Hallo,
ich möchte mir ein Labornetzteil(linear) mit zwei gleichwertigen
Ausgängen bauen.
Diese sollen über eine einstellbare Ausgangsspannung und eine
Strombegrenzung/regelung verfügen.
Jetzt möchte ich die beiden Kanäle parallel und in serie schalten
können.
Wie kann ich dies realisieren? Wie wird es in den käuflichen Geräten
gemacht?
Hat jemand evtl. einen Schaltplan dafür? Bzw für ein ganzes Netzteil?
Um die Verlustleistung möglichst gering zu halten möchte ich
verschiedene Sekundärabgriffe des Trafos verwenden. Wie kann ich die
Umschaltung auf die verschiedenen Wicklungen realisieren? Habt ihr einen
funktioniernden Schaltplan?
Danke
Gruß snipor
> Jetzt möchte ich die beiden Kanäle parallel und in serie> schalten können. Wie kann ich dies realisieren? Wie wird> es in den käuflichen Geräten gemacht?
In den die beiden total unabhängig aufgebaut werden, und
zwei Trafo(wicklungen) verwenden.
> Um die Verlustleistung möglichst gering zu halten möchte ich> verschiedene Sekundärabgriffe des Trafos verwenden. Wie kann> ich die Umschaltung auf die verschiedenen Wicklungen realisieren?
Relais gesteuert durch Komparatoren (LM393).
> Habt ihr einen funktioniernden Schaltplan?http://www.produktinfo.conrad.com/datenblaetter/500000-524999/511455-sp-01-en-Power_Supply_PS2403_D.pdf
Hallo,
danke schonmal für den Schaltplan.
Ich werde zwei separate Trafos und zwei separate Elektroniken verwenden,
also von daher eigentlich komplett unabhängig voneinander und somit kein
Problem.
Eine Serienschaltung der beiden Ausgänge ist ja noch unproblematisch.
Bei einer Parallelschaltung der beiden Ausgänge ist ja jedoch
erforderlich die beiden Spannungen relativ Sycron einzuregeln. Daher
meine Frage wie das in den käuflichen Netzteilen gemacht wird
Danke
Gruß snipor
> Bei einer Parallelschaltung der beiden Ausgänge ist ja jedoch> erforderlich die beiden Spannungen relativ Sycron einzuregeln. Daher> meine Frage wie das in den käuflichen Netzteilen gemacht wird
Es gibt tracking-Netzteile, wo man nur noch einen Kanal regelt, und der
andere folgt, aber beim obigen stellt man nur ungefähr gleich ein, und
die Stromverteilung übernimmt die Strombegrenzung. Die Spannung ist dann
halt entsprechend dem einen, höher eingestellten, so lange dessen Strom
noch nicht überschritten weurde, und entsprechend dem anderen, wenn mehr
Strom gezogen wird. Bei 0.1V Abweichung kein Thema.
>Eine Serienschaltung der beiden Ausgänge ist ja noch unproblematisch.>Bei einer Parallelschaltung der beiden Ausgänge ist ja jedoch>erforderlich die beiden Spannungen relativ Sycron einzuregeln. Daher>meine Frage wie das in den käuflichen Netzteilen gemacht wird
meine Erfahrung zeigt, dass dass es auch umgekehrt sein kann.
parallel: Strombegrenzung: 1A.
Wenn die Last 900mA benötigt, kommen die vom Netzteil A, da dessen
Spannung etwas höher ist, braucht man dann 1,5A, kommen 1.0A vom
Netzteil A und 0.5 vom Netzteil B. parallel ist also kein Problem.
seriell:
Alles funktioniert, bis man kurzzeitig mal zuviel Strom zieht (Anlauf
Motor). Dann ist die Ausgangsspannung nämlich 0V. Netzteil A gibt 30V
aus, Netzteil B sieht -30V.
Seriell: .... und es ist kaputt .....
Seitdem hab ich immer eine Diode am Ausgang. Kathode an Plus, Anode an
Masse.
> und wie wird es bei diesen tracking-Netzteilen gemacht?
Das Poti liefert ja eine Steuerspannung für das eine Netzteil, man muss
diese Steuerspannung nur an Stelle des dortigen Potis in das andere
Netzteil stecken.
Dummerweise müssen beide Netzteile potentialfrei zueinander sein. man
kann aber die Spannung recht leicht portieren, z.B. mit einem LTC1043.
Der geht leider nur bis 18V, muss man also für höhere Spannungen
nachbauen oder mit einer Art Instrumentenverstärker realisieren.
Es gibt sogenannte loadshare controller, die verteilen den ausgangsstrom
auf mehrere Quellen. Mir scheint aber dass diese nicht wirklich zum
geplanten konzept passen.
[c}seriell:
Alles funktioniert, bis man kurzzeitig mal zuviel Strom zieht (Anlauf
Motor). Dann ist die Ausgangsspannung nämlich 0V. Netzteil A gibt 30V
aus, Netzteil B sieht -30V.
Seriell: .... und es ist kaputt .....
[/c]
Wie kann es zu dem von Dir beschriebenen Verhalten kommen?
Gibt es eventuell noch eine bessere Möglichkeit ein solches zwei Kanal
Netzteil aufzubauen. Hat schonmal jemand sowas aufgebaut?
Es gibt ja diese Netzteile bei Ebay, Pollin usw. mit den zwei Kanälen
(zB DF-1731 SBC3A) Dort werden ja über zwei Taster in der Front die
beiden Kanäle entweder in Reihe oder parallel geschaltet. Ein solche
konnte ich mal kurz von innen anschauen. Aber außer zwei 4049 und
einigen LM358 waren es alles exotische IC's.
Danke
Gruß snipor
@snipor (Gast)
>>[c}seriell:>>Alles funktioniert, bis man kurzzeitig mal zuviel Strom zieht (Anlauf>>Motor). Dann ist die Ausgangsspannung nämlich 0V. Netzteil A gibt 30V>>aus, Netzteil B sieht -30V.>>Seriell: .... und es ist kaputt .....>>[/c]>Wie kann es zu dem von Dir beschriebenen Verhalten kommen?
Ist daselbe Prinzip wie bei einem Akkupack: wird eine der Zellen zuerst
schwach, wird diese von den anderen über die Last umgepolt, was die dann
nicht lange mitmacht (betrachte diese Zelle, oder auch das schwächere
Netzteil, in diesem Fall einfach als hochohmigen Widerstand, dann sieht
man schon, daß es dann andersrum geht)
Mal eine provokante Offtopic-Frage: Was reizt so viele Leute daran, sich
ausgerechnet ein Labornetzgerät selbst zu bauen? Also ein "uncooles"
Gerät, das für sich allein zu nichts nutze ist?
Man kann ja eins kaufen, wenn man eins braucht - was je nach
Bastel-Fachgebiet aber auch gar nicht so oft der Fall ist, denn wenn man
eine Bastelschaltung dauerhaft verwenden will, muss man sich ja ohnehin
über eine kompakte Stromversorgung Gedanken machen.
Mein "Labornetzgerät" besteht aus einem alten Trafo und einem
Plastikkästchen mit 'nem LM317 und 'nem Poti (naja und Gleichrichter und
Siebung natürlich). Und ich schäme mich kaum dafür.
Keine Ahnung was die Leute an sowas reizt.
Ich mache gerade auch sowas und sitze schon sehr sehr viele Monate
an der Entwicklung. ( Eigendesign )
Am Donnerstag kommen die ersten Eurokarten nachhause ( nur der Regelteil
)
mal schauen was daraus geworden ist.
Ich sehe jetzt schon wie ich verzweifeln werde bist die Regelung stabil
laufen wird, oder bist die blöde Firmware fertig geschrieben wird.
Keine Ahnung - Es macht mir Spaß.
Schockierend ist aber wie oft ich "..Labornetzteil.." in den letzten
2 Wochen hier gelesen habe oO.
Das Problem an diesen Projekt ist, das aus den meisten
"Labornetzeilprojekten" nichts wird, da der Aufwand unterschätzt wird
oder nur Mist nachgeschustert wurde und man unzufrieden ist.
@Daniel:
Ich beneide deine Einstellung.Ich wäre froh ich könnte Dinge einfach
mal so einfach angehen.
Daniel schrieb:> Mein "Labornetzgerät" besteht aus einem alten Trafo und einem>> Plastikkästchen mit 'nem LM317 und 'nem Poti (naja und Gleichrichter und>> Siebung natürlich). Und ich schäme mich kaum dafür.
Mußt Du auch nciht.
Weil exakt diese Kombination 95% der hier in den Threads als
Labornetzteilen für den Heimbastelbedarf benötigen Anforderungen
abdeckt.
Die übrigen 5% der Poster haben semiprofessionelle oder professionelle
Ambitionen, und die nutzen andere Bautechniken.
Eben schon aus diesen Diskrepanzen erwächst jede Menge Thread- und Post-
Material.
Der große Nachteil an den LM317-Netzteilen ist nur, dass sie keine
einstellbare Strombegrenzung haben.
Bei Kurzschluss liefert ein LM317 so 1,5...3,0A. Das zerstört
empfindliche Bauteile natürlich ziemlich sofort...
Wenn also ein Fehler in der zu betreibenden Schaltung ist, gibt's beim
Einschalten gleich Rauch. Das ließe sich mit einer regelbaren
Strombegrenzung vermeiden.
Rainman schrieb:> Der große Nachteil an den LM317-Netzteilen ist nur, dass sie keine> einstellbare Strombegrenzung haben.
Gilt aber letztlich nur für Netzteile mit einem (1) LM317. Ab 2 LM317
ist auch dieser scheinbare Mangel geheilt. 99ct Mehraufwand, die sich
lohnen.
Und gleich kommt hier sicher wieder jemand, der den verschlechterten
Wirkungsgrad einer solchen Netzteillösung anprangert .
> ..... Das ließe sich mit einer regelbaren> Strombegrenzung vermeiden.
Womit wir mal wieder bei den 5% der semiprofessionellen/professionellen
Netzteilspezis angekommen sind.
Beim der Kauf-/Selbstbauüberlegung zu einem Labornetzteil sollte man
ersmal nachdenken, was man wirklich damit machen möchte.
Digitaltechnik? Hier reichen Festspannungsnetzteile mit Strombegrenzung
aus.
Analogtechnik? Eventuell auch Festspannungsnetzteile (+-12V / +-15V).
Was für Spannungen außer 3,3V; 5V; 12V braucht man normalerweise?
Vielleicht noch 1,8V für modernere Prozessoren.
Uns sonst?
Regelbar ist nur für besondere Spannungen notwendig. Für die Aufnahme
von Messkurven sollte die Spannung per Computer einstellbar sein und
sehr schnell nachregeln. Hier braucht man aber nur selten große Ströme.
Das Problem einer vernünftigen Strombegrenzung mit dem 317 ist eher der
einstellbare Widerstand, der 1-1,5A abkönnen muss. Oder man macht
wählbare Strombereiche mit Festwiderständen und Umschalter.
Aber es gibt bei den üblichen Verdächtigen (Conrad, ELV) genug mehr oder
weniger gute Baupläne und Bausätze. Wenn man sich solchen Schmarrn wie
digital einstellbar und PC-Schnittstelle spart, findet man da was.
> einstellbare Widerstand, der 1-1,5A abkönnen muss.
Dann lieber eine Stromquellenschaltung mit Operationsverstärker und die
Verstärkung einstellen passend zum gewünschten Strom.
@Pascal L.:
> Ich beneide deine Einstellung.Ich wäre froh ich könnte Dinge einfach> mal so einfach angehen.
Nein, lass mal. Ich wäre froh, ich hätte bei den Hobbyprojekten die
Ausdauer für was sorgfältig geplantes Größeres.
>@Pascal L.:>> Ich beneide deine Einstellung.Ich wäre froh ich könnte Dinge einfach>> mal so einfach angehen.>Nein, lass mal. Ich wäre froh, ich hätte bei den Hobbyprojekten die>Ausdauer für was sorgfältig geplantes Größeres.
Wir sollten die Persönlichkeiten tauschen :D
Pascal L. schrieb:>>@Pascal L.:>>> Ich beneide deine Einstellung.Ich wäre froh ich könnte Dinge einfach>>> mal so einfach angehen.>>>Nein, lass mal. Ich wäre froh, ich hätte bei den Hobbyprojekten die>>Ausdauer für was sorgfältig geplantes Größeres.>> Wir sollten die Persönlichkeiten tauschen :D
Trefft Euch halt einfach einmal pro Woche zum Stammtisch .-)
Also meins wird gut :D ..Aber nicht zu früh freuen, die erste
Leiterkarte
kommt erst heute aus der Fertigung und liegt jetzt die Tage bei mir
am Tisch. Nicht das ich zu große Sprüche klopfe G
Danke für eure bisherigen Antworten.
@ Pascal L.
könntest du einige Infos zu deinem Netzteil posten?
Hört sich richtig interessant an.
Was haltet Ihr von diesem Netzteil?
http://pitts-electronics-home.de/electron/schaltpl/stromver/nt40315.gif
Weiß einer für was die Dioden an den Eingängen des ersten OPV's sind?
Welcher Widerstand ist dort der Shunt? Der RM ist wohl nur fürs
Panelmeter,oder?
Danke
Gruß Jürgen
> Was haltet Ihr von diesem Netzteil?
Nicht mehr zeitgemäss.
> Weiß einer für was die Dioden an den Eingängen des ersten OPV's sind?
Die, die im NE5532 schon eingebaut wären :-)
1N4148.
> Welcher Widerstand ist dort der Shunt?
RM.
@Snipor:
Ist ein Gerät mit einen Digitalen Steuerteil, also mit Mikrocontroller
ADCs und DACs, ich denke nicht das es was für dich ist.
Gleichzeitig kann ich noch gar nicht sagen ob alles so funktioniert
weil ich erst jetzt Schritt für Schritt mich nach vorne taste.
An sich eigentlich ziemlich simpel gestrickt aber es kommt auf die
Feinheiten an.
Rainman schrieb:> Der große Nachteil an den LM317-Netzteilen ist nur, dass sie keine> einstellbare Strombegrenzung haben.> Bei Kurzschluss liefert ein LM317 so 1,5...3,0A. Das zerstört> empfindliche Bauteile natürlich ziemlich sofort...> Wenn also ein Fehler in der zu betreibenden Schaltung ist, gibt's beim> Einschalten gleich Rauch. Das ließe sich mit einer regelbaren> Strombegrenzung vermeiden.
Noch einfacher, so hat der "alte Trick" bei mir bisher immer
funktioniert: Wozu ist die Ausgangsspannung einstellbar? Bei einer
"unbekannten" (also gerade aufgebauten ;) ) Schaltung beim ersten Mal
also "von unten hochdrehen", dabei den Strommesser im Auge behalten.
Welche Probleme gibt's da noch? ;)
Hi snipor,
schau dir mal hier
http://www.rainers-elektronikpage.de/html/radio_rim.html
den Schaltplan des NT 605 an. Das Teil hat zweimal 0-30V, 50mA bis 5A,
schaltet die Trafospanung wegen der Verlustleitung um und hat eine
Parallelschaltung, die dann beide Kanäle gleichzeitig regelt.
Ob so ein Aufbau noch zeitgemäß ist mögen andere beurteilen, vermutlich
würde man statt den 2N3055 was aktuelleres nehmen. Vielleicht kannst du
aus dem Schaltplan auch Anregungen für was eigenes ziehen.
mfg
Harri
MaWin schrieb:> Neulich hat hier doch der Ralph seins vorgestellt.>> Ich hab's nicht gebaut, aber das Grundprinzip, je ein OpAmp für Strom>> und Spannung, ist zeitgemäß:>> http://www.et.fh-trier.de/diplom/Team/berres/downl...
Danke für den Link.
Das von mir gepostete hat doch auch einen OPV für Strom und einen für
die Spannung. Oder vestehe ich da etwas falsch?
Danke
Gruß Jürgen