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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Akku-Technologien: Was ist richtig?


Autor: ahnungsloser (Gast)
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Hallo zusammen,

bei einem meiner Projekte soll ein Akku verwendet werden.

Jetzt habe ich mehrmals bei google versucht mich über Akkus, deren Vor- 
und Nachteile, Ladeverfahren etc. zu informieren.
Aber irgendwie habe ich den Eindruck, dass es auf diesem Gebiet nur 
"Bastlerwissen" gibt.

Deswegen meine Frage: Hat irgendjemand einen Link, bei dem ein 
wissenschaftlicher Artikel über Akkus verfasst wurde?

: Verschoben durch Admin
Autor: MarioT (Gast)
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Versuche es mal Speziell mit
BleiGel
NiMH
NICD
li ion

Autor: Bernhard R. (barnyhh)
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Versuche es doch bei wikipedia, dort gibt es meist mehr als nur 
"Bastlerwissen".

Bernhard

Autor: Gast 22 (Gast)
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Versuche es bei
http://batteryuniversity.com/
dort sind die gebräuchliche Akku-Arten recht ordentlich beschrieben,
mit ihren Vorteilen und Nachteilen. Gibt es auch in Deutsch.

Autor: STK500-Besitzer (Gast)
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>Aber irgendwie habe ich den Eindruck, dass es auf diesem Gebiet nur
>"Bastlerwissen" gibt.

Das könnte damit zusammenhängen, dass die Firmen, die "richtige" 
Ladegeräte entwickeln, ihr KnowHow gerne für sich behalten.
Das, was man im Netz findet, beschäftigt sich mit dem Selbstbau.
Es gibt ein paar Verfahren, die sehr einfach sind:
Blei(Gel)-Akkus werden mit einer konstanten Spannung geladen,
NiCd-Akkus werden mit einem konstanten Strom geladen.
Eigentlich werden alle Akkus entweder mit einer konstanten Spannung oder 
einem konstanten Strom geladen.
Es geht einfach darum, wie man Ladungen (Coulombs) in einen großen 
Kondensator bekommt.
Irgendwann ist der voll, was die Ladeschaltung erkennen sollte, weil er 
sonst einen Schaden nimmt.
Manche Akkus mögen auch keine Tiefentladung, das sollte die 
Ladeschaltung auch erkennen.

Das ist jetzt alles eigentlich völlig sinnfreier Text...

Autor: ahnungsloser (Gast)
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STK500-Besitzer schrieb:
> NiCd-Akkus werden mit einem konstanten Strom geladen.

Hier habe ich einmal gelesen, dass Ni-Cd Akkus nur noch für Werkzeuge, 
Medizinische Geräte und USVs verwendet werden.


Wiederum gelesen habe ich: Ni-Cd haben einen Memory-Effekt, aber 
neuerdings doch nicht mehr. Zudem kann man den den Memory-Effekt durch 
Reflexionsladen verhindern. Aber andererseits mögen die Ni-Cds keine 
Teilladung.

aber wiederum lese ich:

http://www.bmz-gmbh.de/veroef/pm050909.html

4. IRRTUM: Reflexladen

Dem Reflexladen (= neg. Entladeimpulse während des Ladens) werden 
wundersame Effekte zugebilligt. Der positive Effekt wird damit erklärt, 
dass angeblich damit

a) die Gasung verhindert
b) einer Überladung vorgebeugt
c) die Dendritenbildung verhindert
d) der MemoryEffekt vermieden und
e) die Lebensdauer erhöht werden sollte.

Es gibt mehrere Gründe, die aus physikalischen und elektrochemischen 
Grundprinzipien berechtigte Zweifel an diesen Erklärungen aufkommen 
lassen.

1) Gasung tritt erst bei Überladung auf. Die negativen Stromimpulse 
werden aber von Anbeginn und während der gesamten Ladezeit angewendet.
2) Gasblasen sind hochohmig. Kurze, hohe Ströme können nur durch die 
niederohmigen
Strompfade des Elektrolyten und nicht durch die hochohmigen Gasbläschen 
fließen.
3) Gase lassen sich nicht in wenigen Millisekunden in wässrige 
Elektrolyte zurückwandeln.
4) Die elektrische Zeitkonstante ist so hoch, dass kurze Stromimpulse an 
der Faraday'schen Kapazität des Akkumulators geglättet werden und so 
nicht mehr in Erscheinung treten. Der Effekt des Reflexladens beruht 
daher im Wesentlichen auf einer Reduktion des mittleren Ladestromes bei 
gleichzeitig erhöhter Ripple- bzw. Wechselimpuls-Strombelastung. Die 
Lebensdauer wird dadurch nicht erhöht. Letztendlich bleibt nur der viel 
größere technische Aufwand in der Leistungsstufe Energieverschwendung 
und Akkubelastung übrig. Reflexladen: Zweifelhafte Wirkung


Also was kann ich jetzt glauben?

Autor: Εrnst B✶ (ernst)
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ahnungsloser schrieb:
> Also was kann ich jetzt glauben?

Ist das denn so wichtig?
Reflex-Laden hättest du doch wahrscheinlich eh nicht implementiert, und 
NiCd-Akkus scheiden schon wegen der mittlerweile schlechten 
Verfügbarkeit aus.

Der Rest hängt an den Rahmenbedingungen deines Projektes, z.B:

Billig, Gewicht egal => Blei-Gel Akkus

Leicht, Preis egal => LiPoly

Mittelweg, einfach verfügbar, billig => NiMH

Niedriger Stromverbrauch, lange Laufzeit => LiPoly oder "Ready-to-Use" 
NiMH

Hoher Peak-Stromverbrauch => LiFePO

usw, usf.

Autor: Stefan B. (stefan) Benutzerseite
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ahnungsloser schrieb:

> Also was kann ich jetzt glauben?

Nix.

Wenn du wissenschaftlich-technisch an die Sache rangehst, stellst du 
zuerst zusammen, welche Behauptungen es gibt und welche Belege es für 
die Behauptungen gibt.

Dann prüfst/bewertest du, ob die Belege nachvollziehbar sind und ob du 
damit zu den gleichen Behauptungen kommst. Im Einzelfall kann das z.B. 
bedeuten weitere Literaturstellen zu suchen oder Messungen 
durchzuführen.

Wenn du möchtest, dass andere für dich diese Prüfung/Bewertung machen, 
ist es förderlich z.B. Links zu den Originalfundstellen anzugegen. 
Oftmals ist nämlich der Sinn bei der indirekten verkürzten Wiedergabe 
entstellt, speziell wenn der Fragesteller sich selbst schon als 
"ahnungsloser" bezeichnet :)

Autor: Max (Gast)
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Die pdfs sind glaub ich sehr lehrreich

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