist das Beste, was mir passieren konnte." Stell Dir mal 
vor, was aus Deiner Gesundheit nach 6 bis 12 Monaten geworden wäre. Du 
scheinst jemand zu sein, der sowas "in sich rein fisst". Ging mir auch 
früher so. ;)

Autor: DrNo (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Practitioner of Kyokushin Karate schrieb:
                          ^^^^^^
> ...

Gar nicht mal schlecht die Idee, sich auch nach den Ideen der 
fernöstlichen Kampfkunst zu orientieren.
Man weiss dann, man hat für den Notfall noch was in der Hinterhand.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
DrNo schrieb:
> Hätte man doch viel übersichtlicher haben können, einfach
> #include <inttypes.h>

C99-Stil ist leider in der freien Wildbahn nach wie vor noch sehr
wenig verbreitet, was insbesondere auch an Microsofts Ignoranz
gegenüber diesem Standard liegt (und wenn da auf "ungarische
Notation" geschworen wird, klingt das Microsoft-lastig).  Aber auch
viele Compiler für embedded CPUs sind mit C99 leider auf Kriegsfuß.
Rühmliche Ausnahme: IAR, die haben die vollständigste C99-Implemen-
tierung, die ich je gesehen habe.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
DrNo schrieb:
> Also nee, vielleicht war es doch umgekehrt mit den fehlenden sozialen
> Fähigkeiten.

Ja, auch das.  Nur: er hat das Geld.

Autor: DrNo (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Jörg Wunsch schrieb:
> Ja, auch das.  Nur: er hat das Geld.

Manchmal stinkt Geld auch doch.

Autor: Richard S. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Das hast Du immer noch nicht ganz verstanden.
"social skills" sind die Fähigkeiten, auf seine Umgebung richtig zu 
reagieren. Eben auch in Situationen, in denen die Umgebung falsch/unfair 
oder ähnlich reagiert.
So wie Du das beschrieben hast, hast Du in dieser Umgebung falsch 
agiert/reagiert. Und wie der Vorposter ebenfalls geschrieben hat : wenn 
man das erkennt, kann man das auch lernen.

Autor: Commtel @msn (commtel)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo Arne ,

würde mich freuen wenn ich auch eine kurze Info bekommen könnte
ob der Job SW Entwickler noch frei ist.

Mfg
Commtel

Autor: Wolfgang Horn (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hi, DrNo,
> Deswegen habe ich gedacht,...

Klar. Deine Gründe sind verständlich und nachvollziehbar.

Entscheidungssatz: Jede Person wählt von allen Handlungsvarianten stets 
diejenige, von der sie nach ihren Entscheidungsgrundlagen die geringsten 
Mühen erwartet für die Ver-wirklichung ihrer persönlichen Wüsche.

Aber: Ich deute Deine Schilderungen so:
1. Du hast Dich auf die Aufgabe konzentrierst und sie gut erledigen 
wollen.
2. Aus dem Fehlen der Unterstützung Deiner Kollegen für Dich ahne ich, 
a) dass Du sie wohl nicht gewonnen hast, b) dass Du Deine Aufgabe eher 
für Dich allein bearbeitet hast. Du hast nicht beschrieben - oder habe 
ich das überlesen? - wie Du die Personen, die vorher an der Aufgabe 
gearbeitet haben, befragt hast, aus welchen Gründen der Code so 
geschrieben war. Ich habe auch nicht gelesen, dass Du Kollegen Deine 
Ideen schon frühzeitig unterbreitet und deren Meinung eingeholt hast.

Ansonsten fühle ich mich mit dieser Kritik nicht wohl. Aus diesem Grund:
"Kritik soll zur rechten Zeit erfolgen. Man darf sich nicht angewöhnen, 
erst dann zu kritisieren, wenn das Unheil passiert ist." (Mao Tse Tung)

Für das nächste Mal wirst Du gelernt haben.

Toi, toi, toi.

Ciao
Wolfgang Horn

Autor: DrNo (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Richard S. schrieb:
> Das hast Du immer noch nicht ganz verstanden.
> "social skills" sind die Fähigkeiten, auf seine Umgebung richtig zu

Bin ehrlich gesagt ziemlich verunsichert, was diese vielgelobte soziale 
Kompetenz eigentlich bedeuten soll. Bin eigentlich ein Typ, der bislang 
immer als kompromissbereit und hilfsbereit galt. Ständig kann man das 
jedoch nicht durchziehen, dann frisst man wirklich zu viel in sich 
hinein.

Der olle Bohlen - den zu Recht viele nicht mögen - sagte ja bei DSDS oft 
so Sachen wie:
"Ja ist es denn in Ordnung zu lügen? Ich sag doch nicht, dass das gut 
ist, was ich in Wirklichkeit voll scheiße finde!"
Manchmal glaube ich, diese Einstellung ist gesünder.

Autor: Oliver (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Wolfgang Horn schrieb:
> Für das nächste Mal wirst Du gelernt haben.

DrNo schrieb:
> Leider kann ich die Sache nicht als
> Einzelereignis einordnen und schnell vergessen, weil es bei früheren
> Arbeitgebern schon einmal ähnliche Vorfälle gab.

Ohne Kenntnis der Person, der Hintergründe, und des Umfeldes sind 
Aussagen zwar schwierig, aber in diesem Fall fürchte ich, daß dort doch 
mal professionelle Lebenshilfe gefragt ist.

Auch unter dem Gesichtspunkt, daß die Anzahl der Arbeitgeber, die 
gewillt sind, 30-jährige Praktikanten mit 5 Jahren (anscheinend) 
gescheiterter Berufserfahrung einzustellen, arg begrenzt sein wird.

Ich kann deine gesundheitlichen Probleme nicht einschätzen. Du kannst 
aber davon ausgehen, daß du überall als angestellter Lohnempfänger daran 
gemessen werden wirst, welches Ergebnis du erzielst, und daß du überall 
mit anderen Menschen und mit Stress zu tun haben wirst. Selbst als 
Gärtner, Hausmeister, oder 1-Euro-Jobber. Wenn du damit gar nicht 
klarkommst, gibt es überall Probleme. Wenn doch, kannst du auch als 
Softwerker weitermachen.

Lösen kann ich deine Probleme nicht. Ich drück dir aber die Daumen.

Oliver

Autor: Klaus (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo DrNo,

die Beschreibung deines Praktikums erinnert mich sehr an eine frühere 
Firma von mir.
Es handelt sich nicht zufällig um eine kleine Klitsche in Südwestfalen?

Autor: dagger (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Arne schrieb:
> -> Wir suchen momentan einen SW-Entwickler (Bodensee Region).
Und der Firmenname ist ein Geheimnis?

Autor: DrNo (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Wolfgang Horn schrieb:
> 2. Aus dem Fehlen der Unterstützung Deiner Kollegen für Dich ahne ich,
> a) dass Du sie wohl nicht gewonnen hast, b) dass Du Deine Aufgabe eher
> für Dich allein bearbeitet hast. Du hast nicht beschrieben - oder habe
> ich das überlesen? - wie Du die Personen, die vorher an der Aufgabe
> gearbeitet haben, befragt hast, aus welchen Gründen der Code so
> geschrieben war. Ich habe auch nicht gelesen, dass Du Kollegen Deine
> Ideen schon frühzeitig unterbreitet und deren Meinung eingeholt hast.

Zugegebenermaßen habe ich mir nicht so viel Mühe damit gegeben. Es wäre 
bei dem einen, abwesenden Kollegen die meiste Zeit eh nur telefonisch 
gegangen.
Ich fühlte mich aber auch deswegen im Recht, weil bei mir der "optische 
Informationskanal", den ich zum Hineindenken in ein Problem benötige, 
total von der Unübersichtlichkeit der vorgegebenen Aufgabe verstopft 
wurde.
Ich hab ja auf dem Bildschirm die Entwicklungsumgebung und darin auf der 
linken Seite ein schmales Fenster, dass die zum Projekt gehörigen 
Sourcefiles auflistet. Das Fenster war von oben bis unten gefüllt, ich 
glaube der Scrollbalken tauchte sogar schon auf. Größenordnung: knapp 40 
h-Dateien und nochmal knapp 40 c-Dateien. Als ich merkte, da wird gar 
nicht alles eingebunden, bin ich komplett ohne Schuldgefühle ans Löschen 
gegangen. Es ist ja auch niemals ein unwiderrufliches Löschen, sondern 
man hätte, falls erforderlich, später wieder einzelne Sachen aus einer 
älteren Projektkopie hinzuholen können.

Die Situation ähnelt, finde ich, der eines Handwerkers, der vor einen 
zugemüllten Arbeitsplatz gesetzt wird. Der ganze Müll liegt zwar nicht 
auf dem Werkstück, aber überall drumrum, so dass er es noch nicht mal 
komplett ansehen kann. Es holt sich dann eine Mülltonne und schiebt 
Bananenschalen und Butterbrotpapiere großzügig hinein.
Beim nächsten Rundgang des Chefs in der Werkhalle wird er dann 
zusammengestaucht, weil er nicht den Entsorgungsbeauftragten kontaktiert 
hat und ein Plastik-Kugelschreiber mit in die Mülltonne gewandert ist.

Und dann denke ich auch: Ich bin etwas raus aus dem Job, hab länger 
keinen C-Compiler mehr angeschmissen, kenne den ARM-Prozessor nicht so 
gut. Ich möchte mal sehen, wo dort Interrupttabellen sind, wie das 
Benennungsschema für Module in dem Projekt ist, am liebsten auch mal ins 
Datenblatt gucken. Da ist es mir einfach wichtig, dass der "optische 
Informationskanal" frei bleibt, und ich finde 40 + 40 Dateien sind 
wirklich massiv zuviel für so ein Projekt.

Du sagtest was vom "verängstigten Ingenieur", dessen Arbeitsleistung 
gegen 1/3 Drittel der eines Ingenieur geht, der frei denken darf. Ich 
hab mir halt erlaubt, mal frei zu denken, rumzulöschen und die Forderung 
nach einer schnellen Lösung der eigentlichen Aufgabe in den Hintergrund 
gestellt. Aber auch nur weil ich gedachte habe, das Projekt geht danach 
noch weiter

> Für das nächste Mal wirst Du gelernt haben.

Ich denke schon.

Autor: DrNo (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Klaus schrieb:
> Es handelt sich nicht zufällig um eine kleine Klitsche in Südwestfalen?

Südwestfalen ist als Region richtig, aber das kann ja Zufall sein. So 
ganz klein ist die Region ja auch nicht. Ich war dort schon bei mehreren 
Firmen.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
DrNo schrieb:
> Es ist ja auch niemals ein unwiderrufliches Löschen, sondern
> man hätte, falls erforderlich, später wieder einzelne Sachen aus einer
> älteren Projektkopie hinzuholen können.

...was wieder extra Arbeit ist.

Aber das klingt ja alles so, als hätten die da nichtmal ein VCS, bei
dem du deine Änderungen erstmal ganz privat für dich machen und testen
kannst.  Versionsverwaltung per Kopie von Verzeichnisbäumen?  Hmpf. :)

Autor: DrNo (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Jörg Wunsch schrieb:
> kannst.  Versionsverwaltung per Kopie von Verzeichnisbäumen?  Hmpf. :)

Ja, also ich habe mir immer wieder Kopien des ganzen Projektordners auf 
der lokalen Festplatte angelegt und damit herumexperimentiert.

Auf dem Rechner, an dem ich gearbeitet habe, war "Microsoft Visual 
Source Safe" installiert, aber ich glaube, das war ausschließlich für 
PC-Anwendungssoftware gedacht, die mit Microsoft-Compilern erstellt 
wurde.
Der eine abwesende Kollege sagte mir zu Beginn des Praktikums auch sowas 
wie "wir überlegen ob wir demnächst Subversion einsetzen". Auf seinem 
Arbeitsplatz lag der Ausdruck eines geTex-ten Skriptes mit dem Titel 
"Einführung in Versionsverwaltung mit SVN" oder so ähnlich.

Aber ich muss gestehen, dass mich sowieso wenig mit SVN auskenne. 
Benutze es höchstens privat mal zum "auschecken" von 
Open-Source-Projekten. Müsste ich das besser kennen? Ich bin ja 
eigentlich auch eher Hardware-Entwickler, dass ich jetzt so tief in eine 
Software-Kiste geschubst wurde ist Zufall ....

Autor: Martin (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
... etwas stress-ärmeres wie Gärtner, Hausmeister oder 1-Euro-Jobber ...

Bist du ein Spinner - oder wie kommst du auf diesen bekloppten 
Vergelich?

Autor: DrNo (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Martin schrieb:
> ... etwas stress-ärmeres wie Gärtner, Hausmeister oder 1-Euro-Jobber ...
> Bist du ein Spinner - oder wie kommst du auf diesen bekloppten
> Vergelich?

Warum ist das jetzt so bekloppt? Für Zufriedenheit im Job sind meiner 
Meinung nach viele Sachen wichtig. Nicht nur Bezahlung und 
intellektuelle Herausforderung, sondern manchmal auch körperliche 
Aktivität oder Arbeit an der frischen Luft. Mehr mit Menschen und 
weniger mit Technik zu tun zu haben, habe ich mir schon so manches Mal 
besser vorgestellt.

OK, bisschen Polemik war beabsichtigt. Aber den Absatz oben meine ich 
ernst.

Autor: Mark Brandis (markbrandis)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
DrNo schrieb:
> Aber ich muss gestehen, dass mich sowieso wenig mit SVN auskenne.
> Benutze es höchstens privat mal zum "auschecken" von
> Open-Source-Projekten. Müsste ich das besser kennen? Ich bin ja
> eigentlich auch eher Hardware-Entwickler, dass ich jetzt so tief in eine
> Software-Kiste geschubst wurde ist Zufall ....

Subversion ist jetzt wirklich nicht schwer zu benutzen. Insbesondere mit 
TortoiseSVN macht es sogar Spaß, vor allem wenn man humorvolle Kollegen 
hat und deren Kommentare zu verschiedenen Versionsständen lesen darf :)

Eine Firma, die keine vernünftige Versionsverwaltung einsetzt, ist eine 
"Frickelbude". Wer professionell entwickeln will, kommt um CVS, Git, 
Subversion etc. nicht herum.

Übrigens kann man da nicht nur Sourcecode einstellen, sondern auch die 
PDF-Dateien und sonstige, mit denen man ein Projekt dokumentiert. 
Zumindest wenn man Wert darauf legt, es richtig zu machen ;-)

Autor: DrNo (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Mark Brandis schrieb:
> Subversion ist jetzt wirklich nicht schwer zu benutzen. Insbesondere mit

Ja glaub ich. Ich hab ein Buch über SVN von Galileo Computing, das sich 
ganz gut liest.
Hab auch CVS und git schon benutzt, aber immer privat und immer nur von 
der "Auscheckerseite".

Liegt eben daran, dass ich nur bei "Frickelbuden" war und/oder eh der 
einzige, der die Sofware für die Mikrocontroller erstellt.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Mark Brandis schrieb:

> Eine Firma, die keine vernünftige Versionsverwaltung einsetzt, ist eine
> "Frickelbude".

Das würde ich Anfang des 3. Jahrtausends auch unterschreiben.  Ob
man allerdings Microsofts SourceSafe überhaupt als brauchbar
einstuft, hängt sicher vom Geschmack der Leute ab. ;-)  Ich habe
schon mehr als einen darüber klagen gehört, dass er wiederholt
Projekte damit nur aus einem Backup auf einen veralteten Stand
rekonstruieren konnte, und wenn man mal nach "sourcesafe problems"
gurgelt, dann landet man als erten Treffer gleich

Visual SourceSafe: Microsoft's Source Destruction System

Autor: Mark Brandis (markbrandis)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Bei Bombardier setzen sie in einer gewissen Abteilung eine zehn (!) 
Jahre alte Version von Visual Source Safe ein. Das Programm kommt nicht 
mal mit der Groß-/Kleinschreibung richtig klar. Warum man da nicht 
lieber eine kostenlose und wunderbar funktionierende Software einsetzt, 
wird wohl ein Geheimnis bleiben. Liegt vielleicht daran dass in jener 
Abteilung lauter Elektrotechniker sind, von denen viele qua Studium nur 
begrenzt Ahnung davon haben, wie man Software richtig entwickelt.

Der Link ist übrigens richtig gut:
"There are many fine solutions for revision control systems. SourceSafe 
isn't one of them." :)

Autor: dagger (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
DrNo schrieb:
> Ich
> hab mir halt erlaubt, mal frei zu denken, rumzulöschen und die Forderung
> nach einer schnellen Lösung der eigentlichen Aufgabe in den Hintergrund
> gestellt. Aber auch nur weil ich gedachte habe, das Projekt geht danach
> noch weiter
Und da ist der Fehler, du hast ohne Rücksprache deine Aufgabe nicht 
gemacht sondern etwas anderes. Wenn du das in einem Projekt machst, 
hagelt es Vertragsstrafen.
Wobei manch anderer Chef mal ein Vier-Augen-Gespräch mit dir gesucht 
hätte.

Autor: DrNo (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
dagger schrieb:
> Und da ist der Fehler, du hast ohne Rücksprache deine Aufgabe nicht

Nö. Hab gerade von jemanden noch Hintergrundinformationen per PM 
erhalten.
Das hat letzte Selbstzweifel bei mir ausgeräumt.

Ich bedanke mich bei allen Postern.
Das ist ja echt ein Thread geworden, bei dem man Lesegeduld braucht.

Autor: S. B. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Jungs, ich muss nur gerade nochmal was loswerden:

Denkt dran, dass das hier nicht die kuschelige Selbsthilfegruppe von 
nebenan ist, sondern ein öffentliches Diskussionsforum, von dem ihr 
nicht wisst, wer das alles liest. Ich bin hier zufällig über den Beitrag 
gestolpert, habe angefangen zu lesen und nach kurzer Zeit war ich mir 
sehr sicher, dass a) die Firma für die ich arbeite hier mit ein Thema 
ist (wenn auch glücklicherweise nicht die im Fokus) und b) ich mir sehr 
sicher bin, wer hier der Threadstarter ist.

Was mir ohne Anstrengung gelingt, würde insbesonders auch problemlos 
jemandem gelingen, der zufällig Mitarbeiter in der besagten Firma ist. 
Einen hinreichend paranoiden Geschäftsführer vorausgesetzt könnte das 
durchaus auch rechtlichen Stress zur Folge haben.

Insofern hielte ich es für sinnvoll, dass wir uns alle geografischen und 
grafischen Spekulationen verkneifen und das Problem eher auf einem 
abstrakten Level diskutieren.

S. B.

Autor: Mark Brandis (markbrandis)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
S. B. schrieb:
> Was mir ohne Anstrengung gelingt, würde insbesonders auch problemlos
> jemandem gelingen, der zufällig Mitarbeiter in der besagten Firma ist.
> Einen hinreichend paranoiden Geschäftsführer vorausgesetzt könnte das
> durchaus auch rechtlichen Stress zur Folge haben.

Da weder Namen von Personen, noch von der Firma, noch vom genauen Ort 
genannt wurden, kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen was hier 
straf- oder zivilrechtlich relevant sein sollte.

Autor: DrNo (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
S. B. schrieb:
> Denkt dran, dass das hier nicht die kuschelige Selbsthilfegruppe von

Auch Techniker wollen halt mal kuscheln.

> durchaus auch rechtlichen Stress zur Folge haben.

Ich bleibe da eher entspannt. Hier wurde ja von vielen Regionen 
gesprochen (Bodensee, Frankfurt, ...). Firmenlogos, die die Farben 
Orange und Schwarz enthalten, dürfte es wie Sand am Meer geben.

Dass ich außer der 'Firma im Fokus' noch eine weitere mit einem Halbsatz 
touchiert habe, halte ich für harmlos, zumal ich von dieser Firma in 
keinster Weise etwas Negatives denke.

@S. B.: Glaube auch zu wissen wer Du bist, können ja mal im RL 
quatschen.

Autor: Wolfgang Horn (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
DrNo schrieb:
> Bin ehrlich gesagt ziemlich verunsichert, was diese vielgelobte soziale
> Kompetenz eigentlich bedeuten soll.

Also eine Ablenkung vom eigentlichen Thema. Aber nützlich, um besser zu 
handeln als allgemein üblich,


Erfinder der Managementmodewelle von den "sozialen Kompetenzen" sind: 
Faix, Laier: "Soziale Kompetenz - das Potential zum unternehmerischen 
und persönlichen Erfolg", Gabler 1991

Sie waren wohl Personalentwickler bei IBM, als die PC's diese in den 
freien Sturz gebracht hatte. Die Produktivität der Zusammenarbeit brach 
ein. Wo früher Miteinander, da nun blankes Gegeneinander.

Manager müssen befürchtet haben, man könne sie dafür verantwortlich 
machen.
In dieser Situation wurde die Mär gern gehört: "Ihr, Manager, seid 
völlig schuldfrei, das Gegeneinander ist die Folge von Mangel an 
sozhialen Kompetenzen bei euren Mitarbeitern. Wir machen ein bißchen 
Training, und dann sind alle glücklich, alles wird gut, wenn ihr uns nur 
beauftragt."

Diese Modewelle ist ausgelaufen, weil die Trainings nicht wirklich was 
gebracht haben.
Wäre ein Unternehmen ein Patient, und Gegeneinander das Symptom, dann 
wäre dies Training extremer Ärztepfusch.
Wegen Fehldiagnose und Fehltherapie.
Sondern: Aussicht auf Personalabbau erzwingt geradezu den "Kampf um den 
letzten Arbeitsplatz". Der wird dann ausgefochten mit allem, was uns 
Mitarbeitern einfällt und was unsere Manager dulden. Unter denen ist der 
Kampf noch schrecklicher, weil die Verluste größer sind.

Die bessere Therapie wäre antizyklisch und schmerzhafter: Wenn ein neuer 
Aufschwung nicht gelingt, muss man so viel Personal abbauen, dass die 
Überlastung der Überlebenden jede Angst vor Stellenabbau vertreibt.


Nach dem Training nimmt die Zahl der Heucheleien zu. Wir überziehen die 
Stahlklingen an unseren Ellbogen halt "sozial kompetent" mit sanftem 
Fell und kleben freundliche Smilies drauf.
Dieser "Schonüberzeug" garantiert aber noch mehr Unklarheit, noch mehr 
Mißverständnisse, erschwert die Kommunikation und erzwingt so Steigerung 
der Kosten.

„Wenn die Leute nicht immer per wir in Geschäftsangelegenheiten 
sprechen, nicht Gelegenheit haben, sich bei Ehren und Sorgen des 
Geschäfts beteiligt zu fühlen, so kann man kein treues Festhalten, auch 
in trüberen Zeiten, verlangen und erwarten.“ (Werner von Siemens)

Er ist mein Vorbild. Solange Manager für sich beanspruchen, sie hätten 
die größte Wirkung auf die Erfolge ihres Unternehmens, solange sind vor 
allem sie verantwortlich für das Schaffen und Bewahren produktiven 
Miteinanders.

Folgerungen:
1. Wenn Personalentwickler solche Trainigs vorschreiben, wäre 
Verweigerung ein Anlass zur Abmahnung - und die Wiederholung meiner 
Argumentation könnte als Rebellion und Majestätsbeleidigung aufgefasst 
werden. Besonders, wenn ein Techniker den Soziologen oder Pädagogen 
widerspricht.
2. Genau das tun, was der Arbeitgeber will - zu Dolchstößen aller Art 
immer eine freundliche Miene machen, damit einem nicht ein Mangel an 
sozialen Kompetenzen vorgeworfen werden kann.
3. Den eigenen Boss "erziehen", damit im eigenen Team mehr Miteinander 
herrscht, dies produktiver arbeitet und seine Überlebenszeit verlängert.


Ciao
Wolfgang Horn

Autor: Wolfgang Horn (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hi, DrNo schrieb:

> Zugegebenermaßen habe ich mir nicht so viel Mühe damit gegeben. Es wäre...
> die meiste Zeit eh nur telefonisch gegangen.

> Ich fühlte mich aber auch deswegen im Recht, weil...

Natürlich hast Du nach bestem Wissen und Gewissen entschieden. Wie alle 
Menschen.
Wie auch alle Verkäufer und Käufer von Lehmann-Zertifikaten, wie auch 
alle Kriminellen und Diktatoren. Wenn man ihnen nur zuhören würde.

Errare humanum est.

> Das Fenster war von oben bis unten gefüllt...bin ich komplett ohne Schuldgefühle 
ans Löschen gegangen.

Nachvollziehbar. Von der eigentlichen Aufgabe her vernünftig.
Aber - wenn Deine Aufgabe ein Patient wäre, der Tohuwabohu in den 
Quellen dessen Symptom und Du ein Arzt, was hätte dann die Diagnose sein 
können?

Wir wissen von der FMEA: Wer in der Kette von Ursachen und Folgen die 
ursächlichere Ursache erkennt und abstellt, der ist im Vorteil.
Das gilt nicht nur in der Technik, sondern auch sonst in der Arbeit.


> Die Situation ähnelt, ... der eines Handwerkers, der vor einen
> zugemüllten Arbeitsplatz gesetzt wird. Es holt sich dann eine Mülltonne...

Klar. Das macht der vernünftige Handwerker.
Trotzdem lohnt die Frage nach dem "wozu sieht das hier so aus? Wozu 
wurde das bisher geduldet? Wozu ist bisher keiner eingeschritten?"

> Aber auch nur weil ich gedachte habe,...

Du hast Dir Selberdenken erlaubt in einem Unternehmen, dessen 
Unternehmer - nach Deinen Schilderungen - das Selberdenken seiner 
Arbeitnehmer nicht kann oder gar nicht will.

DrNo, Fragen und Selbstvorwürfe sind gesunde Symptome des Lernens.
Im Lernschritt kommt es aber nicht auf die Quantität an, sondern auf die 
Qualität der Erkenntnisse.

Ciao
Wolfgang Horn

Autor: rglbmpf (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich verstehe das nicht ganz:

- Studierter Dipl.-Ing
- 5 Jahre Berufserfahrung

... und dann machst du ein PRAKTIKUM?
Am besten noch unbezahlt?

Auch wenn sich der Rest der Story ganz plausibel anhört bist du im 
Entwicklungumsfeld vielleicht wirklich falsch.

Autor: DrNo (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
rglbmpf schrieb:
> ... und dann machst du ein PRAKTIKUM?
> Am besten noch unbezahlt?

Nein, es war ein bezahltes Praktikum. Dass es "nur" ein Praktikum war, 
hatte den Grund in den chronischen Gesundheitsproblemen, die ich nun mal 
hatte und auf die jemand kommen kann, der sich meinen Lebenslauf genau 
durchliest.
Ich hab dazu absichtlich nicht viel gesagt, um den Thread nicht noch 
länger und komplizierter zu machen.

> Auch wenn sich der Rest der Story ganz plausibel anhört bist du im
> Entwicklungumsfeld vielleicht wirklich falsch.

Das hat schon mal jemand vermutet. Entwicklung ist aber der Bereich, der 
mich so aus freien Stücken heraus in der Technik am meisten 
interessiert. Deshalb tue ich mich schwer damit, dies als 
Motivationsquelle aufzugeben.

Autor: Gast1 (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
>Die bessere Therapie wäre antizyklisch und schmerzhafter: Wenn ein neuer
>Aufschwung nicht gelingt, muss man so viel Personal abbauen, dass die
>Überlastung der Überlebenden jede Angst vor Stellenabbau vertreibt.

Falsch! Die Angst vor Verlust des Arbeitsplatzes gehört zum System des 
Zitat: "überwältigendenden, autoritären Kapitalismus", wie heute in 
meiner Tageszeitung in einem interessanten Interview zu lesen ist. Diese 
Drohkulisse ist wichtiger Teil des Systems.

Autor: MaWin (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> Wer professionell entwickeln will, kommt um CVS,

Sicher nicht (clientsidig) unter Windows.
Die Version ist (seit Anbeginn an) kaputt und macht kaputt.

Autor: Max M. (xxl)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
>... und dann machst du ein PRAKTIKUM?

Bin ich auch der Meinung das man sich das nicht antun soll.
Es gibt die gesetzliche Probezeit um sein Können unter Beweis
zu stellen, falls der Betrieb nicht unter die Klitschenklausel
einzugruppiern ist. Leider muss sich kein Chef der Handverlese
unterwerfen, sonst würde es bei den Nieten in Nadelstreifen
ganz düster in D aussehen. Auf jeden Fall würde ich den Betrieb
niemals mehr erwähnen, auch nicht in einem neuen Unternehmen.
Die Spionage der Kollegen ist leider unberechenbar.
Wenn die Firmen sich bei der Einstellung nicht seriös und
wohlwollend verhalten und ulkige Bedingungen verlangen lieber
verzichten oder den Spies umdrehen. Von mir hätten die jedenfalls
keinen dokumentierten Code bekommen, falls ich in letzter Sekunde
nicht noch den Löschknopf gedrückt hätte. Hab das mal ähnlich
erlebt und der Praktikant vor mir hat die Löschaktion genauso
durchgezogen. Kam mir komisch vor und hat sich dann herausgestellt
das der Abteilungsleiter für den Posten zwar promoviert,
aber noch nicht die sittliche Reife für den Job hatte.
Übrigens Softwerker sind selten echte Teamplayer. Real ist dagegen
ausgeprägter Futterneid und Selbstsucht. Ein falsches Wort
und schon steht man beim Chef auf der Matte.
Ich tu mir sowas jedenfalls nicht mehr an.

Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Es lief da Einiges schief. Einem Neuen schlechten Code zu geben : Es 
laeuft eigentlich alles, muss nochmals angeschaut werden... ist 
schlechter Stil. Eigentlich sollte man von Null alles nochmals neu 
schreiben.
Wenn ein Chef Codezeilen zaehlt ist er ein Pflug. Auf sowas ist man vor 
20 Jahren reingefallen.
Sei froh, biste nach einer Woche da rausgekommen. Nur nicht verzagen. Es 
haette eh nichts gebracht.

Autor: Franz (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Um noch mal auf die "soft skills" / social kompetenz oder besser oder 
vllt. etwas übertrieben gesagt "Arschkriecherei" zu kommen: kann es 
sein, daß diese "Kunst" besonders ganz passabel nur von fachlichen 
Nieten und Nichtskönnern erfolgreich praktiziert wird?
In meinen berufl. u. privaten Erfahrungen mußte ich solches 
"Glanz"-Verhalten dummerweise dann immer von den selben "Größen" zur 
Kenntnis nehmen, welche weder durch Leistung noch durch Können, also 
weder praktischen noch theoretischen Nutzen, glänzten.
Denn wenn dies in der Allgemeinheit so wäre, dann lohnt sich wohl weder 
die Anstrengung fachlich wie leistungsmäßig seinen Anteil an der realen 
Arbeit zu suchen.
Für eure Meinung dazu wäre man dankbar.

mfG

Autor: uah (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Der Chef hat noch nichts von Qualitätssicherung gehört. Bei dem reift 
die Software beim Kunden. Das führt zu Kundenunzufriedenheit (ich höre 
schon das Geschrei des Kunden am Telefon) und zahlosen Softwareupdates 
(wer da noch den Überblick behält?).

Autor: Michael X. (Firma: vyuxc) (der-michl)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Lustige Geschichte.
Aber da sind einige Ungereimtheiten drin.
1. Man setzt einen Praktikanten nicht auf eine terminkritische Arbeit 
an.
2. Da wurde wohl ein Szenario aufgebaut in dem die Belastbarkeit des 
Kandidaten getestet wurde. Ergebnis: naja.

Egal, mach dir halt mal klar daß du mit deiner Arbeit Geld verdienen 
möchtest. Die Selbstverwirklichung kann in Feierabendprojekten 
stattfinden.

Autor: Falk Brunner (falk)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@  Franz (Gast)

>vllt. etwas übertrieben gesagt "Arschkriecherei" zu kommen: kann es
>sein, daß diese "Kunst" besonders ganz passabel nur von fachlichen
>Nieten und Nichtskönnern erfolgreich praktiziert wird?

Jain. Sie ist dort aber logischerweise deutlich stärker ausgeprägt. Muss 
ja auch, denn schliesslich müssen/wollen die Leute im (Berufs)leben 
überleben.

>"Glanz"-Verhalten dummerweise dann immer von den selben "Größen" zur
>Kenntnis nehmen, welche weder durch Leistung noch durch Können, also
>weder praktischen noch theoretischen Nutzen, glänzten.

Jain. Aber auch der fachkompetente Mensch brauchst sie. Und sie hat nur 
wenig mit Arschkriecherei zu tun. Sondern u.a. was mit Stressvermeidung.
Als Neuer in der Firma muss man erst mal die Füsse ruhig halten und die 
Lage peilen. Ist vollkommmen normal. Wenn man dann weiss, wer wie tickt, 
welche Verbindungen in der Firma existieren, welche Macken und 
Frickeleien so betrieben werden, DANN, aber auch nur DANN kann man 
VIELLEICHT etwas mehr Stellung beziehen. U.a.auch, weil man dann nach 
einiger Zeit (Wochen, Monate, Jahre) auch schon mal sich selbst mit 
seiner Arbeit einen Namen gemacht hat (je nach Typ im Guten wie im 
Schlechten ;-)
und auch etwas Gewicht in die Waagschale werfen kann.

Als Neuling (in der Firma) einfach  mal alles umkempeln wollen ist 
schlicht falsch, selbst wenn man 100mal Recht hat. Das funktioniert 
pychiologisch nicht!

Und genaud DAS müssen viele Fachleute lernen. Sonst reiben sie sich sehr 
schnell, sehr sinnlos auf.

Und man darf auch nicht vergessen, dass der Mensch ein Gewohnheitstier 
ist. Das, vor allem mit fortschreitendem Alter, lernunwilliger und 
lernunfähiger wird. Gewürzt mit egozentrisch-choerischem Charakter und 
fertig ist der Albtraumchef ;-)

Und wenn was schief läuft, muss es meist erst RICHTIG krachen, bevor die 
Leute lernen. Lernen durch Schmerz! Nicht schön, ist aber so!
DA hat man ggf. eine Chance, die Leute zum Umdenken zu  bewegen, indem 
man den Finger auf die Wunde legt und unschuldig fragt "" Tut das weh?". 
Aber selbst das klappt oft nur zu 50% und weniger. Klingt komisch, ist 
aber so ;-)

>Denn wenn dies in der Allgemeinheit so wäre, dann lohnt sich wohl weder
>die Anstrengung fachlich wie leistungsmäßig seinen Anteil an der realen
>Arbeit zu suchen.

Willkommen in der Realität! Denkst du, die Banker, 
Versicherungsvertreter, "Top"manager und weiss der Geier sind die wahren 
Leistungsträger der Gesellschaft?
Nöö, die sind zum Großteil schlicht nur die Leute, die sich mit möglich 
viel Trara, Ellenbogen, Taktieren und wenig substantieller Leistung ein 
möglichst grosses Stück vom Kuchen abschneiden. Sowas nennt man Politik.

MfG
Falk

http://www.amazon.de/Dilbert-Way-Weasel-Scott-Adam...

Ist lustig, aber KEIN Comic, sondern je nach Blickwinkel Sarkassmus oder 
Zynismus.

Autor: Stefan (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hey DrNo!

Du brauchst dir eigentlich nur zu sagen:
Hey! Ich bin ein fertiger Ingenieur, da kann mir doch ein Chef nix! Und 
gekündigt hat er mir nicht wirklich, ich wäre sowieso freiwillig 
gegangen, weil es mir dort nicht getaugt hat. Die Welt steht mir offen, 
ich bin in meiner Arbeitsplatzwahl komplett frei, ich bin frei in meinem 
Handeln, die Gedanken sind frei! Und heute ist Sonntag, gutes Wetter, 
mein Tank ist voll, ich habe gerade ein Dutzend geile Kassetten im Auto 
rumliegen, also fahr ich einfach nur weg, egal wohin...

Los, DrNo! Das Leben ist dazu da, entdeckt zu werden! Wenn dir was nicht 
passt, mach es passend. ;-)

Autor: DrNo (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Stefan schrieb:
> Los, DrNo! Das Leben ist dazu da, entdeckt zu werden! Wenn dir was nicht
> passt, mach es passend. ;-)

Full ACK!
Danke Stefan, das Posting und der Vorschlag entsprechen sowieso grad 
meiner momentanen Stimmung.

Autor: Gastino G. (gastino)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
DrNo schrieb:
> Da fing es schon an etwas komisch zu werden. Ich war
> dabei, mir eine pdf-Datei mit dem Datenblatt des SoC herunterzuladen.
> "Warum sind Sie denn auf der Internetseite von [Hersteller des SoC], das
> brauchen Sie doch gar nicht!", sagte ein Kollege unfreundlich, der mir
> über die Schulter auf den Browserbildschirm schaute.

Auweia, was ist denn das für eine fürchterliche Bude, in der Du da 
gelandet bist?

Klingt so, als wäre der Chef jemand, der am Arbeitsmarkt aufgrund 
fachlicher und sozialer Defizite keine andere Chance hatte, als 
selbstständig zu werden und sich vergleichbare Leute angestellt hat.

Autor: Backflow (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
>Leider kann ich die Sache nicht als Einzelereignis einordnen und schnell
>vergessen, weil es bei früheren Arbeitgebern schon einmal ähnliche
>Vorfälle gab.

Wir kennen nur die Schilderung von DrNo. Es sollte aber schon zu denken 
geben, daß dieses offenbar nicht das erste Mal vorgekommen ist.

Autor: DrNo (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Backflow schrieb:
> Wir kennen nur die Schilderung von DrNo. Es sollte aber schon zu denken
> geben, daß dieses offenbar nicht das erste Mal vorgekommen ist.

Nun ja zugegeben, bei zwei Arbeitgebern, die ich vorher hatte, lief es 
auch nicht glücklich. Aber nicht ganz genauso! In einem Fall gab es 
andere Vorfälle, und ich habe dann kurz vor Ablauf der Probezeit 
gekündigt.
Das Dèja-Vu, das ich schon mal hatte, war, dass ich vor total 
unübersichtlichen Sourcecode gesetzt wurde und mein Kopf dabei anfing zu 
qualmen und zu qualmen und ich heftige Selbstzweifel bekam, ob ich es 
einfach nicht raffe oder was eigentlich los ist.

Vielleicht hab ich ja trotzdem in dieser Zeit etwas gelernt über Einsatz 
der Programmiersprache C.
Dass in diesem Thread auch Gurus wie Jörg Wunsch geantwortet haben und 
ein paar meiner Gedanken bestätigt haben, hat mir sehr geholfen.

Autor: political incorrect (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
"Kritik soll zur rechten Zeit erfolgen. Man darf sich nicht angewöhnen,
erst dann zu kritisieren, wenn das Unheil passiert ist." (Mao Tse Tung)


Dieses Zitat - ausgerechnet von diesem Mann, einer der schlimmsten 
Diktatoren, der 70 Mios. auf dem Gewissen hat! Aber er war ja immer 
schon ein Zyniker.

Autor: Gast 10 (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo DrNo,

hoffentlich hattest Du einen schönen So-Ausflug und konntest
den Ärger einige Zeit vergessen.

Die Arbeitsbedingungen in der "Bude" brrrr...
Der Chef hat wohl schon abgefärbt.
Für mich ist es das normalste der Welt daß man den µC mit dem man 
arbeiten soll auch kennt.

Ich kenne solche Leute wie Deinen Chef auch, als Chef ungenießbar (ging 
allen so), also nicht nur mir. Nachdem ich mich selbständig gemacht habe
kam dieser Typ zu mir und wollte daß ich was für ihn entwickle, dieser
Auftrag (und weitere) lief völlig problemlos zur beiderseitgen 
Zufriedenheit ab, offensichtlich hatte der nur Probleme mit 
"Untergebenen"
aber nicht mit Geschäftspartnern.

Gibt man kritische Terminaufträge an Praktikanten (nichts gegen
Praktikanten, da gibt es sehr gute Leute) handelt man-wie schon mehrfach
erwähnt- leichtsinnig. Oder gilt "Geiz ist geil"?
Selbst einer Neueinstellung wird man nicht unbedingt so einen Job
anvertrauen.

Nach meiner Erfahrung (>>25Jahre) ist es meist schneller, effizienter
und einfacher "Zweifelhaften" Code vom Vorgänger zu "löschen" und neu
zu schreiben.
Das empfiehlt sich teilweise bei eigenem Code nach der x-ten
Änderung/"Verschlimmbesserung".

Sei froh, daß Du dort nicht mehr schaffen mußt, Du weißt auch welche
Produkte Du besser meidest, weil dort die "schlimme" Software und was 
weiß
ich noch verbaut ist.

In einem muß ich den Vorpostern zustimmen, versuche erst mal herauszube-
kommen warum was wie gemacht wird, und wenn es Deiner Meinung nnach 
hundertmal falsch ist.

1. Stecken "politische" Gründe dahinter: Änderung fast unmöglich
2. Stecken technische Gründe dahinter: Änderung vorsichtig mit guten 
Argumenten und Überzeugungsarbeit langsam möglich. (Am besten bei einem
neuen und nicht so knappen Projekt machbar)

3. "Haben wir immer schon so gemacht"..... siehe 1.

Autor: Axel (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Zum Thema Soft Skills:

Man kann in so einer Situation natürlich erstmal den Chef in ein 
Vier-Augen Gespräch bitten und darauf hinweisen, was da alles Scheisse 
ist, mit dem Hinweis dass man deswegen nix geschafft hat.

Man könnte aber auch mal ganz dezent die Kollegen fragen, warum z. B. 
die Compilerwarnungen abgeschaltet worden waren.

Wäre wohl wesentlich besser angekommen.

Gruss
Axel

Autor: Daniel Duesentrieb (daniel1976d)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Also ich kann dir auch nur raten... vergess die ganze Sache schnell und 
mach weiter... jedoch sind/waren deine Softskills nicht ganz so toll, 
aber ich glaube es wurden dir nun hinreichend Tips an die Hand 
gegeben...

Mein erster Chef hat mir in der Probezeit gekuendigt und mitgeteilt ich 
solle doch lieber Abstand von Elektrotechnik nehmen... Habe ich nicht 
gemacht, hatte das Glueck das mein naechster Job fantastisch war und ich 
den 2 Jahren viel gelernt habe. Das war noch nicht mal so sehr das 
technische, eher wie man am besten vorgeht und auch eben eine Menge 
Softskills... und nie die interne Politik vergessen... :) Aber ich muss 
natuerlich sagen man lernt nie aus...

Ach ja noch ein paar Worte zu meinem damaligen Chef... er selber hat nie 
sein E-Tech Studium zuende gebracht und macht heute ganz was anderes... 
so kann es gehen...

Autor: Klaus Wachtler (mfgkw)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Mag sein, aber er saß nicht auf einer normalen Stelle, sondern
machte ein Praktikum.

Vielleicht hätte es an ihm gelegen, etwas kommunikativer zu sein.
Nachdem das aber halt nicht war, wäre es Aufgabe der Firma bzw.
des Vorgesetzten gewesen, so etwas zu klären und in sinnvolle
Bahnen zu lenken. Jemanden unbetreut ins Messer laufen zu lassen,
kann ja nicht Sinn eines Praktikums sein.

Wenn er etwas daraus lernt, ist es gut für ihn.
Die Firma scheint da weniger lernfähig zu sein.

Autor: Daniel Duesentrieb (daniel1976d)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
OK, ich bin kein Programmierer und kann es auch nicht, jedoch hoert es 
sich so an als wenn der Poster von Programmieren Ahnung hat..

Jedoch haette er nicht eigenmaechtig am Code rummurksen sollen... auch 
bezweifel ich das er ohne weitere Dokumentation/Fragen so genial ist nur 
durch scharfes Betrachten den Code zu verstehen... gerade das 
Nachvollziehen von Programmen die von anderen geschrieben wurden ist in 
den meisten Faellen doch eher sehr muehselig, oder lieg ich da falsch?

Autor: DrNo (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Mousse Chocolate schrieb:
> verzettelt hat. Außerdem merkt man an seinen Postings daß er vom
> Hundertsten ins Tausendste kommt. So wird das natürlich nie was

Dass das ursprüngliche Posting lang und unübersichtlich ist, hatte ich 
ja bereits zugegeben. Es handelte sich eben um eine Verzahnung von 
fachlichen und arbeitsorganisatorischen Problemen, die ich schlecht 
kürzer darstellen konnte.

Dass ein Thread sich in einem Forum länger hinzieht und auch 
"Nebenthreads" entwickelt, gehört meiner Meinung nach in Foren wie 
diesen zur Normalität.

Einige Nebenthreads fand ich durchaus interessant (wie z. B. "befindet 
sich die Firma in Region XYZ" oder "kann es zu rechtlichen Problemen 
führen, wenn ein Mitarbeiter/Geschäftsführer
'seine' Firma wiedererkennt"), so dass ich dazu geantwortet habe.

Ich möchte mich nun aus diesem Thread zurückziehen, da ich einiges zu 
tun habe (u. a. Jobsuche). Der Aufgabe, "social skills" zu verbessern, 
werde ich auch lang- und mittelfristig nachgehen.

Meine ursprünglich genannte Email-Adresse habe ich aufgegeben - leider 
treten verstärkt Probleme mit Spam auf.

Wer mich dennoch kontaktieren möchte, kann es probieren, indem er die 
Assoziation
<eigenbrödlerischer Eulenvogel mit 4 Buchstaben>1973@gmx.de auflöst.

Autor: K. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@DrNo: Nimm Mousse Chocolate nicht so ernst, er hatte heute zwischen 
13.00 und 14.30 Uhr nichts zu tun, und hat so ziemlich jeden Thread hier 
mit seinen "Späßle" beglückt. Vielleicht ist er ja inzwischen wieder 
etwas runtergekommen.

Autor: TK (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Franz B. schrieb:
> * Zeitdruck. Ein Firma muss im wirtschaftlichen Rahmen arbeiten.

Was durch den Zeitdruck und das "wirtschaftliche Arbeiten" herauskommt, 
sieht man z.B. daran, das heutzutage selbst Fernseher beim Kunden 
"nachreifen", sprich durch Softwareupdates fit gemacht werden müssen. 
Hier denken die Cheffs nicht nach. Was man an Zeit bei der Entwicklung 
spart, zahlt man hinterher wieder drauf.

Autor: Unbekannt (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
jo, sach nur TOYODAAAA

zupi günstig und hui und dann Rückruf ...pfui.

Wir hamn bald ein Gekaspere in der Wirtschaft, das der Gesellschaft in 
Summe mehr schadet als nützt.

Autor: Wegstaben Verbuchsler (wegstabenverbuchsler)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> <eigenbrödlerischer Eulenvogel mit 4 Buchstaben>

Kiwi? Ente? Pfau? Huhn?

(Mir will kein Eulenvogel mit 4 Buchstaben einfallen, vielleicht geht ja 
ersatzweise ein beliebiger Vogel)

Autor: Bernd O. (bitshifter)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
kauz

...ich wusste, dass sich das Ornitologiestudium irgendwann mal als 
nützlich erweisen wird ;-)

Autor: GastGast (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
>> <eigenbrödlerischer Eulenvogel mit 4 Buchstaben>
> Kiwi? Ente? Pfau? Huhn?
Kauz

So, und jetzt bitte diesen unsäglichen Thread schließen...!

Autor: Peter (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Es ist wie ein Spiel vernünftig mit seinen Vorgesetzten umzugehen:

Bsp:

Wenn ich Frei haben möchte an einem Bestimmten Termin, dann bereite ich 
meinen Chef ein paar Wochen indirekt darauf vor. Am Tag wo es soweit ist 
schlägt er mir vor das ich doch lieber frei machen soll. und dann sage 
ich : ohh aber das geht doch gar nicht die arbeit die noch zu tun ist. 
Dann sagt er ich kümmere mich darum und alles ist gut vom chef in den 
Urlaub heschickt ;)

In der Hochschule ist es genau so wenn man direkt einen guten vorschlag 
macht dann wird der als blödsinn dargestellt.

Aber wenn man dem Chef/Prof beim  Kaffee oder wärend der arbeit ein paar 
kleine spur aus "Brotkrümeln" streut, und ihn dazu bewegt das er selber 
auf die Idee kommt dann ist alles super.

Niemals mit der Tür ins haus fallen.

Aber die Firma und das Umfeld wie du es beschrieben hast, kannste 
sowieso an den Nagel hängen. Sei froh das du da weg bist.

Autor: Franz (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@ Peter, und das ist eine wahre Begebenheit, mit dem Urlaub, und 
funktioniert so bei dir.
Gratuliere zu solchem Chef, wird aber in Zukunft nicht mehr viele von 
der Sorte geben.
Aus meiner länger herliegenden berufl. Vergangenheit hat das damals 
nicht so funktioniert, und da ging es um eine OP.
Nur dumm für unseren GL, daß man eine OP nicht so einfach platzen lassen 
kann.
Im Endeffekt war ich aber der Dumme, weil Querulant - wenn man 
führungsunfähige Leute in falsche Positionen mit hartnäckigen MA 
platziert, wird das ebend Nichts.
Habe mich dann in eine andere Abteilung (AD mit Körpereinsatz) versetzen 
lassen, war aber auch nicht mit mehr Erfolg gesegnet, lag dann wohl doch 
an mir, mich mit div. Führungskadern nicht gut stellen zu können.
Entweder man ist ein schmeichelhafter Typ und schleimt sich so durch den 
Job, dann klappt es meist mit den ganzen Vorgesetzten, nur nicht mit den 
nächsten Kollegen.
Doch die können einen ja nicht entlassen, höchtens beim Chef 
anschmieren, aber das war mir dann auch zu blöd, und ich hab mich für 
die Kollegen und die Arbeit entschieden, was aber auch nicht der goldene 
Weg war. Es gibt immer wieder welche mit zwei Gesichtern.

Zum dem zweiten Fakt, das kann man voll und ganz nur so bestätigen.
Das kratzt dann schon einigen an der Ehre, wenn da Einer so daher kommt, 
und die ganze Ordnung so durcheinanderhaut.
Gewisse Leute möchten gern von unten gekrault werden und an jeder Idee 
oder Erfindung mitbeteiligt werden.
Dabei sind das meisten die nur unterdurchschnittlichen "Größen".

Autor: MaWin (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> wenn man führungsunfähige Leute in falsche Positionen
> mit hartnäckigen MA platziert

Das kann auch Absicht sein, um die MA rauszumobben.

Autor: Hans Meier (bauzi)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Franz schrieb:
> Entweder man ist ein schmeichelhafter Typ und schleimt sich so durch den
> Job, dann klappt es meist mit den ganzen Vorgesetzten, nur nicht mit den
> nächsten Kollegen.
Sehr schön formuliert.
In so einer Situation habe ich eher ein Problem mit dem Vorgesetzten.

Gut, dass es Abteilungen (bzw. Firmen) gibt, wo der Vorgesetzte keinen 
Wert auf Schleimer legt. Glücklicher weise durfte ich vor paar Jahren in 
eine andere Abteilung wechseln, und siehe da, alles ist schön, und ich 
musste mich nicht ändern :-)

Autor: Gast1 (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
>Gratuliere zu solchem Chef, wird aber in Zukunft nicht mehr viele von
>der Sorte geben.

Hääh, ein Chef, den man monatelang mit irgendwelchen "Tricks" darauf 
"vorbereiten" muss, dass man mal einen Tag freinehmen kann?

>Aus meiner länger herliegenden berufl. Vergangenheit hat das damals
>nicht so funktioniert, und da ging es um eine OP.
>Nur dumm für unseren GL, daß man eine OP nicht so einfach platzen lassen
>kann.

Also entschuldige bitte, aber ihr spinnt doch. Du willst behaupten, Dein 
Vorgesetzter hätte Dir untersagt, Dich zu einem bestimten Zeitpunkt 
einer OP zu unterziehen?

>Im Endeffekt war ich aber der Dumme, weil Querulant - wenn man

Ach daher weht der Wind!

Was ihr da schreibt, kann nur totaler Unsinn sein. Ich habe ja schon 
einiges erlebt, aber es war bisher immer völlig banal, einen oder 
mehrere Tage frei zu bekommen. Rein zum Chef, sagen "ich brauche in zwei 
Wochen einen Tag frei", Chef sagt "kein Problem" und Thema erledigt. 
Wenn man natürlich direkt einen Tag vor einer wichtige Deadline auf 
einem freien Tag besteht, kann man nicht mit einem unkomplizierten 
Verhalten seitens des Vorgesetzten rechnen.

Autor: Roland (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
>>Peter
>>Es ist wie ein Spiel vernünftig mit seinen Vorgesetzten umzugehen:
>>Bsp:
>>Wenn ich Frei haben möchte an einem Bestimmten Termin, dann bereite ich
>>meinen Chef ein paar Wochen indirekt darauf vor. Am Tag wo es soweit ist
>>schlägt er mir vor das ich doch lieber frei machen soll. und dann sage
>>ich : ohh aber das geht doch gar nicht die arbeit die noch zu tun ist.
>>Dann sagt er ich kümmere mich darum und alles ist gut vom chef in den
>>Urlaub heschickt ;)

also wenn da sowas nötig wäre, würd ich direkt künden...
ist ja nen witz... also wenn ich am nächsten tag frei machen will (wenn 
nicht gerade was lichterloh am brennen ist) sag ichs und es ist ok... 
wenn ich am freitag mittag feststelle das ich keinen bock habe am 
nachmittag zu arbeiten, sag ichs und ok... sollte auch so sein denke 
ich...

Autor: Franz (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo Gast1 von heute 10:40 Uhr ,
kannst du dir vllt. auch mal vorstellen, daß es MA gibt, ohne die der 
Laden ganz einfach nicht rund läuft, die praktisch an allen Ecken und 
Enden die heißen Kastanien aus dem Feuer holen müssen und dann auch noch 
Feuerlöscher spielen sollen?
Wenn du solche Umstände in einem "Team" hast, und dummerweise derjenige 
bist, auf den sich immer Alle verlassen können, und das auch tun, doch 
wenn du dann mal ein größeres gesundheitl. Problem hast (OP mit anschl. 
Krankschreibung weil AU, durch Leistungssport Entzündung d. 
Achillessehne), den Termin rechtzeitig Wochen vorher bekannt gibst, und 
dann nicht weiter nachfragst(warum auch), und dann eine Woche vorher 
nochmal darauf hinweist, und der GL fällt dann angeblich aus allen 
Wolken. So wie "hättest du das nicht rechtzeitig vorher sagen können".
Was soll man dann davon bitte schön halten? - für mich war ab dem 
Zeitpunkt dort der Laden gelaufen, und das war kein Scherz vom "TL"!
Man wurde ganz einfach als treuer und zuverlässiger MA nicht Ernst genug 
genommen, wieso auch, so lange wie der Depp immer schön alles so macht, 
wie es alle haben wollen = ergebnisorientiert arbeiten.
Ab dem Zeitpunkt ist mir dann ein Licht aufgegangen, und ich habe meine 
Einstellung zu Führungskräften dann mal ein wenig geändert, seit dem 
waren die auch immer sehr vorsichtig im Umgang mit mir.
War ab dann aber dort auch kein richtiges kollegiales Arbeiten mehr 
möglich.
Und noch was zu deinen Arbeitsverhältnissen, bei uns gab es da mehrere 
Hirachrchien, und die waren aber dann auch immer auf die Leute ganz 
unten angewiesen, weil dort wurde die Leistung erbracht und nicht 
irgendwo dazwischen.
Und zu dem Zustand mit "den Chef vorsichtig darauf vorbereiten" kann man 
dann auch noch hinzufügen, man muß dann aber auch noch immer den 
richtigen Moment seines Chefs Laune abpassen, damit das so funktioniert, 
wie gewollt.
So was ist in der Produktion absolut leistungsdemotivierend und 
behindernd.
Nur interessiert das gewisse Chefs nicht die Bohne, die arbieten im 
Gegensatz noch darauf hin, daß man ihnen regelmäßig in den Ar... 
kriechen muß. Bekommen sie i.d.R von sehr vielen ihrer MA so vorgelebt, 
nur sind das meistens die Leute, die sich so den ganzen Tag über an 
irgendwas festhalten um zum Feierabend rechtzeitig die Kurve zu kriegen 
und dann noch zu sagen, man daß habe ich heute geschafft!

Hallo Roland, deine Verhältnisse bei der Arbeit muß man nicht unbedingt 
verstehen - Gleizeit und nach Std. bezahlt, richtig? Oder nur ein sehr 
gutes Verhältnis zum Chef?

Autor: Backflow (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
>...daß es MA gibt, ohne die der Laden ganz einfach nicht rund läuft, die
>praktisch an allen Ecken ...

Ja, ja, die Friedhöfe sind voll von unersetzbaren Mitarbeitern.

Autor: Franz (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Was Manche hier nicht so alles zwischen den Zeilen lesen können, und 
dann mit nur einem Satz auf IHREN Punkt bringen.
Die Darstellungsweise war sicher nicht glücklich gewählt, man könnte das 
auch so formulieren: durch gewisse MA (oder besser deren Arbeitsweise) 
ist es einigen anderen MAn sehr angenehm, die Arbeit zu genießen.
Es gibt prinzipiell keine nicht ersetzbaren oder unentbehrlichen Leute, 
nur wenn eine bestimmte Sorte von MA nicht mehr in der Gruppe verfügbar 
ist, verändert sich plötzlich schlagartig das Arbeitsklima und der GL 
muß sich einen neuen Plan zur Verteilung der Aufgaben unter seinen 
verbliebenen Leuten machen. Oder für passenden Ersatz sorgen.

Autor: Backflow (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
>...und der GL muß sich einen neuen Plan zur Verteilung der Aufgaben unter
>seinen verbliebenen Leuten machen. Oder für passenden Ersatz sorgen.

Ist das nicht sein normaler Job? Oder muß er kontrollieren, ob die LEDs 
richtig herum eingelötet sind?

Dieses Forum müßte doch ein Eldorado für Headhunter sein. 99% aller 
Teilnehmer sind tragende Säulen ihrer Firma und retten diese ständig vor 
dem durch andere verursachten drohenden Ruin, um dann durch undankbare 
MA/GL gemobbt oder gefeuert zu werden..

Autor: Franz (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo Backflow, der 1.April ist seit über 2 Tagen Geschichte.

Man kann ja nicht wissen, wie deine Chefs, oder du eingestellt sind / 
bist.
I.d.R. möchten die aber so wenig wie möglich Veränderungen in ihrem 
Bereich, wenn die sich mal ihre Planungsstrategie, zum Einsatz ihrer MA, 
ausgedacht und über längere Zeit erfolgreich praktiziert haben.
Wenn du natürlich nur zum LED´s Einlöten taugst, und dafür deine ganze 
Arbeitszeit benötigts, mein Beileid.
Dann kann man natürlich auch nachvollziehen, daß man solchen Leuten nur 
durch Mobing oder Kündigung ihre Grenzen aufzeigen muß.
Andere gescheite Leute ziehen es vor solche Umstände durch eigene 
Initiative zu verlassen.
Aber jeder wie er kann und mag.

Autor: Backflow (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
>I.d.R. möchten die aber so wenig wie möglich Veränderungen in ihrem
>Bereich, wenn die sich mal ihre Planungsstrategie...

Bei uns wird die Arbeit abgesprochen und ggf. ein Zieltermin zur 
Fertigstellung vorgegeben. Wie ich dann vorgehe ist meine Angelegenheit.

Könnte auch daran liegen, daß bei uns die Leute selbstständig arbeiten 
wollen und auch können.

Denk mal darüber nach, warum Dein Chef ständig Deine Anwesenheit will. 
Vielleicht braucht Deine Arbeitsweise entsprechend häufige Kontrolle.

Autor: erich koch (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo!

Tröste Dich. So etwas kommt vor.

Ich habe etwas ähnliches erlebt. Maschinensteuerung, Kerneltreiber für 
Windows und Linux. Mit den Tools kannte ich mich aus, ich hab das nicht 
zum ersten Mal gemacht. Am ersten Tag habe ich meine Hardware 
hingestellt bekommen, dazu etwa 15 MB spärlich kommentierten C++ 
Quellcode, und die Aussage: "Da drüben (drei Tische weiter) sitzt Dein 
Handbuch. Wenn Du Fragen hast, frag." Punkt. Das wars. Keine weiteren 
Erläuterungen. Zeitvorgabe 6 Wochen.

Keine drei Tage später hatte ich das dumpfe Gefühl, dass aus den 6 
Wochen eher 16 Wochen werden würden.

Ende vom Lied. Nach 6 Wochen hat sich der vorherige Entwickler das ganze 
angeschaut und festgestellt, dass ich eine wesentliche Anforderung nicht 
berücksichtigt habe. Tja, Pech gehabt. Wenn keiner auch nur annähernd so 
etwas wie eine Dokumentation schreibt, dann muss sich niemand darüber 
wundern. Man muss nicht nur fragen können, man muss auch die richtigen 
Fragen wissen.

Ich garantiere dafür, dass diese Firma bis heute nichts aus diesem 
Vorfall gelernt hat. Und ich habe gelernt, dass es genauso wichtig ist, 
dass man in ein Team und in eine Firma hineinpasst. Menschen sind halt 
zu verschieden als dass das immer klappt.

Ich habe die Konsequenzen gezogen und bin in der Probezeit gegangen, und 
ich weine diesem Laden keine Träne nach.

Also Kopf hoch und auf zum nächsten Versuch. Der Spruch "Kennst Du 
einen, kennst Du alle" mag für Konzerne gelten, aber je kleiner die 
Firmen werden, desto größer wird die Bandbreite an möglichen 
Erlebnissen.

Und die 7 Tage, die waren doch so gut wie gar nichts, das lohnt doch 
nicht mal eine Zeile im Lebenslauf, nicht wahr?

e.

Autor: Franz (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Das irrst du dich gewaltig Personaler.
Man muß sich nicht schlechter machen und bis auf die Knochen ehrlich 
sein, sondern nur den Ansprüchen genügen, die der zukünftige AG an die 
zu vergebende Stelle knüpft.
Schließlich will man dort ja nicht Teilhaber oder Gesellschafter werden 
oder können.
Aber diese Weisheit wollen einem ja gerade die Personaler erst nach dem 
Vorstellungsgespräch und der Abgabe seiner Bewerbungsunterlagen 
vermitteln. Nur dann ist es meist zu spät, und man hat erst mal 
dazugelernt.
Und eine Stellenausschreibung ist in erster Linie an eine fachl. 
Leistung oder das Können dafür gebunden, aber gewisse Leute haben davon 
ja weniger Durchblick.
Die können und wollen nur den Typen analysieren, um daraus dann seine 
Fähigkeiten, welche sie nicht fachl. einschätzen können, zu beurteilen.

@ Backflow , du solltest eigentlich bemerkt haben, daß ich nicht im 
Ing.-Bereich tätig bin, und auch meine allgemeinen Aussagen nicht darauf 
ausrichten kann.
Es gibt in E- und ITK-Technik noch eine ganze Palette an Bereichen unter 
den Ings.!
Und selbst der ehemalige "GL" war keiner, und seine Aufgabe war auch an 
produktive Tätigkeiten gekoppelt, aber auch Arbeitsverteilung (mehrfach 
täglich) und Auswertung, sowie Korrespondenz mit der nächst höheren 
Führungsebene (Entgegennahme neuer Aufträge / Angebotsabsprachen).
Wenn ich aber deine Einschätzungen fremder Leute (oder deren Leistungen) 
so lese, zielt die doch grundsätzlich nur in eine Richtung. Auch wenn es 
nur Andeutungen sind.
Kannst du dir eigentl. auch vorstellen, daß es auf der FA-Ebene in einer 
Gruppe (nicht unbedingt Team) auch sehr verschiedene Alters- sowie 
Leistungsgruppen gibt?
Wenn deine Vermutung zutreffen würde, daß man selbst ständige Kontrolle 
für seine Tätigkeiten brauche, auf einen solchen MA könnte man doch ganz 
gut verzichten.
Und wenn der mal ebend nicht arbeitsfähig wäre, dann hätte doch der GL 
eine ganze Menge weniger Streß mit Kontrolle und Anleitung.
So denn nicht seine anderen Leute vom selben Kaliber wären, und selbst 
dann würde durch Abwesenheit Eines, nicht selbstständig handelnden, eher 
weniger Arbeit auf den GL zukommen.
Also doch wieder ohne Zusammenhang und Sinn.
Den anderen Fall überlasse ich deiner Fantasie und Vorstellungskraft.
Aber Teamwork scheint nicht so deine Aufgabe zu sein, wenn man ständig 
nur seinen Bereich erledigen muß, und dabei sehr viel freie Hand hat.
Und wenn du selbst mal über einen längeren Zeitraum (Tage/Wochen) nicht 
in der Firma tätig bist, wird das wohl auch nicht so dramatisch für den 
Ablauf bei euch sein, und dein GL wird die Arbeit von dir dann jemand 
anderem übertragen, richtig?
Und wenn euer GL mal Urlaub macht, oder Krank (AU) ist, wird er auch von 
irgendjemandem anderen ganz gleichwertig vertreten.
Jeder ist erstzbar, aber nur in seiner primitivsten Funktion, jedoch 
niemals sofort, oder überhaupt persönlich in seinen ganzen kollektiven 
Eigenschaften.
Sonst wären wir wohl alles nur Maschinen und keine Menschen.

Autor: Klaus (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo,

ich frage mich, wie wohl die Leute, die DrNo beipflichten, reagieren 
würden, wenn ihnen so ein Praktikant vor die Nase gesetzt würde. Nach 7 
Tagen wäre wahrscheinlich auch bei ihnen Feierabend gewesen.

Ein 30-jähriger Ing. mit unglücklichem Lebenslauf und Vorerkrankung wird 
als Praktikant eingestellt. Praktikum ist nicht toll, aber es wäre unter 
diesen Umständen wieder ein Schritt nach vorne. Doch was passiert:

1.) Statt seine Aufgabe zu erledigen, fängt er an ein funktionierendes 
System zu verbessern. Ob die Abweichungen vom Standard einen Grund haben 
weiß er nicht, weil er weder mit dem Verantwortlichen noch mit dessen 
Krankheitsvertretung spricht. O-Ton: "habe es mir gespart". Mögliche 
Gründe für die Abweichungen/Fehler wurden von Vorpostern genannt.
2.) Seine Aufgaben fanden in einem Projekt statt. Projekt = Es muss zu 
einem bestimmten Zeitpunkt abgeliefert werden. Anstatt die gewünschten 
Funktionen zu implementieren, belehrt er lieber den Chef und klaut ihm 
die Zeit.
3.) Das ständige Herumreiten auf vermeintlichen Fehlern, lässt seine 
Kollegen nicht im besten Licht dastehen. Ob die Ungereimtheiten einen 
Grund haben, kann er nicht beurteilen (siehe 1.). Es bleibt aber bei 
denen, die nicht komplett im Projekt eingebunden sind, im Gedächtnis 
hängen, dass die Leistung der anderen irgendwie suboptimal war.
4.) Zwei krasse Ermahnungen (wg. Datenblättern und Frage nach 
Ergebnissen) von Kollegen werden einfach ignoriert. Wer ein bisschen 
Berufserfahrung hat weiß, dass solche Rüffel nicht aus dem Nichts 
kommen. Erst wenn vorsichtige Hinweise nicht wahrgenommen werden, kommt 
die Breitseite.

Rein von der Schilderung her hätte alles noch auf einem Irrtum basieren 
können. Vielleicht spielte der Nasenfaktor auch eine Rolle oder die 
Leute waren wirklich alle inkompetent. Doch dann folgen weitere 
Beiträge. (Und es folgt wieder eine Liste):
1.) DrNo schafft es nicht einmal auf den Punkt zu kommen. Die Beiträge 
könnten ohne Informationsverlust auf 20% des Umfangs reduziert werden.
2.) Kritische Stimmen werden einfach so lange bequatscht bis ihnen die 
Puste ausgeht. Für alles, wirklich alles gibt es ein Erklärung.
3.) Er nennt seine Heimatregion und gibt Hinweise auf seinen 
Ex-Arbeitgeber. Dazu noch die Info, dass der Lebenslauf 
erklärungsbedürftig ist und er eine Vorerkrankung hat. Wäre es meine 
Heimatregion gewesen, bräuchte ich wahrscheinlich nur 2-3 Anrufe, um 
herauszufinden um wen es sich handelt.
4.) Einer aus seiner Region macht ihn höflich auf 4.) aufmerksam. Auch 
er wird belehrt.
5.) Schafft knapp eine Woche Praktikum, zeigt aber gegenüber 
Nicht-Akademikern eine krasse Verachtung. Wie kann man Gärtnertätigkeit 
und 1€-Job in den gleichen Topf schmeißen? Und viel wichtiger: Wie 
verhält es sich mit den Werkern und "Schraubern" mit denen er zusammen 
arbeiten muss?

Es mag etwas krass klingen, aber ich bete jeden Sonntag Abend dadrum, 
dass mir am Montag morgen nicht so einer ins Team gesteckt wird. Auf die 
meisten, die ihm zugestimmt haben, könnte ich wahrscheinlich auch 
verzichten, denn noch macht mir mein Beruf richtig Spaß. Und den Spaß 
würde ich nur ungern verlieren.

Autor: Gast1 (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich kenne die Sorte Menschen wie der OP einer zu sein scheint (ich 
betreute mal einen Praktikanten): kommen in die Firma, haben alles schon 
gemacht, alles schon gesehen, können alles, und zwar viel besser als 
alle anderen. Was andere machen ist eh alles Schrott...
Mit fünf Jahren BE passt der OP zwar nicht ins Schema, aber die jüngeren 
Generationen leiden teilweise an krankhafter Selbstüberschätzung und 
Arroganz, dass einem die Spucke wegbleibt. Wenn solche Leute schon in 
den ersten Tagen wüten wie der Elefant im Porzellanladen und jedes 
soziale Gespür vermissen lassen, dann dürfen sie sich nicht wundern, 
wenn sie nicht gerade mit offenen Armen von den Kollegen aufgenommen 
werden. Nicht dass ich falsch verstanden werde, aber man sollte einfach 
nicht gleich am ersten Tag die Daseinsberechtigung einer ganzen Firma am 
schwarzen Brett kundtun.

Autor: Gast1 (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
aber man sollte einfach
nicht gleich am ersten Tag die Daseinsberechtigung einer ganzen Firma am
schwarzen Brett in_ _Frage_ _stellen.

Autor: Gast1 (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
>Finde ich nicht. Wenn da Murkser am Werk sind muß man das dem Chef
>gegenüber klar und deutlich artikulieren.

Ich würde mir niemals anmaßen, das gleich in den ersten Tagen in einer 
neuen Firma zu beurteilen. Allein dass er dies tut, zeigt die maßlose 
Selbstüberschätzung und Arroganz.
Oft haben die Leute ein derart gestörtes Verhältnis zu ihren eigenen 
Leistungen, dass sie gar nicht bemerken, dass sie selbst auf der 
falschen Spur fahren, nach dem Motto: "wieso sagt der Sprecher im Radio, 
es wäre ein Falschfahrer unterwegs? es sind doch hunderte!"

Autor: Gast1 (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
>Warum nicht. Vielleicht ist es aus wirtschaftlichen Gründen besser die
>Firma gleich komplett zu schließen als ewig so weiterzuwurschtelen.

Weil er das sicher nicht nach wenigen Tagen in einer neuen Firma 
beurteilen kann! Von ein paar Quelltextzeilen, die _aus der Sicht des 
OP_ angeblich "schlecht" sind, auf die Daseinsberechtigung und 
Organisationsstruktur einer ganze Firma zu schließen, ist Schwachsinn! 
Sagt mal, wie realitätsfremd seid ihr denn?

Autor: Gast1 (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich wiederhole mich jetzt zum letzten Mal: Er kann das nicht nach 
wenigen Tagen in einer Firma und wenigen gesichteten Quelltextdateien 
beurteilen. Punkt!

Und selbst wenn es in einer Firma deutliche Defizite geben sollte: Warum 
sollte man eine Firma dichtmachen, die noch Leute in Lohn und Brot 
halten kann? Nur, weil die Angestellten nicht sklavisch der reinen Lehre 
der Softewareentwicklung folgen und damit die Daseinsberechtigung der 
Firma automatsich erlischt. <kopfschüttel>

Autor: Falk Brunner (falk)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@  Die Stimme der Vernunft (Gast)

>Aber gesetzt den Fall daß es sich dabei wirklich um eine Murks-Firma
>handelt. Wäre es dann nicht besser die Geschäftstätigkeit einzustellen
>bevor es zu einer Insolvenz kommt?

Nöö. Das Zauberwort lautet Psychiologie. Recht haben und Recht bekommen 
sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Und auf der psychiologischen Schiene 
hatten beide Parteien deutliche Defizite.

Beitrag "Re: Riesenstress mit C-Programmierung und Chef"

MfG
Falk

Autor: Falk Brunner (falk)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@  Gast1 (Gast)

>Ich wiederhole mich jetzt zum letzten Mal: Er kann das nicht nach
>wenigen Tagen in einer Firma und wenigen gesichteten Quelltextdateien
>beurteilen. Punkt!

Ja. Doppelpunkt.
Aber er muss nach wenigen Tagen an diesem Murks weiterarbeiten. Und das 
IST ein Problem, so oder so. Räumt er auf, wird gemeckert. Räumt er 
nicht auf und verzettlet sich später, wird gemeckert. :-0

>Und selbst wenn es in einer Firma deutliche Defizite geben sollte: Warum
>sollte man eine Firma dichtmachen, die noch Leute in Lohn und Brot
>halten kann?

Hat keiner wirklich gefordert. Und wer die Praxis kennt weiß, wie lange 
sich Provisorien und Murks halten. Wie Unkraut, nahezu ewig ;-)

Nichts desto trotz hatte der OP die Arschkarte. Mit mehr Geschick und 
psychiologischem Wissen hätte er Stress vermieden. Langfristig wäre das 
aber wahrscheinlich nix geworden. C'est la vie.

MFG
Falk

Autor: Klaus (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Macht das für die Angestellten einen Unterschied, ob sie aufgrund von 
Insolvenz oder Geschäftsaufgabe arbeitslos werden?

Das Produkt hat funktioniert. Der Kunde ist zufrieden, wenn Programm all 
das macht wofür er bezahlt hat. Und da der OP keinen Kundenkontakt 
hatte, ist es müßig dadrüber zu spekulieren, ob das Unternehmen eine 
Berechtigung am Markt hat.

Nebenbei: Es gibt es eine Vielzahl von Firmen, die an (Code-)Schönheit 
gestorben sind. Schöne Code-Basis bringt nichts, wenn die Funktionalität 
nicht gegeben ist.

Autor: Klaus (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Falk Brunner schrieb:
> Nichts desto trotz hatte der OP die Arschkarte. Mit mehr Geschick und
> psychiologischem Wissen hätte er Stress vermieden. Langfristig wäre das
> aber wahrscheinlich nix geworden. C'est la vie.

Alles Vermutungen. Und:
Muss es denn unbedingt langfristig sein?
Hätte ja auch so laufen können: Gute Arbeitsleistungen, Übernahme, 3 
Jahre echte BE, gutes Arbeitszeugnis und schon sieht die Ing.-Welt ganz 
anders aus. Stattdessen wichtig machen und wieder Arbeitslosigkeit.

Autor: Falk Brunner (falk)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@  Klaus (Gast)

>Alles Vermutungen. Und:
>Muss es denn unbedingt langfristig sein?

Unter langfristig verstehe ich hier >1 Monat. Und damit ist die Antwort 
JA!

>Hätte ja auch so laufen können: Gute Arbeitsleistungen, Übernahme, 3
>Jahre echte BE, gutes Arbeitszeugnis und schon sieht die Ing.-Welt ganz
>anders aus.

Siehe oben: Alles Vermutungen.

> Stattdessen wichtig machen und wieder Arbeitslosigkeit.

Dumm gelaufen. Beim nächten Mal weiß er es besser. Und hat hoffentlich 
mehr Glück mit deinem Arbeitgeber.

MFG
Falk

Autor: political incorrect (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Also was dieser Klaus (Gast) am 05.04. von sich gegeben hat, ist schon 
starker Tobak. Ist wohl aus dem selben Holz geschnitzt wie dieser 
Ex-Chef von Dr. No.
Der Fisch fängt bekanntlich im Kopf an zu stinken. Würde mich bei dem 
autoritären Führungsstil nicht wundern wenn in der Firma eine hohe 
Mitarbeiterfluktuation bestünde.

Autor: Big Game James (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Thomas K. schrieb:
> Du kommst mit OOP oder
> vielleicht alle Warnungen als Errors zu interpretieren und das löst bei
> alten Hasen Panik aus, weil das alles neumodischer Kram ist den niemand
> braucht...

Das ergibt keinen Sinn.

Und überhaupt: Ein Styleguide ist das Mindeste und hoffentlich ist ein 
Styleguide nicht das Ende der Fahnenstange. Systematische Tests und 
Verifikation sind wichtig und da hapert leider auch.

Klaus schrieb:
> h frage mich, wie wohl die Leute, die DrNo beipflichten, reagieren
> würden, wenn ihnen so ein Praktikant vor die Nase gesetzt würde. Nach 7
> Tagen wäre wahrscheinlich auch bei ihnen Feierabend gewesen.

Warum? Ich finde kritische Stimmen immer gut. Ich kann viel weniger die 
Leute ab, ihre beschränkte Sicht der Dinge zum Non-Plus-Ultra aufblasen, 
weil sie "Erfahrung" haben. Erfahrung worin? Software sch**ße 
implementieren, die dann trotzdem irgendwann und irgendwie funktioniert? 
Wichtig ist meiner Meinung nach, über den Tellerrand zu schauen, zu 
lesen, was sich in der Wissenschaft tut. Wenn ich so mit Kollegen rede, 
dann sage ich auch gerne, dass in der Wirtschaft schlechte 
Programmiersprachen gewählt werden. So bietet C/C++ extrem viele 
Fallstricke. Was erhalte ich als Antwort? Das haben die Entwickler 
gelernt. Oder nehmen wir Java. Java war schon altbacken, als es auf die 
Welt kam. Es wurde und wird gecastet, was natürlich auch wieder extrem 
fehleranfällig ist. Ich befürworte funktionale Programmiersprachen für 
den eigentlichen algorithmischen Teil einer Anwendung. Gegenargumente: 
"Es gibt nicht diese oder jene Guibibliothek für Scala." Scala nenne ich 
hier beispielhaft, weil es eine sehr gute Sprache ist. Und auch noch auf 
der JVM läuft und bestehender Java-Code transparent weitergenutzt werden 
kann.

Ich habe es in meinem Beruf mit vielen Leuten zu tun, die kein großes 
Interesse an ihrer Arbeit und akademischen Disziplin haben.

Autor: arno nyhm (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
DrNo, ich hoffe Du ließt noch mit; zu bemerken ist, dass ich mir die 
anderen Beiträge nicht durchgelesen hab'.

Dieses Szenario ist typisch für unsere Wirtschaftsstruktur und auch 
kennzeichnend für diesen Typ Menschen ansich.
Du scheinst gewissenhaft zu sein, vielleicht gar ein Idealist, scheinbar 
auch mit Tendenzen zum Perfektionismus - auf jeden Fall an eher einem 
Ideal, als denn dem puren Ergebnis orientiert.
Glückwunsch! Das macht Dich zu einer Person, die von diesem kleinen Teil 
gleichdenkenden Elite geachtet wird - Du musst Dir vor Augen halten, 
dass Leute wie z.B. dieser Arbeitgeber nichtswerter Abschaum sind, 
welche nie auf schätzenswerter Ebene höheres Erreichen, etwas 
bemerkenswertes Erschaffen.
In der freien, rein gewinnorientierten Wirtschaft wirst Du es schwer 
haben, Du wirst Dich verändern und einschränken müssen und einfach 
funktionieren wie man es von Dir erwartet, Arschkriechen und falsche 
Selbstkritik inklusive, Du musst Dir in den Arsch ficken lassen und auch 
noch so tun als würdest Du es lieben - kurzum, Du musst Dich brechen 
lassen! Oder Du scheißt auf diese Idioten und das was diese Gesellschaft 
prägt.

...ganz Praktisch kann ich Dir zu Jobs in der Forschung, möglichst weit 
weg von der Wirtschaft, raten (d.h. z.B. auf keine Fall Frauenhofer!, 
eher etwas in Richtug PTB, Desy, Uni, ...) - da laufen die Uhren 
bekannter Weise anders - kein Leistungsstress in dieser Form; Wissen, 
gewissenhafte Ausführung und Grundsatztreue genau wie Ehrgeiz sein 
Wissen zu erweitern werden geschätzt, Produktivität - auf Teufel komm' 
raus - ist nicht die oberste Devise - auch muss man keinen Kunden in den 
Arsch kriechen und kann auch kritische Kommentare ungeschöhnt äußern, 
ohne abgesägt zu werden. Ja, oftmals trifft man gar auf eine flache 
Hierarchie und die fachlichen Beziehungen beruhen nicht auf bestimmten 
Positionen, sondern auf Fähigkeiten und Wissen - auch findet eine 
tatsäche Kooperation statt, eine äußerst fruchtbare und konstruktive 
Atmosphäre, weil alle ein gemeinsames Ziel verfolgen, nicht ihre Zeit 
absitzen und auf Wochenenden und Gehaltszahlungen warten, um in den 
'Urlaub' zu flüchten...

Bevor ich eine solche Stellung fand, aus der ich inzwischen viel Kraft 
ziehe und in der Vergangenheit genug Kraft zog, selbst eine 
Akademikerlaufbahn einzuschlagen - um nie wieder anderen Bedingungen 
ausgesetzt zu sein - quälte ich mich ähnlich wie Du, litt an schweren 
(behandlungsresistenten - durch die Umgebungsbedingungen 
hervorgerufenen) Depressionen und stand sehr, sehr kurz vor einem 
ernsthaften Suizidversuch (nicht die Art, die einen Hilfeschrei 
darstellt - sondern die Art, die rational abgewägt einen Ausweg aus 
einer unerträglichen und verzweifelten Situation darstellt).
Zu dieser Zeit hab' ich kaum einen Ausweg gesehen, vor allem, da ich 
meine Kräfte nicht mehr wirklich mobilisieren konnte. Die Rechnungen 
türmten sich und ich war arbeitsunfähig/unwillig... es war ein harter 
Weg und sicherlich auch Glück, dass ich ein so wunderbares Umfeld fand - 
und das wünsche ich auch Dir!
Wenn Du in meinem Text Deine eigene Situation und Denkweise 
wiedererkennst, rate ich Dir: halte Dich fern von der Wirtschaft! Geh' 
in ruhigere, aber wesentlich wichtigere und gar erfüllende Gefilde, gehe 
in richtung wissenschaftlicher Grundlagenforschung!

Autor: Gastino G. (gastino)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Big Game James schrieb:
> Warum? Ich finde kritische Stimmen immer gut. Ich kann viel weniger die
> Leute ab, ihre beschränkte Sicht der Dinge zum Non-Plus-Ultra aufblasen,
> weil sie "Erfahrung" haben. Erfahrung worin? Software sch**ße
> implementieren, die dann trotzdem irgendwann und irgendwie funktioniert?

Sehe ich genauso. Ich lerne auch immer gerne dazu, auch von 
Praktikanten, wenn die mal etwas Neues anbringen.
Wenn man Beiträge wie die von "Klaus" liest, denkt man automatisch an 
"Hackordnung" und nicht an Team.

Autor: Big Game James (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich habe ein spezielles Interessensgebiet innerhalb der Informatik und 
es ist ein wichtiges Thema, nämlich wie man Softwaresysteme möglichst 
gut entwickeln kann. Und es ist sogar noch ein wirtschaftsnahes Thema, 
weil man in der Wirtschaft mit möglichst wenig Aufwand die Ziel 
möglichst schnell erreichen will. Nun tut sich da einiges in der 
Forschung, was Verifikation, Model Checking, Softwaretest usw. betrifft. 
Meine Erfahrung ist: Das lässt man alles links liegen.

Mir wird immer wieder vorgehalten, man müsse möglichst schnell 
Ergebnisse erzielen. Moderne Verfahren und Forschungsergebnisse dienten 
der "Ästhetik", ohne dass es dem Kunden nutzt. Von wegen. Natürlich muss 
man etwas investieren, um z. B. neue Programmiersprachen, Methoden usw. 
zu erlernen. Komischerweise ist für jeden Methoden-Quacksalber und 
"Guru" Geld da. Was nützen mir RUP, CMMI oder Scrum? Man hat nur 
Erfahrungswerte, ob etwas gut funktioniert oder nicht. Ein gutes 
Vorgehensmodell ist wichtig, aber es ist nicht der Heilsbringer.

Das ist vergleichbar mit Basketball, wenn die Spieler einer Mannschaft 
in jedem Jahr eine neuen Blödsinn lernen, aber es verpasst wurde, dass 
die Spieler einen vernünftigen Sprungwurf erlernen. Der Sprungwurf ist 
seriös, man nimmt ihn kaum wahr... in Spielzusammenfassungen zeigt man 
dann Dunkings. Dabei werden wahrscheinlich mehr als 70% aller Punkte 
durch Sprungwürfe erzielt, wenn man davon ausgeht, dass 10 bis 15 % der 
Punkte durch Freiwürfe erzielt werden. Und da hapert es auch in der 
Wirtschaft, indem man einfach die Fundamente vernachlässigt werden. Vor 
ein paar Jahren wurde Ajax propagiert, jetzt sind es Ruby on Rails und 
Grails.

Viele Unternehmen würde stärker davon profitieren, wenn gewisse 
Fundamente da wären. Um bestimmte Performanzprobleme in den Griff zu 
bekommen, braucht man theoretische Informatik. Um Effekte in Datenbanken 
zu verstehen, wirkt das Wissen über Bäume wie ein Katalysator.

Ich habe auch einen Kollegen, der propagiert ohne Scham: Das meiste sei 
Copy & Paste. Kopieren und Anpassen. Ich sagte ihm, es sei besser, wenn 
dann an dieser Stelle die gemeinsamen Teile gemeinsam nutzen würde... 
Weniger Code, weniger Fehler. Das geht in das eine Ohr rein, aus dem 
anderen Ohr wieder aus.

Autor: Gast1 (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo Leute,

also ich muss nochmal ein paar Worte zum Thema verlieren:

man darf etwaige verkrustete Strukturen und, sagen wir es vorsichtig, zu 
selbstbewusste Praktikanten nicht in einen Topf werfen:

Ich bin selbst noch "relativ jung", und kenne die Probleme, die sich 
ergeben  können, wenn man in einer Firma Veränderungen umsetzen möchte. 
Das hat allerdings nichts damit zu tun, dass ein arroganter, sich selbst 
überschätzender Praktikant sich verhält, als wäre für ihn sowieso alles 
ein Klacks, und das, was in der Firma entwickelt wird, wäre sowieso 
alles kalter Kaffee. Glaubt's mir bitte, ich bin wirklich gutmütig und 
für neue Ideen sehr aufgeschlossen. Wenn dann allerdings so ein 
Praktikant kommt und sich aufführt wie ein Arroganzbolzen, dann kann es 
schon mal passieren, dass man Grenzen aufzeigen muss. Leute, arbeitet 
doch mal mit heute Zwanzigjährigen zusammen. Ihr werdet teilweise euer 
blaues Wunder erleben. Die Selbstüberschätzung (man könnte es auch 
Überheblichkeit nennen) kennt stellenweise keine Grenzen.

Autor: Klaus (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Big Game James schrieb:
> Warum? Ich finde kritische Stimmen immer gut. Ich kann viel weniger die
> Leute ab, ihre beschränkte Sicht der Dinge zum Non-Plus-Ultra aufblasen,
> weil sie "Erfahrung" haben. Erfahrung worin? Software sch**ße
> implementieren, die dann trotzdem irgendwann und irgendwie funktioniert?
> Wichtig ist meiner Meinung nach, über den Tellerrand zu schauen, zu
> lesen, was sich in der Wissenschaft tut.

Kritische Stimmen sind wichtig.
Entscheidend ist dabei nicht eine firmeninterne Hackordnung sondern die 
Art und Weise wie man diesen Input einbringt.

Zwei Zitate aus den ersten beiden Posts:

DrNo schrieb:
> Die Kollegen sagten mir jedoch, dass der Code nach einer
> firmeninternen Codierungsrichtlinie erstellt worden wäre. Diese wäre
> verbindlich und dürfe nicht variiert werden, weil die Steuerungsgeräte
> später in Bereichen wie etwa der Bergbau- und Bahntechnik eingesetzt
> würden, in den die funktionale Sicherheit garantiert werden müsse.

DrNo schrieb:
> Als Vertretung wurde dann der Kollege beauftragt, der beanstandet hatte,
> dass ich ein Datenblatt lese. Der war so unfreundlich, dass ich mich
> entschieden hatte, mit dem gar nicht mehr zu reden.

Es gibt eine Codierungsrichtlinie, die zum Teil für die schlechte 
Implementierung verantwortlich ist. Ob die Richtlinie schlecht oder 
veraltet ist oder ob sie Besonderheiten des Kunden oder Branche 
berücksichtigen muss, kann DrNo nicht beurteilen weil er mit seinen 
Kollegen bewusst nicht redet. Er ist neu und redet nach wenigen Tagen 
nicht mehr mit seinen Kollegen!

Er stellt damit keine kritische Stimme mehr dar, sondern eine 
destruktive.

Autor: D. I. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@ Big Game James:

Willkommen zurück Onkel Kapott, ...

Autor: Big Game James (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
D. I. schrieb:
> @ Big Game James:
>
> Willkommen zurück Onkel Kapott, ...

???

Autor: Falk Brunner (falk)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@  arno nyhm (Gast)

>In der freien, rein gewinnorientierten Wirtschaft wirst Du es schwer
>haben, Du wirst Dich verändern und einschränken müssen

Ja.

>und einfach
>funktionieren wie man es von Dir erwartet, Arschkriechen und falsche
>Selbstkritik inklusive, Du musst Dir in den Arsch ficken lassen und auch
>noch so tun als würdest Du es lieben - kurzum, Du musst Dich brechen
>lassen!

Selten so einen Unsinn gelesen. Zuviel "Full Metal Jacket" gesehn?

Der Op muss was lernen, hab ich schonmal geschrieben.

Beitrag "Re: Riesenstress mit C-Programmierung und Chef"

Das heißt NICHT; dass er zum Arschkriecher werden soll oder muss!
Das heißt, dass er lernen muss, gewisse komische Umstände zu akzeptieren 
und sich nicht in realitätsfremden Idealsimus flüchten darf.
Der Chef will die schnelle Murkslösung? Ok, er bekommt sie!
Aber wenn es dann knallt, soll er bitteschön dafür gerade stehen.
Ja, das ist nicht einfach und bedarf einiges an Erfahrung und Wissen. 
Politischem Wissen. Denn wenns knallt will man meist fix den schwarzen 
Peter den kleinen Indianern zuschieben. Davor muss man sich schützen. 
Durch Unterschriften auf Dokumenten, Emails, verschiedene andere Sachen.
Ausserdem muss der OP lernen, das alles nicht so bierernst zu nehmen. 
Und eben halt das taktische Gespür entwickeln. Schrieb ich bereits.

Das alles geht nicht von heute auf morgen, schon klar. Und auch in 
diesem Lernprozess wird es Rückschläge geben. Aber am Ende ist man 
gestählt, lässt sich durch den ganzen Unsinn nicht aus der Ruhe bringen, 
macht sein Ding und ist am Ende nicht gestresst. Auch wenn man dabei 
nicht immer seinen eigenen, idealen Qualitätsstandard umsetzen kann.

Und last but not least, nicht jede Bude und jeder Chef ist so irre wie 
der OP beschrieben hat. Im Ernstfall sucht man sich einen anderen Laden! 
Alles Dutzendfach einfacher und besser als zum Psychowrack zu werden!

> Oder Du scheißt auf diese Idioten und das was diese Gesellschaft
> prägt.

>...ganz Praktisch kann ich Dir zu Jobs in der Forschung, möglichst weit
>weg von der Wirtschaft, raten

Die Insel der Glückseligkeit? Selbst wenn es dort so ist, der Mensch, so 
er möglichst stressarm leben will und dennoch halbwegs sich in der 
nichtidealen Realität bewegen will, muss vor allem lernen, wie der Hase 
läuft. Siehe oben. Als unbeweglicher Idealist wirst du immer nur Stress 
haben. Sinnlos!

>Zu dieser Zeit hab' ich kaum einen Ausweg gesehen, vor allem, da ich
>meine Kräfte nicht mehr wirklich mobilisieren konnte.

Schlecht. Aber nicht das Thema.

>wiedererkennst, rate ich Dir: halte Dich fern von der Wirtschaft!

Ob das so ein guter Rat ist?

> Geh'
>in ruhigere, aber wesentlich wichtigere und gar erfüllende Gefilde, gehe
>in richtung wissenschaftlicher Grundlagenforschung!

Wer dagt denn, dass der OP das a) will und b) kann? Als "normaler 
Softwareentwickler" ist man meist eher in der Industrie als in der 
Forschung zu finden.

MfG
Falk

Autor: Wilhelm (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Falk Brunner schrieb:

>Ja, das ist nicht einfach und bedarf einiges an Erfahrung
>und Wissen. Politischem Wissen. Denn wenns knallt will man
>meist fix den schwarzen Peter den kleinen Indianern
>zuschieben. Davor muss man sich schützen.

>Durch Unterschriften auf Dokumenten, Emails, verschiedene
>andere Sachen.

Richtig.

Ich kannte da einen Mann in meiner ehemaligen Firma, der sowohl seine 
Aufgaben excellent machte, als auch ein umgänglicher Typ war. Eine 
Koryphäe in Naturwissenschaften mit Doktor-Titel.

Manchmal flippte er regelrecht über die aalglatten abgecheckten Typen in 
der Firma aus, die sich an keine Absprachen und Abmachungen hielten.

In einem persönlichen Gespräch, als ich selbst mal einen Anschiß 
erhielt, meinte er zu mir: Ich lasse mir mittlerweile nachträglich 
mindestens intern von Telefonpartnern sogar den Gesprächsinhalt per Mail 
schriftlich bestätigen, damit ich nicht das Wort im Munde herum gedreht 
bekomme.

Booooaaah, was für ein Arbeitsklima! Eher Kleinkriege? Ist das heute so 
üblich?

Der Mann wurde einige Zeit nach mir aber auch gekündigt, wie ich später 
erfuhr. Seine Vorgehensweise scheint ihm nicht zuträglich gewesen zu 
sein.

Autor: Falk Brunner (falk)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@  Wilhelm (Gast)

>Manchmal flippte er regelrecht über die aalglatten abgecheckten Typen in
>der Firma aus, die sich an keine Absprachen und Abmachungen hielten.

Tja, dumm gelaufen.

>Booooaaah, was für ein Arbeitsklima! Eher Kleinkriege? Ist das heute so
>üblich?

Nicht überall!! Aber oft.

>Der Mann wurde einige Zeit nach mir aber auch gekündigt, wie ich später
>erfuhr. Seine Vorgehensweise scheint ihm nicht zuträglich gewesen zu
>sein.

Zu rauh für die aalglatten Typen :-(
Naja, in solchen Situationen ist am Ende kein Blumentopf zu gewinnen. Es 
gibt manchmal Steine auf dem Lebensweg, um die muss man herumlaufen, 
auch wenns ne Weile dauert. Aber mit dem Kopf durch ist deutlich 
ungesünder. Siehe den Herrn arno nyhm & Co.

MFG
Falk

Autor: Franz (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Und wieso werden hier wieder ganze Postings ohne Hinweis gelöscht, so 
daß dann folgende überhaupt keinen Sinn oder Zusammenhang ergeben?
Siehe Personaler vor meinem Posting, einfach weggelöscht - Danke Admin.
Den Grund dafür frage ich erst lieber gar nicht nach - kann man wohl aus 
meinem folgenden Text erraten.

@ Wilhelm
> Seine Vorgehensweise scheint ihm nicht zuträglich gewesen zu sein.
Da verwechselst du etwas ganz Entscheidendes, es ist aber auch nur ein 
Wortspiel, diese Vorgehensweise deines Kollegen war ihm ganz sicher sehr 
zuträglich - nur nicht seinen aalglatten Widersachern.
Doch die werden aus ihren eigenen Fehlentscheidungen auch gewisse Lehren 
haben ziehen müssen - garantiert.

Autor: G. L. (glt)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Wilhelm schrieb:
> Ich lasse mir mittlerweile nachträglich
> mindestens intern von Telefonpartnern sogar den Gesprächsinhalt per Mail
> schriftlich bestätigen, damit ich nicht das Wort im Munde herum gedreht
> bekomme.
>
> Booooaaah, was für ein Arbeitsklima! Eher Kleinkriege? Ist das heute so
> üblich?

Leider oftmals notwendig - gibt auch die Variante, daß man ein 
Gesprächsprotokoll führt u. allen Beteiligten zukommen lässt.

Besprechungen sind ohne schriftliche Dokumentation heutzutage leider 
nichts mehr wert - das gesprochene Wort zählt heutzutage nichts mehr.


Gast1 schrieb:
> Leute, arbeitet
> doch mal mit heute Zwanzigjährigen zusammen. Ihr werdet teilweise euer
> blaues Wunder erleben. Die Selbstüberschätzung (man könnte es auch
> Überheblichkeit nennen) kennt stellenweise keine Grenzen.

Der großen Klappe folgen dann sehr mickrige Taten - meist von jenen, die 
die "absoluten Helden" sind, aber bei fast keinem AG die Probezeit 
beenden können.

Obwohl es leider immer mehr von der Sorte Quatschköpfe gibt, ist der 
Großteil der "Jungen" immer noch von der normalen Sorte, die 
ambitioniert, lernbereit u. kooperativ sind.
Glücklicherweise komme ich viel mit dem berufl. Nachwuchs in Kontakt, 
habe meine Freude in der Zusammenarbeit/Förderung derselben u. die 
meisten Dampfplauderer lassen sich auf Kurs bringen.

Autor: Da fällt mir nix mehr ein... (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Schönen guten Tach... ich les ja auch manchmal hier im Forum, aber dass 
ich jemals einen Bericht finden würde, in dem ich selber vorkomme, hätte 
ich nicht gedacht.

Ich hatte schon bei Deinem Aufenthalt bei uns drüber nachgedacht, ob man 
mal ein paar Punkte mit Dir ansprechen sollte. Es gibt ja bei jedem 
Menschen ein Selbstbild und ein Fremdbild. Wenn es gut läuft, dann 
stimmen die überein. Wenn es schlecht läuft, dann wissen beide 
voneinander so gut wie gar nichts.


Wenn ich längere Zeit arbeitslos war und in eine Firma komme, dort etwas 
bewegen will etcpp... dann würde ich Folgendes tun:
- die gestellte Aufgabe möglichst nicht anzweifeln - vor allem wenn 
mehrfach deutlich gesagt wird, dass der Code nicht perfekt ist - aber 
auch gar nicht sein muss, weil die SW für einen untergeordneten 
Produktionstest ist. SW für Kunden sieht bei uns durchaus anders aus...
- die Aufgaben möglichst schnell umsetzen und zum Ansprechpartner rennen 
und sagen: "Guck mal, schon fertig".
- Wenn dann noch Zeit ist, kann man gerne Warnungen aus dem Code 
entfernen und schön dokumentieren und einrücken und... (das sollte man 
durchaus auch nebenbei bei seinem Ansprechpartner erwähnen)
- mit den Kollegen reden - mehr als das unbedingt Notwendige, so dass 
die anderen wenigstens den Eindruck haben, man wäre an Teamwork 
interessiert
- sich nicht gleich mit jedem anlegen und möglichst nicht bei den ersten 
Problemen einen Termin mit dem Firmeninhaber einfordern
- und noch einiges mehr

Man kann natürlich auch in jedem Gespräch und mit jeder Aktion allen 
anderen das Gefühl geben, dass man es selbst sowieso viel besser kann... 
Wenn man dann nach einem ersten kritischen Gespräch immer noch nicht die 
Kurve kriegt, dann geht ein Praktikum auch mal nach 7 Tagen zu Ende.

Leider muss nämlich mit aller Arbeit irgendwann auch mal Geld verdient 
werden. Wenn nach 7 Tagen von 5 mehr oder weniger kleinen Aufgaben immer 
noch 0% gelöst sind, dann wird es eng...
Stattdessen wurde ne neue Entwicklungsumgebung installiert und was weiß 
ich noch nicht alles gemacht.

Meine ehrliche Meinung, auch wenn ich nicht bei uns arbeiten würde: So 
wird das für Dich auch anderswo schwer...

Gruß und trotzdem Viel Erfolg bei der weiteren Arbeitssuche!

Antwort schreiben

Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Wenn Sie automatisch per E-Mail über Antworten auf Ihren Beitrag informiert werden möchten, melden Sie sich bitte an.

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!

  • Groß- und Kleinschreibung verwenden
  • Längeren Sourcecode nicht im Text einfügen, sondern als Dateianhang

Formatierung (mehr Informationen...)

  • [c]C-Code[/c]
  • [avrasm]AVR-Assembler-Code[/avrasm]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] - Link zu Artikel
  • Verweis auf anderen Beitrag einfügen: Rechtsklick auf Beitragstitel,
    "Adresse kopieren", und in den Text einfügen




Bild automatisch verkleinern, falls nötig
Bitte das JPG-Format nur für Fotos und Scans verwenden!
Zeichnungen und Screenshots im PNG- oder
GIF-Format hochladen. Siehe Bildformate.
Hinweis: der ursprüngliche Beitrag ist mehr als 6 Monate alt.
Bitte hier nur auf die ursprüngliche Frage antworten,
für neue Fragen einen neuen Beitrag erstellen.

Mit dem Abschicken bestätigst du, die Nutzungsbedingungen anzuerkennen.