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Forum: Offtopic Cocktailmaschine (Bar-Monkey) + Pumpe


Autor: Jan L. (suho)
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Wie im Betreff schon zu erahnen ist, arbeite ich an einer 
Cocktailmaschine. Ein AVR µC soll dabei über 16 Realais 16 Pumpen 
ansteuern. Die Elektronik läuft bereits. Ich bin zur Zeit dabei mit 
einer Waschwasserpumpe aus einem handelsüblichen KFZ-Laden zu 
experimentieren. Die Ergebnisse die ich dabei erziele sind durchaus 
brauchbar, soll heißen ich kann durch eine simple Zeitmessung die Pumpe 
so lange einschalten, dass ich eine gewünschte Menge Wasser befördern 
kann. Die Pumpe hat jedoch 2 Nachteile:

1. Der Stromverbrauch ist ziemlich hoch wie ich finde. Mein 
Labornetgerät (0-30V, 2.5A) macht schon bei einer Pumpe schlapp. Im 
Einschaltmoment zieht die Pumpe ca. 4-5A und im normalen Betrieb bei 12V 
um die 3.3A. Ich nutze zur Zeit ein ATX-Netzteil, das funktioniert ganz 
gut.

2. Die Pumpe ist nicht selbstansaugend und muss unter der Flüssigkeit 
angebracht sein, was das Reinigen der Behälter später erschweren dürfte. 
Lieber wäre mir eine selbstansaugende Pumpe, dann kann man den Schlauch 
einfach in die Flasche einführen.

Der Vorteil an Waschwasserpumpen ist schließlich der Preis von 10-15€. 
Und wie ich erfahren habe kommt die Flüssigkeit auch nicht mit 
irgendwelchen Schmierstoffen in Berührung. Bevor ich nun aber losgehe 
und mir 16 Stück dieser Dinger besorge wollte ich mich mal umhören ob 
jemand vielleicht eine bessere Idee hat oder eine andere Pumpe empfehlen 
kann, sie sollte aber günstig sein.

Autor: Mathias H. (mathew)
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also hast du dann am schluss 16 Säfte bzw. Alkoholiker die dann je nach 
cocktail zusammengemixt werden?

Coole idee wenn du das fertig hast kannst mir mal eine Bauanleitung 
zukommen lassen :)

Autor: Jan L. (suho)
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Ja genau, 16 Zutaten die dann automatisch zusammengemischt werden. Sowas 
wurde schon öfter gebaut und häufig mit einem kompletten PC als 
Steuereinheit, da habe ich mich aber extra gegen entschieden. Bei mir 
kommt bloß ein AVR µC und ein 4x20 LCD Display zum Einsatz. Die 
Rezeptdatenbank wird auf dem PC erstellt und mittels serieller 
Schnitstelle auf einen EEPROM übertragen der am AVR hängt.

Autor: Florian *.* (haribohunter)
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Waere es nicht einfacher und sauberer mit Ventilen und Druckluft zu 
arbeiten?

Autor: Jan L. (suho)
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Das ist eine Möglichkeit die in Betracht gezogen habe. Das ganze ist 
letztendlich aber für den Eisnatz auf Partys gedacht, wo normalerweise 
keine Cocktails gemixt werden, das bedeutet es muss schnell gehen. Wenn 
ich also mit Druckluft arbeite, stehen die Behälter konstant unter Druck 
und müssen dicht sein. Ich denke, dass der Wechsel oder das Nachfüllen 
der Behälter recht aufwendig ist.

Autor: Jan L. (suho)
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Eine Möglichkeit sind Getränkepumpen wie man sie auch in normalen 
Automaten in der Gastrnomie findet, für Cola etc. Die arbeiten mit 
CO2-Druck soweit ich weiss, aber auch da benötigt man noch ein 
zusätzliches Ventil und die Teile sind nicht billig.

Autor: Tine Schwerzel (tine)
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Ventile und hydrostatischer Druck, sprich die Getränke werden über dem 
Glas gelagert und durch die Schwerkraft hinabgesaugt.

Autor: Nitram L. (nitram)
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Jan L. schrieb:
>            ....... Ich bin zur Zeit dabei mit
> einer Waschwasserpumpe aus einem handelsüblichen KFZ-Laden zu
> experimentieren.

Hast du dir schon einmal Gedanken darüber gemacht, das diese Pumpen 
nicht Lebensmittel echt sind? Wird durch (Frucht)Säuren bzw Alkehooool 
:-) nicht etwa ein Weichmacher aus dem Plastik gelöst???
Selbst für einen Selbstversuch wär mir das zu heiß...

Wie wär es mit der Schwerkraft? Die ist auf (fast) allen Party's 
vorhanden und relativ konstant...
Flaschen mit Stopfen und Lebensmittelschläuchen oben in deinen Mischer - 
und mit 16 Schlauchklemmen das ganze regeln...

nitraM

Autor: Jan L. (suho)
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Martin L. schrieb:

> Hast du dir schon einmal Gedanken darüber gemacht, das diese Pumpen
> nicht Lebensmittel echt sind? Wird durch (Frucht)Säuren bzw Alkehooool
> :-) nicht etwa ein Weichmacher aus dem Plastik gelöst???
> Selbst für einen Selbstversuch wär mir das zu heiß...

Nunja, ich weiss von anderen Projekten welche "windshieldwasher pumps" 
verwenden und daher dachte ich mir: Es sollte gehen.

Bezüglich der Schwerkraft: Ich denke das ist eine Idee die ich 
ausprobieren sollte. Bin seit dem vorherigen Post auf der Suche nach 
einem Magnetventil. Bei den Schlauchklemmem habe ich meine Bedenken. Ich 
schätze der Schlauch wird mit der Zeit nicht mehr vollständig oder 
schnell genug in seine Ursprüngliche Form zurückgehen oder?
Abgesehen davon, gibt es elektronische Schlauchklemmen oder muss man die 
selbst anfertigen?

Autor: Nitram L. (nitram)
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Hallo Jan,

ich habe gerade eine Schlauchpumpe an einem Dialysegerät gesehen -
die müsste sich mit einem einfachen Servo gut nachbauen lassen...

http://de.wikipedia.org/wiki/Schlauchpumpe

nitraM

Autor: Black Friday (black_friday)
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Wie wäre es mit einer selbsgebauten Schlauchpumpe, bei der alle 
Schläuche parallel aufliegen?
Die Dosierung läuft dann über die Andruckkraft der einzelnen Schläuche.

Autor: Jan L. (suho)
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hmmm, die Schlauchpumpe sieht gar nicht so kompliziert aus bei wiki.
Ich habe aber eben einfach die Schwerkraft+Magnetventil getestet und ich 
muss sagen das Ergebniss ist ziemlich gut. Die Dosierung ist viel 
genauer als mit der Waschwasserpumpe und es befindet sich keine Luft 
mehr im Schlauch wie das bei der Pumpe der Fall war. Im ausgeschalteten 
Zustand ist sie nämlich nicht sperrend, so das sich der Schlauch wieder 
automatisch zu einem Teil mit Luft füllt.
Ein Magnetventil mit Lebensmittelzulassung kostet bei eBay 22€. Ich habe 
gesehen, dass es fertige Schlauchklemm-Ventile gibt, aber da lagen die 
Preise viel höher. Wenn es also eine einfache Möglichkeit gibt sich so 
ein Teil für unter 20€ selber zu basteln wäre das denke ich die 
günstigste Lösung. Der einzige Nachteil den ich zur Zeit bei einer 
Lösung ohne Pumpe sehe ist, dass es länger dauert bis die gewünschte 
Menge abgefüllt ist. Das läßt sich aber sicherlich noch verbessern mit 
einem etwas größeren Schlauch. Der Testschlauch hat gearde mal 3mm 
Innendurchmesser.
Vielen Dank schonmal, die Idee mit der Schwerkraft ist echt gut und auch 
günstig, warum bin ich da nicht selbst drauf gekommen ;)

Autor: Michael Maier (bruckschi)
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War auch schon einmal auf der Suche nach einer Idee wie man das am 
besten realisiert. Wollte die Flaschen kopfüber senkrecht aufhängen. 2 
Schläuche in die Flasche einen der nach unten geht und einer der nach 
oben geht. In jeden Schlauch dann noch ein Ventil. So ist der Alkohol 
von der Umgebungsluft abgeschlossen. Mann muss halt immer 2 Ventile 
gleichzeitig auf machen. So kann aber nichts aus den Flaschen 
rauslaufen, wenn sich ein Ventil verklemmen sollte.

Leider ist es an Ventilen gescheitert. Die waren leider alle für ein 
Spaßprojekt zu teuer. Habe es mit Ventilen aus dem Aquariumzubehör 
probiert, die über einem Servo gesteuert wurden. Das funktionierte auch 
gut. Leider Fehlt mir die Möglichkeit, das Ventil fest zu montieren.

Von Cocktailmaschinen liest man immer wieder hier. Vielleicht gleich ein 
Projekt draus machen ähnlich Word Clock.

Autor: Jan L. (suho)
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Ich sehe es nicht als Nachteil an, dass die Gefäße oben offen sind. Es 
muss natürlich ein Deckel oben drauf, aus Edelstahl am besten den man 
aber ganz leicht aufklappen kann. Dadurch ist das Nachfüllen sehr 
einfach und geht vor allem Schnell. Meine Planung sieht zur Zeit so aus:
16 1,5L Colaflaschen hängen kopfüber in 50cm Höhe (Bodenplatte/Deckel), 
in einem Halbkreis angeordnet und gehalten von einem Edelstahlgestell 
aus Edelstahlstangen. Die Flaschen sind oben offen, jedoch ist eine 
Klappe vorhanden die über die Öffnung geklappt wird. Die Flaschenöffnugn 
befindet sich in ca. 85cm Höhe. Wenn man noch mit einberechnet, dass die 
Theke ca. 90-100cm hoch ist, befinden sich die Flaschenöffnungen in 
einer Höhe von ungefährt 170-185cm. Zum Nachfüllen ist das meiner 
Meinung nach nicht zu hoch, man muss schließlich nur die volle Flasche 
kopfüber drüber halten.

Autor: Baldrian Der iv (baldrian)
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Die Evilmadscientists haben für dein Pumpenproblem die perfekte Lösung 
gefunden.
Funktionell, Lebensmittelecht und gar nicht so teuer:


> Finally, after making some progress on a design consisting in part of
> ketchup bottles and servo motors, we came across an unexpected solution
> while browsing eBay for other pump types: breast pumps.

http://www.evilmadscientist.com/article.php/barbot

Autor: Manfred Brunni (fredl0511)
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wir haben in der Firma Sirup Automaten und die arbeiten auch mit den von 
Martin erwähnten Schlauchpumpen--> Funktioniert sehr gut die Dosierung, 
also ich konnte da den Sirup genau z.B. auf 50ml für 0.3L Cola 
einstellen.

Andere Möglichkeit wäre z.B. das Funktionsprinzip dieser Minipom 
Sirupautomaten siehe http://www.minipom-info.de/Dosierer.html

Das Ganze funktioniert auch mittels "Magnet"Ventil und Schwerkraft also 
Flaschen müssen halt mit Kopf nach unten hängen, hab selber so einen 
Automaten im Betrieb, klappt supa!

Gruß, Manfred

Autor: Paul H. (powl)
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Ich habe hier so eine Schlauchpumpe aus einem Dialysegerät. Die ist 
wirklich sehr einfach aufgebaut und beinhaltet nichtmal einen 
Getriebemotor. Das ist einfach nur ein kleiner, langsam laufender 
DC-Motor mit verlängerter Achse. Die Achse ragt in das U-Förmige Gehäuse 
für den Schlauch und die drei Laufrollen hinein. Die Laufrollen rollen 
sich direkt an der Motorachse und dem Schlauch ab, das ist quasi das 
Getriebe. Vielleicht nicht der Hit an Effizienz aber ziemlich günstig, 
da so ein Getriebemotor allein schon seine 20€ kostet und man bei einem 
DC-motor schon bei wenigen Euros dabei ist. Allerdings wollen viele 
DC-motoren bei wenig Spannung sehr viel Strom haben.

Ich hab mir auch schon viele Gedanken über die Dosierung von Getränken 
gemacht. Die beste Methode ist immernoch, sie über das zu befüllende 
Gefäß zu deponieren und dann mit einem Ventil zu arbeiten. Ein einfaches 
Ventil könnte man bauen indem man den entsprechenden Schlauch einfach 
umknickt (Modellbauservo, 5€). Wenn man allerdings Zugang zu einer 
CNC-Fräse hat kann man sich ein einfaches elektromagnetisches Ventil 
selbst bauen. (man muss ja nur einen kleinen Teller gegen einen O-Ring 
drücken lassen und kann diesen per rückseitig angebrachtem Magnet 
anheben). Das Ventil muss ja auch nur einseitig sperren, das macht das 
ganze noch einfacher. Mit ein bisschen Kunststoff, ein bisschen 
Kupferlackdraht und zwei stabmagneten, die man zusätzlich irgendwie 
schützen sollte, ist man pro Ventil dabei.

Du könntest auch ne Pumpe nehmen und die 16 Behältnisse in einer Reihe 
anordnen. Mit einem Linearschlitten kannst du dann den jeweiligen 
Behälter zum rauspumpen anfahren. Dann brauchst du nur eine Pumpe 
anstatt 16.

Autor: Falk Brunner (falk)
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Auf so einen Müll können nur Nerds kommen, die keine Ahung vom Leben und 
guten Cocktails haben! Get a life, dude!

Autor: Paul H. (powl)
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Da muss ich ihm allerdings recht geben

Autor: David ... (volatile)
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Falk Brunner schrieb:
> Get a life, dude!

Lieber ne suesse Cocktailmixfrau ;)

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