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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Vergussmittel mit möglichst wenig Schrumpf


Autor: Yaro (Gast)
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Hallo Leute,
ich suche ein Vergussmittel, das beim aushärten möglichst wenig 
schrumpft und absolut keinen Strom leitet.
Ich brauche das für eine kleine Sensorplatine mit Phototransistoren und 
LEDs, die ich nach dem Kalibrieren(biegen der Transistoren) eingießen 
will, weil die sonst bei jeder Berührung verstellt wird.
Das Material sollte ich möglichst leicht (spätestens morgen gegen 
Mittag) in Hamburg kaufen können.

Ich habe schon an Epoxy gedacht, allerdings soll es stark schrumpfen, 
was natürlich die kalibrierten Phototransistoren verstellt...
Habe auch schon an Kleber gedacht, weiß aber nicht, welcher geeignet ist 
(sollte auch nicht auf Wasserbasis sein, da leitend).

Hat jemand einen Tipp?

Gruß, Yaro

Autor: oszi40 (Gast)
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Eingießen heißt auch wegwerfen ?
Für leichte Fälle wäre die Themoklebepistole eine Idee/Versuch?

Autor: Yaro (Gast)
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Mit Heißklebe habe ich das schon gemacht, aber der Heißkleber läuft 
nicht ganz zwischen die Dioden und Transistoren, außerdem bin ich wegen 
der Stabilität skeptisch. Das schrumpfen (durch abkühlen) hat dort aber 
keine Probleme verursacht.

Gruß, Yaro

p.s. Eingißen heißt nicht wegwerfen... im Gegenteil... haltbar machen...
Aber eigentlich will ich die Sensoren nicht allzulange verwenden... 
sollen ein paar Wochen zuverlässig funktionieren.

Gruß, Yaro

Autor: Olaf (Gast)
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> Das Material sollte ich möglichst leicht (spätestens morgen gegen
> Mittag) in Hamburg kaufen können.

Das wird wohl ein Problem. Es gibt natuerlich spezielle Vergussmassen 
bei den industriellen Versendern (RS, Farnel usw) aber irgendein 
Elektronikgeschaeft wird sowas nicht haben weil es kaum einer braucht 
und nur eine begrenzte Haltbarkeit hat.


> Ich habe schon an Epoxy gedacht, allerdings soll es stark schrumpfen,

Das kann passieren. Ich hab mal irgendwann eine Spule eingegossen. Das 
ergab einen Wuerfel mit 50x50x50mm. Beim haerten wurde die Spannung 
sogar so gross das ein Riss von 1mm an einer Seite entstand!
Vielleicht koenntest du das verwenden wenn du sehr wenig Haerter 
verwendest damit das aushaerten lange dauert. Aber ein Risiko ist es 
trotzdem.

Olaf

Autor: nimmdas (Gast)
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Nimm das: Vergussmassen Typ Wepuran VU 4457/51 (L186.200)z.B. bei 
Bürklin, München. Das ist ausgezeichnet geeignet, härtet schrumpf- und 
spannungsfrei aus. Wahrscheinlich jedoch nicht im Straßenverkauf zu 
haben. Bürklin liefert aber über  Nacht.

Autor: Besucher (Gast)
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Frag doch mal bei einem Elektriker, ob er dir eine Muffe oder etwas Harz 
verkauft.
Eigentlich sollte dieses Harz nur wenig schrumpfen, Risse und 
zerquetschte Klemmen wären wohl eher kontraproduktiv.

Wühl dich mal durch das Angebot der üblichen Hersteller, Obo Bettermann, 
Cellpack, 3M (?), ...

Von einer der genannten Firmen gibt es auch eine Muffe, die mit 
flexiblem Harz vergossen wird, das man später wieder entfernen kann.
Für dich wohl eher uninteressant, aber für so manch anderes Projekt 
sicher praktisch.
Nach dem Aushärten hat das Harz eine Konsistenz wie Gummi, man kann 
sogar mit der Prüfspitze reinstechen und es wird nicht undicht.
Mit einem Schraubendreher/Messer lässt es sich auch wieder lösen, d.h. 
Platine samt Gehäuse können einfach wieder erneut vergossen werden.
Allerdings würde ich die Platine mit etwas Schrumpfschlauch vorher 
"verpacken", damit sich die Suppe nicht zwischen allen Bauteilen 
verfängt.

Autor: Wegstaben Verbuchsler (wegstabenverbuchsler)
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Wie wärs mit dem nächsten Baumarkt (Beschaffungsquelle), und dann etwas 
Badezimmer-Silikon da reindrücken auf /an deine Platine? Vielleicht kann 
man das ja mit "Silikon-Löser" temporär dünnflüssiger machen?

Dann fällt mir noch Wachs ein, entweder "richtigen" "harten" 
Kerzenwachs, oder solch "glibber"-Wachs, welches man in Bastelläden 
bekommt. Bei passender Temperatur ist das hübsch dünnflüssig.

Autor: morph1 (Gast)
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darf die platine sich nur selbst zu stark erwärmen oder in der sonne 
liegen ;)

Autor: oszi40 (Gast)
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-Sanitär-Silicon würde ich abraten wegen der Essigsäure und der 
Elastizität. Yaro wollte ja Bauteile "festlegen"

-Epoxydharzverarbeitung erfordert etwas Lehrgeld. Dünne Schickten härten 
schlechter und dicke Würfel sterben schnell den Hitzetod in der Mitte.

-Hat schon mal jemand NICHTdrückenden Bauschaum getestet ? Der normale, 
billige geht nicht, da er das Volumen vergrößert!!

Autor: Ich (Gast)
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>Bürklin liefert aber über  Nacht.

Das war mal.
Seitdem die den Versand "optimiert" haben holt UPS die Pakete offenbar 
nur noch einmal am Tag und zwar gegen 22:00 bei denen ab.
Seit 3/4 Jahr etwa bekomme ich meine Pakete in der Firma erst nach zwei 
Tagen, vorher gammelt das in München und Nürnberg rum, was man über das 
Tracking ja gut sehen kann.

Autor: 1Gast (Gast)
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> Vielleicht koenntest du das verwenden wenn du sehr wenig Haerter
> verwendest damit das aushaerten lange dauert. Aber ein Risiko ist es
> trotzdem.

Bitte nicht! Epoxy härtet nur aus wenn das Verhältnis Harz:Härter exakt 
stimmt. Zu wenig Härter -> härtet nie aus!

Autor: Alter Hase (Gast)
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Vor vielen Jahren gab es  beim Bastelerbedarf
Glasklares Gießharz zum Eingießen von Gegenständen, das sollte
doch auch nicht so sehr schrumpfen.
Ob das Eingießen heute noch "in" ist, weiß ich nicht, einfach mal
in einem gut sortierten Bastlerladen fragen.

Wenn ich mich richtig erinnere war das Gießharz auf Polyesterbasis....
Oh je, das kann Ärger wegen Geruchsbelästigung bedeuten.

Autor: Zwie Blum (zwieblum)
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Fensterschaum geht, der drückt fast nicht. Brunnenschaum macht ein 
bischen mehr Druck, aber auch nicht wirklich viel.

Autor: damdam (Gast)
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Alter Hase schrieb:
> Wenn ich mich richtig erinnere war das Gießharz auf Polyesterbasis....

Die meisten, heute erhältlichen, Harze sind alle auf Epoxidbasis!

Zwie Blum schrieb:
> Fensterschaum geht,
mag sein...
> der drückt fast nicht.
das stimmt allerdings nicht... Alle PU-Schäume quellen und vergrößern 
somit ihr Volumen (und bauen dadurch im Endeffekt Druck auf wenn sie 
sich nicht ungehindert ausdehnen können...)

Autor: Sebastian (Gast)
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Resin ist ein Stichpunkt, der mir einfällt. Das ist ein schnellhärtendes 
Harz, welches schön formstabil ist. Gibt's auch im Bastelbedarf.

Autor: Manfred von Antenne (dipol)
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nimmdas schrieb:
> Nimm das: Vergussmassen Typ Wepuran VU 4457/51 (L186.200)z.B. bei

Diese Vergussmasse benutze ich Literweise.

Da ich damit Sensorrohre vergieße gibt es eine Schrumpfung von ca. 2 mm 
auf 80mm Rohrlänge.
Ob das bei deiner kleinen Bauhöhe eine Rolle spielt weis ich nicht.

Wenn du bei Bürklin den Versandservice 'UPS-Saver' bestellst, dann wird 
am nächsten Tag vor 12 Uhr angeliefert.

Autor: Thomas Burkhart (escamoteur)
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Langsam härtendes Epoxygießhazr und nicht zu dicke schichten gießen max. 
0,5mcm sollte gehen. Epoxy schrumpft eigentlich nur in der ersten Phase 
wenn es geliert stark, dabei sollten aber noch keine Spannungen 
auftreten.

Gruß
Tom

Autor: Tom P (Gast)
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Bei wenig Schrumpfung ist an sich Silikon schon eine gute Wahl. Es gibt 
ja auch problemlos nicht-Essigsäure-vernetzende Systeme zu kaufen (auch 
im Baumarkt - da z.B. für das Verfugen von Marmor o.ä., der sonst 
unangenehm auf die Säure reagieren würde.)

Besser gießbare Systeme gibt es sonst z.B. von den Lackwerken Peters 
oder Alpha Sil o.ä. Im Zweifel mal direkt nach Mustern fragen oder 
natürlich bei den größeren (bekannten) Distributoren kaufen.

Solls schnell gehen (wie du ja schriebst) ist es durchaus auch einen 
Versuch wert, mal die Läden für Künstlerbedarf oder Modellbau ab zu 
klappern, da diese oft Silikon-Gießharze zum Herstellen von Abgüssen 
anbieten; allerdings kann es bei diesen Systemen ggf. zu Haftproblemen 
an den Bauteilen kommen (Stichwort Mikroklima).

Wenn man gar nicht fündig wird, wäre auch ein örtliches Dentallabor oder 
der ortsansässige Prothesenbauer ;) eine Anfrage wert. Manche sind 
geneigt, für einen geringen Obulus etwas ab zu treten...

Hoffe das hilft, viele Grüße

Tom

Autor: Basti (Gast)
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Billig-Epoxid vom großen C. Damit hatte ich noch nie Probleme, auch 
nicht bei SMD (Reflow gelötet). Allerding mische ich Baumwollflocken 
bei, das gibt mehr stabilität (gibts auch beim C)

Autor: Hotte (Gast)
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Yaro schrieb:
> Ich habe schon an Epoxy gedacht, allerdings soll es stark schrumpfen,
> was natürlich die kalibrierten Phototransistoren verstellt...
> Habe auch schon an Kleber gedacht, weiß aber nicht, welcher geeignet ist
> (sollte auch nicht auf Wasserbasis sein, da leitend).

Bei Boesner ( http://www.boesner.com ) gibt es "Polyesterglas Gießharz" 
mit flüssigem Härter (sehr fein dosierbar). Das Zeugs ist nichtleitend 
(bei HF Schaltungen aber obacht) und man kann Platinen bis 10 x 5 cm 
sauber vergießen. Mit entsprechender Abtönfarbe (auch erhältlich) lässt 
es sich schwarz, rot, grün usw. einfärben. Mit dem Härter kann man die 
Festigkeit einstellen, von Glashart bis zähfest. Bei zu wenig Härter 
wirds Hartgummiartig, hat dann aber eine klebrige Oberfläche.

Vor einigen Jahren habe ich damit 12 Platinen in der Größe 40 x 70 mm 
hart eingegossen (in Aluprofil eingeschoben). kaum geschrumpft und 
funktionieren bis heute. Seitdem gieße ich Schaltungen falls notwendig 
damit ein. Es lassen sich damit auch Platinen tauchen und somit 
Oberflächenbeschichten. Notfalls kommt man so immernoch an die Bauteile.

Sehr zu empfehlen das Zeugs.

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Ich nehme dafür 2-komponentiges Polyurethan. Das Zeug was ich habe 
schrumpft nicht wahrnehmbar und hält bombenfest, ist weiß. Wer was davon 
will, kann sich ja melden.

Autor: El Jefe (bastihh)
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Also, falls Yaro noch mitliest, kann er gerne herkommen, hab hier noch 
Resin-Harz. Saugeiles Zeug.

Kann der die Platine gleich vergießen. Vakuum in "kleinen Mengen" zwecks 
Luftbläßchen hab ich hier auch.

Grüße

Autor: Daniel G. (daniel83)
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Hallo

Ich habe gute Erfahrungen mit RS gemacht. Dort habe ich angerufen und 
wurde ca 30min Beraten um die richtige Vergussmasse für mein Projekt zu 
finden. Vieleicht ist das besser als sich selbst durchs Netz zu wühlen. 
Die gute Frau hat einen sehr gut Informierten Eindruck gemacht

Gruß Daniel

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