Hallo,
ich suche einen Ersatz für den TL074 Vierfach-OpAmp.
Der Ersatztyp sollte nach Möglichkeit folgende Eigenschaften aufweisen:
-weniger Ruhestromverbrauch (ganz wichtig!)
-rauschärmer
-selbe Anschlußbelegung (nicht unbedingt wichtig)
-wenns geht rail to rail
-ebenfalls hoher Eingangswiderstand (wichtig!)
Kennt jemand was passendes oder kann sagen, ob es irgendwo eine aktuelle
Tabelle zum Thema gibt?
Preis ist übrigens nicht sooo wichtig!
Frage mal per eMail oder Telefon bei CSD-electronics.
Achtung, der Chip verträgt nur 5V single supply oder +-2.7V dual supply.
Wenn das als Aussteuerungsbereich reicht...
Travel Rec. schrieb:
> Achtung, der Chip verträgt nur 5V single supply oder +-2.7V dual supply.> Wenn das als Aussteuerungsbereich reicht...
ja, habs mittlerweile auch gesehen, leider zu wenig...
ausserdem scheints den nur als SMD zu geben, ich brauche aber besser die
"normale" 14 DIL form
Dann scheidet der OPA4340 schon mal aus. Der TS914 könnte eine
Alternative sein, aber er ist deutlich langsamer als der TL074! Muß er
so schnell sein?
Kai Klaas
Kai Klaas schrieb:
> Der TS914 könnte eine> Alternative sein, aber er ist deutlich langsamer als der TL074! Muß er> so schnell sein?
Danke für die vielen Antworten!
Also bis 20khz muss er auf jeden fall (!!!) unverzerrt NF-signale
verstärken können (ca. 5x)
der TL074 ist da von der frequenz her im prinzip schon unterste grenze
wichtig ist vor allem, dass der ersatz weniger strom frisst
Geht evtl. der TLC2274?
Oder TLC274? Wozu brauchst Du so niedriges Rauschen, hast Du in den
Widerstandszweigen die Werte schon optimiert? Der TL074 ist für seine
Stromaufnahme schon recht rauscharm.
Tine Schwerzel schrieb:
> Oder TLC274? Wozu brauchst Du so niedriges Rauschen, hast Du in den> Widerstandszweigen die Werte schon optimiert? Der TL074 ist für seine> Stromaufnahme schon recht rauscharm.
hallo,
niedrigeres rauschen wäre durchaus prima, ist aber kein muss!
wie optimiert man denn die widerstandszweige auf niedriges rauschen (da
gabs doch mal einen artikel bei elektor oder so)?
die sache ist die:
drei verschiedene NF-signale werden mit drei opamps impedanzgewandelt
und anschließend dem vierten opamp zum mischen
(summenverstärker/invertierend) und zur ca. 4-fachen verstärkung
zugeführt.
Moin,
Gibt es hier mittlerweile neue Erkenntnisse/Erfahrungen? Ich hab einen
vergleichbaren Anwendungsfall, einen State Variable Filter als
Gitarrenpreamp und bei mir verbraucht der TL074 in diesem Setup 8mA (2mA
per OpAmp). Das würde ich gerne deutlich reduzieren.
SMD ist fein, OpAmp sollte JFET basierend sein, aber ich probier auch
gerne was anderes aus. Integration (z.B. 2x2 statt 1x4) bin ich
flexibel, kann das entsprechend neu aufbauen. Hab bisher leider nichts
stromsparenderes gefunden.
Danke!
Die Hersteller haben für solche Fragen Suchfunktionen. Mittlerweile geht
das ganz gut. Es kommt halt auch immer auf die Randbedingungen an - es
sind halt schon recht viele Parameter die stimmen müssen.
Der TL074 ist in der Kombination nicht so schlecht - gleichzeitig
überall besser ist nicht einfach.
Mögliche Kandidaten wären z.B. TLV4171 / TLV4172 (allerdings CMOS).
Filterbox schrieb:> Moin,>> Gibt es hier mittlerweile neue Erkenntnisse/Erfahrungen? Ich hab einen> vergleichbaren Anwendungsfall, einen State Variable Filter als> Gitarrenpreamp und bei mir verbraucht der TL074 in diesem Setup 8mA (2mA> per OpAmp). Das würde ich gerne deutlich reduzieren.>> SMD ist fein, OpAmp sollte JFET basierend sein, aber ich probier auch> gerne was anderes aus. Integration (z.B. 2x2 statt 1x4) bin ich> flexibel, kann das entsprechend neu aufbauen. Hab bisher leider nichts> stromsparenderes gefunden.>> Danke!
Da hab ich gleich mehrere Fragen zu:
- Du brauchst auch 4 OPV?
- Single Supply oder nicht?
- Warum unbedingt JFET? FET OPVs haben Nachteile bei den Verzerrungen:
http://www.analog.com/library/analogDialogue/archives/39-05/Web_Ch5_final_PtB_F.pdf
Seite 5.107ff
- 8mA sind nicht viel, brauchen Gitarrenamps nicht üblicherweise diverse
Größenordnungen mehr? Ist das ein batteriebetriebenes Gerät?
-Ja, vier OPs (ImpWandler->HP->BP->LP)
-Bipolar Supply (Schaltung arbeitet mit 9V Bat und Virtual Ground)
-JFET wegen dem Sound, u.a. auch wenn er in die Verzerrung läuft. Da bin
ich aber experimentierfreudig, d.h. kein Ausschlusskriterium
-Batteriebetrieben, daher die Frage. Ein anderer Preamp mit einfacher
Regelung den ich verbaut habe, braucht <60uA, da freut sich die
Batterielaufzeit
Zur Info anbei die Schaltung, die ich als ersten Ansatz nachgebaut habe:
http://hpbimg.someinfos.de/diy/allgemein/_projekte/alembic-state-variable-filter/alembic-like-state-variable-filter-schematic.jpg
Hallo Hogre,
dem Schaltplan ist zu entnehmen, daß dort auch der TL084 verwendet
werden kann. Dann wäre mein Vorschlag der TL064, der ist Pin- und
Funktionskompatibel.
Meines Wissens besteht diese Reihe von OP-Verstärkern aus drei
Mitgliedern:
Der TL08x ist die Standardversion
Der TL07x ist die rauscharme Variante
Der TL06x ist die stromsparende Variante
Laut Datenblatt brauchen der TL08x und TL07x ca. 1,5mA typisch, der
TL06x jedoch nur 0,2mA typisch je Verstärker. Das sollte zu einer
deutlich kleineren Stromaufnahme des Gerätes führen.
Gruß. Tom
Filterbox schrieb:> Da fehlt mir die Erfahrung, aber 3.5 V/uS Slew Rate sieht schon> etwas> knapp aus für Audio Anwendungen?
Nein, das wird in der Anwendung locker reichen.
Man kann sowas auch längst gut simulieren, sogar mit WAV-Dateien.
Ich hab mir eine ganze Reihe von Datenblättern von Audio tauglichen Op
Amps angesehen, und die verbrauchen alle 2-4 mA aufwärts pro Op Amp,
wenn die Slew Rate bei 10 V/uS und mehr liegt. Ist das ein
physikalisches Problem, d.h. ich fahre mit dem TL072 schon optimal
innerhalb meiner Parameter?
THOR schrieb:> Wofür brauchst du 10V/µS? Kehrwert von µS sind MHz, das ist dir schon> bewusst, ja?
S = 2*pi*f*u^ = 2*pi*20000*10V/s = 1,25V/us
Man möchte ja auch noch etwas Reserve haben. Deshalb ist der TL072 schon
ein sehr guter Kompromiss.
hinz schrieb:> Helmut S. schrieb:>> S = 2*pi*f*u^ = 2*pi*20000*10V/s = 1,25V/us>> 20Vpp sind aber nicht gerade gängiger Line-Pegel.
In mehrstufigen Filterschaltungen können in den Zwischenstufen höhere
Spannungen auftreten als am Ausgang.
hinz schrieb:> 20Vpp sind aber nicht gerade gängiger Line-Pegel.
Es geht ihm sicher wie Herbert Gröhlemeyer:
Er mag Musik nur, wenn sie laut ist....
MfG Paul
Helmut S. schrieb:> hinz schrieb:>> Helmut S. schrieb:>>> S = 2*pi*f*u^ = 2*pi*20000*10V/s = 1,25V/us>>>> 20Vpp sind aber nicht gerade gängiger Line-Pegel.>> In mehrstufigen Filterschaltungen können in den Zwischenstufen höhere> Spannungen auftreten als am Ausgang.
Und wie will er die 20Vpp aus dem 9V-Block rauszaubern? Oder hat Spulen
verbaut?
Dann probiere ich mal den TL064 als Alternative aus und hör mir das im
Vergleich zum TL074 an. Dann jeweils mit 2x9V vor dem Virtual Ground für
ausreichend Headroom.
Filterbox schrieb:> Dann jeweils mit 2x9V vor dem Virtual Ground für> ausreichend Headroom.
Bei 2x9V brauchst Du keine Virtuelle Masse mehr. Du hast eine echte
zwischen den beiden Batterien.
Gruß
Jobst
Und wenn du den 4 fach OPV zerpflückst und 2 doppelte oder 4 einfache
OPV nimmst, die dann für ihren jeweiligen Zweck optimiert sind? Z.B.
einer muß höher ausgesteuert werden, einer muss schneller sein und zwei
sparen noch ein Milliamperchen Strom? ;-)