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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik MAX232 am USB


Autor: Freak (Gast)
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Hallo,

Ich müsste ein USB-Port des PC´s etwas verlängern. (rund 10 - 15 Meter).
Dabei wollte ich so wenig Geld wie nur möglich für einen "repeater" 
ausgeben.

Dabei ist mir gleich der MAX232 eingefallen, der ja als "Pegelwander" 
der RS232-Schnittstelle dient. Ich weiß, dass dieser IC am USB 
eigentlich gar nix zu suchen hat. Aber dennoch könnte es doch 
funktionieren, wenn

ich einen MAX232 an der µC-Seite mit dem USB verbinde, (RX, TX)
und an der Anderen seite, einen weiteren MAX232 hinhänge, an dessen 
µC-Ausgang dann das USB-Device hängt ?!?!?

Also:  USB PC -> TLL MAX232 -> (Cat6)Kabel -> Max232 TLL -> USB Buchse

(die Daten-Pegel müssten ja passen?, und Low/High ist ja letztentlich an 
den beiden MAX232-µC-Seiten genau gleich!?!???, also sollte es ja 1:1 
übertragen werden !?!?!???)

Ich brauch keine hohen datenraten. Ein paar kb´s sollten schon reichen. 
USB-1 ist mehr als ausreichend. Eventuell kommt noch ein hub ran. An 
diesem wird höchstens mal nur Tastatur und Maus hängen.
Die Kabelstrecke ist komplett Cat6 (Kabel+Buchsen), und etwa 10 - 15 
Meter lang.

Momentan hab ich leider nur einen max232 rumliegen, und kann das so 
nicht nachstellen und testen. Vielleicht hat das aber schon einer von 
euch versucht?

Oder kennt jemand eine andere (vernünftigere) Methode, mit der sich evtl 
sogar USB-2.0 nutzen lässt??

SMD kann ich nur bedingt bearbeiten... RM3,14 wäre superklasse :-)


Ach noch was anderes. Angenommen ich bekomme es von den Pegeln her hin, 
und eine Verbindung kommt zustande: Hat USB eine automatische 
Übertragungs-fehler korrektur? Also werden fehlerhafte "Packete" ernuet 
verschickt? Bzw. wird das irgendwie geprüft mit einer art Checksum???

Und noch was: Ein kumpel meinte mal, das sich der "USB-Bus" auch 
wirklich wie ein Bus aufbauen lässt? Also z.B wie ein gewöhnlicher 
DatenBus, auf dem alles Parallel hängt. Stimmt das? Wozu dann noch einen 
hub? :-)

Leider hatte ich bissher noch kein USB-Projeckt, noch nichmal ein Atmel 
am USB :-)  Daher kenn ich mich mit dieser Schnittstelle kaum aus, und 
daher kommen auch die vielen dummen, und warscheinlich unveständlichen 
fragen.

Gruß, freak_ts

Autor: Christian R. (supachris)
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Nein, das geht auf keinen Fall. USB ist bidirektional und lässt sich mit 
einem solchen Quatsch auf keinen Fall verlängern. Ordentliche USB 2.0 
Repeater stellen einen Hub dar, der zweigeteilt ist. Ein Hub kann 
nämlich die durch lange Kabel entstehenden viel zu langen Latenzzeiten 
ausgleichen.
10...15 Meter bekommt man aber auch mit 3 hintereinander geschalteten 
normalen Hubs hin. Es gibt ja auch solche "Aktiv-Verlängerungen", ist 
ein 1-Port Hub an 5m Kabel. Die funktionieren auch einwandfrei.
USB über CAT5 erfordert definitiv einen richtigen Repeater, Icron bietet 
so etwas an.
Achja, USB ist trotz "bus" im Namen kein Bus, sondern eine Punkt-zu 
Punkt Verbindung. An ein Downstream Port am Mainboard oder Hub kann nur 
genau ein Gerät angeschlossen werden.

Autor: Hc Zimmerer (mizch)
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Nein, das klappt nicht.  USB hat schonmal keine Rx- oder Tx-Leitung, 
sondern bidirektionale Daten, und das Problem der Leitungslänge bei USB 
ist keines von unzureichenden Pegeln, sondern von Laufzeiten.  Also 
völlig falscher Ansatz.

Auch der Kumpel sollte sich ein paar USB-Grundlagen zu Gemüte führen und 
setzt dann keine solchen Gerüchte mehr in die Welt.

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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Freak schrieb:

> Ich müsste ein USB-Port des PC´s etwas verlängern. (rund 10 - 15 Meter).
> Dabei wollte ich so wenig Geld wie nur möglich für einen "repeater"
> ausgeben.

Bei solchen PC-Massenprodukten kannst du von einem mit 99% Sicherheit 
ausgehen. So billig, wie du das Zeug kaufen kannst, kannst du nicht 
selber bauen. Nicht wenn du alles zusammenrechnest. Also Netzteil, 
Gehäuse, Platinenfertigung, etc. Schon alleine wenn dir deine 
Arbeitszeit mehr als 0€ wert ist, bist du praktisch immer über dem 
Einkaufspreis.

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Nein, das geht überhaupt nicht. Das fängt damit an, daß die 
Signalleitungen von USB bidirektional sind, und das hört nicht damit 
auf, daß ganz andere Übertragungsraten verwendet werden, als ein 
RS232-Treiber übertragen kann. Die langsamste USB-Übertragungsrate 
beträgt 1.5 MBit/sec.

Das hier sind die kostengünstigsten und sinnvollsten Lösungen für das 
Problem.

10 Meter, mit 480 MBit/sec.
http://www.reichelt.de/?ARTICLE=92280

Bis zu 60 Meter mit 12 MBit/sec
http://www.reichelt.de/?ARTICLE=86951

Ein Selbstbau scheidet definitiv aus.


> Und noch was: Ein kumpel meinte mal, das sich der "USB-Bus" auch
> wirklich wie ein Bus aufbauen lässt?

Der Kumpel irrt. USB ist immer eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung von genau 
zwei Geräten.

Autor: Georg W. (gewe)
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Hallo,

sowas könnte gehen:

USB 2.0 Extender Erweiterung Adapter RJ45 Cat5 Kabel

http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=...

cu
Georg

Autor: Freak (Gast)
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AAAhhh Klick hats gemacht. Vielen dank für die extreme schnellen 
Antworten.
Gut, dann werde ich mir paar hubs besorgen.

Wie schaud es aus mit der 5V versorgung, über solch einen langen weg, 
bzw. mit der "kaskadierung mehrerer hubs"?

Sollte ich an der entfernten Seite eventuell die 5V selber einspeisen?

Autor: Michael M. (Gast)
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Freak schrieb:
> Sollte ich an der entfernten Seite eventuell die 5V selber einspeisen?

ne, lieber einen hub mit externer versorgung nehmen. der macht das 
richtig.

Autor: Freak (Gast)
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Das Argument mit der Massenproduktion hat mich überzeugt.
Ihr seid echt Super ^^

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