Hallo schaut euch bitte mal das Bild an das ich angefügt habe und sagt
mir ob diese Schutzbeschaltung für einen µC eingang was nützt.
Eingangsspannung OPs 10V
Ausgangsspannung OPs 5V
Meine Theorie:
Wenn das OP Ausgangssignal größer gleich 5,7V beträgt wird die
Durchlassspannung Uf überschritten und die Überspannung wird abgeleitet.
Die obere Diode ist für possitive Ausgangssignale.
Die untere für neg. Ausgangssignale.
stimmt das so?
-Wäre noch zu klären, wieviel Strom der OPV an den neuen Längswiderstand
liefert oder ob er doch ins Schwitzen kommt durch die Anschlagdioden.
-Wieso ist der OPV-Eingang nicht schützenswert ?
Wenn er nicht geschützt werden kann, wäre evtl. ein wartungsfreundlicher
Sockel zu überlegen ?
Die Didoen sind im uC schonn drin.
Du musst nur verhindern, daß zu viel Strom über diese Dioden fliessen
kann.
Normale Operationsverstärker liefern kaum mehr als 20mA, das hält ein
uC-Eingang aus.
Trotzdem ist es natürlich Unfug, in solchen Fällen die Stromaufnahme
massiv ansteigen zu lassen, weil er in die Kurzschlussbegrenzung läuft.
Man könnte den Strom verringer, in dem an den OpAmp-Ausgang ein
Widerstand kommt, die meisten Analogeingänge von uC verkraften 10k. Dann
fliesst maximal noch 1mA.
Man sollte aber vorher anstezn:
Warum überhaupt 10V für den OpAmp, tut es kein TS912 der mit 0V/5V
versorgt wird ?
Warum überhaupt OpAmps, deine Schaltung ist ja eher ein
Spannungsreduzierer als Verstärker, und produziert negative Spannungen
zwischen den beiden OpAms, was bedeutet, daß diese OpAmps auch mit
negativer Versorgungsspannung versorgt werden müssen.
Ich halte deine Schaltung für Unfug, das Problem lässt sich sicher
einfacher lösen, und käme dann mit einem 5V OpAmp aus, so daß jeder
Schutz des uC-Eingangs entfällt.
Seite 248, DC-Current per I/O Pin 40mA, und im OpAmp Daetnblatt sollte
der Kurzschlussstrom halt niedriger sein, beim LM324 in beiden output
characteristics Diagrammen nur um 30mA, allerdings typisch.
Dennoch wie gesagt ist die Schaltung Unfug.
MaWin schrieb:
> DC-Current per I/O Pin 40mA
...das gilt aber nur beim Betrieb als Ausgang.
Ich hatte auch mal das Problem herausfinden und dokumentieren zu müssen,
wie hoch bei den AVRs der Strom über die Schutzdioden sein darf und
wurde in den Datenblättern nicht fündig. Auf hartnäckiges Nachbohren
wurde ich dann auf die Application Note AVR182 verwiesen, in der es
heißt:
"It is not recommended that the clamping diodes are conducting more than
maximum 1 mA".
10 kOhm in Serie und die Eingänge halten bis zu 15 Volt aus :-D
Ist ne quick and dirty-Lösung aber es funktioniert.
Hab mit nem 10 MegOhm auch schon 320 Volt (Spitze Netzspannung) für ne
Nulldurchgangserkennung direkt an nen I/O angeschlossen, wird sogar in
ner Application Note von AVR so vorgemacht ;-)
>Hab mit nem 10 MegOhm auch schon 320 Volt (Spitze Netzspannung) für ne>Nulldurchgangserkennung direkt an nen I/O angeschlossen, wird sogar in>ner Application Note von AVR so vorgemacht ;-)
Ja, diese unsägliche Application Note gehört verboten. Ein Tiefpunkt der
Amateur-Elektronik...
Kai Klaas
Hi
>Ja, diese unsägliche Application Note gehört verboten. Ein Tiefpunkt der>Amateur-Elektronik...
Gleichlautende AppNotes kenne ich auch für STxyz-Controller.
MfG Spess
Kai Klaas schrieb:>>Hab mit nem 10 MegOhm auch schon 320 Volt (Spitze Netzspannung) für ne>>Nulldurchgangserkennung direkt an nen I/O angeschlossen, wird sogar in>>ner Application Note von AVR so vorgemacht ;-)>> Ja, diese unsägliche Application Note gehört verboten. Ein Tiefpunkt der> Amateur-Elektronik...>> Kai Klaas
Das geht prinzipiell schon.
Es muss nur peinlichst auf
- Spannungsfestigkeit der Widerstände
- räumlich optimierten Aufbau der Schaltung
- peinliche Sauberkeit (Reinigung mit Isopropanol)
- keine evtl. auslaufenden Elkos (gut leitendes Elektrolyt) in der Nähe
usw. geachtet werden.
Sonst kommt es schnell zu Überschlägen und damit dem Tod der Schaltung
...am besten nach der Reinigung mit einem unbrennbaren, isolierenden
Schutzlack überziehen.
> Sonst kommt es schnell zu Überschlägen und damit dem Tod der Schaltung
...oder des Users...
Wäre es evtl. nicht sinnvoller, einfach die OPV's mit 5V zu betreiben?
Dann brauchste nix schützen vorm µC. Schützenswert wäre dann nur noch
der OPV1. Da könnte man die Clampingdioden direkt am inv. Eingang
machen, wobei der Eingangsserien-R gleich als Strombegrenzung sinnvoll
mißbraucht wird.
> ...das gilt aber nur beim Betrieb als Ausgang.
Nein, so viel liefert der gar nicht, der schnürt vorher ab, also kann
nur der Strom gemeint sein, der reinfliesst.
> "It is not recommended that the clamping diodes are conducting more than
maximum 1 mA".
Ja, in dieser Schaltung dieser AppNote, dort wird aber auch erwähnt, daß
die Schaltung immer noch gegen Überspannungsspikes sicher ist, bei denen
dann ja entsprechend mehr Strom fliesst.
> Ja, diese unsägliche Application Note gehört verboten. Ein Tiefpunkt der> Amateur-Elektronik...
Nein, sauberes Design. Mehr Aufwand macht es nicht besser.
>Nein, sauberes Design. Mehr Aufwand macht es nicht besser.
Muahhhhaaahhhhaaaahhhhhaaaahhhhhhh....
So euphorisch klingen ja nicht mal die Autoren selbst. Ich zitiere aus:
http://www.avrfreaks.net/modules/FreaksFiles/files/346/doc2508.pdf>The series input resistor is a 1 MΩ resistor. It is not recommended that>the clamping diodes are conducting more than maximum 1 mA and 1 MΩ will>then allow a maximum voltage of approximately 1,000V.>Any voltage higher than 1,000V would probably be spikes or surges. The>clamping diodes are able to handle spikes for a short period of time but>not surges. The application note will not go into how to protect against>surges, but simply recommend implementing protection against surges in>the design.
Damit geben die Autoren ja ganz unverhohlen zu, daß ihre Schaltung
"Surges" gar nicht aushält! Und was man machen muß, damit die Schaltung
das tut, will man nicht verraten.
Der letzte Satz ist blanker Zynismus, vor allem, wenn man sich mit
diesem Artikel an Hobby-Bastler wendet, die in aller Regel nicht wissen,
wie man mit Netzspannnung angemessen umgeht.
Nur zur Erinnerung, kurzzeitige Überspannungen bis 6kV sind im Netz
überhaupt keine Seltenheit. Das halten aber nur Spezialwiderstände aus,
wie beispielsweise der VR25 von Vishay, am besten zwei in Serie. Und
selbstverständlich läßt man diese Spikes auch nicht direkt in die
Schutzschaltung des Mikrocontrollers hineinfließen, sondern macht sie
über separate Schutzdioden unschädlich. Nicht etwa, weil die eingebauten
Dioden die Ströme nicht könnten, sondern weil der hochohmige Widerstand
und das entsprechende Layout genügend Streukapazität bereit hält, um
ungesunde Spikes direkt aus dem Netz in den Mikrocontroller zu schießen.
Kai Klaas