Habe hier eine etwas ungewöhnliche Topologie eines Schaltnetzteiles /
Wandlers.
Habe diese Schaltung mal irgendwo gesehen, und versucht es aus dem
Gedächnis zu zeichnen.
L1, L2, L3 und L4 sind Wicklungen auf einem gemeinsamen Kern.
L5 ist die übliche Siebdrossel.
Wie heisst diese Topologie, wo finde ich Info's dazu.
Leider mit google alles mögliche gefunden, aber nicht diese Topologie...
... schrieb:> Sieht aus wie ein Gegentaktwandler mit Parallelspeisung.
Das sieht nur so aus, is es aber nich.
Es ist keine der im Bild gezeigten üblichen Topologien
Wenn M1 und M2 komplementär wären,so wäre die Schaltung ein
Komplementärgegentaktwandler mit Parallelspeisung.Die Bedeutung des C1
will sich mir echt nicht erschliessen,da keine Kapazitätsangabe(es
können wenige pF, aber auch einige µF sein.Die Ansteuerung von M1 und M2
ist sicher auch ein Problem,egal ob komplementär oder nicht.Günther
Oktoberfestbesucher schrieb:> ... schrieb:>> Sieht aus wie ein Gegentaktwandler mit Parallelspeisung.>> Das sieht nur so aus, is es aber nich.> Es ist keine der im Bild gezeigten üblichen Topologien
Im Prinzip ist es schon eine Parallelspeisung. Die Besonderheit liegt
nur darin, dass in einem Zweig Transistor und Spule vertauscht wurden.
Das hat zwar den Nachteil, dass ein Transistor potentialfrei angesteuert
werden muß, aber den großen Vorteil, dass die Streuinduktivität zwischen
den beiden Primärspulen durch die starre Verkopplung über den
Kondensator kurzgeschlossen ist. Dadurch entfallen die bei klassischer
Parallelspeisung notwendigen Maßnahmen zur Streufeldentsorgung.
Jörg
Die Herkunftsangabe der Schaltung "mal irgendwo gesehen" ist etwas
merkwürdig.Man könnte auch denken,dies ist eine selbst erdachte
Schaltung und der Verfasser möchte herausfinden,ob das so funktionieren
könnte.Günther
Jörg R. schrieb:> Im Prinzip ist es schon eine Parallelspeisung. Die Besonderheit liegt> nur darin, dass in einem Zweig Transistor und Spule vertauscht wurden.> Das hat zwar den Nachteil, dass ein Transistor potentialfrei angesteuert> werden muß, aber den großen Vorteil, dass die Streuinduktivität zwischen> den beiden Primärspulen durch die starre Verkopplung über den> Kondensator kurzgeschlossen ist. Dadurch entfallen die bei klassischer> Parallelspeisung notwendigen Maßnahmen zur Streufeldentsorgung.
Sehe ich auch so.
Falls M1 und L2 vertauscht wurden,so tausche man zurück und hätte dannn
?....einen "Royer-Converter".Da macht dann auch C 1 ordentlich Sinn.Da
gäbe es dann auch keine Potentialprobleme mit der Ansteuerung der
Transistoren.Günther
Günther schrieb:> Die Bedeutung des C1> will sich mir echt nicht erschliessen
C1 hat ein paar bis ein paar 100uF.
Dadurch liegen beide Wicklungen wechselspannungsmäßig parallel.
Ich habe diese Schaltung als Prinzipschaltbild mal in einem
Verkaufsseminar-umdruck der Firma weiss der Geier gesehen, es war ein
winziger Teil einer USV.
Da ich die Schaltung in LTSpice eingegeben habe kann ich auch
simulieren.
Deshalb trifft mich der Vorwurf:
>Man könnte auch denken,dies ist eine selbst erdachte>Schaltung und der Verfasser möchte herausfinden,ob das so funktionieren>könnte.Günther
nicht.
Günther schrieb:> Falls M1 und L2 vertauscht wurden,so tausche man zurück und hätte dannn> ?....einen "Royer-Converter".Da macht dann auch C 1 ordentlich Sinn.Da> gäbe es dann auch keine Potentialprobleme mit der Ansteuerung der> Transistoren.Günther
Nein, der Royer funktioniert wieder ganz anders. Hier handelt es sich
eindeutig um einen Flußwandler, bei dem die Energiezufuhr durch die
Breite des Ansteuerimpulses gesteuert wird, was beim Royer-Konverter auf
diese Weise nicht möglich ist.
Jörg
@ Oktoberfestbesucher!
Die Herkunftsangabe der Schaltung "mal irgendwo gesehen" ist etwas
merkwürdig.Man könnte auch denken,dies ist eine selbst erdachte
Schaltung und der Verfasser möchte herausfinden,ob das so funktionieren
könnte.Günther Dies soll natürlich kein Vorwurf sein,sonder war
eine vage Vermutung meinerseits,sorry! Das die Schaltung Bestandteil
einer USV ist,bestärkt mich in der Annahme das es sich um einen
"Royer-Converter" handeln könnte.Bei USV-Anwendung ist ja eine
sinusförmige Ausgangsspannung meist gewünscht,und diese liefert ja ein
"Royer-Converter".Auch ist die Schaltung eines "Royer-Converters" mit
zueinander komplementären Transistoren durchaus denkbar.Bei Ansteuerung
über Optokoppler oder Impulsübertrager wäre auch die Potentialfrage no
Problem(selbst bei Transistoren des gleichen Leitfähigkeitstyp's)Zum
Wert von C 1 hab ich übrigens auch nur Vermutungen geäussert "können
wenige pF, aber auch einige µF sein ".Günther
Günther schrieb:> @ Oktoberfestbesucher!> Das die Schaltung Bestandteil> einer USV ist,bestärkt mich in der Annahme das es sich um einen> "Royer-Converter" handeln könnte.Bei USV-Anwendung ist ja eine> sinusförmige Ausgangsspannung meist gewünscht,und diese liefert ja ein> "Royer-Converter".
Da bist Du völlig auf dem Holzweg. In einer USV benutzt man keinen
Royer-Konverter, weil es dort einfach keinen Sinn macht. Sinusförmige
Spannungem erhält man durch entsprechende PWM-Modulation. Ein
Royer-Konverter, der bei 50 Hz sinusförmige Spannungen liefern sollte,
wäre riesig groß, schwer, und instabil hinsichtlich Ausgangsspannung und
Frequenz.
> Auch ist die Schaltung eines "Royer-Converters" mit> zueinander komplementären Transistoren durchaus denkbar.Bei Ansteuerung> über Optokoppler oder Impulsübertrager wäre auch die Potentialfrage no> Problem(selbst bei Transistoren des gleichen Leitfähigkeitstyp's)
Der große Vorteil des Royer-Konverters besteht ja gerade darin, dass
beide Transistoren mit gleichem Bezugspotential angesteuert werden
können. Da wäre es doch Unsinn, daraus eine Komplementäre Schaltung zu
konstruieren und auf diesen Vorteil zu verzichten.
> Zum> Wert von C 1 hab ich übrigens auch nur Vermutungen geäussert "können> wenige pF, aber auch einige µF sein ".Günther
Der Wert hängt ganz wesentlich von seiner Funktion ab. In diesem Fall
handelt es sich um einen Koppelkondensator, an dem nur eine
Gleichspannung anliegt. Das kann auch ein Elko mit einigen 10 oder 100
µF sein.
Bei einem Royer-Konverter, der, wie bereits geschrieben, völlig anders
funktioniert und aufgebaut ist, wäre das ein verlustarmer
Schwingkreiskondensator, dessen Wert eher im nF-Bereich liegt.
Jörg
Na dann kläre uns doch bitte mal auf,um was für eine Schaltung es sich
da handelt.Falls Du es weisst,so ist es unklar warum Du anfragst was es
für eine Schaltung ist(oder sein könnte)Günther
Was mich nur wundert:
bis jetzt haben sich 427 Leute das Bild ganz oben angeschaut.
Kaum einer kann oder will etwas irgendwie produktives dazu beisteuern.
Keine Ingenieure hier?
Du meinst ich soll dir kostenlos die ganze Schaltung berechnen und
gleich alles Bauelemente bei Reichelt raussuchen. Ja stimmt, das habe
ich ganz vergessen.
Für den hellseherischen Part bräuchten wir dann noch einen Esoteriker...
Ich finde diese Schaltung ungemein interessant! Man könnte doch auch die
Dioden D1 und D2 in den Fußpunkt zwischen L3 und L4 verlegen und durch
Mosfet's ersetzen.