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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Siemens S55 dauerhafte Spannungsversorgung


Autor: Christopher G. (cbg)
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Hallo!
Zu allererst, habe die SuFu bereits verwendet und auch einiges gefunden.
Ich habe eine SMS gesteuerte Klimaanlagensteuerung gebaut, welche mit 
einem Siemens S55 läuft. Das ganze läuft bereits, allerdings macht mir 
das Handy Probleme. Da ich mehr in der Software-Ecke zuhause bin, brauch 
ich eure Hilfe.
Die Schaltung und das Handy sollen permanent laufen. Von den Infos, die 
ich über die SuFu und andere Seiten gefunden habe, ist es wohl am 
einfachsten, den Akku zu entfernen und auf die Pins meine Versorgung 
anzuklemmen. Ist nämlich ein Ladegerät ständig angeschossen, so lädt das 
Handy zwar zunächst auf, die integrierte Laderegelung dreht dann jedoch 
den Ladevorgang ab, bis das Ladegerät aus- und wieder eingesteckt wurde. 
D.h. einmal Laden geht, dann läuft das Handy nur noch bis der Akku leer 
ist.
Habe bereits versucht 5 V über das Datenkabel einzuspeisen auf Pins 1 
und 2. Das Handy hat zwar angezeigt, dass es lädt aber nachdem ich eine 
Stunde Später den Stecker rausgezogen habe, hat sich am Akkustand nichts 
verändert. Habe auch auf irgendeiner Seite gefunden, dass das Handy zwar 
anzeigt, dass es lädt aber es nicht wirklich macht. Leider war dort 
keine Lösung fürs Problem.

Am Akku steht 3.7 V also müsste ich die dort anklemmen. Da das Handy nur 
starten (falls ausgesteckt oder Stomausfall) und SMS empfangen muss wird 
der Stromverbrauch nicht sehr hoch sein aber tortzdem würde ein dicker 
Elko ws nicht schaden.

Jetzt meine Frage: Ist diese Versorgungsschaltung sinnvoll? Welche 
Bauteile könnte ich dafür nehmen? Sonstige Bauteile sind ein Atmega88, 
eine IR LED und ein ULN2003 als LED Treiber (nichts anderes gehabt). Der 
Atmega kann mit 3.7 V leben, die LED ebenso.

LG

Autor: mhh (Gast)
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Unelektronisch: mechanische Zeitschaltuhr aus dem Baumarkt für 1,99€ und 
dort das Ladegerät anstecken. Dürfte die billigste Lösung sein.

Autor: Christopher G. (cbg)
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Wäre ws möglich aber die Lösung gefällt mir nicht wirklich.
Ausserdem hab ich selber nicht probiert die Leitungen vom original 
Netzteil auf Pins 1 & 2 zu legen. War bei einem Thread, den ich im Inet 
gefunden hab. Hab nämlich kein normales Netzteil, nur ein KfZ-Ladegerät.

Autor: Christopher G. (cbg)
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Ich bin mal so frei und pushe den Thread wieder nach oben. Hat jemand 
schon ein S55, C55 oder M55 mit Dauerversorgung gebaut? Ist es vl 
günstiger ein GSM Modul einzubauen, das mit 5 / 3.3 V läuft? Kann jemand 
eins empfehlen? Hab zwar einen PDU Decoder gebastelt der einwandfrei 
funktionniert aber wenn der nicht dazugelinkt werden muss tuts mir auch 
nicht weh.

Autor: Paul Baumann (Gast)
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Ich habe zwar kein S55 sondern ein C35i, aber das Problem war das 
Gleiche.
Der Akku hat 3 Anschlüsse, am mittleren sitz ein Thermistor von ca. 10
Kiloohm gegen Masse. Den mußt Du "imitieren", indem Du einen Widerstand
von 10 KOhm von Masse auf den mittleren Anschluß der 
Handy-Stromversorgung
legst. Meines speise ich aus einem stabilisierten Netzteil, welches
3,6 Volt liefert und meinen Atmega8, der das Ding ansteuert gleich mit.

Denke dran, daß das Handy beim Senden fast 2 Ampere aufnimmt und mach 
das
Netzteil entsprechend "bullig". ;-)

MfG Paul

Autor: Christopher G. (cbg)
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Danke für die Antwort!
Das mit dem mittleren Anschluss habe ich schon gelesen gehabt. Weißt du 
wie weit die Spannungsversorgung schwanken darf, wenn man direkt an die 
Akkupins geht? Also nicht dass die Spannung an sich schwankt, sondern 
wie weit man runter bzw rauf gehen darf ohne dass das Handy einen 
Schaden davon trägt.
Da ich (derzeit) keine SMS sende bzw Anrufe verwalte sollte auch eine 
nicht so extreme Pufferung ausreichen, oder zieht das Ding auch beim 
Empfang von SMS viel Saft?

LG

Autor: Paul Baumann (Gast)
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Mein C35i war außerordentlich empfindlich bei Spannungsschwankungen.
Das ist auch der Grund, warum ich ihm einen LM350 als Regler vor die 
Nase gesetzt habe. Mach es anständig, wenn es zuverlässig sein soll. ;-)

MfG Paul

Autor: HolgerT (Gast)
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Christopher G. schrieb:
> oder zieht das Ding auch beim
> Empfang von SMS viel Saft?

Für das Mobiltelefon ist es völlig wurscht, ob eine SMS empfangen oder 
gesendet wird, ob man angerufen wird oder anruft - in jedem Fall tritt 
es mit der Basisstation in Kontakt, muß also senden und empfangen 
(Protokollinformationen werden ausgetauscht).

Gruß
HolgerT

Autor: Christopher G. (cbg)
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Danke euch beiden. Der LM350 schaut gut aus. Nach meiner Rechnung 
bräuchte ich ~224 Ohm für R2 in der normalen adjustierbaren Beschaltung 
(R1 = 120 Ohm). Wieviel V legst du denn bei Vin an?

Autor: Niels Keller (niels-k)
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Hallo Christopher,

es gibt noch einen weiteren "Trick". Hat man eine stabilisierte 
Spannungsversorgung von nicht mehr als 5Volt, dann kann man an den 
Pluspol der Batterieklemme diese 5Volt anlegen und (!) gleichzeitig den 
Akku angeschlossen lassen. Die Massen sind dabei verbunden. Der Akku ist 
dann mit der Standartladeeinheit nicht mehr ladbar (es sei denn er wird 
tiefentladen). Ich verwende mittlerweile diese Schaltung, da ein Puffern 
über Kondensatoren rein gar nichts bringt. Aber Achtung: Der 
Stromverbrauch steigt in den ersten Minuten des Betriebs an, da der Akku 
überladen wird.

Grüße

Autor: Christopher G. (cbg)
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Hm, also den LM350 auf 3.6 V einstellen und an die Pins der 
Batterieklemme bei angeschlossenem Akku würde gehen? Mit der normalen 
Beschaltung des LM350 natürlich.

Edit: Oder muss es wirklich nahe 5V sein?

Autor: Niels Keller (niels-k)
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Christopher G. schrieb:

> Edit: Oder muss es wirklich nahe 5V sein?


Nein, bloß nicht - das ist der WORST-CASE. Am Besten einen eigenen 
Regler nehmen und auf 3,6Volt einstellen.

I.d.R. hat man eben in der Schaltung einen 5Volt Regler und ein zweiter 
würde den Strom unverschämt nach oben treiben. Daher meinte ich, dass 
man in diesem Fall direkt an die 5Volt gehen kann - das ist aber nicht 
im Sinne der Entwickler...

Autor: Chris Moeller (picasso323)
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Hallo Leute,
vielleicht bastelt ja noch Jemand mit dem guten C35 und kann einen 
kleinen Tip gebrauchen. Ich frickel auch gerade an einem C35 als 
Alarm-Handy. Entgegen dem Thread-Titel möchte ich das Handy aber spontan 
einschalten und dann AT-Befehle mittels Raspberry hin schicken. Die paar 
Sekunden bis es sich ins Netz eingebucht hat stören mich nicht.
Statt des Akkus habe ich auch einen kleiner Schaltregler (die "Gute" 
China-Platine von eBay) zur Erzeugung der 3,7V Akkuspannung verwendet 
und 10k vom "Akku-Mittelpin" zu GND gelötet. Der alte, defekte Akku lies 
sich öffnen und die Zellen entfernen --> perfekter Batterie-Dummy mit 
Platz für eine kleine Schaltung.

Um das Handy automatisch einzuschalten muss ja bekanntlich eine 
Auto-Ladeschale simuliert werden:
-->Pin7 (Z_CLK) auf GND
-->Pin3 (Charge) auf High
-->Pin1 (GND) auf GND

Angenehmerweise stört es das Handy anscheinend nicht, wenn die "Charge" 
Spannung die gleichen 3,7V sind, mit denen der Akku simuliert wird. Sehr 
schön!
Um das Handy automatisch einzuschalten muss allerdings zuerst die 
Akkuspannung eingeschaltet werden und erst nach ca. 1 Sekunde die 
Charge-Spannung auf dem Lumberg-Connector. Dafür habe ich eine 
Mini-Einchaltverzögerung mit 1 Transistor, Kondensator usw. eingesetzt.

Ergebnis: Nach Anlegen der Betriebsspannung (z.B. 5V oder 
12V-->Schaltregler) geht das Handy brav nach 1 Sekunde an und ist ca. 8 
Sekunden später im Netz eingebucht.
Ruhestrombedarf: ca. 130mA
Strombedarf bei Speisung mit 5V vor dem Schaltregler: ca. 190mA

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