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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik ISP-zu-HV-Adaption?


Autor: Sven J. (locutussum)
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Hi,

ich hab hier ein paar attiny11 rumliegen und wollt mit denen eigentlich 
mal was machen. nur leider muss man die ja im HV-Modus programmieren. 
ich hab aber nur den USBasp von fischl.de, allerdings scheint ja der 
einzige unterschied zwischen ISP- und HV-Programmer ja der zu sein, dass 
der HV-Programmer den Reset-Pin auf 12V zieht. (Sehe ich das so 
richtig?)
daher war mein gedanke: Eigentlich müsste man doch ganz einfach eine 
Adaption von normalem ISP zu HV bauen können: einfach alle Leitungen bis 
auf Reset durchführen, nur mit dem Resetpin über ein, zwei Transistoren 
einen 12V-anschluss schalten, welcher dann als Input weiter ausgeführt 
würde. wäre das so möglich? oder unterscheiden sich die Protokolle 
irgendwie?

Autor: syn_error (Gast)
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>allerdings scheint ja der
>einzige unterschied zwischen ISP- und HV-Programmer ja der zu sein, dass
>der HV-Programmer den Reset-Pin auf 12V zieht.
so einfach ist das leider nicht, hv programmieren hat ein ganz anders 
protokoll.
vielleicht findest du einen atiny11 programmer über google der sich 
leicht nachbauen lässen.

Autor: M. W. (hobbyloet)
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Autor: Sven J. (locutussum)
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Danke für die antworten. irgendwo hatte ich mir das schon fast gedacht. 
wär ja auch zu schön gewesen wenn man das so einfach hätte lösen können. 
:(

M. W. schrieb:
> Schau mal hier:
>
> http://www.der-hammer.info/hvprog/index.htm

den hatte ich auch gesehen und bin grad auch am überlegen, den 
nachzubauen. probleme seh ich da eigentluch nur darin, die firmware in 
den µC zu bekommen (mal abgesehen vom preis für selbigen), wobei ich die 
glaub ich mit dem AVR910 lösen könnte. das zweite problem wäre, dass es 
nicht über usb läuft. mein pc hat zwar einen com-port, aber der 
verschwindet direkt im schreibtisch und geht zu meinem lirc-empfänger. 
(wobei ich irgendwo noch einen usb-to-serial-converter rumfliegen hab)

seh ich das im übrigen richtig, dass ich mit dem programmer aus dem link 
neben HV-Proggen auch debuggen (dann natürlich isp) kann? denn das kann 
ich bisher mit dem usbasp von fischl ja nicht, denn das läuft na nicht 
mal im avr-studio (zumindest hab ichs bisher noch nicht zum laufen 
bekommen).

Autor: Sven (Gast)
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Von wievielen Tinies reden wir denn? Vielleicht kann man die auch ohne 
Programmer sinnvoll einsetzen. Du könntest der Freundin ne hübsche Kette 
löten. Aber bitte bleifrei. Oder wenns nur zwei sind, machst Du ihr 
Ohrstecker draus. Oder Du verteilst sie in der Küche zwischen den 
Müslitüten: Youtube-Video "Marc-Uwe Kling: Tiere im Kakao / Gabi"

Ansonsten fällt mir nichts ein, was man mit diesen alten Dingern noch 
tun könnte, um sich dafür extra einen HV-Programmer zu besorgen. ;-)

Autor: Klaus De lisson (kolisson)
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>>>  nur leider muss man die ja im HV-Modus programmieren.

seit wann MUSS man das denn ?


OH ich sehe gerade...   sowas gibt es wirklich

grüsse K

Autor: Sven J. (locutussum)
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Sven schrieb:
> Von wievielen Tinies reden wir denn?

sind nur 2.

Sven schrieb:
> Aber bitte bleifrei.

bleifrei? ich bleib lieber beim bleilot, im praktikum hab ich 
schliesslich gelernt, dass man nur mit bleilot die luft- und 
raumfahrtnormen einhalten kann. (wobei für meinen praktikumsbetrieb 
sowieso an vielen stellen sonderbedingungen gelten)

Sven schrieb:
> Du könntest der Freundin ne hübsche Kette
> löten.

die idee ist nicht schlecht. aber: ich habe z.Z. keine freundin und die 
kosten, sich eine anzuschaffen, sind etwas höher als die für die 
bauteile eines HV-Programmers.

Klaus De lisson schrieb:
> seit wann MUSS man das denn ?

doof, ich weis. -.- hätt ich vorher das datenblatt mal genauer 
durchgeblättert und nicht nur grob drübergelesen (der tiny11 teilt sich 
ja das datenblatt mim tiny12), dann hätt ich das wahrscheinlich auch 
erkannt. und wenn ich beim bestellen schon mehr über µCs gewusst hätt, 
dann hätt ich den fehler wohl auch nicht gemacht und stattdessen einen 
mit ISP bestellt. :(

Autor: Klaus De lisson (kolisson)
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klar eh..  manchmal hab ich solche "brett vor kopf erkenntnisse"

gruss klaus

Autor: Thomas R. (tinman) Benutzerseite
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wie wärs mit ?

http://home.ict.nl/~fredkrom/pe0fko/Fuse-restore-ATtiny45/

hab nachgebaut um meine attinys85 zu "retten", und da ich faul war sogar 
ohne die 12V umschaltung - einfach per hand 12V dazugeschaltet und "go 
taste" gedrückt.

Autor: Hc Zimmerer (mizch)
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Sven J. schrieb:
> Sven schrieb:

>> Du könntest der Freundin ne hübsche Kette löten. Aber bitte bleifrei.
>
> bleifrei? ich bleib lieber beim bleilot, im praktikum hab ich
> schliesslich gelernt, dass man nur mit bleilot die luft- und
> raumfahrtnormen einhalten kann.

Warum Raumfahrtnormen?  Möchtest Du sie auf den Mond schießen?

Autor: Sven J. (locutussum)
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Thomas R. schrieb:
> wie wärs mit ?

hmm... liest sich so, als ob das nur für chips funktioniert, die von 
hause aus einen isp-anschluss haben (bzw. bei welchen man den reset-pin 
reaktivieren kann). allerdings: der attiny11 hat - wie oben schon mal 
erwähnt - diese funktion nicht. der kann eben nur mit hv programmiert 
werden. das würde mich also wahrscheinlich nicht wirklich weiter 
bringen. auch wenn ich anfänglich eine ähnliche idee hatte, wird der 
verlinkte programmer wohl entsprechend des HV-Protokolls mit dem target 
kommunizieren (welches ja anscheinend vom ISP-Protokoll abweicht), 
entsprechend würde da wohl nicht viel bei rumkommen?

Hc Zimmerer schrieb:
> Warum Raumfahrtnormen?  Möchtest Du sie auf den Mond schießen?

das nun nicht, aber so was soll doch lange halten und auch möglichst 
resistent gegen mechanische belastungen sein. ^^

Autor: Rainer (Gast)
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Autor: syn_error (Gast)
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>Sven schrieb:
>> Aber bitte bleifrei.

>bleifrei? ich bleib lieber beim bleilot, im praktikum hab ich
>schliesslich gelernt, dass man nur mit bleilot die luft- und
>raumfahrtnormen einhalten kann. (wobei für meinen praktikumsbetrieb
>sowieso an vielen stellen sonderbedingungen gelten)
natürlich ist für hobby verbleit besser nur in der industrie ist seit 
ein paar jahren vorgeschrieben nur bleifreies lot zu verwenden wenn sie 
es in der eu verkaufen wollen.

aber ich glaube er hat es nicht in diesem kontext gemeint sondern wenn 
du eine kette machst für wen auch immer solltest nicht mit blei löten da 
es giftig ist und über die haut aufgenommen wird.

>Rainer (Gast)
>Wie wäre es hiermit?
>http://elektronik-kompendium.de/public/arnerossius...
sowas ist doch das beste und dann tritt auch nicht das henne ei problem 
auf.

Autor: Sven J. (locutussum)
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Rainer schrieb:
> Wie wäre es hiermit?
>
> http://elektronik-kompendium.de/public/arnerossius...
>
> Rainer

den hatt ich mir auch mal angeguckt, ich hab aber kein betriebssystem 
mehr, welches den unterstützt. denn auf meinem rechner ist win7 x64, da 
läuft das programm nicht. im virtual winxp-mode würde es wahrscheinlich 
laufen, aber der virtual machine kann ich glaub ich keinen com-port zur 
verfügung stellen.


syn_error schrieb:
> dann tritt auch nicht das henne ei problem

naja, das tritt bei mir sowieso nur bedingt, nämlich beim programmieren 
der avr-eigenen firmware auf, beim programmieren des avr910 kann ich ja 
zum glück auf meinen usbasp zugreifen. ^^

syn_error schrieb:
> nicht mit blei löten da
> es giftig ist und über die haut aufgenommen wird.

war mir so auch klar. ^^ aber für wirklich hochwertige verbindungen ist 
nach wie vor - zumindest habe ich es so im praktikum gelernt - bleilot 
erforderlich, da man mit bleifreiem einfach nicht so ordentliche 
lötstellen hinbekommt. (und ja, ich hab mein praktikum in der industrie 
gemacht, nur bei mir liefen ständig leute von lockheed martin rum und 
das praktikum war nicht wirklich mit den praktika, die meine 
kommilitonen machen - zumindest soweit ich das vom hören mitbekomme - 
vergleichbar)

Autor: syn_error (Gast)
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>den hatt ich mir auch mal angeguckt, ich hab aber kein betriebssystem
>mehr, welches den unterstützt.
wie kann man auch programme schreiben das nur auf einem proprietären 
system läuft!

die software macht eigentlich auch nix anders als bits zu wackel an der 
rs-232 stichwort bit-banging.
vielleicht kann das pony prog, was ja auch mit bit-banging arbeitet.
wenn man ein bisschen geübt ist in pc programmierung kann man sich das 
auch selber schreiben.

kenn mich mit RoHS nicht sonderlich aus aber es ist auch in der 
industrie erlaubt jedoch nur bei spizellen anwendungen wo es sich nicht 
vermeiden lässt.
denke aber ein löter am fließband kann genauso gute löstellen herstellen 
wenn er mit bleifrei arbeitet.
wie das bei wellen oder reflow -löten verhält, keine ahnung.

Autor: Sven J. (locutussum)
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syn_error schrieb:
> wie kann man auch programme schreiben das nur auf einem proprietären
> system läuft!

stimmt. wobei ich gerade etwas durch zufall heraus gefunden hab: im 
virtual winxp kann ich auch in den einstellungen meinen rs232-port der 
virtual-machine zuordnen (funktioniert auch, eben mal mit meinem 
winlirc-empfänger getestet). das heist, ich dürfte so also auch in der 
lage sein, die software zu nutzen. (hab die software auch schon mal 
probeweise dort gestartet, dort läuft sie ja anscheinend einigermaßen)

syn_error schrieb:
> pony prog

mit dem hab ich meinen usb-asp damals einprogrammiert. mit einer ganz 
simplen schaltung, ich glaub sogar ohne irgendwelche transistoren. o.O

syn_error schrieb:
> spizellen anwendungen

wie zum beispiel eben die luft- und raumfahrttechnik, da hier absolut 
zuverlässige lötverbindungen benötigt werden. und das macht schon einen 
unterschied.

bei reflow- und wellenlöten... das ist ja beides sowieso mehr für den 
consumer-markt, da muss die qualität nicht sooo hochwertig sein. ;)


aber mal ne ganz andere frage noch zu dem hv-prog von der-Hammer.info : 
könnte ich dort einfach den rs232-wandlerchip weglassen und an der 
stelle direkt einen usb-to-uart-wandler wie zum beispiel den FT232 
einsetzen? würde ich dann von den ergebnissen her das gleiche erzielen 
wie wenn ich direkt an einer com-schnittstelle arbeiten würde und 
entsprechend einen stk2-500-programmer auf usb-basis erhalten? das wär 
natürlich ideal.

ach, und hat irgendwer vielleicht nen link zu ner seite, wo der 
schaltplan etwas schöner dargestellt wird? auf gegebener seite laufen 
zum teil leitungen ja übereinander, was nicht gerade optimal ist.

Autor: syn_error (Gast)
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>bei der Fertigung elektronischer Baugruppen für Medizintechnik, 
>Sicherheitstechnik, Messgeräte, Luft- und Raumfahrt, Bahntechnik, 
>Feuerwehrtechnik sowie für militärische/polizeiliche Verwendung der Einsatz 
>bleifreien Lotes nicht zulässig.
die haben glück gehabt. :)

>könnte ich dort einfach den rs232-wandlerchip weglassen und an der
>stelle direkt einen usb-to-uart-wandler wie zum beispiel den FT232
>einsetzen?
sollte problemlos möglich sein.

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