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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik gesucht: günstige breitbandlautsprecher


Autor: Armin (Gast)
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Hallo zusammen,

manch einer hat's vielleicht mitbekommen: aufgrund ganz besonders großer 
Klugheit habe ich die beiden Lautsprecher in meinem umgebauten 
Ghettoblaster zerlegt. Nun bräucht ich also neue - am besten auch 
robustere.

Wie misst man denn die Zollzahl? Ist das der Teil der Membran, die sich 
bewegen kann? Das wären 95mm oder 3,75" - sowas hab ich noch nirgends 
gesehen. Auf dem Speaker steht die Typbezeichnung "Sharp SP-203A"
Die Bauhöhe sollte möglichst nahe an den 40mm von jetzt liegen.
Die 4 Bohrungen im Gehäuse haben 120mm Durchmesser. Also der Lochkreis. 
^^


Mein Verstärker ist auf Basis eines TDA1519B 2x6W mit einer 
Versorgungsspannung von 12V - 16,8V.
Nun also die Frage: wie viel Impendanz brauche ich? Denn offensichtlich 
waren die verbauten 2,4 Ohm zu wenig ^^
Da keine negative Spannung vorliegt, hat der Sinus bei 12V Supply 
maximal eine Auslenkung von 6V, also ist die Leistung P = 0.5 Umax^2 / R
R = 0.5 Umax² / P = 18V² / 6W = 3 Ohm
Eigentlich müsste die größenordnung schon passen. Oder würdet ihr lieber 
4 Ohm nehmen??


Und wo kann ich solche Lautsprecher beziehen? Gerade die niedrige 
Bauhöhe wird kritisch.
Ursprünglich wollte ich <20 EUR pro Stück ausgeben, allerdings bin ich 
mir nicht sicher, ob ich überhaupt so viel Auswahl hab.
Was meint ihr?

Autor: Fralla (Gast)
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Sieh dich hier um, die haben jede menge Breitbändern, der BB3 wird auch 
gern im Car-Hifi eingesetzt. Ich trenn den zb bei 300Hz.

MFG

Autor: KlaRa (Gast)
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Hallo Armin,
obwohl Du einen falschen Ansatz zur Berechnung aufsetzt, hast Du das 
richtige Ergebnis herausbekommen.
Nehmen wir mal an, Du kommst bei einem Sinus wirklich auf 12V 
Spitze-Spitze. Das wäre ein Sinus von 6V Spitze. In die Wirkleistung 
geht der Effektivwert der Spannung ein: 6V * 0,707 = 4,242V. R=U^2/P
4,242V^2/6W=17,994V^2/6W=2,999Ohm.
Das Gemeine am Effektivwert ist, so bald Du einen Sinus übersteuerst 
wird daraus allmählich ein Rechteck. Dann lautet der Faktor nicht 0,707 
sondern 1.
6V^2/2,4Ohm=15W.
Ob die Lautsprecher wirklich 15W Dauerleistung aushalten ist dann die 
Frage, weil gerade in diesem Umfeld utopisch hohe Leistungsangaben 
üblich sind.
Gruss Klaus.

Autor: Jens G. (jensig)
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>obwohl Du einen falschen Ansatz zur Berechnung aufsetzt, hast Du das
>richtige Ergebnis herausbekommen.
>Nehmen wir mal an, Du kommst bei einem Sinus wirklich auf 12V
>Spitze-Spitze. Das wäre ein Sinus von 6V Spitze. In die Wirkleistung
>geht der Effektivwert der Spannung ein: 6V * 0,707 = 4,242V. R=U^2/P
>4,242V^2/6W=17,994V^2/6W=2,999Ohm.

Abgesehen davon, daß er von 12V Hub und Sinus ausgegangen ist, wo ist 
hier der falsche Ansatz? Das Quadrat von 0,707 ist schließlich 0,5, was 
er in der Formel ohne weitere Herleitung genommen hatte.
Daß eine Übersteuerung sowohl Lautsprecher als auch Verstärker deutlich 
stärker strapazieren (wobei letzteren eher weniger), sollte ja 
hoffentlich klar sein

Autor: Armin (Gast)
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öh ja, entschuldigung dass ich meine Berechnung ein wenig kurz gefasst 
habe. Ich habe mich jetzt für 4 Ohm entschieden, da er bei 8 Ohm zu 
schnell zerrt. Will also heißen: man ist so sehr dazu geneigt, die 
Verstärkung über die Versorgungsspannung aufzudrehen.


in die engere Auswahl sind diese beiden Lautsprecher gekommen:
http://www.reichelt.de/?ACTION=3;ARTICLE=27217;PROVID=2402
--> höhere Bandbreite, mehr Gewicht, größere Spule
http://www.reichelt.de/?ACTION=3;ARTICLE=975;PROVID=2402
--> "magnetische Schirmung"

brauch ich diese Magnetische Schirmung unbedingt? Hinter den beiden 
Speakern ist nichts empfindliches, mittig dazwischen sitzt ein 
mITX-board; eine 2,5" Festplatte; ein TFT-Display (über VGA).
Bedenken habe ich gerade bei dem VGA-Kabel, das leider so steif ist, 
dass es direkt unter einem Speaker entlang geführt werden muss.

Also darf ich den besseren Speaker nehmen oder muss ich zum geschirmten 
greifen?

Rechnung:
P = 0.5 * (16,8V / 2)² / 4 OHM = 4,41 Watt
20W-Speaker sollten schon reichen, oder?

Autor: Jens G. (jensig)
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geschirmte Speaker brauchste eigentlich nur, wenn was statisch 
empfindliches in der Nähe ist - also z.B. Bildröhren. Das Magnetfeld 
konzentriert sich ja vorrangig nur im Schlitz für die Tauchspule, und an 
anderen Stellen reichts ja gerate mal zum Schraube festhalten, wenn 
überhaupt.

Autor: Einer (Gast)
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Hast du ein geschlossenes Gehäuse?
Wenn nicht solltest du lieber hart eingespannte Speaker nehmen.
Also den VIS R 10SC-4

VIS FR 10-4 nur bei kleinem Einbauvolumen.

Autor: Michael X. (Firma: vyuxc) (der-michl)
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Achte lieber auf den Einbaudurchmesser und den Lochkreis der 
Befestigung. Der Membrandurchmesser ist da zweitrangig.

Autor: Düsentrieb (Gast)
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zb
http://www.pollin.de/shop/p/Nzk3OTg5/HiFi_Car_HiFi...

aber genau sowas, wie in dem Sharp drin war, findest wohl am ehesten und 
günstigsten auf dem sperrmüll...oder beim recycling-hof o.ä.

Autor: Armin (Gast)
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"Wieder die gleichen Lautsprecher" halte ich für keine gute Idee - wer 
weiß, wer als nächstes an dem Lautstärkenregler dreht - lieber die Sache 
ein bisschen robuster angehen...
Pollin hat ja auch eher was für Mehr-Wege-Boxen. Leider nichts 
breitbandiges in meiner Größe dabei.


Einer schrieb:
> Hast du ein geschlossenes Gehäuse?
Ich benutze wie gesagt, das Plastikgehäuse vom Ghettoblaster.
Wenn's aber nur um die Stabilität des Rings geht, an dem die Membran 
festgemacht ist, da kann man sicherlich auch etwas selbst basteln.


Vom Einbaudurchmesser her passen beide ausgewählten speaker. Dahingegend 
gibt's also kein Problem.

Autor: sven f. (Gast)
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sp50x mal suchen die gehen super und sind recht belastbar

sven

Autor: Hans Mayer (hansilein)
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Man müsste wissen wie groß das Luftvolumen pro Lautsprecher ist und ob 
es eine Bassreflexöffnung oder sowas gibt.

Autor: Düsentrieb (Gast)
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Autor: Düsentrieb (Gast)
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Autor: Armin (Gast)
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Den Rockwood wären auch eine Alternative, allerdings finde ich nirgendwo 
exakte Maße.
Den Lochkreisdurchmesser kennt das Internet nicht und "ca. 50mm 
Einbautiefe" ist sehr ungenau - ich hab 46mm zur Verfügung




Was die genaue Gehäusegeometrie angeht:
http://farm4.static.flickr.com/3145/2873729125_c94...
http://farm4.static.flickr.com/3117/2874560290_643...
Also eigentlich gibt's keine Bassreflexröhren oder so. Aber hinten das 
Plastik, wo der Cinchanschluss ist, kommt weg. Evtl mach ich das mal 
wieder zu.

Allerdings kommt nach den 46mm von oben quer eine Aluplatte (mit 
durchgangsfräsungen)

Autor: Shuzz (Gast)
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Wenn Du andere als die originalen Chassis einsetzt wird es mit 
99,999%iger Wahrscheinlichkeit ziemlich besch...eiden klingen.

Grund: Bei Lautsprecherchassis existieren weitaus mehr Parameter als 
Durchmesser und Einbautiefe. Und wenn Du nicht ein Chassis findest das 
einen identischen(!) Parametersatz aufweist wird das nix werden...

Deine beiden Links zur Gehäusegeometrie sind leider unbrauchbar.
Es geht hier NICHT um die Abmessungen des Ghetto-Blasters selbst sondern 
um die Größe der Volumina auf welche die Chassis spielen.
D.h. wieviel Luft ist hinter dem Chassis und wie ist sie verteilt...
Das einzige was ich aus Deinen Fotos sehen kann ist, dass das Gehäuse 
hinten offen zu sein scheint. Das alleine hilft aber leider auch keinen 
Meter weiter...

Wie gesagt: Andere Chassis finden kannst Du (fast) vergessen, jedenfalls 
wenn der Sound hinterher der Gleiche sein soll wie mit den 
Original-Chassis.

Autor: Shuzz (Gast)
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Noch ein Nachtrag: Autolautsprecher kannst in den meisten Fällen eh 
vergessen, die sind darauf ausgelegt in eine Autotür eingebaut zu werden 
und auf das Volumen in der Tür zu spielen.
Und soviel Volument hat Dein GB mit Sicherheit nicht...

Autor: Armin (Gast)
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Verstehe. Was die genauere Geometrie angeht, habe ich da innen eh 
Einiges geändert (platinen ausgebaut, platinen eingebaut)

Wo kommen denn bei einem Lautsprecher die Infos her, für welche 
Gehäuseparameter die geeignet sind?
Im Anhang ein datasheet von zwei eher besser dokumentierten Speakern.
Kann man aus diesen Infos irgendwelche Details über eine geeignete 
Gehäuseform ablesen?
Vielleicht das: "Was sind ELA-Zellen?"

Im Moment denke ich eher an den "FR 10".

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